2013-06-26

Gartenimpressionen

Ich habe es versprochen und gestern war mir dann das Wetter auch endlich mal gewogen! Hier also ein paar "Sommerimpressionen", bevor die ganze Blütenpracht schon wieder weg-geregnet ist...

Erstmal die Ausfälle...sieht ein wenig kümmerlich aus in meinen Lilien-Pötten, da war der Winter wohl zu lang und kalt. Aber für den Herbst sind schon neue Zwiebeln nachgeordert, dann wird das im nächsten Jahr bestimmt wieder!:-)

Und jetzt das Highlight: Unser großes (und vergrößertes - Handwerker-Zerstörung sei "Dank") Blumenbeet mit neuen Hortensien, explodierenden Bodendeckern und Margaritenbüschen und den schon erwähnten Baumlilien...ich habe mal die Schaukelstange nicht aus dem Bild geschnitten, damit man sich das einigermaßen vorstellen kann: Die Stange ist 2,5m hoch, die höchste Baumlilie ist jetzt so groß wie ich...mal sehen wie's nächstes Jahr aussieht!:-)



Man könnte den Eindruck gewinnen, dass das Rosa/Pink/Lila Farbspektrum irgendwie vorwiegt - deswegen die Hortensien in blau, ich hoffe die bleiben auch blau, und der weiße&blaue Hibiskus, die aber beide noch nicht blühen...achso ja und die knall-orange Zwerglilie, die ich letztes Jahr für 4€ beim Kaisers gekauft habe und die sich in diesem Jahr schon verdoppelt hat (in die Breite;-)...Ein wenig krass so als Kontrast vielleicht, aber so mittendrin auch wieder irgendwie...interessant!;-)

Unser Gartenhaus ist derweil von Explosionen umgeben! Zum einen ist der Knöterich (ach Kaisers, 3€ diesmal) langsam aber sicher dabei alles zu schlucken, was ihm in den Weg kommt - das macht aber ja nichts, das Haus an sich ist nicht sonderlich hübsch...;-) - und zum anderen wachsen die aus P.'s Garten abgezweigten Taglilien wirklich ü-ber-all...den Pott haben sie schon fast gefüllt (man sieht es nicht, aber so 1/5 Platz ist unten noch, letztes Jahr war noch die Hälfte leer!) und im Beet am Gartenhaus wächst auch schon ein zaghafter "Bart"...gut, dass wir davon angesehen haben das Zeug auch in das "unbegrenzte" Beet zu setzen, das wären wir ja nie wieder losgeworden!!;-)

Und zum Schluss noch ein paar kleine Eindrücke!
Meine Lieblingsrose und ihre geerbte, inzwischen über 2m hohe Stiefschwester:
Und ein Beispiel für unsere neu-bepflanzten Terassenkübel (Bartnelken und weiße Glockenblumen). Die anderen blühen nach dem vielen Regen schon nicht mehr so schön, aber vielleicht kommt das ja wieder, wenn denn endlich mal "Sommer" wird!:-)



2013-06-25

Nachtrag: Napoleon und die Frauen

Ich hatt ja noch ein "Frauen-Buch" versprochen, also will ich das kurz noch nachliefern, bevor es wieder bunt und urlaubig wird!;-)

Frauen um Napoleon von Stefan Gläser ist so ein typisches "Hintergrund-Buch" - will sagen ein Faktenüberblick zu einem Thema, dass mir als Roman gefallen hat und zu den ich jetzt mal wissen will, wie es denn wirklich war - ähnlich der Giftaffäre.


