30.11.2014

Advent-Basteln 2014

Es fühlt sich zwar temperaturtechnisch nur sehr langsam danach an, aber die dunkle Zeit des Jahres ist eigentlich fast schon wieder vorbei - und da das prinzipiell ein Grund zum feiern ist, hier die diesjährige Runde Advant-Basteln.
Diesmal in der Version 2.0 mit LED Technologie! ;-)

Punkt 1: Adventkranz
Ja, ein Adventkranz muss sein, ich liebe den Geruch von firschen Tannen und da wir weder Platz noch Lust haben einen armen Baum in unserem Wohnzimmer eingehen zu lassen, ist der Adventkranz eine Platzsparende und Baumschonende Alternative. Allerdings ist der Platzsparende Aspekt dieses Jahr ein wenig relativ, denn nachdem mir die"nackten" Kränze beim Kaisers zu verwelkt und klein erschienen, hat mein Mann aus der Stadt dieses Wagenrad mitgebracht...Sooo groß hätte es dann auch nicht sein müssen, aber man soll sich nicht beschweren. ;-)

Was die Farbe angeht, war ich dieses Jahr einw enig unentschlossen - ich hatte diese türkis, hellblau, grünen, irgendwie undefinierbaren Kerzen gekauft, weil mir die undefinierbare Farbe gefiel, aber das Problem an undefinierbaren Farben ist natürlich, dass man schwer was Passendes dazu findet. Also gab es für das Wagenrad nur Silber, Gold oder Weiß zur Disposition und ich denke mit Weiß haben wir eine gute Wahl getroffen! :-)



Punkt 2: Basteln
Wie immer ist Advent und Weihnachten eine Zeit für Gäste und kleine Geschenke unter Freunden - Advent-Rollenspielen muss dieses Jahr schon ausfallen, aber es gibt bestimmt andere Gelegenheiten, Kekse backen, Kekse essen, Abendessen oder oder oder.
In diesem jahr war ich von der Idee von Origami und LED recht begeistert - zwar kann man aus Papier auch Kerzenhalter für echte Kerzen basteln, aber ich bin was Feuer angeht chronisch übervorsichtig und möchte daher ungern sowas verschenken...
LED-Teelichter sind da die Lösung und daher gibt es in diesem Jahr für Freunde, Gäste und Familie diese kleinen Sternchen in der Battariebetriebenen Version!

Hier das Video dazu (wirklich einfach, aber hübsch!:-):



Dann noch schnell ein bißchen "Streuschmuck" und eine übrig gebliebene kerze vom letzen Jahr auf einen Kuchenteller und schon ist es in der Wohnung gemütlich. Kerzenlicht - LED oder echt - ist eben doch der beste Lichtblick bis zur Sonnenwende! :-)


In diesem Sinne ein schönes Adventwochenende und einen guten Start in die Glühwein-Zeit!

25.11.2014

Nachtrag: 28 Tage/Wochen Zombies

Mein Hirn ist ein Arschloch manchmal, oder zumindest ein verdammter Besserwisser!
Nachdem ich also meine tapferen Testleser mit der Aussage in die Winterpause geschickt hatte, dass ich erstmal ein bißchen Vorlauf brauche, bevor die ersten 50% Elysion fertig werden können, hatte ich mich wirklich auf ein wenig Entspannung gefreut, denn die lezten paar Arbeitsstunden an Kapiteln 7 und 8 waren echt zäh und anstrengend (ich hoffe nur man merkt es dem Ergebnis nicht an). Aber ich werde sabotiert und statt wunderschönem Nichtstun bombaridert mich mein dummes Hirn mit 500 Ideen, die zu "Papier" zu bringen ich gar nicht die Zeit habe.
Aber wehe, ich will mal sinnvoll was tun, dann fällt mir gar nichts ein...vielleicht soll es eine Lektion sein!;-)

Um also das Monster ein bißchen ruhig zu stellen bis zum nächsten Wochenende, können wir noch kurz über Zombies zu Halloween sprechen, auch wenn das schon ein wenig länger her ist.

Wir hatten quasi durch einen Zufallskauf meinerseits zu Hallowenn gleich das doppelte Vergnügen - zuerst 28 Tage Zombies in großer Runde und am nächsten Tag haben der Ehemann und ich die 28 Wochen der Vollständigkeit halber noch nachgeschoben.

Nun sind beide Filme beileibe nicht neu, ich werde mich also mal ausnahmsweise weniger mit Plot und Spoilern aufhalten, sondern was zur Philosophie der Filme sagen. Wer sich an der Stelle über den Zusammenhang von Philosophie und Zombies wundert, hat offensichtlich nur den Film zu WWZ gesehen. ;-)
Tatsächlich finde ich das Thema Philosophie im Angesicht von Untoten total spannend, weswegen ich mir letztlich auch den entsprechenden Band der Popculture Library dazu gekauft habe. Aus reinen "Recherchezwecken" für Elysion werde ich vermutlich vor Weihnachten eher noch The Magicians lesen, aber danach steht das Buch fest auf der To Read Liste!

In den 28 Tagen und Wochen begegnet man so den üblichen Motiven - Film 1 agiert nach dem Motto: "Stell dir vor du wachst auf und alle sind tot." und Film 2 reiht sich ein wenig in WWZ (Buch!) ein, aber hat eine etwas andere Prämisse. Dabei fand ich besonders 2 Aspekte interessant:
1. Fressen um zu überleben?
Inheränt in beiden Teilen ist die Tatsache, dass die Zombies ihre Opfer offensichtlich nicht auffressen und irgendwann verhungern - was man ja normalerweise nicht vorraussetzen würde. Statt dessen sind sie mit einem "Wut" Virus befallen, dass scheinbar unkontrollierbaren Hass auslöst, aus dem dann alle (Selbst-) Zerstörung resultiert. Das Survial of the Fittest, das man bei Vampiren ja manchmal so findet, ist hier also komplett ausgeschaltet - was die Frage aufwirft, ob der Virus böse macht, oder ob er nur den kleinen Switch ausschaltet, der uns alle vom Amok laufen abhält...?;-)

2. The Evil within?
Diese Frage spielt dann direkt dem Leitbild der Filme in die Hände - die wirklich "Bösen" sind eigentlich die Nichtinfizierten. Im ersten Film die out of controll Soldaten und dann irgendwie auch der out of controll Hauptheld und im zweiten Film der feige Typ, der seine Familie erst im Stich lässt, dann anlügt und schließlich umbringen will (gut da ist er infiziert, aber trotzdem!). Während also die Wut-Infizierten offensichtlich nur noch triebgesteuert sind, sind die eigentlich "vernunftbegabten" Menschen viel schlimmer. Brave New World!

