25.07.2013

- o + Teil 48

Ups, da ist der Juli auch schon fast wieder vorbei!
Naja aber was soll man sagen, es ist einfach viel zu heiß in Deutschland, um viel Notiz von irgendwas zu nehmen...Im April/Mai konnte ich mich ja noch damit herausreden, dass ich in der Sonne liegen musste und deshlab nicht bloggen konnte, aber bei über 30Grad werde ich dann wieder zum Stubenhocker. Zu heiß für meinen Kreislauf, dicke Füße, dicke Nase und mehr Spaß macht Schwitzen im Freien irgendwie auch nicht, zumal wenn es drinnen kühler ist.;-)

Also schnell mal einen kurzen Überblick verschaffen über die allgemeine Befindlichkeit, bevor sich wieder irgendwer beschwet ich würde ihm sein Sommerwetter madig machen!;-)

-
Dementsprechend fangen wir jetzt auch nicht wieder mit den geschwollenen Füßen an, sondern mit hilfreichen Servicehotlines...Kann es sein, dass es etwas unlogisch erscheint, dass wenn mein Festnetzt nicht funktionert, ich eine Hotline anrufen kann, um diese Störung zu melden, aber NUR von meiner Festnetznummer aus...?
Irgendwie kommt mir das merkwürdig vor, aber vielleicht habe ich als Geisteswissenschaftler auch wieder den inhärenten technischen Zusammenhang nicht verstanden, ich lasse mich da gerne weiterbilden!;-)

o
Es meckern ja alle immer über das Wetter (da sind wir schon wieder;-) und wenn es darum geht vor allem über Gewitter. Ich möchte mal eine Lanze für Wärmegewitter brechen - sie sind nervig, wenn man draußen unterwegs ist, das sehe ich ein, aber wenn man Besitzer eines noch so kleinen Gartens ist - und keine automatischen Bewässerungssyteme sein Eigen nennt;-) - lernt man diese gelegentlichen Schauer wirklich zu schätzen! Immerhin wollen wir doch alle grünes Gras und bunte Blumen für unser Sommerfeeling, oder? (s.o.)
Ohne Wasser von oben wird das aber sehr schnell anstrengend, spätestens wenn ihr irgendwann mal bei 36Grad Gießkannenweise Wasser geschleppt habt, werdet ihr wissen was ich meine!;-)

+
Ein Gutes hat es immerhin, dass der Juli schon fast wieder rum ist: Der Urlaub rückt näher!!:-)
Für den Trip nach Skandinavien hat es ja bekanntlich einfach nicht gereicht (die gute Zeit, das liebe Geld, immer zuwenig;-), aber für 5 Tage Hamburg immerhin, was schonmal in der richtigen Richtung liegt.
Also stehen jetzt die großen Fragen an: Was sehen? Was tun?
Meine bisherigen Favoriten sind natürlich der Hamburger Zoo (ein weiterer Zoo auf unserer Sammel-Liste;-), ein Thermal-Spa in dem Menschen unter 16 Jahren nicht zugelassen sind (als Kinderlose dürfen wir uns Kindergeschrei verweigern, oder?), natürlich die Kaffee-Kontors für den Junkie und das Emigartions-Museum für den kleinen Historiker.;-)

Für weitere lusitge, leckere oder spannende Ideen bin ich aber durchaus offen, nur bitte keine Wachsfiguren und keine Dungeon-Geisterbahn...was man in London auslässt, muss man auch in Hamburg nicht haben!;-)

Und apropos England jetzt noch aus aktuellen Anlass ein lustiges Video der Woche - zumindest bei uns im Büro wurde diese Woche mal wieder über Frauenrechte diskutiert.


