27.02.2013

The Swerve: How the Renaissance Began

Es kommt mir so vor, als würde es jedes Jahr länger dauern meine "Weihnachts-Bücher" auszulesen, aber vielleicht ist das auch nur meine Zensor-Sichtweise?;-)

Für The Swerve von Stephen Greenblatt habe ich aber tatsächlich etwas länger gebraucht als üblich, weil ich mir da mal wieder einen anspruchsvollen Überraschugsfisch an Land gezogen hatte...


Dieses Buch ist einer meiner "geplanten" Spontankäufe, mit denen ich mich zumindest einmal im Jahr davon abhalte, immer nur dieselben Bücher zu kaufen - also wird vom Weihnachtsgeld auch immer mindestens ein Buch gekauft, von dem ich noch nie gehört habe und von dessen Inhalt ich keine Ahnung habe.
Man könnte das riskant nennen, aber wenn man mit dem Talent gesegnet ist, eigentlich alles irgendwie interessant zu finden, was gut präsentiert wird, dann ist die Trefferquote doch recht hoch...;-)

Dieses Buch habe ich wegen dem Cover ausgesucht (gebe ich offen zu, ist einfach sehr hübsch gemacht) und weil ich den Titel auf den ersten Blick ü-ber-haupt nicht mit der Inhaltsangabe in übereinstimmung bringen konnte:
Almost six hundred years ago, a short, genial man took a very old manuscript off a library shelf. With excitement, he saw what he had discovered and ordered it copied. The book was a miraculously surviving copy of an ancient Roman philosophical epic, On the Nature of Things by Lucretius and it changed the course of history.

He found a beautiful poem of the most dangerous ideas - that the universe functioned without the aid of gods, that religious fear was damaging to human life, and that matter was made up of very small particles in eternal motion. These ideas fuelled the Renaissance, inspiring Botticelli, shaping the thoughts of Montaigne, Darwin and Einstein.

Dieses Mysterium musste also gelöst werden und ich kann nach der Lektüre nur sagen, dass der Titel im Nachhinein völlig Sinn macht, aber dass ich selten ein so...unkonventionelles Sachbuch gelesen habe.

Im Großen und Ganzen geht es darum, wie Ideen überleben, wann sie entstehen, welche Schicksalsfaktoren zusammen kommen müssen, um sie weiterzutragen - am Beispiel eines epikureischen Gedichts, das der Autor als quasi Katalysator für moderne Denkweisen betrachtet.

Diese Geschichte von alten Papyrusrollen, die gefunden, aufbewahrt, transkribiert, aufbewahrt, wiedergefunden, übersetzt und verbreitet werden mussten, um überhaut eine Ahnung davon zu entwickeln, was Menschen im alten Rom oder Athen so gedacht haben, ist schon eine kleine Krimi-Geschichte für Historiker und Bücherliebhaber: Mittelalterliche Buch-Detektive auf der Suche nach alten Büchern, bevor sie von der Kirche verbrannt, oder mit langweiligen Gebeten überschrieben werden können - mir haben sich da schon manchmal die Fußnägel aufgrollt, es gibt einfach Dinge, die man mit Büchern nicht tut!;-)

Viel spannender fand ich aber die Erkenntnis, dass Epikureer in Athen der Meinung waren, die Welt bestehe aus unteilbaren Atomen, Götter wären nur Opium für's Volk, eine Lehre von Errettung im Jenseits großer Humbug und das Jenseits an sich unmöglich, weil sich der Körper nach dem Tod wieder in Atome auflöst, die durch völlige Zufallsbestimmung (Swerve, da haben wir ihn!;-) neue Körper, Tiere, Steine, Planeten formen, oder auch nicht.
Das Beste was wir als fühlende Wesen also tun können, ist uns nicht so sehr damit beschäftigen, dass uns irgendein seltsamer Gott im Jenseits belohnt, sondern einfach hier und jetzt ein gutes Leben zu führen, dass darauf ausgerichtet sein sollte uns selbst und möglichst viele Menschen um uns herum glücklich zu machen.
Besser kann man es auch 2000Jahre später nicht ausdrücken.
 
Wie man 2000 Jahre vor der Entwicklung eines Mikroscops auf die Idee von Atomen kommen, und daraus Ableitungen für das menschliche Handeln entwickeln konnte, finde ich total unfassbar unwahrscheinlich eigentlich...
Wenn es je einen Moment gab' an Zeitreisende zu glauben, dann vermutlich hier!;-)

Und die unwahrscheinliche Überlebensgeschichte dieses höchst subversiven Gedankenguts quer durch 1000Jahre Katholizismus - und die vielen Versuche aus diesem "Live for Fun" Kernsatz irgendwelche Perversionen abzuleiten -  ergibt ein ziemlich interessantes, wenn auch manchmal nicht unbedingt zur Bettlektüre geeignetes Buch!

Von mir gibt es dafür jedenfalls überzeugte 4,5 von 5 Atomkernen. 

23.02.2013

- o + Teil 41


Puh, da haben wir ja gut was aufgearbeitet in der letzten Woche - soviel also zu What I did on my holiday, ich hoffe ich hatte nicht zu viel versprochen?;-)

Ich bin mit der "Ausbeute" eigentlich ganz zufrieden, auch wenn natürlich wie immer am Ende des Urlaubs das Gefühl steht, dass man gerne noch eine weitere Woche gehabt hätte - Urlaub ist eben immer zu kurz, egal wie lang er ist...

Damit wir aber zu einem runden Abschluss kommen, hier noch ein kurzer Befindlichkeits-Check zum Wochenende!