Ich ziehe beim zweiten Film allerdings einen dicken Logik-Punkt ab, weil es keiner der wenigen übrigbleibenden Erwachsenen für nötig hält den Kindern von ihrer Immunität gegen das Virus zu erzählen - oder sie darüber aufzuklären, dass sie trotzdem Zwischenwirte sein können, was das Ende des Films überhaupt erst möglich macht. Das macht keinen Sinn und gibt Abzüge in der B Note!;-)

Trotzdem würde ich sagen bleiben 4,5 und 3,5 Gehirne für nette Action mit angenehm pessimistischer Weltsicht übrig. Kann man machen!

17.11.2014

How To: 365 Kraniche und eine Idee was man damit machen kann

Wisst ihr was fast das Schlimmste an meinem "365 Kraniche" Projekt war?
Das man noch greifbarer zu spüren bekommt, wie schnell so ein ganzes Jahr rum ist!;-)
Nein im Ernst, es war schon ein nettes Projekt - das mit dem 2 Minuten Alone-Time pro Tag hat nicht so funktioniert (irgendwann bin ich dazu übergegangen immer 5-6 Stück am Stück zu machen für die ganze Woche;-), aber als kreative Fingerübung beim Fernsehen oder so war das durchaus brauchbar.

Nur stellt sich ja dann wenn das Jahr rum ist irgendwann die Frage: Und was machst du jetzt mit den Dingern?!?
Traditionellerweise werden 1000 Kraniche ja zu besonderen Anlässen, wie Hochzeiten, gemacht und dann als Wohnungs- oder von mir aus Tempelschmuck gebraucht. Ich nehme stark an, dass der "echte Zen Gedanke" vermutlich nahe legen würde die ganze Halde danach als Freudenfeuer abzufackeln.
Daran ist prinzipiell nichts auszusetzen, aber irgendwie...nee irgendwie wollte ich nicht. Ich bin vermutlich nicht mal die Maragrine des Zen...;-)

Man kann aber auch ganz tolle Installationen mit vielen bunten Kranichen machen, wie man hier sehen kann.Zwei Ideen gefielen mir dabei besonders: Der Lampenschirm (dazu hätte ich aber vermutlich eher die 1000 gebraucht UND ein Gebäude, das groß genug wäre es afzuhängen...;-) und die "Ast-Mobiles".

Beides geht hervorragend zusammen, dank LED Technilogie - wird nicht heiß = keine Feuergefahr für Papiertierchen - und ein paar Dekozweigen aus dem Dekogeschäft nebenan. In unseren Zweigen war die LED-Kette plus Netzteil tatsächlich sogar schon mit "verbaut", aber LED Lichterketten gibt es für einen Apfel und ein Ei in allen Varianten, man kann also auch im Wald seines Vertrauens auf die Suche gehen, wenn man nicht so eine Stubenhocker-Stadtplanze ist, wie ich!;-)

Wir haben dann versucht die Papiervögelchen von dunkel (unten) nach hell (oben) zu sortieren, um so einen Regenbogeneffekt hinzukriegen - bunt durcheinander hätte aber genausogut geklappt, denke ich. Unsere Anbringmethode war einen Faden duch die "Basis" der Vögelchen zu ziehen und die dann festzuknoten (mit ein bißchen Tesa als Unterstützung für die glatteren Äste) - so auf halbem Weg ist uns aufgefallen, dass Sekundenkleber viel weniger frickelig gewesen wäre, aber naja, man kann nicht alles haben...;-)

Dazu jetzt natürlich die wichtige Frage:
Braucht man dazu jetzt erstmal ein Jahr Vorlauf, um 365 Papiervögelchen zu basteln? Die Antwort ist natürlich nein, tatsächlich an die Zweige geknotet haben wir um die 60 - und das war schon viel... - der Rest ist als Deko unten in der Vase gelandet. Man kann es sich also einfacher machen, aber wenn man grade mal knapp 400 Origami-Dinger rumliegen hat, dann ist das eine Variante daraus eine hübsche Geschenkidee zu fabrizieren! :-)

13.11.2014

Ein Pro und Pro des Feedbacks (und Zwischenstände)

Eigentlich (müsste ich mal rausfinden, wie viele meiner Posts mit Eigentlich anfangen...;-) - wollte ich zwischendurch noch ein bißchen was über Zombie-Filme erzählen, aber irgendwie bin ich gedanklich grade woanders, nämlich bei der ersten Beta-Runde von Elysion, auf die ich mich zugegebenermaßen freue, wie ein halbgares Sojaschnitzel. Zudem habe ich meinem Chef auch noch eine Woche Urlaub abgeschwatzt, was bedeutet ich bin voll im Vorfreude Modus auf ganz viele Stunden am Schreibtisch...und da wundert man sich jetzt, dass Schreiberlinge schonmal merkwürdig rüberkommen...;-)

Weil mir das in einer Unterhaltung letztlich gerade so unterkam, wollte ich deswegen nochmal (schon wieder von mir aus) ein paar Worte zur Kunstform Feedback verlieren, weil ich immer wieder gerne mit neuen Testlesern arbeite und immer wieder die Frage mitschwingt wie man "das" denn sinnvoll anpackt. Ich weiß, ich habe dazu schon oft und gerne schwadroniert, aber eine kleine Zusammenfassung was es bringt und wie mans macht, gab es so noch nie.
Was uns zum Pro und Pro der Konstruktiven Kritik bringt. :-)