10.07.2013

Beyond Black

So langsam muss mal wieder ein wenig Alltag her, oder?
Es kann ja nicht immer nur um Urlaub und Fotostories gehen...;-)

Also schiebe ich mal meine Bettlektüre aus den letzten 3Wochen hinterher: Beyond Black von Hilary Mantel


Instead of celebrating the mystical side of "sensitives," the people who travel England's contemporary psychic "fayre" circuit, Mantel (A Change of Climate, etc.) concentrates on the potential banality of spiritualism in her latest novel, a no-nonsense exploration of the world of public and private clairvoyance. Colette is a down-on-her-luck event planner fresh from a divorce when she attends a two-day Psychic Extravaganza, her "introduction to the metaphorical side of life." There, Alison, a true clairvoyant, "reads" Colette, sees her need for a new life—as well as her potential—and hires her as a Girl Friday. As Colette's responsibilities grow, and the line between the professional and the personal blurs, Colette takes over Alison's marketing, builds her Web site, plans for a book and buys a house with her. Colette also serves as a sort of buffer between Alison and the multitude of spirits who beleaguer her. (Alison's spirit guide, Morris, "a little bouncing circus clown," proves especially troublesome.)
Gerüchteweise ist die Autorin relativ "in" momentan, aber ich gebe offen zum ich habe weder vorher schonmal von ihr gehört, noch hätte ich dieses Buch überhaupt gelesen, wenn es mir nicht empfohlen worden wäre...Was soll ich sagen, ich bin eben nicht so up-to-date was so ziemlich alles angeht...;-)

Manchmal kann es ja aber auch interessant sein sich mit Geschichten zu konfrontieren, die man nie zur Kenntnis genommen hätte, hätte man sich nicht geschenkt oder ausgeliehen bekommen. Das kann natürlich auch "daneben gehen" - man erinnere sich an Ragnarok... - und gerade bei mir mag das sogar schomal öfter vorkommen, als bei anderen Literaturinteressierten.
Zum Beispiel kann man auf meine Nazi/Krieg/Aufarbeitungs/Betroffenheits-Blockade treffen, wie oben, oder man scheitert an meinem absoluten Unwillen bedrückende oder deprimierende Themen in fitkionalen Kontexten zur Kenntnis zu nehmen.

Zumindest das erlebe ich oft: Freunde, die mir erzählen Oh jeh das ist trauriges Buch, das hat mich tagelang beschäftigt! oder Oh je, wie habe ich geweint bei diesem Film, danach ging es mir richtig schlecht! und dann irritiert sind, dass solche Aussagen das Thema für mich ad acta legen.;-) Es ist (leider) einfach eine Tatsache: Ich habe keine Verwendung für traurige Musik und ich halte mich fern von fiktionalen, menschlichen Abgründen und Dramen. Warum? Weil es mich runterzieht! Und warum sollte ich zu meiner Unterhaltung etwas konsumieren, dass mich seelisch belastet?
Als gäbe es nicht genug reale Dinge, die einen runterziehen können, und selbst von denen halte ich mich fern wo immer es geht.
Ich möchte es gerne als epikurische Weltanschauuung verkaufen, aber vermutlich ist es einfach eine persönliche Macke...;-)

Was hat das jetzt aber alles mit dem Buch zu tun?
Ein wenig schon, denn Beyond Black balanciert haarscharf an meiner persönlichen "Runterzieh"-Grenze, was vielleicht auch erklärt warum ich für ein nicht besonders dickes Buch so lange gebraucht habe. Zwar versucht die Autorin die leichtere-lustige Seite des Berufsbildes "Medium" schon auch zu betonen und gerade am Anfang hat auch die ungleiche Partnerschaft der beiden Protagonistinnen einiges Schmunzelpotential.
Zur Mitte der Erzählung hin, zieht sich diese psychologische Spirale allerdings immer weiter nach unten - unausgesprochene Konflikte, verdrängte Missbrauchs-Erinnerungen, psychologische und körperliche Gewalt gegen Kinder, Mord und Totschlag, Missgunst und Unverstädnis nehmen solange zu, bis es für mich kaum noch zu lesen war - was nicht heißt, dass der Stil oder die Geschichte an sich nicht gut gemacht sind!

Zwar zieht sich die Handlung gegen Ende ein wenig sehr in Einzelheiten auseinander - ich erinnere mich, wie ich 5-Seiten Disskussion über den Kauf eines Gartenhauses übersprungen habe, weil ich nicht fand, dass ich dabei irgendwas verpasse;-) - aber das Schreiben von völliger Monotonie und Routine ist auch verdammt schwer und sollte nicht als Maßstab zum allgemeinen Können der Autorin aabgelegt werden!;-)

Das Ende überrascht dann aber doch und hat mich mit dem schwierigen Weg dahin auch etwas versöhnt - unvorhergesehen, aber nett würde ich es beschreiben, ohne gleich wieder als Spoiler verschrien werden zu wollen!;-)