In diesem Fall gab es sogar 4 Bücher, die ich mal auf Faktentreue abklopfen wollte - Désirée und die Josephine-Triologie, die ja bekanntlich beide gute Bewertungen bekommen haben, also abgesehen von Fakten wohl offensichtlich als Bücher an sich überzeugend waren.;-)

Die kurze Übersichtssammlung der verschiedenen Biopraphien bringt einen jetzt was Details angeht noch nicht wirklich weiter, aber ein paar nette Einblicke zu Nebenfiguren (zum Beispiel die "Schwestern-Riege" um Napoleon) gibt es dann doch. Außerdem umfängt die Aufzählung interessanterweise auch "Feindinnen"; von denen Königin Luise irgendwie künstlich aufgebauscht wirkt (die arme Frau war nun wirklich keine politische Vorkämpferin - siehe Biographie), aber Madame de Staël wiederum ein neues interessantes Thema darstellt (zum Land der Wahrheit geht es hier), zu dem ich evt. sogar mal eine eigene Biographie bemühen würde.
Über welche andere Frau zu dieser Zeit kann man schon sagen: "Es gibt drei Weltmächte: Frankreich, England und Madame de Staël."?;-)

Prinzipiell kann ich das Buch als nette Nebenbei-Lektüre schon empfehlen - wer ein paar mehr Details möchte, sollte dann aber zu Einzelbiographien greifen!
Unter dem Strich ergibt das 4 von 5 Satin-Handschuhen.

2013-06-19

Wieviel Seiten braucht ein Buch? (Zwischenstände)

IT IS DONE!

Hach, ist das ein erhebendes Gefühl das nochmal zusagen...Aber es ist tatsächlich wahr, nach ca. 3 Jahren Produktionszeit habe ich Anfang des Monats (endlich!) das letzte vorgesehene Kapitel für die B(r)uchstücke fertig geschrieben!
Ich hätte in den letzten Zwischenständen nicht so non-chalant-selbstsicher behaupten sollen vor Juni eine letzte Geschichte zustande zu bringen wäre ja wohl kein Problem...;-)

Was heißt jetzt das "letzte vorgesehene"? Das bedeutet, dass ich as yet keine weiteren Geschichten mehr auf der Warteliste habe, die noch aufgenommen werden wollen - was nicht zwingend heißt, dass ich Nachzügler-Ideen die Tür vor der Nase zuschlagen würde, aber was prinzipiell erstmal als Signal für das Background Processing gedacht ist, sich doch bitte langsam mit dem nächsten Projekt zu beschäftigen!;-)

Ganz so einfach ist das aber natürlich nicht, denn mit der reinen Produktion des "Roh-Textes" fängt ja eigentlich die arbeitsintensivste Phase der Produktion erst an...es sei denn man ist von den Musen mit einem Rundum-Sorglos-Mitarbeiterstab gesegnet, aber wer ist das schon?

Während ich jetzt also darauf warte, dass meine heldenhaften Beta-Leser mir ihre (verbliebenen) Vorschläge unterbreiten und ich mir dann ein paar Wochen lang darüber den Kopf zerbrechen kann - ich habe den kompletten August dafür eingeplant, ich hoffe das wird reichen... - sollten so langsam auch an Dinge wie Layout ein paar Gedanken verschwendet werden...

Da gibt es natürlich zunächst mal das Cover, das ja schon eine grobe Struktur hat, aber noch mitnichten arbeitsfähig ist (schon allein, weil mir mal wieder eine funktionierende Photoshop-Version fehlt...) - das Foto ist zwar Lizenzfrei zu haben, Wikimedia sei gepriesen, aber will man wirklich ein schwarz/graues Cover? Lässt sich das überhaupt gut drucken? Was ist mit Color-Splash? Und was würde man da "splashen? Und in welcher Farbe? Welchen Grauton will man überhaupt?
Von den 100 Entscheidung zum Back-Cover und Klappentext mal ganz abgesehen...;-)
Dann müssen Schriftarten ausgesucht werden. Momentan sieht man hier Andalus und die erste Version des Impressums ist in Arapita (ich hoffe das schreibt man so...), eine sehr kleine Serifen-Art. Zu klein vielleicht? Welche Schritgröße setzt man überhaupt, damit es angenehm zu lesen ist, aber auch nicht wie ein Kinderbuch in Arial 12p aussieht?