Aus Sicht der Leser:
Was bringt es?
Für jemanden, der nicht gerne liest vermutlich nicht so viel, das gebe ich zu - aber so jemand würde sich vermutlich auch nicht als Testleser anbieten? Jemand, der gerne Geschichten konsumiert, hat hier die einmalige Chance mal in ein "arbeitendes Werk" einzusteigen - was mir immer viel Spaß macht, weil man (ich) ganz anders über jeden Satz, jeden Dialog und jede Figur nachdenkt, wenn man Testliest. Wenn ich ein fertiges Buch lese, mag mir nicht alles gefallen, aber es ist eben alles fertig, undisskutierbar, ein großes Ganzes, das ich so annehmen kann oder auch nicht, aber das man so erstmal zu akzeptieren hat...auch wenn ich meistens trotzdem noch was zu Meckern finde, man kann sich diesen Röntgenblick nicht wieder abgewöhnen...;-)
Kurzum ich bilde mir gerne ein, dass ich als Testleser eines noch nicht fertigen Textes eine priviligierte Chance habe auf einen kreativen Prozess Einfluss zu nehmen. Das klingt jetzt irgendwie hochgestochener, als es sich anfühlt, aber es ist ja nicht so alltäglich, dass man Dinge, die einen an einem Buch stören direkt mit dem Autor disskutieren kann und diese Dinge dann eventuell sogar geändert werden, oder? Falls sie nicht geändert werden, muss man allerdings damit auch leben, dazu kommen wir gleich!:-)

Wie wird's gemacht?
Ich habe schon an verschiedenen Stellen darüber gesprochen wie gesagt, aber lasst uns nochmal kurz die KISS Version zusammenfassen, Wiederholung ist das halbe Lernen und so...;-)

1. Positiv Denken!
Prinzipiell ist eine "Alles Scheiße" Mentalität auch im echten Leben selten hilfreich, aber gerade bei der Kunst der konstruktiven Kritik ist sie schlicht und einfach ein Ausschlusskriterium!
Egal wie wenig mir eine Figur, eine Passage, ein Text gefällt, oder wie wenig ich davon verstehe, der Autor hat sich etwas dabei gedacht und diese Mühe allein ist es wert, dass man respektvoll mit dem Ergebnis umgeht, ob es mir persönlich nun gefällt oder nicht.
Ein bißchen Lob hier und da, wenn irgendwas tatsächlich positiv ins Auge sticht, ist außerdem auch ganz nett - es hilft dem Text im engeren Sinne nicht unbedingt weiter , aber es tut dem Leser nicht weh und dem Autoren schonmal gut (dazu gleich mehr;-).

2. Begründen!
Die allerwichtigste Frage, die sich ein Leser immer stellen sollte, ist: Wieso? Wieso alles! Wieso finde ich das gut oder doof, wieso tut Figur A hier das und nicht das, wieso ist das Haus grün und wieso ist der Himmel hier blau, wenn es 2 Sätze vorher noch geregnet hat?
Gut, das mit dem Himmel ist kein so gutes Beispiel, weil es einfach ein dummer Kontinuitätsfehler ist, aber niemand ist perfekt und es gibt dumme Kontinuitätsfehler in den erfolgreichsten Büchern, die scheinbar den Autoren, den Lektoren und den Testlesern durchgerutscht sind - also constant vigilance!;-)
Aber gerade für "Eindrücke" ist das Wieso entscheident - du kannst gerne etwas doof finden, aber das an sich ist keine Handlungsaufforderung und macht erstmal nichts besser. Wenn wir dazu kommen WIESO du etwas doof findest, dann wird irgendwann eventuell eine Verbesserung daraus!
Ohne Begründung kann man sich nur auf sein eigenes Bauchgefühl berufen - das ist ok, aber der Autor wird dann vermutlich die bemängelte Stelle einfach so lassen, denn was soll man auch sonst tun? Man kann nicht so schreiben, dass man 100% der Menschheit begeistert und ich finde man sollte es auch nicht versuchen, das geht am Ende nur nach hinten los!;-)
Beim Lob ist das übrigens genauso - auch wenn ich an irgendwas, das gefällt nichts mehr verändern muss, würde ich trotzdem gerne wissen woran es lag (auch wenn es hier weniger wichtig ist), damit man das eventuell ausbauen kann.

Aus Sicht des Autors:
Was bringt es?
So ungefähr alles! Vielleicht liegt es an mir, aber ich empfinde es immer so als wäre ein Text nicht wirklich "real" in gewissem Sinn, bevor er nicht eine Art Testlauf bestanden hat und ich sicher(er) sein kann, dass die überarbeitete Version jetzt erst einmal so stehen bleiben kann. Kennt ihr diese durchsichtigen Icons, die man manchmal auf dem Desktop hat, wenn eine Datei noch offen ist und die dann "solide" werden, wenn man sie abspeichert? So ungefähr!;-)
Außerdem stellt sich beim Schreiben eigentlich immer irgendwann die Sinnfrage ein - angefangen bei Funktioniert diese Figur, diese Metapher, diese Storyline überhaupt?  bis hin zu Hat das überhaupt eine Lebensberechtigung, gab es das nicht schon 1000 Mal und gibt es nicht schon genug Bücher auf der Welt? oder auch Die Sonne scheint. Warum mache ich das hier überhaupt?
(Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder Schreiberling sowas kennt und sich diese Liste ewig fortsetzen ließe...;-)
Positiv formuliertes (nicht (nur) positiv gemeintes!) Feedback ist da die beste Motivation und zwar deswegen, weil ich mich mit einer ganze fremdem Perspektive beschäftigen kann - seine eigenen Texte überarbeiten, ist manchmal echt Wandern im Wald, weil man vor lauter Bäumen nichts mehr sieht - und dafür muss diese Perspektive für mich nachvollziehbar sein (Begründungen) und mich motivieren an den Stellen nochmal nachzudenken (Positiv Denken).
Ich hatte vor etlichen Jahren mal einen "Streit" mit einer ehemaligen Freundin, die mir eine Kurzgeschichte "zum Drüberlesen" geschickt hatte und dann tödlich beleidigt war, als ich ihr meine Korrekturen geschickt habe - sie fand das respektlos und hatte eigentlich nur ein Daumen Hoch oder Daumen Runter gewollt (eigentlich denke ich wollte sie vor allem hören wie toll die Geschichte ist, aber da mag ich voreingenommen sein - ehemalig und so;-). Ich habe mir damals den Anschiss angehört und mich sogar entschuldigt, was mich heute immer noch ein wenig ärgert, denn eigentlich habe ich mich dafür entschuldigt, dass ich helfen wollte, obwohl sie einfach keine Hilfe wollte. Es ist völlig in Ordnung, wenn man sich von einem Projekt emotional so wenig distanzieren kann, dass man keine Kritik daran hören will - nur sollte man dann auch nicht danach fragen.;-)
Ein lapidares "Joh fand ich gut", oder so gar von mir aus ein total begeistertes "Joh fand ich super" ist jedenfalls NICHT Testlesen und auch nicht hilfreich und hat nichts mit der Kunst der konstruktiven Kritik zu tun.