Manchmal lohnt es sich also doch bis zum Ende durchzuhalten, auch bei Büchern, die man sonst niemals gelesen hätte. Ich bleibe allerdings bei meiner handwerklichen Kritik der fehlenden Spannungskurve zur Auflösung hin - da kann auch das ent-deprimierende Ende nichts dran ändern;-) - und vergebe 3 von 5 Tarotkarten.
Es kamen aber auch andererseits weder Krieg noch Nazis drin vor, das an sich sollte eigentlich schon ein Pluspunkt sein...;-)

07.07.2013

In Antwerpen

Ich glaube, ich hatte noch mehr Fotos versprochen, oder?
Nicht?
Doch, ich bin mir ziemlich sicher!;-)

Zuerst muss ich vielleicht mal beantworten: Warum eigentlich Antwerpen? Die Idee ist eigentlich nicht neu, denn nachdem wir schon in Brüssel und Brügge waren, haben uns viele Menschen gesagt: Warum denn Brüssel? Fahrt lieber nach Antwerpen, da ist es viiiel schöner und auch weniger voll!
Nachdem wir jetzt da waren, kann ich sagen.....hmmmjaaa stimmt schon irgendwie.
An Brügge kommt es freilich nicht heran was den "pitoresken Faktor" angeht, aber hey Brügge ist ja auch ein fucking Fairy-Tale.;-)
Aber im Punkt "weniger voll" muss ich voll und ganz zustimmen - dabei kann man hier genauso viele Gildenhäuser um den Marktplatz ansehen, der Hauptbahnhof (siehe links) ist mal ziemlich beeindruckend - und mehrstöckig, habe ich vorher noch nie gesehen! - und als besonderes Bonbon: Die Schelde!

Das hat ein wenig "am Meer" Feeling, dass man im furchtbar staubigen, wenn auch etwas nobleren Stadtzentrum von Brüssel vermisst. Dieses fehlende Barock-Feeling in der allgemeinen Straßenlandschaft liegt vielleicht daran, dass die Österreicher hier kein Little-Schönbrunn bauen "mussten".;-)
Barocke Kirchen gibt es aber trotzdem reichlich - wir haben uns nur eine von innen angesehen, um wenigstens ein paar Rubens-Bilder mitzunehmen, denn leider leide ich noch am Barock-Kirchen-Overkill aus unserer Woche in Wien und auch wenn ich Rubens prinzipiell mag (wie wohl viele Frauen mit meiner Kleidergröße;-), stehen Kunst-Museen ja auch bekanntermaßen nicht so weit oben auf meiner To-See Liste...

Also haben wir einen Nachmittag erstmal mit allgemeinem Sight-Seeing verbracht - das Wetter war nicht ganz so großartig, wie man auf den Fotos wohl sehen wird, aber man kann eben nicht alles haben - und sind dann erstmal zu unserem Hausboot gewandert (ja, wir hatten Übernachtung auf dem Hausboot gebucht;-), dass passenderweise im Bonaparte-Dock lag. ich fühlte mich sehr historisch!;-)
Schlafen auf dem Boot ist aber nichts für jedermann - ständig klopft und pocht und knackt und schwapt es irgendwo, das ist nachts nichts für abergläubische Menschen. Ich zumindest weiß jetzt gang genau, wie man auf die Idee mit dem Klabautermann gekommen ist!;-)

Am nächsten Tag war uns das Wetter dann aber mehr gewongen, daher ging es planmäßig in den Zoo, der laut Sightseeing-Info zu den ältesten in Europa gehört.
Nun ist ja "alt" bei Zoos nicht immer ein positives Attribut und leider gibt es tatsächlich auch noch ein paar Gehegekomplexe im alten "Käfiglook", der heutzutage nur noch deprmierend wirkt...ABER man bemüht sich nach und nach Abhilfe zu schaffen und die neuen Anlagen sind schon sehr schön. Nur geht eben nicht immer alles auf einmal, das sehe ich auch ein.