-
Es ist traurig aber wahr: ich glaube Technik hasst mich.
Zumindest könnte man den Eindruck gewinnen, wenn man sich die Frequenz meiner Anfragen an die Büro-IT so ansieht (was aber auch eventuell daran liegt, dass man mir immer die verbuggten Datenbanken überlässt;-), oder auch den Track-Record an disfunktionalen Elektrogeräten. Vielleicht ist es aber auch eine traurige Wahrheit, dass die "zeitliche Sollbruchstelle" für technische Geräte immer kürzer wird - unsere Kaffeemaschine (zugegeben ein nicht so hochwertiges Modell, es sollte ja nur Kaffee kochen^^) hat so nicht mal 12 Monate Benutzung überstanden, mein Drucker hat jetzt immerhin 5Jahre durchgehalten, das ist schon fast methusalemisch, von der erratischen Lebensdauer diverser Kopfhörer, Mäuse, Headsets und anderem Kleinkram mal ganz abgesehen.
Man könnte sich also fast in fatalistischer Manier einfach damit abfinden, wenn die dummen Dinger nicht immer gerade dann kaputt gingen, wenn man sie "dringend" braucht - so mein Drucker, der natürlich am Wochenende den Geist aufgeben musste, wo ich wirklich dringend die B(r)uchstücke drucken wollte...
Vielleicht ist also am Ende gar nicht die Technik, sondern eigentlich Murphy Schuld?;-)

o
Ich habe noch ein kleineres Projekt neben den letzten Anthologie-Kapiteln aus meinem Urlaub in die Normalzeit "mitgenommen", dass mir in dieser Woche schon eine interessante Erkenntnis verschafft hat: Es ist tatsächlich möglich Muskelkater in den Händen zu bekommen...
Bevor man mir aber jetzt wieder perverse Dinge unterstellt - hatte ich schon in der Kaffeeküche gestern;-) - lasse man mich schnell anmerken, dass es um Handwerk im traditionellen Sinne geht - also irgendwas zwischen Basteln und Werken und Kostümkram!:-)
Ich hoffe da demnächst mehr zu erzählen zu können!

+
Aber apropos Muskelkater, eine erfreuliche Entwicklung der letzten 2-3Wochen wäre endlich auch mal vermelden - mein kleiner Zensor darf sich nicht mehr darüber beschweren, dass ich meine Trainingsziele nicht umsetze!;-)
Bisher geht das wieder-antrainieren nach der langen Winter-Zwangspause (erst krank, dann Hypo, dann wieder krank, wie das so ist im Winter...) erstmal nur langsam voran, was ja nicht weiter verwunderlich ist, aber auch die kleinen Fortschritte sind ja schonmal ermutigend!
Allerdings habe ich mit mir selbst für dieses Jahr den Kompromiss geschlossen, dass neben meinem Vorsatz Zuckern & Kohlehydrate drastisch zu reduzieren und jeden Tag mindestens 20Min an der frischen Luft zu verbringen 2 Trainingseinheiten pro Woche erstmal völlig ausreichen.
Tai-Chi und Home-Workout liegen also momentan brach, aber irgendwo muss/soll auch Zeit für meine Stubenhocker-Hobbies bleiben und das passiert nicht, wenn ich jeden Tag oder auch nur jeden 2. Tag  trainiere - man muss eben haushalten mit der Kondition, die man hat und sich jeden Tag bis zum Anschlag vollstopfen hat mir noch nie zugesagt. Je mehr man sich vornimmt, desto mehr Risiko geht man ein es nicht durchzuhalten und dann setzt wieder die Demotivation an und das möchte ich dann doch vermeiden...;-)
Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, irgendwann ergibt sich schon wieder ein Umsetzungs-Slot für Fächer, Dip-Station und Co.!

In diesem Sinne ein schönes, produktives Wochenende und viel Spaß mit dem Video der Woche:

22.02.2013

Acrylmalen der 2. Versuch

Ich sage es oft und vielleicht glaubt man mir nicht immer, aber es ist wirklich wahr: Es ist nicht nur so, dass ich zuviele Hobbies habe, nein, mein Background-Processing ist auch ständig damit beschäftigt sich neue Idee aus der freien Luft zu angeln und mich dann damit zu belästigen...

So kommt es manchmal, dass aus es aussehen mag, als hätte ich irgendwas angefangen und dann nie weitergeführt, während es eigentlich eher ein Fall von "soviel zu tun und so wenig Zeit" ist und es manchmal ziiiiiemlich lange dauern kann, bis sich eine Idee bis zu einem freien "Umsetzungs-Slot" durchgekämpft hat...
Also lange Rede, kurzer Sinn: I'm not erratic, I'm complicated!;-)

Ich gehe daher auch mal nicht davon aus, dass sich noch irgendwer an die Geschichte mit den Acrylfarben erinnert - ich hatte ja selber Schwierigkeiten den alten Blog-Artikel nochmal zu finden...;-)
Im Prinzip ging es darum mal Acryl-Malen auszuprobieren, weil die Farben an sich schon zu vearbeiten sind und weil sie halt grad so da waren - das sind die Aquarellfarben, Stifte usw. zwar eigentlich auch, aber damit hatte ich schon rumgematscht und Acryl war mal was Neues - außerdem fühlt sich malen auf Leinwand immer gleich so viel künstlerischer an, auch wenn man nur Blümchen malt!;-)

Das mit dem Blumen Malen war mir als Idee irgendwann vor Weihnachten gekommen - hatte sich aber den ganzen Bastel-Ideen unterzuordnen und musste auf den Urlaub warten - und zwar weil ich bei der Suche nach was ganze anderem zufällig auf dieses YouTube-Video gestoßen war:



Zuerst dachte ich mir mal: Ich will so einen Kalligraphie-Stift!
Zu diesem ersten Impuls stehe ich auch, denn das sieht schon sehr hübsch aus, aber danach kam mir irgendwie die Idee, dass man aus einer relativ "simplen" Form, wie so einer Blüte vielleicht auch in Acryl irgendwas machen könnte, dass zumindest besser aussieht als mein Zahnpasta-Turm...M. hatte ja schon erfolgreich bewiesen, dass das geht, also wollte ich da mal vorwitzig in ihre Fußstapfen treten!;-)





Schritt 1: Negative Verbesserung
Man mag mich brutal nennen, aber ich bin (in 8 von 10 Fällen) ein Freund von negativer Verbesserung. Also stand bei diesem 2. Testlauft erstmal das überpinseln des alten Bildes auf dem Plan - Meisterkünstler mussten das in alten Tagen bei großen Kunstwerken tun, weil sie keine Leinwände mehr hatten, ich hatte noch Leinwände, aber auch kein großes Kunstwerk zum überpinseln, also was soll's!
Da hell mit dunkel überdecken dabei natürlich immer am besten funktioniert, habe ich mich einfach dafzu entschieden, dem grau-blau mit dem bewährten Borstenpinsel noch ein wenig lila zuzuarbeiten - nicht unbedingt die traditionelle Farbgebung für Lilien, aber zum Glück versuchen wir uns ja an Kunst und nicht am nächsten Gartenkatalog!;-)

Schritt 2: Einen Plan haben...
Diesen Schritt habe ich bei Bild 1 übersprungen, was vielleicht erklärt, warum das Endergebnis so gar nicht aussah, wie die Idee in meinem Kopf...Also musste hier mal der Skizzenblock herhalten. Mit dem Vorbild aus dem Video ist das Zeichnen ja auch keine große Kunst, aber zumindest konnte ich so feststellen, dass mir die Aufteilung des Bildes besser gefällt, wenn die Blüte nicht ganz mittig ist, und die Blütenblätter ein wenig geschwungener als im Vorbild - für diese Erkenntnisse muss man einen Radiergummi einfach lieben!

Schritt 3: Grob-Zuschnitt
Ich hatte es glaube ich beim ersten Mal schon festgestellt: Was an Acrylfarben Spaß macht, ist das übereinander und ineinanderarbeiten von Farben!
Vorgezeichnet habe ich meine Blüte also erstmal mit einem nassen Pinsel - das sieht man ganz gut und mit Bleistift vorzeichnen ist auf Leinwand eher schwierig...;-) - dann mit reinem schwarz, dann mit weiß-grau und dann nochmal mit lila, immer in unterschiedlichen Haar-Pinseldicken und ab und zu mit ein wenig Wasser vermischt.

Schritt 4: Feinabstimmung
Bevor ich die letzten Details (Staubfäden & Punkte) zugefügt habe, hab' ich mir erstmal ein Mittagessen gegönnt, denn feine Linien mit dünnen Pinseln zeichnen, macht mich schon aggro, wenn ich nicht grade Hunger habe!;-) Hier ist eigentlich hauptsächlich dunkel-lila und weiß mit hömeopathischen Dosen lila zum Einsatz gekommen, weil mir schwarz für diese Feinheiten zu krass war - mein leicht angespanntes Verhältnis zu Acryl-Schwarz hält leider immer noch an, ich glaube ich werde bald eine neue Tube weiß brauchen...

Schritt 5: So tun als ob...
Und zum Schluss noch ein Geständnis, weil wir ja unter uns sind - auch wenn man es auf den Fotos ganz gut erkennt, ich habe tatsächlich erst ganz zum Schluss gemerkt, dass an einigen Stellen die Leinwand doch noch sehr prominent durch die Hintergrundfarbe durchschien - eine Erkenntnis, die glücklicherweise zusammenfiel mit der Bemerkung, dass das Dunkellila, dass ich für die Staubfäden gemischt hatte, eigentlich viel zu hübsch zum wegschütten ist.
So kommen wir also zu dem netten Farbverlauf unten rechts und tun jetzt einfach mal so, als wäre das von Anfang an geplant gewesen!;-)

Mit dem Ergebnis bin ich zumindest definitiv zufriedener als beim ersten Mal! Ich denke eine weitere Runde negative Verbesserung wird es hier nicht geben - nun muss ich nur noch jemanden finden, dem ich damit eine Freude machen kann, denn lila passt bei uns nur in die Küche und da würde ich Leinwände nur sehr ungern aufhängen!;-)

21.02.2013

Schnee der auf Matsch fällt - Gartenarbeit im Winter ;-)

Ich bin mir schon irgendwie bewußt darüber, dass es eigentlich niemanden interessieren muss, wie wir so in der Erde buddeln, aber nachdem ich mich lange Jahre geweigert habe über den Besitz eines Gartens auch nur nachzudenken, muss ich doch ein wenig meine Freude an der neugefundenen Naturverbundenheit kundtun!;-)

Nun sind ja Gartenarbeit und Winter eigentlich gegenseitige Ausschlußkriterien - der Boden ist gefroren, wachsen kann/tut grade sowieso nichts und wenn dann auch noch Schnee liegt, sieht das auch viel zu hübsch aus, als dass man da drin rumtrampel wöllte.

Bei uns war das leider in diesem Jahr etwas anders, da kurz vor Weihnachten für uns ziemlich überraschend ein Bautrupp von Dumpfmann & Söhne (Name von der Redaktion geändert;) meinte Dezember und Januar wären die perfekten Monate, um auf unserem Grundstück Außenarbeiten durchzuziehen.
Ich will mich gar nicht wieder aufregen, daher lasse ich es einfach mal dabei und verzichte darauf nochmal aufzuwärmen wie sehr ich mich darüber geärgert habe, dass ca. 30-40% unserer "Wintervorbereitungen" im Herbst damit für den A***** waren.