Wie wird's gemacht?
Gehen wir aber mal davon aus, dass das mit dem respektvollen, begründeten Feedback geklappt hat, dann gibt es immer noch 2 Dinge, die man im Hinterkopf behalten muss.

1. Kritiker haben nicht immer Unrecht.
Wie wir gerade festgehalten haben, kommt man nicht an Kritik vorbei, will man wirklich etwas lernen und sich weiterentwickeln. Dazu gehört aber leider, dass man sich die Kritikpunkte genau anschaut und nicht sofort als persönlichen Angriff wertet. Das kommt öfter vor, als man denkt und machmal ist es auch einfach zum Haare raufen, wenn man feststellt, dass ein tolles Stilmittel, für das man Blut, Schweiß und Tränen vergossen hat, niemandem gefällt und die Geschichte völlig unverständlich macht. Loslassen ist schwer, aber manchmal ist negative Verbesserung der einzige Weg vorwärts!;-)

2. Kritiker haben nicht immer Recht.
Zu einer gesunden Reflektion über sich und seine Umwelt gehört auch genug Selbstbewusstsein, um nicht jede Kritik ungefiltert anzunehmen. Nicht jeder Leser muss den Text verstanden haben, egal wieviel Erfahrung er mitbringt und nicht jedes Stilmittel, dass den Geschmack des einenLesers nicht trifft, muss deswegen gleich schlecht sein. Zu den eigenen Entscheidungen stehen gehört zu 50% zum Beta-Korrekturprozess dazu. Trotzdem gillt natürlich auch hier respektvoll miteinander umzugehen - als Testleser habe ich mir sehr viel Mühe gemacht und das allein bedeutet schon, dass ich erwarten kann, dass meine Hinweise zumindest ernst genommen werden, auch wenn der Autor das letzte Wort hat - es ist schließlich sein Baby!

Und jetzt nochmal kurz der Einblick in das sich entwickelde Inhaltsverzeichnis, damit das nicht immer so aussieht, als würde außer Montagsfragen nichts passieren!;-)

Teil 1: Zu den Steinweisen
Prolog: Der rote Drache  (Beta-Phase)
1. Die Prüfung  (Beta-Phase)
2. Die Drei Geister  (Beta-Phase)
3. Zwichen den Fronten  (Beta-Phase)
4. Das Fest der Inoa  (Beta-Phase)
5. Licht und Schatten (fertig)
6. In Dunklheit (fertig)
7. Die Geister der Verstorbenen (zu 80% fertig)
8. Im Tempel (Idee)
9. Der Hohe Rat (Idee)
 
Teil 2: Der lange Weg
10. Die Geschichte vom Anfang (zu 70% fertig)
11. Das Ende einer Reise (zu 80% fertig)
12. Im Schatten des Feuers (fertig)
13. Licht und Schwert (Idee)
14. Durch die Berge (Idee)
15. Im Stein (Idee)
16. Das Hohe Medium (Idee)
17. In Gefangenschaft (Idee)
18. Krieg den Schatten (Idee)
Epilog: Bei Sonnenaufgang (Idee)

08.11.2014

How To: EinBand sie zu verschönern ;-)

Guten Morgen alerseits!
Bevor ich mich in eines der letzten "Schreibtisch-Wochenenden" dieses Jahr werfe, wollte ich noch kurz meinen Morgenkaffee genießen und ein kleines Projekt nachliefern, das diese Woche zu seinem neuen Besitzer gefunden hat.
Ich denke wir besitzen alle irgendwelche Aktenordner, Bücher, Sammelmappen oder Ähnliches, und deren Nützlichkeit ist ja auch unbestritten - nur sehen die Wenigsten irgendwie hübsch aus, oder?

Hier daher ein kleines, wirklich simples How To in nur 3 Schritten, das dabei hilft!;-)

Schritt 1: Säume sind Schäume, oder so...
Eigentlich besteht so ein Einband ja nur aus einem großen,langezogenen Rechteck, also fabrizieren wir uns so eins erstmal aus Stoff (hier 0,5x0,8m, weniger wäre aber auch ok gewesen, meine Säume sind doppelt gelegt und ziemlich breit, weil ich keine Lust zum Zuschneiden hatte;-).

Schritt 2: Klappe zu
Als nächstes müssen wir uns überlegen, ob wir den Ordner, oder das Buch dauerhaft einbinden wollen, oder ob man den Einband wieder entfernen können soll.
Aber egal für was wir uns entscheiden, müssen wir außerdem feststellen, wie weit die Stofflaschen sein werden, in denen dann unsere Pappe gehalten wird.

Ich habe festgestellt, dass es sich leichter arbeiten lässt, wenn man ein wenig Gewicht auflegt - grade Ordner liegen so ungern flach auf, aber wenn wir uns bei den Laschen vertun, sitzt der Einband nacher nicht richtig und der Ordner geht nicht mehr ganz auf.