Und als wäre das nicht "schlimm" genug, kann man auch noch endlose Lebenszeit-Stunden in optionales Innen-Layout stecken!;-)
Meistens macht man es sich beim Lesen nicht wirklich bewußt, aber die wenigsten Bücher sind heute wirklich nur noch von Anfang bis Ende fließend durchgedruckt, wie man eine Facharbeit abgeben würde - und wenn es nur eine abgesetzte Schriftart für die Kapitelüberschriften ist, irgendwas an Layout ist da immer drin. Zudem muss so eine Druckfahne natürlich auch dahingehend gesetzt werden, dass man am Ende ein doppelseitig-bedrucktes Ergebnis vor sich hat. Die aller-allermeisten Bücher fangen neue Kapitel nur auf der "guten" Seite, sprich rechts an, weil sich das für von Links nach Rechts lesende Kulturen so richtig anfühlt.
 Dann gibt es noch Gimmicks zum Kapitelanfang, wie z.B. Großbuchstaben über mehrere Zeilen, kleine Grafikelemente oder auch einfch eine halbe Leerseite, habe ich in letzter Zeit häufiger gesehen - letztlich erst bei Fragile Things (siehe oben)!

Und wo wir gerade bei Gaiman sind, gibt es noch ganz andere Design-Ideen für den Innenraum - hier zum Beispiel eine s/w Version des Covers als "Kapiteldeckblatt":


Man bemerke außerdem dass hier eine relativ "Times New Romaneske"-Schrift für den eigentlichen Text gewählt worden ist, während die Schriftart für die Überschriften sehr kalligraphisch-ungewöhnlich ist...ich sage euch, wenn man einmal sowas gemacht hat, blättert man Bücher nie wieder einfach nur so durch, ohne darüber nachzudenken!!;-)

Die Idee mit den Kapitel-Deckblättern hat mich irgendwie fasziniert, also habe ich mit meinem begrenzten Bildbearbeiter (Irfan View) mal versucht aus meinem Ausgangsbild eine Art "Bleistiftzeichnung" zu fabrizieren - nach wildem übereinanderlegen mehrerer Filter und Effekte, hat das sogar funktioniert (ich hoffe man kann es einigermaßen erkennen, ich habe die Tranzparenz absichtlich ziemlich hoch gesetzt...

Kommentar meiner besseren Hälfte übrigens: Naja so schwer ist das ja auch nicht...
Kaum hat man mal eine einzige Photoshop-Schulung gemacht, schon wird man vorlaut! Frechheit!;-)

Im ersten Versuch sowas in der Art von Fragile Things zu setzen, hat mir das mit den Deckblättern allerdings nicht so richtig gut gefallen...denn was man vor allem produziert, wenn man neue Kapitel sowieso nur rechts und dann auch noch mit einer "Deckseite" setzt, sind viele leere und halb-leere Seiten...vielleicht ist es das latent schlechte Gewissen aus 8Jahren Studium, in dem "Seiten schinden" immer böse war, aber irgendwie sträubt sich in mir was dagegen!;-)
Der neue Arbeitsansatz ist daher meine gefakte Zeichnung statt dessen auf die "ungeliebten" linken Seiten zu setzen, was ja auch eine Art Deckelfunktion für jedes neue Kapitel hätte...

Vielleicht versuche ich es auch mal mit der halbleeren Anfangsseite, wobei ich befürchte, das wird mit auch nicht gefallen...aber vielleicht mit irgendeinem Grafik-Schnörkel? Oder wird das irgendwann zuviel...?
Immer diese Entscheidungen!!