Festzuhalten, als die Menschen endlich Anfang Februar wieder weg waren, blieb sowieso nur der Status Quo und der sah erstmal so aus:










Ein komplettes Blumenbeet muss also neu angelegt werden, denn da ist jetzt ein Betonfundament drunter und die Rasenkante vom anderen konnte man auch nur noch wegwerfen. Dazu musste natürlich auch der Katzenzaun abgebaut werden, was den Kletterpflanzen den Gar ausgemacht hat - zumindest denen, die in der Erde steckten, bei denen im Topf, die nur "abrasiert" worden sind, haben wir noch Hoffnung.

Also find dieses Jahr unser Gartenjahr schon ziemlich früh an, nämlich mit Aufräumarbeiten - kaputte Rasenkante entfernen, Katzennetz wieder aufstellen und einigermaßen die Erdlöcher stopfen, die durch die wochenlange Lagerung von Baumaterial in Schnee und Regen zurückgeblieben waren. Das ehemalige Blumenbeet musste außerdem noch weiter aufgefüllt werden, denn in dem Matsch, den Dumpfbacke & Söhne da reingekippt haben, wächst sicher nichts...

Da war es glatt ein kleiner Segen, dass wir Karnevalsresistent sind und so ein ganzes Wochenende zur Verfügung hatten, um zumindest die gröbsten Schäden auszubessern.
Wie man sieht, steht das Katzennetz wieder und auch die Blumenkübel haben alles soweit wohl gut überstanden - ob und welche Pflanzen wieder austreiben bleibt dann abzuwarten, aber das ist ja immer das Garten-Winter-Lotto-Spiel.;-)

Wer genau hinsieht kann sogar unsere Katze beim ersten Spaziergang seit 3Monaten entdecken!:-)

Wir hoffen sehr, dass damit diese ärgerlichen Auseinandersetzungen mit dummen, rücksichtslosen Bauarbeitern endlich mal vorbei sind und wir uns auf unserem Grundstück wieder wohl fühlen dürfen. Der Rasen hat es, wie man sieht, leider nicht überlebt, aber zum Glück für uns (und auch für Dödelmann & Söhne^^) war da vorher eigentlich auch mehr Unkraut als irgendwas anderes und die Neuaussaat für diesen Herbst eigentlich schon fest eingeplant.
Bis dahin wird sich das Unkraut sicher erholen, da bin ich zuversichtlich...;-)

Sobald der Boden nicht mehr ständig gefroren ist, werden wir auch eine neue Beeteinfassung setzen und vielleicht ein paar Trittsteine legen (jetzt wo nur noch Matsch übrig ist, macht man sich schon seine Schuhe sehr dreckig...;).

Und bis dahin erfreuen wir und einfach an der Tatsache, dass unsere Viecher jetzt wieder draußen spielen können und an den ersten Anzeichen des Frühlings!

 Und man kann ja nicht ewig wütend sein, über Dinge, die sich sowieso nicht mehr ändern lassen - das ist schlecht für die Seele und hilft auch niemandem...

20.02.2013

Star Ocean - The Last Hope

Man hat es vielleicht schon geahnt: Was wäre das für ein Alone-Time-Urlaub gewesen, ohne ein wenig gehirnentspannendes Monster-Schnetzeln auf der XBox?;-)

Star Ocean hatte ich allerdings schon vor Weihnachten angefangen, man weiß ja wie ewig ich immer brauche, um sowas mal durchzuziehen....soviele Hobbies und so wenig Zeit!:-)
Eine zweite Woche Urlaub-Zuhause hätte ich auch noch voll gekriegt, die kommt dann aber erst im August, wenn ich hoffentlich die B(r)uchstücke layouten kann!:-)

Worum geht es also?
Star Ocean ist Teil einer Serie, die ich aber weder vorher kannte, noch mir seitdem näher angeschaut habe, was aber für das Spiel an sich auch völlig irrelevant ist. Und es ist ein Square Enix Game, was vielleicht wieder erklärt, warum ich es gespielt habe - jeder Nachbau von Final Fantasy 8 ist mir eben willkommen!;-)

Wenn man also Square Rollenspiele spielt, sollte man wissen worauf man sich einlässt. Selbst wenn hier der Sci-Fi Aspekt etwas höher gewertet wird, als die typische Fantasy, gibt es immer noch Cut-Scene-Orgien (45Min war die längste Abfolge, die ich gestoppt habe), Katzenfrauen, halbnakte Elfen und andere kinky-types, teilweise nervige Nebencharaktere und die typisch-epische Japano-Anime-Story mit (sehr) verhaltenem Love-Interest.

Bis dahin kam ich damit gut zurecht und mir gefiel auch die futuritische Ausrichtung (weniger lustig, bunte Monster mit doofen Namen;-), sowie die Möglichkeit optionale Private Actions mit den einzlenen Nebencharacteren zu "spielen".

Was mich allerdings schwer genervt hat, war das Kampfsystem. Ich habe auf "Einfach" gespielt, was ich prinzipiell immer tue, da ich ein Story-Spieler bin und keinen Ehrgeiz habe Schönheitswertungen bei Kämpfen abzugreifen, daher blieben mir die oft verfluchten Quick-Time-Events während der Cut-Scenes erspart, aber auch ohne muss ich ehrlich zugeben...bis zum Ende habe ich nicht verstanden wie das Kampfsystem genau funktioniert...