Wenn wir uns jetzt für eine permanente Lösung entschieden haben, ist das schnell erledigt, dann brauchen wir nur noch ein paar Stiche von Hand, um die Ränder der Laschen zusammenzutackern und fertig.
Ich wollte aber, dass der Einband sich auch wieder abnehmen lässt UND dass er auch auf breite DINA4 Ordner passt. Also hat mein Ordner-Einband einen Knopf im Ohr, bzw. 4 Knöpfe an den Ecken und entsprechende Schlaufen aus dickem, doppelt gelegten Stopfgarn (irgendene dünne Schnur wäre auch gegangen) an den Innenseiten der Säume. Es ist ein wenig frickelig an den schweren Büchern vorbei festzustellen, wo die Schlaufen sitzen müssen, aber ich fand der Trick lohnt sich trotzdem - die Schlaufen haben 1-2mm "Spiel", weil ich sie auf einem dicken Ordner angepasst habe, also sitzt der Einband jetzt auf beiden Varianten, auf der einen etwas enger, auf der anderen etwas lockerer, aber wie ist das Mantra? Nähen ist keine exakte Wissenschaft!;-)

Schritt 3: Make-Up
Wer aufgepasst hat, wird feststellen, dass wir eigentlich schon fertig sind, aber so ein Stofflappen ohne Verzierung wäre ja langweilig!;-)
Wie immer wenn es um optionales aufhübschen geht, kann man sich ab hier eigentlich für alles entscheiden, was einem gerade vorkommt - in diesem Fall Schnörkel aus der "wollte ich immer schonmal für irgendwas gebrauchen" Kiste und einen extra angeschafften Totenkopf. Ist er nicht süß? (Sorry, das Bild ließ sich nicht richtig rum drehen...;-)
Bei der ganzen Geschichte muss man eigentlich nur beachten, dass man dickere Borten und Aufnäher nicht aus Versehen irgendwo hinsetzt, wo später ein "Knick" sein wird - auch bei dieser Positionsbestimmung hilft es erstmal den fertigen Einband über den Ordner zu ziehen und dann alles in 3D festzustecken. Es ist ein bißchen frickelig, aber besser als unerwünschte Überraschungen!

Ich würde sagen der Zeitaufwand liegt so bei 2-3 Stunden (aber davon sind mindestens 1,5 nur für Verzierung draufgegangen;-). Und schon haben wir aus einer Notwendigkeit einen Highlight für unseren Alltag gemacht! :-)

04.11.2014

Diet Cults. Religion am Küchentisch (vorsicht lang)

Hmm scheinbar ist gerade Kontroversen-Herbst im Blog - erst Gender und jetzt auch noch Ernährung, da fehlt nur noch Religion und wir haben die 3 Top-Flamewar-Themen zusammen. Bring in the trolls, oder so...;-)
Nein keine Angst, ich halte die Armeen von Mordor schon draußen, aber trotzdem eine kleine Triggerwarnung: Im Folgenden könnte es darum gehen, dass nicht alle dicken Menschen dumm sind und nicht alle Ernährungsgurus schlau. Wer deswegen befürchtet sein Weltbild zu gefährden, der lese bitte nicht weiter, ich will nicht an akkuten Desillusionierungs-Herzinfarkten Schuld sein!

Eigentlich beschäftigen wir uns heute aber vordergründig mit einem Zufallsfund - Diet Cults, geschrieben von Matt Fitzgerald, ein Buch, das ich auf dem Tisch einer Kollegin entdeckte und zugegebenermaßen allein wegen dem Cover ausleihen wollte.;-)

Und um das mal festzuhalten: Das Cover ist auch wirklich gut! Der Inhalt konnte nicht ganz mithalten, aber der Reihe nach.
Worum es geht:
From “The Four Hour Body,” to “Atkins,” there are diet cults to match seemingly any mood and personality type. Everywhere we turn, someone is preaching the “One True Way” to eat for maximum health. Paleo Diet advocates tell us that all foods less than 12,000 years old are the enemy. Low-carb gurus demonize carbs, then there are the low-fat prophets. But they agree on one thing: there is only one true way to eat for maximum health. The first clue that that is a fallacy is the sheer variety of diets advocated. Indeed, while all of these competing views claim to be backed by “science,” a good look at actual nutritional science itself suggests that it is impossible to identify a single best way to eat. Fitzgerald advocates an agnostic, rational approach to eating habits, based on one’s own habits, lifestyle, and genetics/body type. Many professional athletes already practice this “Good Enough” diet, and now we can too and ditch the brainwashing of these diet cults for good.
Bevor jetzt gleich die Ersten Luft zum Widersprechen holen: Ja, es ist tatsächlich möglich ein Ernährungskonzept vorzustellen in einem Buch, dass Ernährungskonzepte ablehnt. Du kannst zum Ehtikunterricht gehen und dabei viel darüber lernen, wie man ein netter Mensch ist, ganz ohne einer Sekte anzugehören und/oder an einen unsichtbaren Gott zu glauben, der dich sonst bestraft. Das an sich ist nicht meine Kritik, aber fangen wir mal mit was Positivem an.

Was mir gut gefiel:
Die Idee
Es ist offensichtlich richtig, dass Ernährungskonzepte viel mit Religion zu tun haben, angefangen bei der einfachen Tatsache, dass die ersten Ernährungskonzepte religiöse Fasten- und Speisevorschriften sind/waren. Heutzutage kann kein Prophet mehr mit der Steintafel-Nummer durchkommen, aber wenn man das Wort "Gott" durch "Medizin" oder "Wissenschaft" ersetzt, funktioniert das immer noch genauso - angefangen bei der Kategorisierung von Nahrungsmitteln in "gut" und "böse", über die Vorstellung, dass böse Dinge essen eine "Sünde" ist, für die man durch gutes Essen oder Sport "Vergebung" finden muss, bis hin zu der teilweise ziemlich zweifelhaften Auswahl von "Belegen" und "Wunderheilungen", mit denen eine Ernährungsbewegung Gruppendynamik erzeugt, "Ungläubige" missioniert, widersprechende Stimmen als "Ketzer" verteufelt (vergleiche Wissenschaft im Kreationismus...) und diejenigen Gruppenmitglieder sanktioniert, die nicht "pur genug" der wahren Lehre folgen.
Wer das für übertrieben hält, kann das gerne tun, aber war dann vermutlich noch nie in einem Puristen-Forum für Vegetarier, Paleo, Atkins oder vergleichbare Glaubenssätze.