Man sieht also: Bevor dieses Papier-Baby flügge ist, wird noch das eine oder andere graue Haar auf meinem Haupte dazukommen...aber sonst wäre das Leben ja auch langweilig!;-)

2013-06-17

- o + Teil 47

Hmpf, da wollte ich eigentlich ganz viele schöne - sonnenbeschienene!! - Fotos von meinen neugekauften, neugepflanzten Gartenblumen machen und was ist? Bis ich Feierabend habe, regnet's immer...;-)

Naja, dann eben das Bild aus der Konserve von Wikipedia - wir sind jetzt Besitzer von zwei kleinen Hortensienbüschen (ungefähr 1/6 von denen da oben;-) in blau. Ob die dann auch blau bleiben in unserer Erde, bleibt mal abzuwarten, aber sie blühen schön und erfreuen das Auge...:-)

Aber erstmal von vorne zum Wochenauftakt:

-
Ich werde zwar nicht zu alt für diesen Scheiß (siehe unten;-), aber ich bin zu allergisch für Outdoorveranstaltungen! Obwohl ich schon in weiser Vorraussicht den kompletten Sonntag nur zur "Kreislaufwiederherstellung" eingeplant hatte, bleiben mir die Spätfolgen des 12-Stunden-im-Sommer-draußen-rumrennen vom Samstag noch bis heute: Meine armen Nebenhöhlen sind immer noch geschwollen, der Schmerztablettenkonsum reißt noch nicht ab und bis sich die Haut an  Nase und Oberlippe von der Dauerbelastung durch 1,5Pakete Taschentücher erholt hat, dauert es wohl auch noch was...und das obwohl ich mir jetzt schon morgens und abends so einen sexy Heilsalben-Schnurrbart aufmale...;-)
Fazit: Hypo macht es besser - von gut kann aber keine Rede sein...
Aber einmal in 10Jahren muss sowas für Die Ärzte einfach drin sein, was soll man machen!

o
Und wo wir grade beim Wetter waren: Ich mag Gewitter, aber irgendwie lieber von Drinnen!;-)
Sommergewitter sind allerdings eigentlich nicht so mein Ding, da wird die Luft vorher immer so furchtbar unerträglich...aber man muss das Positive sehen: Wenigstens muss ich so heute Abend nicht bei 30° Außentemperatur bügeln - ich habe nämlich leider keine einzige Bürotaugliche Hose mehr im Schrank!;-)

+
So und zum Abschluss noch die beiden besten Seiten des Sommers: Grillfleisch und bunte Blumen!
Den Grillgeruch haben wir heute ganztätgig im Büro von unseren Nachbarn gesponsort bekommen - und dabei hatte ich ein völlig fleischloses Abendessen geplant...mal sehen was daraus wird, vielleicht ist der Schmacht stärker!;-)
Und Bilder von unseren bunten Gartenbewohnern liefere ich dann mal nach, sobald es mal nicht regnet, wenn ich nach Hause komme: Bisher blüht unsere gelbe Rose schon wie ein Weltmeister, nur fast eingeholt von der signalroten Geranie. Unsere Baumlilien sind inzwischen fast so hoch wie ich und produizieren auch Blütenstände, wie am Fließband, ich denke in 1-2Wochen kann man auf unserer Terasse in Lilienduft baden!
Nur die asiatischen Lilien haben es den langen Winter über nicht wirklich geschafft - ein paar klägliche Stengelchen wachsen zwar, aber ich denke da müssen wir im Herbst nachlegen und hoffen, dass dann nächstes Jahr wieder die "volle Ladung" sprießt!
Nur unser Kirschbaum ist leider nicht mehr zu retten gewesen...dafür steht an dem sonnigen Plätzchen jetzt mein Fliederbusch, der aber noch 1-3Jahre brauchen wird, bis er blüht...Gärtnerei ist ein Gedultsspiel!:-)

Und nun noch ein lustiges Video, dann kann die neue Woche kommen!

2013-06-16

Ärztival 2013. Oder: Wie sind nicht zu alt für diesen Scheiß!;-)


Prinzipiell müsste man sich ja fragen lassen, ob Punkrock-Konzerte nicht irgendwann auf die "Ich bin zu alt für diesen Scheiß"-Liste verbannt werden müssten...aber ich denke, solange man noch wenigstens 20Jahre jünger ist, als die Menschen AUF der Bühne, muss man sich da noch keine Gedanken machen!