Das wird eigentlich auch erst ganz zuletzt ein Problem (leider, sonst hätte man sich eventuell vorher mehr intellektuelle Mühe gegeben^^), wenn plötzlich eine unfassbar lange Reihe von Bosskämpfen ansteht, für die ich mal eben 4Stunden gebraucht habe - 2 Anläufe minimum für jeden Kampf x 8 Kämpfe, man kann es sich ausrechnen...

Ich fand das sehr schade, denn bis dahin war es mir noch positiv aufgefallen, dass ich kaum zeit mit Leveln verbracht hatte, weswegen am Ende auch nur vergleichsweise harmlose 60Spielstunden auf der Uhr standen.
Aber das endlos Ende hat es mir leider ein wenig versaut....
Die Bilder und Szenen an sich sind allerdings ganz nett gemacht, auch wenn die Spielgrafik & Konzeption selbst eher so an späte PS2 Spiele erinnert - keine Sprachausgabe whatsoever außerhalb von Cut-Scenes, keine durchgehende Speichermöglichkeit usw..

Aber natürlich gab es auch hier wieder den anal-retentive-Faktor, der sovielen Square Spiele irgendwo innewohnt - um am Ende alle 9 möglichen Character-Endszenen zu sehen, muss man quasi schon das ganze Spiel über jede einzelne Handlungssequenz voll ausschöpfen...dafür hätte ich vermutlich nochmal 40Stunden gebraucht!;-)
Da die meisten Nebenquests auch ewig langweilig waren (Bringe/Suche/Hole Person/Ding, war eigentlich die einzige sich ewig wiederholende Option), war mir meine Lebenszeit dafür einfach mal zu schade und ich habe statt dessen youtube bemüht...man nenne mich Drückeberger, wenn man will.

Insgesamt muss ich sagen, hatte ich mir von der guten Idee mehr versprochen - die Geschichte an sich ist durchaus nett gemacht und die (meisten) Charaktere nett gezeichnet, aber Kampfsystem und ewig gleiche Nebenquests lassen dann doch noch viel zu wünschen übrig.

Ich vergebe mal wohlwollende 3 von 5 Riesenkaninchen nur für den Fall, dass mein fehlender Spielspaß zum Ende hin an meiner Unfähigkeit liegt taktisch zu kämpfen...man kann nicht alles haben!;-)

19.02.2013

Mit dem Strom schwimmen - Zwischenstand-Endspurt!

Ich habe das bestimmt schon das eine oder andere Mal bemerkt, aber ich sage es trotzdem nochmal:
Man kommt im Leben immer wieder an den Punkt, an dem man feststellt, dass man mal wieder keine der tollen Weisheiten umgesetzt hat, die man so kennt und postuliert...frustrierend aber wahr!

Seltsamer Beginn für ein Zwischenstände-Kapitel? Vielleicht.
Aber es macht wirklich alles Sinn, versprochen!;-)

Um zu verstehen wovon ich eigentlich rede, muss man sich nochmal die letzten Zwischenstände in Erinnerung rufen  - dort ging es um die Überarbeitung eines alten Projektes, die Vorausschau auf ein vielleicht zukünftiges und um das Problem "Wie schreibt man ein Kapitel aus einem Buch, dass man noch gar nicht zuende gedacht hat"?

Meine Antwort nach Wochen und Monaten der Grübelei: Gar nicht!;-)

Der Weg hin zu dieser Erkenntnis war lang und schwierig, aber am Ende reines Zen.
Nachdem ich also ein paar Wochen fruchtlos daran herumüberlegt hatte, wie sich denn nun die Idee verpacken lässt, die ich eigentlich verpacken wollte, bekam ich von Tine den Tipp, dass mir der Wikipedia-Artikel zu Fix-Ups vielleicht weiterhelfen könnte.

Nun ist dieser Artikel nicht sonderlich lang und die Vorschlagende wird mir sicher verzeihen, wenn ich gestehe, dass ich erstmal nur dachte: "Schön, und jetzt?"
Irgendwie konnte ich nicht sehen, wie mir diese Methode weiterhelfen sollte, denn es ging mir ja nicht darum schon geschriebene Geschichten zu einem Ganzen zu verbinden, sondern ein Ganzes weiterzuspinnen, in dem noch ganz viele Löcher klaffen.

Es hat tatsächlich - ich schäme mich fast das zuzugeben;-) - wieder einige Wochen gedauert, bis mein Background-Processing plötzlich die Erkenntnis ausgeworfen hat, dass nicht der Vorschlag, sondern meine Herangehensweise völlig falsch war!
Ich wollte ein "großes Ganzes" konzipieren, wo eigentlich noch gar keins sein muss, weil man sich über die Frage "wo passt das jetzt in die größere Geschichte" immer noch später Gedanken machen und Änderungen vornehmen kann...
Das klingt irgendwie überhaupt nicht nach der Erleuchtung, die es für mich war, womit wir wieder zum Anfang dieses Artikels zurückkommen...;-)

Nachdem ich mich also von dem mentalen Ballast einer "größeren Konzeption" befreit hatte, stellten sich fast von alleine auch wieder die Ideen zum Weiterkommen ein, was aber nicht heißt, dass ich da meine Lektion schon gelernt hatte...

Irgendwie wollte sich mein kreatives Selbst nämlich leider überhaupt nicht damit anfreunden, dass die neuen Ideen so gar nicht mit der ursprünglich geplanten Handlung übereinpassen wollten.
Also habe ich mich in meinem Urlaub einen ganzen Tag im Schlafzimmer eingeigelt, mit Laptop, Essen, Wasser und einer warmen Decke, um dieses Kapitel endlich niederzuringen.
Und ich kann nur sagen "ringen" ist genau das richtige Wort! Manchmal erleben wir den kreativen Flow, Geschichten, die sich selber aus der Luft greifen und manchmal kommt es uns sovor, als müssten wir für jeden Absatz bergauf gegen den Strom schwimmen.