Wo sich das 19. Jahrhundert allerdings sehr positiv niederschlägt (nach meinem Geschmack), sind die großen Parkanlagen zwischen den Gehegen, voller Statuen, Springbrunnen und Blumenbeeten. Sowas sieht man sonst eher in Schlossparks, aber nicht in Zoos - was schade ist!
Und natürlich darf in keiner Anlage aus dem 19. Jahrhundert der "Ägyptische Tempel" fehlen - auch bekannt als Griaffen- und Elefanten-Stall, aber ich stehe auf diese Pseudo-Orientalistik, das hatte sowas Possierliches an sich!
Von diesen Pyramiden schauen 4000 Jahre Geschichte auf uns herab! Wer hat's gesagt? Richtig, Mirakulix!;-)



Bei dem schönsten Sonnenwetter hätten wir in diesem Park eigentlich noch viel länger rumlaufen können, aber (leider) wollten wir noch das Aquarium (Aquatopia) auf der anderen Straßenseite mitnehmen. Das hat sich aber leider nicht so richtig gelohnt - für 15€ Eintritt erwartet der geneigte Besucher über 13 Jahren etwas mehr als ein paar 0815-Aquarien und ganz viel "Kulisse"; durch die man in 45Minuten "durch" ist...ich denke wir waren wohl einfach nicht die passende Zielgruppe, zumindest legten das die Kinderspielplätze, Stofftierläden etc. alle 10 Schritte nahe...;-)
Kinder haben vielleicht auch an den Kulissen mehr Spaß, die zwar sehr aufwendig sind, aber von denen man jetzt als Erwachsener trotzdem nicht so geflasht ist, dass man vergisst, das man eigentlich Eintritt für Fische bezahlt hat...
Hätte man das früher gewußt, hätte man lieber noch eine weitere Runde durch den Zoo gedreht, aber so haben wir halt noch spontan den Botanischen Garten hinterhergeschoben - Eintritt frei, aber auch in 15Minuten gemütlich durchwandert. Mit vielen Bänken für müde Wanderer lässt es sich da aber trotzdem eine Weile ganz gemütlich aushalten!:-)
Alle Fotos von Menschen, Tieren, Sensationen findet ihr hier.

Soviel zu Kurzurlaub Nummero Uno für dieses Jahr - mal sehen ob da im Sommer noch was nachkommt, wir sind da noch nicht so entschieden...;-)

04.07.2013

Ladies and Gentlemen: Wir haben ein Cover!

Vermutlich sollte ich mich erstmal dafür entschuldigen, dass es jetzt gleich den zweiten Foto-intensiven Post innerhalb von zwei Tagen geben wird, aber andererseits...wer mag denn keine bunten Bilder?;-)

Der Grund für die geballte Information ist aber sowohl einfach, wie auch erfreulich: Nach wochenlangem (!!) Hin und Her, vielen Gesprächen, Überlegungen, innerer Einkehr und noch mehr frust-belasteten, einsamen Stunden mit meinem neuen-alten Photoshop, habe ich gestern Abend endlich etwas zustande gebracht, das in mir dieses "Oh mein Gott jetzt hat sie's!-Gefühl" erzeugt hat - und die Begeisterung hat sich bisher noch nicht gelegt, das nehme ich mal als positives Zeichen!;-)

Ganz nach dem Motto "Die schwersten Wege sind immer die Wertvollsten", habe ich noch an keinem Coverentwurf so sehr gezweifelt, gebastelt, gepuzzelt, geflucht und gearbeitet...aber vom Ergebnis war ich auch noch nie so begeistert UND ich habe noch nie soviel gelernt.
Hier also die Wege einer Idee:

Man wird sich bestimmt noch an das Arbeits-Cover erinnern - immerhin ziert es noch den Zwischenstand von letzter Woche, obwohl es da eigentlich schon zu 90% klar war, dass es das nicht ist...

Die Idee hinter diesem Motiv erschließt sich vermutlich relativ schnell - Bruchstück, Stein, alter Stein, Ruine - aber zum einen waren mir Graustufen eigentlich immer schon etwas zu fad, zum anderen ließ sich so ein großformatiges Hintergrundbild aber nicht in bunt machen, weil das den Text völlig überlagert hätte und außerdem den Eindruck von "Reiseführer" macht.

Nach dieser ersten Bestandsaufnahme waren 2 Dinge klar:
1. Wenn schwarz/weiß, dann mit stärkeren Kontrasten und (von mir) bevorzugt  mit weißem Hintergrund.
2. Eine andere Schriftart für den Titel!