Allerdings muss man sich ja schon fragen: Ist das noch Punkrock, wenn man alle seine Vorbands höchstpersönlich ankündigt, auf die Minute pünktlich die Show beginnt, das ganze Konzert über publikumswirksam seinem Grünen Tee trinkt und dann nach 2,5Stunden wieder pünktlich Feierabend macht?
Anwort: Wenn es Die Ärzte machen, auf jeden Fall!;-)

Ein wenig gesetzter ging es zwar auf unserem Tribünenplatz bestimmt zu - ich sage nur rote Lederpolstersitze! - aber da ich mit schon 20 nicht so der Typ für die Moshpit war, muss ich mir das nicht mal als Alterserscheinung ankreiden, nur als persönliches Bedürfnis nach personal space!;-)
Ansonsten fand ich den Umszug auf die Tribüne aber nicht weiter störend - hüpfen, springen, tanzen, feiern kann man da auch, sitzen gelieben ist eigentlich niemand und man kann bei der "Song-Erkennungs-LaOla" ganz vorne mitspielen!

Und ansonsten?
Ist ein Ärztekonzert einfach immer noch ein großer Spaß!:-) Meinetwegen hätten ein paar weniger neue Songs dabeisein dürfen (die neue CD ist nicht so ganz mein Ding) und das Set war eher "ersthaft" - will meinen eher Songs wie Der Graf, Mach die Augen zu und Ignorama als Dreitagebart und Meine Freunde, aber wenn man so eine große Auswahl hat, muss man sich vermutlich für ein K-Wort entscheiden - und zum Glück sind ja auch die "ernsteren" Ärztesongs immer noch nicht so triefend weltveresserlich!;-)
Die komplette Set-List gibt es hier!


Höhepunkte?
Die Song-Erkennungs-LaOla erwähnte ich ja schon, aber auch den Klimax-Song (Westerland) einfach mal 2Minuten unterbrechen, um dem Crowdsurfenden Eisverkäufer zuzusehen, war schon großes Damentennis - danach gab's ein Eis für Bela und den Song nochmal von vorn, alle waren glücklich.;-) Ein wenig Publikumgschoreographie gab's auch - da war die Tribüne tatsächlich mal vorteilhaft, denn 2000Leuten im Innenraum zu sehen, die bei jedem "Unrockbar" vom Boden aufspringen sieht einfach sehr beeindruckend aus - wenn man mitten in der Menge steht, kriegt man das anders mit, aber aussehen tut es besser von oben!:-)
Achso ja und: "Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht" klingt super mit dem 20.000Mann-Backgroundchor.

Leider war das Stadion nicht ausverkauft, was ich mir wirklich nicht erklären kann, es sei denn hier sind wieder böse menschen am Start, die Karten horten und dann zu unmöglichen Preisen weiterverkaufen wollen...
Aber von diesem kleinen Wehrmutstropen abgesehen, kann ich Ärztivals als Wochenendplanung nur empfehlen - von den Vorbands haben wir zwar nur La Brassbanda wirklich von Anfang bis Ende gesehen, aber als "Einheizband" sind die Jungs wirklich super und das obwohl ich ja nach Farins Ankündigung von "Techno ohne Elektronik" noch sehr sekptisch war...
Aber das hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und man kann sich irgendwie auch vorstellen, dass das Backstage am Buffet ganz lustig zugehen muss!;-)
Mein Lieblingszitat: "Wollt ihr als nächstes wieder was Bayrisches, oder mal was Gutes? - Na, wir können eh nur Bayrisch..." (den Bayernaktzent bitte dazudenken, den kann ich nicht mal schreiben...;-)

Und falls man sich jetzt fragen muss, woher man die kennt - ESC lässt grüßen!;-)

2013-06-11

How To: Origami für den Frühling Teil 2

Eigentlich ist es für Frühling schon ein wenig spät - andererseits hat sich das Wetter bisher auch nicht entschieden, ob es nun Sommer sein möchte, oder nicht, also was soll's?