Zum Glück, muss ich im Nachhinein sagen, war das wirklich mental anstrengend, so dass ich nach drei oder vier Stunden endlich bereit war vor dem Flow zu kapitulieren und die Geschichte einfach dahinlaufen zu lassen, wo sie scheinbar hinwollte, auch wenn das dann eben nichts mehr mit dem zu tun hatte, was ich eigentlich mal hatte schreiben wollen.
Und was soll ich sagen?  Das Resultat waren weitere acht Stunden tippen, denken, schreiben, die einfach Spaß gemacht haben! Mit dem Strom schwimmen, statt dagegen und dann mal sehen wo man ankommt...
Also hat betreffendes Kapitel jetzt einen anderen Blickpunkt, einen anderen Titel, einen anderen Schwerpunkt, eine andere Handlung als vorher vorausgesehen - Dinge pasieren, dann muss man sie eben lassen, gegen den Strom anschwimmen ist es echt nicht wert!;-)

Und hier kommen wir wieder zum Beginn der Geschichte zurück: Man muss das Eigenleben von kreativen Ideen akzeptieren, sich dagegen stemmen ist anstrengend und das Ergebnis meist furchtbar - nicht dass ich das nicht schon immer gewußt hätte, es wäre nur gut gewesen auch entsprechend zu handeln!;-)

Zum Glück war das die einzige Selbst-Kampf-Erfahrung meines Urlaubs, die anderen 2,5 Geschichten, die noch entstanden sind, waren zum Glück eher aus der "Passiert von selbst"-Kategorie, was auch der Grund ist, warum dem geneigten Leser auffallen könnte, dass das Inhaltsverzeichnis plötzlich auch einen Eintrag mehr hat.

Dinge passieren, dann muss man sie lassen, Konzeption hin oder her!:-)

To see or not to see? Inspiration (98% fertig)                      
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Mademoiselle Chevalier                 
Dr. Faust (Idee)                            
Zu Spät... (Gesprächsprotokoll)                      
Ein Märchen aus uralten Zeiten                
Gefühl und Widerspruch                          
Ghost Story (zu 50% fertig)                               
Der Blick zurück: Bon Voyage (Auszug)  
Unwillkommen                              
Götterdämmerung               
Weißes Rauschen (Gesprächsprotokoll)                  
Game Over                           
Frühlingserwachen                          
Kinderlieder            
If I die before I wake...                    
Alltag (Gesprächsprotokoll)                      
Der Blick nach vorn: Im Schatten des Feuers (Elysion)
Wunschbrunnen

Therapiesitzung (Gesprächsprotokoll)                  
Dame Blanche                
The Rest is Silence. Die Kunst des Epilog


Für mich ist damit eine sehr spannende Phase eingetreten, nämlich der Beta-Test!
3/4 der Texte gehen jetzt schonmal in den Beta-Lauf bei meinen motivierten Test-Lesern, die letzten Kapitel folgen dann hoffentlich im Laufe der nächsten Wochen.

Damit ist offiziell der Release-Countdown eingeläutet und ich gehe schwer davon aus, dass innerhalb von 2013 die finale Version in Druck gehen kann...nach drei jahren Arbeit fühlt sich das an, als hätte man Ameisen gefrühstückt!!! :-) 

18.02.2013

Stirb Langsam V. Oder: Explosionen zum Valentinstag

Zum Anfang dieser What I did on my holiday-Reihe mal ein ganze einfacher Auftakt - Warum der fünfte Stirb Langsam Teil ein guter Film für den Valentinstag ist:

1. Im Gegensatz zu den ewig gleichen Girl-meets-Boy Komödien werden Explosionen nicht langweilig.
2. Männer reden über ihre Gefühle. Das an sich ist schonmal progressiv, in Frauenfilmen geht es immer nur darum, dass Männer das nicht können.
3. Bruce Willis sieht immer noch besser aus als so fast jeder Rom-Com-Held, der mir grade einfällt...wobei das zugegebenermaßen nicht so viele sind...;-)
4. Es gibt wie immer ein Family-Reunion Happy-End, also taugt das auch für einen romantischen Abend-Abschluss.

So, nachdem wir das jetzt geklärt haben, wie war denn nun der Film?;-)

Ich bin was das angeht ja nicht immer eine verlässliche Messgröße, da ich mich weder in das Lager "alte Menschen sollten einfach keine Action-Filme mehr machen" Lager einreihen kann, noch gewillt bin mich auf die typische "früher war ja alles besser" Stereotypen einzulassen.
Tatsächlich gehen mir Menschen mit dieser "ich brauch mir das gar nicht ankuken, weil ich ja schon weiß, dass es nie wieder so geil sein kann wie früher" Mentalität sogar so sehr auf den Zeiger, dass ich gewillt bin fast alles zu befürworten, was sie nicht mögen, einfach nur WEIL!;-)

Aber glücklicherweise war ich in diesem Fall völlig unbelasted von jeglicher Vormeinung, weil wir a) direkt am ersten Tag im Kino waren und ich b) mit Absicht vorher keinerlei Vormeinungen zur Kenntnis genommen habe - diese Internet-Diskussionen zum Hobbit hatten mich sehr abgeschreckt, man kann alles schlecht/gut und totreden, wenn man sich genug Mühe gibt!

