10.03.2011

Nachtruhe revisited

So und jetzt versuche ich das mit der Nachtruhe nochmal und diesmal nehme ich mir ein gutes, historisches Sachbuch mit - bestimmt voller leckerer Fremdworte und Adjektive!:)

Aber den Guten Vorsätzen gemäß erstmal noch ein Klassiker der sprachlichen Missverstädnisse:


Enjoy!:)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Oh, Ela! :-) Dieser Beitrag ist herzerfrischend, bezaubernd, köstlich! :-) Ja, alles auf einmal und gleich hintereinander. ;-) An so manchen Stellen hast Du mir aus dem Herzen gesprochen und ich musste mehrmals schmunzeln bzw. laut lachen.
Ich kenne dieses Buch von Herrn Schneider zwar nicht, habe aber "Deutsch für Kenner" von ihm gelesen - und da hatte ich teils - hmm, eher recht häufig - sehr ähnliche "Anfälle" wie Du. :-)Mein Widerspruchsgeist kam gar nicht zur Ruhe - und das betrifft z. T. ähnliche Inhalte, wie Du sie hier ansprichst. Vieles ist einseitig und berücksichtigt kaum bis gar nicht, dass Schreiben in Tausenden von Kontexten stattfindet und dass es nicht "richtigen" oder "falschen" Stil gibt, sondern eher passenden und unpassenden, stimmigen oder unstimmigen usw. Das, was in dem einen Kontext als unverzeihlicher grammatischer Fehler oder Stilbruch erscheint, kann in einem anderen Kontext die Aussagekraft, Atmosphäre, Spannung oder anderes hervorheben. Und das ist nur ein ganz winziges Beispiel dafür, dass Schreibhandwerk erlernen nicht bedeutet, immer mit dem gleichen Werkzeug die gleichen Ergebnisse zu erzielen, sondern zu lernen, die Vielfalt eines Werkzeugs zu erkennen (grob ausgedrückt). Ich kann z. B. Grammatik als immer das gleiche Werkzeug betrachten, um "korrekte" Sätze zu schreiben, ich kann es aber auch als Werkzeug benutzen, um mit "nicht korrekten" Sätzen bewusst eine von mir beabsichtigte Wirkung im Zusammenhang des Kontextes zu erzielen. Ähnliches gilt für Stilfragen (die auch immer wieder anders beantwortet werden können, eine Frage: Hunderte Antworten.) Ich glaube auch nicht (mehr) daran, dass z. B. alle "hatte" und "war" in einem Text zu eliminieren und durch ausdrucksstärkere Verben zu ersetzen sind, nachdem ich einen Text gelesen hatte, der durch eine solche Änderung vom Stil und der Atmosphäre her völlig zerstört worden wäre. Ich glaube nicht mehr daran, dass Adjektive per se zu vermeiden sind oder das Verben IMMER ausdrucksstärker als Adjektive sind. Wie Du schon schreibst: Es kommt drauf an!
Oh, ich könnte noch soooviel dazu schreiben, genauer werden und so - aber ich muss noch einiges anders tun, und daher höre ich an dieser Stelle mal auf. ;-) Aber es hat mich gefreut, eine Meinung zu einem Buch von Herrn Schneider zu hören, die meiner sehr entgegenkommt. ;-)

Liebe Grüße

Thalassa

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