Eine gute Schriftart zu finden, war zunächst mal nicht ganz einfach, denn es gibt zwar viele Menschen, die in ihrer Freizeit sowas programmieren und auch mehrere Seiten für Free Fonts, aber die allermeisten machen sich nicht die Mühe Sonderzeichen zu designen...und bei einem Titel mit Klammern und Umlaut sollte das schon drin sein...;-)
Meine finale Anlaufstelle war daher DaFont - aus dem einfachen Grund, das man hier in der Custom Preview all seine schönen Sonderzeichen, Umlaute, Satzzeichen etc. eingeben kann und dann gezielt nach Schriftarten suchen, die das auch "können".

In einem zweiten Schritt musste dann eine Photoshop-Version her - die Trial-Version, mit der ich dazumal endlich den Rosenfriedhof etc. auf den Weg gebracht hatte, war schon laaaange abgelaufen und da ich außer beim layouten für lulu.com nicht wirklich auf Photoshop angewiesen bin (und mit der Software auch bisweilen auf Kriegsfuß stehe...;-), hatte ich nie eine neue Version gekauft.
Das zumindest hat sich als glücklich erwiesen, denn seit diesem Jahr gibt es die CS2 Version tatsächlich als Freeware Download, weil dafür keine Updates mehr geschrieben werden. Für Profi-Bedürfnisse ist das vermutlich nicht ausreichend, aber für meine zum Glück schon!;-)

Aus einem frei verfügbaren Wikimedia Bild einer Ziegelsteinmauer und meinem neuen Schriftzug wurde so Cover Nummer 2: Stein-Ruine-Mauer-Ziegel....


Mit diesem Versuch war ich zuerst sogar halbwegs zufrieden, aber a) sah die Test-Druck-Version nicht so toll aus, wie gedacht (harte Kontraste und "Negativ"-Effekte sehen eben über kurz oder lang sehr künstlich, oder eben "gephotoshopt" aus...) und zum anderen ergab eine kurze Feedback-Anfrage an unseren büroeigenen Grafik-Designer leider die Assoziation "Kinderbuch" oder "Handbuch für Maurer", was jetzt nicht unbedingt meinen Zielvorstellungen entsprach...

Die Ruinen-Idee fand aber großen Anklang, also ging es zurück zu dieser Assoziationskette mit dem added-value Hinweis vielleicht einen Photoshop-Filter zu nutzen und das Bild an sich in "Bruchstücke" zu zerteilen.
Also war die nächste Idee einen Stapel Bücher zu einer "Mauer" zu stapeln, oder irgendwie in Einzelteilen über das Cover zu vertreuen.
Auch hierzu gibt es wirklich gute Anleitungen im Netz - mit dieser Idee der Puzzleteile habe ich sehr lange rumgespielt, aber es hat nie wirklich gepasst, die Sache mit dem Puzzle passte auch irgendwie nicht zum Titel und ich war nicht geduldig genug diese winzigen Puzzlepixel akkurat auszuschneiden!;-)

Thomas hatte noch eine andere Idee für das Ruinen-Bild (bis ich sowas in PS einfach mal so "hinwerfen" kann, wird es wohl noch was dauern...;-), die mir aber ein wenig zu düster erschien, aber lustigerweise zeitgleich mit meinem nächsten Ruinen-Cover "ankam" - diesmal eine weiß-bunte Variante gestrickt aus einem von meinen eigenen Urlaubsfotos:





Das brachte uns also auch nicht weiter und irgendwie wollte mir der Eindruck auch nicht aus dem Kopf, dass die Sache mit den Büchern besser zum Titel gepasst hatte, als die Ruine an sich...;-)
Am Ende war es eigentlich wieder mal ein einziger Aha-Moment, der schlussendlich ausgereicht hat - die Google Suche nach Mauern, Rissen, Sprüngen etc. und die Auto-Fill Option "cracked glass".
Das natürlich auch Glasscherben als "Bruchstücke" irgendwie passend sein könnten, mag jetzt nicht so erstaunlich erscheinen, aber manchmal ist man ja echt wie vernagelt...;-)

Von dieser Erkenntnis brauchte es dann aber doch noch so einige gescheiterte Versuche mit Bildern von gesprugenen Gläsern, Fensterscheiben etc., bis es mich endlich zu der Idee mit den Büchern und dem Photoshop-Glasbruch-Effekt verschlagen hat, der jetzt das hoffentlich finale Cover ziert!:-)

Außen:


Innen:


Nach vielen Rückmeldungen zum Thema "Seiten schinden ist keine Sünde", habe ich übrigens auch die Idee mit Cover-Seiten für die einzelnen Kapitel wieder aufgenommen. Ich denke die werden dann ähnlich dem Innen-Cover gestaltet werden.