Ich will nicht spoilern (ausnahmsweise;-), daher sage ich einfach mal: Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, hatte wie beim 3. und 4. Teil bei manchen Szenen das Gefühl, dass man ein wenig zu sehr auf die Kacke haut und habe mich sehr an den netten One-Linern erfreut.
Meine Persönlichen Favoriten: "Safe-House, my ass!", "Shut up, Moneypenny!" und "Like father, like son. Like hell!"

Mir persönlich gefiel Teil 4 ein wenig besser als Teil 5, weil ich dem kleinen Nerd-Sidekick mehr abgewinnen konnte als McLain Jr., aber auch mit dieser Meinung stehe ich vermutlich wieder zeimlich alleine da.

Ich lebe damit und vergebe mit gutem Gewissen 4 von 5 Product-Placement Mercedes für solides Frauenkino mit Blut und Eingeweiden!

13.02.2013

Kein Blogging im Urlaub. Oder: Vorankündigungen!:-)

Ich weiß, der Titel dieses Posts ist irgendwie ein wenig paradox, aber das ignorieren wir jetzt mal!;-)

Fakt ist, es wird erst nächste Woche wieder Neuigkeiten (und zwar eine Menge!) geben und zwar einfach deswegen, weil ich in dieser Woche einfach mal alles von der Agenda gestrichen habe was man auch wannanders machen kann!
Will ich damit sagen, dass Blogging nicht notwendig sein kann? Natürlich nicht!
Aber das bloggen steht bei den meisten Dingen am Abschluss eines Projektes - die Bastelanleitung kann man erst posten, wenn man sie ausprobiert hat, die Urlaubsfotos erst, wenn man wieder aus dem Urlaub zurück ist usw.
Dieses "Abgehakt" Posting ist natürlich nicht unproduktiv, aber verliert auch nichts, wenn es ein paar Tage nach hinten verschoben wird.:-)

In dieser Woche ist daher mein Plan nur bewußt zu tun, auf was ich gerade Lust habe - man glaubt es mir vielleicht nicht, aber so einfach das klingt, machen wir sowas viel zu selten, was auch der Grund ist, warum es uns immer so vorkommt, als hätten wir zu nichts Zeit. (zumindest ist das meine Theorie;-)

Das wahre Geheimnis alle Zeit der Welt zu haben, ist daher unbewußte, sinnentleerte Tätigkeiten einfach mal zu streichen - Fernsehen nur weil der Fernseher grade an ist, oder Surfen, obwohl man eigentlich gar nichts im Netz zu tun hat sind so zwei große sinnleere, schwarze Zeitlöcher...;-) - und sich bewußt zu entscheiden jetzt mal diese oder jene Serie zu sehen, 30Minuten bei facebook rumzulungern, mal zwischendurch 2Stunden die XBox einzuschalten und dann...wieder was anderes zu tun!
So stellt man (aka ich) überrascht fest, dass man für eigentlich alles Zeit hat - ein gutes Buch lesen, Freunde treffen, Schreiben, Malen, Gärtnern, Basteln...
Aber dazu dann nächste Woche mehr!

Also teile ich jetzt noch dieses schöne Video, das Thomas gerade aus dem netz gefischt hat und dann....mache ich wieder was anderes!
Cheerio!;-)


08.02.2013

- o + Teil 40

Geht das eigentlich nur mir so, oder hat man im Februar einfach keinen Bock mehr auf Winter?

So in der Vorweihnachtszeit ist das ja noch ganz kuschelig mit Schnee und Glühwein und so, aber spätestens so 2-3Wochen nach Silvester nervt das doch extrem!
Ich plädiere also mal offen für ein Ende von Dunkel, Kalt und Nass!
Ich will Frühling! Ich will wieder raus in den Garten und Grün! :-)

Bis es aber soweit ist, kann es laut meinem Wetterbericht noch ein wenig dauern, also begnügen wir uns vorerst mit dem Freitags-Füller und der schönen Vorfreude auf eine ganze Woche Uuuuuurlaub!:-)

-
1.  Am Rosenmontag werde ich mich entweder im Arbeitszimmer einschließen, vor der X-Box sitzen, oder im Garten Erdlöcher stopfen, kommt immer auf das Wetter und auf meine Produktivitätslaune an. Ich finde es ein wenig ermüdent, aber auch in diesem jahr musste ich wieder mal erklären, dass ich Karneval aus Prinzip verweigere, obwohl ich Deutsche bin, obwohl ich aus dem Rheinland komme und obwohl ich Kostümparties mag.
Ich persönlich finde ja sowieso dass 99% der Karnevalskostüme nicht wirklich was mit Kostümparties zu tun haben, so wie ich sie verstehe (also irgendwas mit dem man sich irgendwie Mühe gibt), aber diesen Unterschied erklären spare ich mir dann mal!

2.  Vielleicht bin ich tatsächlich schwierig was Entertainment angeht, habe ich letztlich mal festgestellt...Doku-Soaps, Richtersendungen und alle anderen Arten von Scripted Reality machen mich agressiv, ich verabscheue Dating-Shows, mich interessieren weder Dschungelcamp noch Casting-Sendungen jeder Art, Gameshows finde ich langweilig, Quizshows ermüdent und bei den meisten "Info-Sendungen" kriege ich Dummheitsausschlag...
Wie man weiß, bin ich nicht gegen Fernsehen an sich, es gibt auch gute TV-Formate, aber leider so wenige davon.

o
3.  Einer meiner Träume von heute Nacht war ziemlich unkooperativ...ich erinnere mich leider nur noch an eine "Szene", an die aber total gut und die wäre auch eigentlich ganz cool, wenn man sie in einen größeren Plot-Zusammenhang bringen könnte. An den Zusammenhang im Traum kann ich mich aber kaum noch erinnen und die Situation an sich ist so konfus, dass mir bisher kein überzeugender Zusammenhang eingefallen ist, in den man sie einbetten könnte...ich hasse es wenn ein Plot nicht funktioniert!;-)

4.  Endlich ist unser Hinterhof wieder ruhig und friedlich, Bauarbeiter Dödelmann & Söhne sind am Montag Abend abgezogen. Nachdem sie die Arbeiten wochenlang verschleppt hatten, musste dann Montag Abend noch der Flutlichtscheinwerfer ran, damit man alles im Dunkeln und im strömenden Regen noch fertig bekommt...Vermutlich ist es ziemlich schlecht für mein Karma, aber ich habe ihnen den Regen und den Hagel ziemlich gegönnt.