Also gibt es heute ein paar Tulpen, nicht aus Amsterdam, sondern aus meiner Papierkiste als perfektes Geschenk für alle, die mit lebendigen Pflanzen überfordert sind (in diesem Fall mein Papa;-), oder einfach nur  pflegeleichte Deko bevorzugen!

Schritt 1: Die Farben der Natur 
Eigentlich wollte ich noch ein paar Fotos von meinen Garten-Tulpen machen, die ich als Vorbilder benutzen wollte, aber der Nachfrost hat mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht...*sfz* Also halten wir fest: In unserem Garten gab es rot-gelb-gefleckte Tulpen, weiße Tulpen mit lila Blütenrändern, orage und rote Tulpen mit schwarzen Einfärbungen und Telekom-Pinke Tulpen!:-)
Und weil es das mal wieder nicht als fertig-kaufbares Papier so gab, hier die Ausgangs-"Desings" in Wasserfarbe auf Origamipapier. Manchmal ist sogar das Abfallprodukt noch fast Kunst...;-)

Schritt 2: Das gelobte Land des How To
Ich habe die Blätter nach dem Bemalen erst mal trocknen lassen, aber dann so schnell wie möglich in ein dickes Buch gepackt und mit noch mehr Büchern beschwert - ein paar Tage flach drücken lassen und schon sind eventuelle Wasserwellen im Papier Geschichte.
Danach geht es mal wieder nach Anleitung - man bemerke, dass ich die Anleitung zum "Stengel-Basteln" geflissentlich igoriert habe, was aber nicht heißt, das sie nichts taugt.



Schritt 3: Fummeln wo Fummeln sein muss... 
Dieser Trick die Blüten unten flach aufzufalten ist gar nicht so einfach, auch mit Zahnstocher - das mit dem Reinpusten funktioniert aber erstaunlich gut, wenn man den "Dreh" einmal raus hat...;-)
Trotzdem hielt ich es für opportun die doch teilweise arg mitgenommenen Unterseiten mit ein oder zwei Stückchen Tesafilm zu fixieren - sieht man nacher in der Vase sowieso nicht mehr! Als "Stengel" kommen hier diesmal einfach nur Schaschlikspieße zum Einsatz, da Tulpen ja bekanntlich mehr oder minder gerade nach oben wachsen und keine Winkel brauchen.
Allerdings waren mir für die größeren Blüten die eigentlichen Spieße zu kurz, daher sind hier noch ein paar Versatzstücke angefügt - einfach ein beliebig langes Stück von einem anderen Spieß abbrechen, glatt feilen, Ende an Ende ansetzen und eng (!) mit Tesafilm umwickeln. Ist ein wenig fummelig, lohnt sich aber, vor allem weil man so für jede Blume eine eigene Höhe erreichen kann und sich die doch ziemlich ausladenden Blüten in der Vase nacher nicht "ins Gehege kommen".:-)
Dann mit einer spitzen Schere oder Nadel ein Loch in die Tesafilmverstärkung am Blütenboden bohren, Spieß mit dem spitzen Ende voran bis in die Blütenspitze durchschieben, schon fertig. Man kann vermutlich noch ein wenig Leim bemühen, um das Ganze noch stabiler zu machen, aber eigentlich hält das auch rein durch Schwerkraft, solange man die Tulpen nicht kopfunter irgendwo aufstellen will...;-)

Schritt 4: Es grünt so grün! 
Und jetzt brauchen wir noch ein paar Blätter - die schneiden wir uns am einfachsten aus grünem Post-It-Papier, wie schon für unsere Narzissen demonstriert.
Dann einfach nur noch um die Stengel kleben, mit noch mehr Tesafilm (ja, ich weiß, was soll man machen...;-) fixieren und schon fertig.