Soviel zur Geschichte eines Covers, ich hoffe es war nicht zu langatmig!
Ich habe ein wenig meinen Frieden mit Photoshop gemacht in diesen ganzen Arbeitsstunden - wenn man einmal den Dreh raus hat, geht das sogar einigermaßen mit dem Autodidaktismus.;-)
Jetzt habe ich ein schwarzes, ein rotes, ein blaues und ein weißes Cover gemacht...da muss als nächstes wohl grün her, oder? Mal sehen in 3-5Jahren ist ja vielleicht das nächste Buch layout-fertig...;-)

03.07.2013

Nachtrag: How To: Pimp my Picture;-)

So. Da war sie also letzte Woche die "große 30"...war irgendwie nicht so das einschneidende Erlebnis, dass man erwarten würde, wenn man sich so die gesellschaftlichen Konventionen ins Gedächtnis ruft, oder?

Die Sinnkrise ist ausgeblieben, der plötzliche Wunsch nach Fortpflanzung hat sich ebenfalls nicht eingestellt, ich habe nicht plötzlich 10Kilo zugelegt (nur 5 seit dem Winter *sfz*;-) oder Tränensäcke bis zu den Knien etwickelt...warum regen sich Klischee-Frauen nochmal so auf über diesen Geburtstag?;-)

Anyway, runde Geburtstage kommen ja nun aber trotzdem nicht alle Tage vor und daher habe ich uns auch einen kleinen Kurzurlaub gegönnt, dessen Fotos ich aber noch durch die Bearbeitung jagen muss, bevor ich dazu mehr sagen kann. Daher hier erst einmal noch zum Thema der Nachtrag zu einem anderen 30. Geburtstag mit einem etwas ungewöhnlichen How To!;-)

Schritt 1: Man nehme eine Leinwand... 
Ich muss ganz zuvorerst gestehen, dass die Idee zu diesem Geschenk zu 100% bei P. liegt und ich eigentlich nur Anweisungen befolgt habe...trotzdem mache ich jetzt den Blogeintrag dazu, sonst macht's ja keiner!;-) Meine Anweisung war eine Leinwand zu bemalen und wir hatten uns schon für das Karten-Design (auch zu 100% nicht in meiner Hand, so langsam krieg ich ein schlechtes Gewissen...) auf Meer und Urlaub geeinigt.. Also dachte ich mal: Wasser, Blau, Grün, Welle und das kam dabei heraus:

Farben-Matsch-Stufe 1 - Blau und Grün.

Farben-Matsch-Stufe 2: Man addiere Schwarz, Weiß und Gelb.
Farben-Matsch-Stufe 3: Alles gut verquirlen und mit Borstenpinseln auf Leinwand einstechen!;-D 
  
Schritt 2: Man habe Freunde mit ganz viel Kram... 
Ab hier wird es etwas schwer nachzubasteln, denn um diesen exakten Effekt zu erzielen muss man schon Freunde haben, die in ihrem Arbeitszimmer 2 komplette Bastel-Läden verstecken!;-)
Tortzdem nur so als Idee: Es gibt in Bastel-Läden 100.000 verschiedene Papiere, Klebesteinchen, Metallschmuck (wird durch die Leinwand gesteckt) Papierblumen, Schmetterlinge, Bilderrahmen und und und und und und und...

Da eine Entscheidung zu treffen und die Elemente dann anzuordnen, ist fast noch am anstrengensten und ich bin ja froh wenigstens hier einen Teil der Arbeit beigesteuert zu haben!!;-) Auch ohne Profi-Equipment lassen sich aber mit einer Leinwand, ein paar Fotos, vielleicht einem Gel-Stift und ein bißchen buntem Hintergrundpapier bestimmt schon schöne Effekte erzielen!

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