Was mir an dem Buch gut gefiel war daher zum einen diese systematische Aufarbeitung dieses scheinbar menschlichen Grundbedürfnisses nach Gruppenzusammenhalt - die Grundlage jeder einzelnen Sekte, egal obs es dabei um Jesus, Kohlehydrate oder Außerirdische geht;-) - aber auch die Tatsache, dass der Autor sich sehr zurückhält Menschen diesen Glauben abspenstig zu machen, auch wenn das im Klappentext so klingt. Er sagt nur, man kann glauben was man will und sich aus moralischer Überzeugung oder dem Willen zu einer Gruppe zu gehören für jeden beliebigen Weg entscheiden - man sollte nur nicht so tun, als hätte das irgendwas mit Rationalität und Wissenschaft zu tun und wäre daher auch der Einzig Wahre Weg für alle anderen.
Wo wir wieder bei der 100%igen Übereinstimmung mit Religion wären.;-)

Was mir nicht so gefiel:
1. Annekdoten sind keine Belege...
Ich hatte mir mehr von diesem Ansatz versprochen, vor allem aber hatte ich mir mehr Wissenschaftlichkeit versprochen. Der Autor ist Journalist, Personal Trainer und Ausdauersportler, wenn ich das richtig gelesen habe und als solcher weiß er vermutlich wovon er spricht, wenn es um Fitness und Athletenernährung geht und schreibt auch ganz nett - aber von wissenschaftlichem Arbeiten hat er leider keine Ahnung und wer sich die epische Queste setzt die Pseudo-Wissenschaft von Anderen zu offenbaren, der muss leider (in meinen Augen) zum Credible Hulk mutieren und zu 1000% wissenschaftlich sein. Und ein Buch, dass zu 100% auf Fußnoten verzichtet, hat da bei mir keine Chance.
Es ist zwar richtig, dass der Autor sich Mühe gibt Studien für seine Behauptungen anzugeben, aber Kreationisten verweisen auch auf Studien dazu, dass es keine Schwerkraft gibt, die reine Existenz irgendeiner Quelle sagt nichts über deren Qualität aus!
Gerade im Ernährungsbereich (wie der Autor selber feststellt) wird oft schlampig gearbeitet nach dem "jeder weiß ja, dass das stimmt" Prinzip - entweder sind die Probantengruppen zu klein (unaussagekräftig), oder die "zu beweisende These" wird den Testpersonen gleich zu Anfang mitgeteilt (Placebo-Effekt), oder, besonders beliebt, die Studie verwechselt Effekt mit Kausalität. Letzteres begegnet einem sehr oft, wie z.B. "Wir haben gemessen, dass sowohl der Fernsehkonsum, als auch die Gewaltverbrechen seit den 50er Jahren angestiegen sind. Fernsehen macht also aggresiv.".
Das ist ein typischer Fall von "jeder weiß ja, dass das stimmt" Annahme, die durch mehr oder minder willkürliche Beobachtungen gestützt werden soll - natürlich ist der Fernsehkonsum seit den 50ern angestiegen, vorher gab es keine Fernseher! Genauso könnte man beobachten, dass der Konsum von Gummibärchen angestiegen ist, oder der Verkauf von WLAN-Routern. Vielleicht machen also Gummibärchen oder WLAN-Router aggressiv. So sieht schlampige "Jeder weiß ja" Wissenschaft aus und ohne Quellenangaben, kann ich nicht nachvollziehen, ob die Studien, die der Autor für sein Argument heranzieht in irgendeiner Form besser sind, als die, die er ablehnt.
Außerdem nervt es mich furchtbar, dass er jedes Kapitel mit einer Geschichte über "seinen Freund Steve, den Paleoaner", "seinen Freund Bret, den Rohkost-Vegetarier", oder "seine Freundin Amy, die Weight Watcherin" anfängt...mein Desinteresse am Leben von fremden Menschen ist quasi grenzenlos!;-)