Und schon gibt es bunte Blumen das ganze Jahr über!:-)

2013-06-09

Kimono

Mir ist mal so aufgefallen, dass in meinen letzten Rezensionen ziemlich wenig völlig abwegiger Geek-Kram dabei war...
Zum Glück können wir das jetzt schnell beheben, denn meine Bettlektüre der letzten Wochen - Kimono von Liza Dalby - war sogar für meine Verhältnisse sehr speziell!;-)

 
 Meine letzte "Begegnung" mit Kimono ist ja nun schon etwas her und leider, leider habe ich seitdem auch keine Gelegenheit mehr gehabt meinen Tomesode zu tragen - was allerdings auch ein Hauptargument des Buches unterstützt: Kimono ist eben etwas "Besonderes" und im Gegensatz zu den meisten Folklore-Kostümen nicht mal eben so anzuziehen.

Wie sich diese - teilweise sehr komplizierte und steife - "Tracht" gegen die viel bequemeren Bauernkleider durchsetzen konnte, welche offiziellen und inoffiziellen Gesetzte "Frau" heutzutage befolgt und wie "man" in Japan inzwischen zu diesem Stück Tradition steht, ist das zentrale Thema dieser sehr speziellen anthropologischen Mode-Geschichte.

In diesem Sinne hat das Buch also eigentlich genau getan, was ich vom ihm erwartet hatte: Mir aufzuzeigen was beim Auswählen, Anziehen und Tragen von Kimono alles zu beachten ist...der Detailreichtum ist allerdings selbst für mich manchmal fast zuviel gewesen!;-)
Wenn man sich einmal durch 20Seiten Farb-Zusammenstellungsregeln gelesen hat, denkt man sich als Europäer irgendwann vermutlich nur noch: Dann besser Jeans & T-Shirt!
Trotzdem hat diese Mode-Symbol-Sprache viel Faszinierendes an sich, auch wenn man schon eine gute Portion Begeisterung mitbringen sollte, um nicht mitten im Buch auszusteigen...Mal abgesehen davon, dass man ein wenig geistige Flexibilität braucht, um sich in japanische Gesellschaftsvorstellungen einzudenken. Die Alice Schwarzers dieser Welt, sollten das wohl besser lassen...;-)

Prinzipiell habe ich also gelern: Ich mache vermutlich hunderte Fehler, wenn ich versuche Kimono zu tragen. Aber: Das ist überhaupt nicht schlimm! Da Japaner es sowieso für absurd halten, wenn nicht-Japaner Kimono tragen, macht es das dann auch nicht mehr schlimmer!;-)

Für diese seeehr spezielle, aber aufwendig recherchierte und bebilderte Abhandlung vergebe ich daher überzeugte 4 von 5 Seidenblumen. Demnächst gibt's dann wieder ein wenig Frauengeschichte "zur Abwechslung" *haha*.;-)

2013-06-03

- o + Teil 46

Ja, ich weiß, für Tulpen ist es eigentlich schon ein wenig spät - ich habe grade gestern erst die ganzen verblühten Frühlingsblumen zurückgestuzt, damit jetzt mal die Sommerblumen Luft und Sonne bekommen...;-) Trotzdem kann bei dem ständigen Regen ein wenig Farbe ja nicht schaden!

Wie immer habe ich über das lange Wochenende einiges angesammelt, das noch nachgereicht werden wird - so als Teaser, es wird Papierblumen und Layout geben!;-) - aber bis dahin können wir ja mal kurz die Woche ausklingen lassen, bevor es morgen wieder losgeht:

-
Gartenarbeit mitten in der Stadt ist mit einigen Tücken versehen, die man vielleicht nicht so direkt vorhersehen würde - zum Beispiel ist man ohne Auto ziemlich aufgeschmissen, wenn es um die Entsorgung von Grünabfällen geht. Unser neuer Handrasenmäher hat also gestern nach drei Wochen Dauerregen endlich mal seine Bestimmung erfüllt - Handantrieb kann man ja glücklicherweise auch an lästigen christlichen Ruhetagen anschmeißen;-) - und schon stellt sich das nächste Problem: Wohin mit dem ganzen Abfall?
Ich glaube wenn mal Zeit und Geld gekommen ist, wird unser häßliches Gartenhaus einer platzsparenderen Variante weichen müssen (schon aus ästhetischen Gründen;-), dann passt da vielleicht ja noch eine Kompostkiste daneben...ein bißchen Bio-Dünger kann ja nicht schaden und mein Keller steht nicht mehr voller Grünabfall-Tüten!!
Mal ganz davon abgesehen, dass man bei aller Mülltrennwut auf vielen Dingen einfach mal sitzen bleibt - wo gebe ich denn die Baustoffreste ab, die die netten Bauarbeiter und haben liegen lassen? Schmeiß ich die denen wieder über die Mauer? So gern ich das tun würde, ist vermutlich auch wieder verboten...Müll nervt!!

o
Ich will es mal nicht zu laut beschreien, für den Fall, dass nur der Regen daran Schuld ist, aber man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass die Hypo-Methoden für Heuschnupfen in den letzten 15Jahren (also seit meiner letzten, ziemlich unerfolgreichen Hypo gegen Gräserpollen) doch irgendwie einen Sprung nach vorne gemacht haben. Zwar habe ich mich - zurecht!;-) - im Winter noch sehr beschwert, weil diese kondensierte 4Wochen-pro-Jahr für 3 Jahre (statt Jede-Woche-1Mal für drei Jahre) Desensibilisierung schon an die Konstitution schlägt -  so ein halbes Schnapsglas fieses Allergiezeug im Arm tut echt weh.^^ Aber wenn das Ergebnis ist, dass ich statt eine 180mg Tablette Anti-Histamine (zum vergleich, die frei-verkäuflichen haben 10mg...) pro Tag zu nehmen,  momentan bei einer Tablette pro Woche stehe, ist das doch schonmal ein Fortschritt!
Und das außerdem, obwohl mir alle möglichen Mit-Allergiker schon erzählt haben, dass es sie in diesem Jahr trotz Regen ziemlich piesackt...
Da muss man wohl sagen: Es ist nicht schön, aber wenn es wenigstens hilft...;-)

+
Ich kann mit ein wenig Erleichterung vermelden, dass meine ewigen Unterhaltungen mit dem Computer-Service endlich (vorerst...nicht beschreien!) ein Ende gefunden haben!
Nach gefühlten 20 Fehlversuchen summt mein kleines Ultrabook also jetzt wieder brav - leider immer noch mit Windoofs 8, aber man kann nicht alles haben... - und hat schon einen gutes Stück zum Layout der B(r)uchstücke beigetragen. Dazu dann mehr in den Zwischenständen!;-)
Zudem haben meine Restbestände an Druckerpatronen tatsächlich ein neues Zuhause gefunden, also muss ich mich jetzt nicht mehr schlecht fühlen, wenn ich lieber einen neuen Drucker kaufe, als das dumme 80€ teure Ersatzteil...^^
(Ja, ich habe wegen sowas ein schlechtes Gewissen, weil es so nach Verschwendung aussieht ... gesellschaftliche Konditionierung ist zum Kotzen!;-)
An der Technikfront gibt es also eigentlich nur gute Neuigkeiten - wenn auch noch keinen neuen Drucker - was bedeutet man kann jetzt endlich wieder Dinge tun, die man auch tun will, statt sich immer mit Dingen rumzuschlagen, die nicht funktionieren und nur im Weg rumstehen!
Wenn das keine guten Neuigkeiten sind, weiß ich es auch nicht....;-)

Also jetzt schnell noch ein lustiges Video hinterher und alles ist gut!
(Ein Wort der Warnung: Ich kann den Originalsong nicht mehr hören, ohne an Große Alte Gallerte zu denken, wer sich dieser Gefahr also nicht aussetzen will, bitte nicht Play drücken...;-)



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