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5.  Schnarchen? Was ist das denn für ein Stichwort...eine Ehe besteht immer aus zwei Menschen, die bereit sind zu schwören, dass jeweils nur der andere schnarcht? (T. Pratchett;-) .Naja in unserem Fall sind wir uns wenigstens einig, dass wir beide ab und zu schnarchen, allerdings glücklicherweise nur wenn grade wieder Erklätungszeit ist - vielleicht ist das also ein gutes Zeichen für die realistisch.ehrliche Basis unserer Beziehung...oder so...;-)

6.  Woher kommt eigentlich der Ausdruck Perlen vor die Säue werfen? Ich sollte letztlich einem nicht-deutsch-Sprecher erklären, wie wir auf den Titel für die Perlen gekommen sind und konnte das nicht eindeutig beantworten - war aber bisher auch zu faul zu googlen...;-) Den Sinn erklären, ist ja nicht so das Problem, aber meistens gibt es ja eine nette Geschichte zu solchen Ausdrücken - irgendwas in dem Mittelalter vorkommt?;-)
Ich bin jedenfalls für Vorschläge offen - sowas könnte auch ein lustiges Partyspiel sein - wer die schönste Herkunftsgeschichte erfindet, gewinnt!

In diesem Sinne viel Spaß mit dem Video der Woche und den Nicht-Verweigerern noch einen schönen Karneval!


01.02.2013

Listening to: Mistress Anne

Ja, ich weiß, nach dem letzten Hörbuch und der entsprechenden Vorrede dazu, vielleicht nicht die inspirierteste Wahl für den nächsten Audible-Download, aber was soll man machen...wo das Interesse hinfällt!

Dafür wird der Post auch sicher nicht so lang, denn a) ist Mistress Anne: The Exceptional Life of Anne Boleyn von Carolly Erickson (gelesen von Simon Prebble) kein besonders umfangreiches Buch und b) hatten wir ja die Vorrede schon!;-)


Ich habe mich zuerst mal gefragt, woher mir die Autorin bekannt vorkommt und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich das LibraryThing fragen musste, um rauszufinden welche Bücher ich sonst noch so von ihr gelesen habe...aber nun weiß man wenigstens warum man sich die ganze Arbeit gemacht hat seine Privatbibliothek da mal zu katalogisieren!;-)

Tatsächlich habe ich schon zwei ihrer "historische Frauen" Sachbücher in der deutschen Übersetzung gelesen - Königin Victoria und Alexandra Romanowa - und es beruhigt mich etwas, dass vieles was ich in diesen Besprechungen schon gefunden und angemerkt hatte auch für das O-Ton Hörbuch stimmt. Stil und Faktendichte haben wohl in der Übersetzung nicht so wirklich verloren, das ist ja nun nicht immer so selbstverständlich...

Die Tudors scheinen auch für die Autorin ein kleines Privathobby zu sein, wenn man sich mal ihren Ausstoß zu dem Thema ansieht, was sowohl Belletrstik als auch Sachbücher angeht. Ich muss sagen mir fällt es meistens schwer Romane zu mögen, die scheinbar aus dem Gedanken entstanden sind "Jetzt weiß ich schon soviel darüber, lass doch mal ein Buch schreiben" (weswegen ich auch noch nie auf den Gedanken verfallen bin das zu tun...;-). Oft bleiben diese Versuche irgendwo zwischen kreativen Eingaben und zuvielen "das muss aber dringend noch in einen Nebensatz" historischen Details hängen und so ist das leider auch bei diesem Sachbuch...

Natürlich ist das Problem hier ein wenig umgekehrt - zuviel "da hat sie sich bestimmt soundso gefühlt" gepaart mit küchenpsychologischer Quellenkritik und rhetorischen Frageketten im "Halb-Seiten-Format" (an sich schon ein schreiberisches No-Go;-) stören einfach den Fluss der an sich spannenden Biographie.
Zusätzlich empfand ich es als etwas merkwürdig, ein von einer Frau geschriebenes Buch, über eine andere Frau von einem Mann vorgelesen zu bekommen...man frage mich nicht wieso, aber es war einfach seltsam. Und bei manchen von Frau Ericksons etwas sehr blumigen Beschreibungen sexueller Freizügigkeit auch leicht...verstörend. Ich erinnere mich an eine Aneinanderreihung von Verben von mindestesn einer Minute länge, als es darum ging zu beschreiben was zwei Frauen auf einen Gemälde so anstellen, bei der ich stark das Gefühl hatte, dass a) die Autorin mal über ihre "sachliche Darstellung" reflektieren sollte und b) der Sprecher bitte schnellstens eine kalte Dusche braucht.

Unterm Strich also leider ein von "och nee muss das sein" Gefühlen durchzogenes Sachbucherlebnis, dass aber für Liebhaber von "Faktenromanen" vielleicht interessanter sein dürfte - ich vergebe trotzdem nur 2,5 von 5 möglichen Tudor-Rosen, ist ja mein Blog!;-)

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