2. Essen, Gesundheit und der BMI
Was mich noch mehr vergräzt hat, als die fehlenden Fußnoten, ist die Wiederholung eines Ernährungsmantras: Der Autor sagt zwar, dass man sich nicht auf eine Ernährungsreligion festlegen muss, um sich gesund zu ernähren, aber das gesunde Ernährung absolut wichtig ist, um gesund und dünn und attraktiv zu sein. Wisst ihr wie sehr mich das nervt?
Mal ganz davon abgesehen, dass die Vorstellung nur Menschen unter einem gewissen BMI könnten irgendwie attraktiv sein für mich persönlich ziemlich beleidigend ist - es ist auch völliger "jeder weiß ja" Bullshit zu behaupten, dass gesunde Ernährung und Sport zwangläufig dazu führen, dass wir alle dünn werden!
Diese Annahme bedeutet im Umkehrschluss nur, dass alle dicken Menschen irgendwas "falsch" machen und das wiederum führt dazu, dass ich von "wohlmeinenden Menschen", oder auch Ärzten (die es wirklich besser wissen sollten) seit Jahren so dumme Sprüche zu hören kriege, wie "Lassen Sie doch mal das Brötchen mit Remoulade zur Mittagspause weg.", "Bewegen Sie sich doch einfach mal 2-3x die Woche, schon Spazieren Gehen hilft!", "Also wenn man jeden Sonntag Kuchen isst, muss man sich nicht wundern."...gefolgt meistens von einer mühsam beherrschten Rechtfertigung meinerseits, dass mein Ernährungs- und Trainingsplan alle diese Dinge (und! mehr!) schon berücksichtigt, gefolgt von einem mitleidigen Blick und/oder der Aussage "Na das kann ja wohl nicht stimmen, sonst sähen Sie ja nicht immer noch so aus." Wisst ihr was Anger Management ist?
Das Zeug, in dem ich scheinbar inzwischen Großmeister bin, weil ich noch keinem dieser unverschämten Arschlöcher einen Fußtritt ins Gesicht verpasst habe, obwohl sie mich ohne jegliches schlechte Gewissen als fette Lügnerin beschimpfen. Und solange dieses "jeder weiß ja" Vorurteil in Büchern wie dem hier breitgetreten wird, wird sich das wohl für mich und unzählige andere "fitte Fatties" nicht ändern!
Ich unterstelle dem Autor hier keine böse Absicht, aber er und viele andere Menschen in seinem "Denkuniversum" sollten vielleicht mal darüber nachdenken, was für eine Philosophie sie da leben?
Viele "große Geister" der Geschichte hatten völlig destruktive Angewohnheiten , oder waren von vorneherein ziemlich ungesund - wer das nicht glaubt, kann gerne mal Newton, Schiller, Marie Curie oder Stephen Hawking googlen, ich kann nicht alles vorkauen.;-) - macht sie das jetzt zu "schlechteren Menschen" weil sie was falsch gemacht haben?
Ist das Aussehen oder der Gesundheitszustand eines Menschen wirklich ein Barometer für seinen Wert? Bin ich moralisch ein besserer Mensch, weil ich meiner Gesundheit eine höhere Priorität einräume als jemand anderes das tut? Kann ich wirklich so anmaßend sein meine Entscheidungen und Erfahrungen für den einzig wahren Lebensweg zu halten, dem jetzt alle folgen sollten?

Und ja, ich werde zum Credible Hulk, wenn ich wütend bin, also lasst uns doch zum Abschluss nochmal kurz die Religionsidee aufgreifen und ein kleines Glaubensbekenntnis sprechen:

- Ich glaube, dass das Aussehen und der Gesundheitszustand eines Menschen nicht seinen Wert bestimmen.
- Ich glaube, dass jeder Mensch das Recht hat seine eigenen Entscheidungen zu treffen, zu tun was ihn glücklich macht und auch seine eigenen Fehler zu machen.
- Ich glaube, dass ein für meine Lebensrealität und Präferenzen lebbares Maß an gesunder Ernährung mein Wohlbefinden steigert und meiner Gesundheit gut tut - egal ob ich dabei dünn werde.
- Ich glaube das Freude an Bewegung ein essentieller Faktor für eine verlängerte Lebenserwartung ist und werde weiterhin Bewegungsarten verfolgen, die mir Spaß machen und zu denen ich mich nicht zwingen muss - egal ob ich davon dünn werde.
- Ich werde niemals jemandem raten seine Gewohnheiten zu ändern, nur um abzunehmen und (optional) ich werde anderen (auch Ärzten) bei Bedarf zu erklären, warum ich das ablehne.
- Ich werde versuchen nur positiv über meinen Körper zu denken und damit etwas für meine Gesundheit und mein Wohlbefinden tun.
- Ich werde keine trolligen Kommentare in diesem Blogpost zulassen!;-)

Amen!

Und um das noch abzuschließen: Wer mal ein bißchen unverbindlich in Ernährungsmythen reinlesen will, soll das mit diesem Buch gerne tun, aber von mit gibt es für inkonsequente Umsetzung und "hat mich geärgert" Potential nur 1 von 5 Toastscheiben. ;-)

(P.S. Tut mir leid, dass alle Artikel erstmal in Englisch sind, ich habe mir ehrlich einfach nicht die Mühe gemacht nachzuschauen, ob es inzwischen auch eine deutsche Übersetzung zumindest der medizinischen Studien gibt...Aber ihr habt ja jetzt die genauen Angaben, da könnt ihr das ja vielleicht selber machen? Quellenangaben, it works!;-)

01.11.2014

Ein Ausflug ins CosPlay (Halloween 2014)

Es ist wahrscheinlich keine große Neuigkeit: Ich liebe Kostüme!
Daraus folgt natürlicherweise, dass ich Kostümparties mag, auch wenn die Karnevalssaison jetzt nicht mein Ding ist - was aber nicht den Kostümen geschuldet ist, sondern der Tatsache, dass ich alles andere aus tiefstem Herzen ablehne, angenfangen bei der Musik, den nicht witzigen Witzen und den komatös betrunkenen Menschen in blöden 5€ Kostümen. Vielleicht müsste man mal eine Nicht-Karneval Kostümparty als Gegenentwurf starten...ich werde den Gedanken mal beibehalten!;-)

Dieser Gedanke bringt uns aber gleich zum Problem: Man hat nicht wirklich oft Gelegenheit Kostüme zu tragen, wenn die eigenen Hobbies einen nicht so richtig dazu befähigen - beim Theater hat man noch eine Chance manchmal den eigenen Fundus "aufzutragen", aber auch da kann man nicht immer darauf hoffen, dass grade irgendein Tudor-Dress oder so ins Konzept passt. So kommt es, dass ich inzwischen 5 Kisten von hauptsächlich rumliegenden hübschen Sächelchen angesammelt habe und das ist doch wirklich traurig, oder?

In diesem Jahr zu Halloween wollte ich daher mal was anderes ausprobieren: Ein Kostüm, dessen Bestandteile man entweder schon Zuhause hat, oder tatsächlich auch im normalen Leben nochmal anziehen kann, wenn man sie denn schon kaufen muss!
Und da ich bekannterweise ein Fan von Supernatural bin, bot sich das quasi als Quelle an, denn das schöne an den Supernatural Monstern und Dämonen ist ja, dass sie eigentlich hauptsächlich von normalen Schauspielern in normalen Klamotten dargestellt werden - der Verzicht auf schlechte Monstereffekte, sogar für Drachen und anderes Getier ist ein sympathischer Faktor der Serie, denn irgendwie funktioniert es trotzdem (oder grad deswegen?).

Ein Problem hat die Sache allerdings: Keine weibliche Hauptrolle... Aber jetzt einfach nur den dritten Dämon von links zu spielen fand ich doof, und Cross-Gender-CosPlay liegt mir auch nicht wirklich - ich habe zwar bei der Recherche einige wirklich überzeugende Beispiele gesehen, aber ich wollte lieber beim Bad-Girl bleiben. Und wenn man bei Bad Girl und Supernatural ist, dann geht es nicht viel böser als Abbadon, Knight of Hell! ;-)

Schritt 1:Kostüm
Das Schöne an Abbadon ist, dass sie zuerst im 50er Jahre Cocktailkleid auftaucht und dann auf Lederkluft umsteigt - man kann sich also frei entscheiden, was man gerne möchte. Ich wollte nicht so gerne ein hübsches Kleid mit Kunstblut beschmieren und außerdem hätte ich das ja auch wieder nur in irgendeine Kiste gepackt. Schwarze Klamotten und Biker-Stiefel besitze ich außerdem schon, also war die Entscheidung einfach!
Die Lederjacke habe ich neu gekauft - und finde sie auch sehr schick, losgelöst vom Verwendungszweck - und das T-Shirt musste ich mir mit einem anderen Bild (und auch sonst^^) zusammenbasteln, das Supernatural Merchandise hängt hierzulande noch hinterher und das shipping aus den USA hätte zu lange gedauert. Trotzdem: The Devil made me do it? Ich freue mich schon das demnächst ins Fitnesstudio auszuführen!;-)

Schritt 2: Make-Up
Auch hier, eigentlich total super: Man kann sich für die hübsche Pre-Battle Variante entscheiden, die aufgeräumte Queen of Hell Variante, oder den kompletten Psycho-Irgendwo-Dazwischen-Look. Aber hey, es war Halloween, also her mit dem getrockenten Blut!;-)
Hier mein Schmink-Vorlage Foto:
Ich wollte eigentlich das komplette Demon-Me mit den schwarzen Augen, aber leider kosten Kontaktlinsen, die dafür sorgen, dass du trotzdem noch siehst wohin die läufst, so um die 60€ und das war mir dann für einen Abend doch was viel - wenn man richtig ins Fan-CosPlay einsteigen wöllte, oder auf Conventions rumlaufen, würde sich das aber sicher lohnen, die Dinger sehen krass geil aus!;-) Für die light Variante habe ich mir also statt dessen Linsen gegönnt, die nur die Pupille schwarz machen - mit Stärke, weil Brille dazu wäre wohl dämlich gewesen, nicht wahr?
Was ich sonst noch gebraucht habe:
- Helle Grundierung & Schwämmchen
- Transparent-Puder
- Liedschatten in weiß, hell- und dunkelgrau
- Mascara
- Schwarzen Eyeliner
- Rosa Rouge
- Lippenstift in kräftig rot
Nichts davon ist jetzt so wirklich exotisch, ich musste mir die Grundierung neu kaufen, weil ich normalerweise keine benutze (und meine Haut ist mir heute auch ein wenig böse deswegen;-) und den Eyeliner, weil ich dafür normal keine Gedult habe - mit dem Eyeliner-Stift, den ich ausgesucht hatte lässt sich aber ganz gut arbeiten.
Ich habe noch die Haare rötlich getönt und die Fingernägel hellrot lackiert, aber das würde ich für optional halten.

Schritt 3: How To?
Erstmal habe ich die Haare relativ planlos hochgesteckt - Seitenscheitel und viele (!) Haarnadeln;-) - denn das Schöne ist ja: Die Frisur in der Vorlage sieht eh schon halb aufgelöst aus, da muss man sich nicht soviel Mühe geben!;-)
Dann Kontaktlinsen rein (auch optional irgendwie, aber nett!) und an den "abgetrennten Kopf": Ich habe die Stiche mit Eyeliner gemalt (hatte sich die Investition schon gelohnt;-) und dann hatte ich sehr viel Spaß mit Wasserfarbe. Natürlich sieht es echter aus, wenn man Mastiks, Kunstblut und und und verwendet, aber hey: Wir wollten ein KISS (keep it simple, stupid) Kostüm und Wasserfarben hat man eventuell noch eher da, no?;-)


Dann erstmal "hübsch" schminken - Grundieren, Lidschatten, Eyeliner, Rouge blabla, ich setze mal Voraus, dass die meisten Frauen wissen wie das geht - falls nicht, hier ist auch ein YouTube Tutorial.
Wenn man damit fertig ist, geht es daran das wieder "kaputt" zu machen - also dunkle Mascara Flecken unter den Augen verreiben und ein bißchen Lippenstift nach oben wegziehen (ohne den eigentlichen zu verschmieren, das hier ist CosPlay nicht Logik;-). Ich fand es sieht besser aus, wenn man ab und zu noch ein wenig Grundierung drübertupft, aber das kann variieren.

Dann noch ein großes Messer dazu und schon haben wir ein völlig funtionstüchtiges Kostüm, dessen Anschaffungswert eigentlich gar nicht wirklich ins Gewicht fällt, denn sowohl Klamotten als auch make-up lässt sich einfach weiterverwenden. Sweet!;-)

P.S. Noch ein Vorteil am messed-up Look - er hält sich den ganzen Abend, und je mehr er auseinanderfällt, desdo "echter" sieht er aus! Das kann man um 2 Uhr nachts nicht von allen Kostümideen sagen... ;-)

Ich hatte jedenfalls sehr viel Spaß an meinem Ausflug ins CosPlay und wir hatten (hoffe ich doch??) sehr viel Spaß an unserer Halloween-Dinnerparty.

Ein paar Fotos gibt es hier!
Und jetzt muss ich dringend was Schlaf nachholen, über den Film erzähle ich dann ein andermal was, der Roman hier ist lang genug!;-)
Ein schönes Wochenende allerseits!

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