31.12.2013

Berühmte letzte Worte 2013


Letztlich erst habe ich in einem Artikel gelesen, dass Zeit nur dann einfach so verfliegt, wenn wir zu viel Routine in unserem Alltag zulassen - gemessen daran halte ich es mal für ein gutes Zeichen, dass mir der Dezember 2013 ziiiemlich lang vorkam diesmal...immer erstmal das Positive sehen!;-)
Bevor wir also das neue Jahr und den neuen Trott betrachten, schauen wir mal zurück.

Vorherrschendes Gefühl für 2014?
Erwartungsvoll. Jahr 1 nach dem uneingetretenen Weltuntergang war schonmal (von kleinen Ausreißern mal abgesehen) ein ruhigeres und zufriedeneres - ein paar Dinge sind aber dann doch noch unentschieden und vage angedacht, man braucht ja auch noch ein wenig Ungewissheit, damit es nicht langweilig wird.

2013 zum ersten Mal getan?
Hmmm...nicht so eindeutig, wie in den letzten Jahren, aber ich entscheide mich, glaube ich, für das Elefanten-Füttern! Nicht ganz so spektakulär, wie die erste Flugreise oder so, aber Elefanten sind super und die Rüssel kitzeln ganz lustig auf der Hand!:-)

2013 nach langer Zeit wieder getan?
Sowas wie einen wirklich geregelten Tagesablauf entwickelt - man glaubt es kaum, aber Routine ist nicht nur schlecht. Regelmäßige Bewegung, regelmäßiges Essen, regelmäßige Arbeitszeiten haben viel Schönes an sich, wenn man gesundheitlich ein wenig Nachholbedarf hat. Ein wenig weniger Arbeiten wäre zwar jetzt noch das Nonplusultra an Zufriedenheit, aber man kann eben nicht alles haben.

2013 leider nicht getan?
Die Bruchstücke veröffentlicht. Das hatte ich eigentlich vor dem berühmten "Weihnachtsgeschäft" machen wollen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt - schon der Beta-Lauf mit meinen tapferen Testlesern hat länger gedauert als geplant und die Grippewelle im November/Dezember hat dann endgültig alle Hoffnungen für 2013 weggeschleimt. Aber was dabei rauskommt, wenn man Veröffentlichungen übers Knie bricht, wissen wir ja alle und eigentlich hetzt uns ja auch niemand, also wozu der Stress?;-)


Die teuerste Anschaffung?
Irgendwie war das nicht das Jahr der spektakulären Anschaffungen, aber ich denke die neue Schrankwand für's Wohnzimmer wird wohl das Rennen machen - die neue XBox freut mich allerdings mehr.;-)

(Un)wort des Jahres?
Puh schwierig...letztes Jahr war hier noch vom Weltuntergang die Rede, aber in diesem Jahr gab es kein so dominantes Thema, das mich so genervt hätte. Ich entscheide mich daher mal für das tolle, neue Unwort Shitstorm - es gibt viele Menschen, die viele dumme Dinge in der Öffentlichkeit verbreiten, aber dieses Phänomen hat sich in meiner Wahrnehmung ausgeweitet zur künstlich aufheizten Aufregung über alles und jedes, dass irgendein theoretisch existierender Mensch in irgendeiner theoretisch existierenden Situation als beleidigend empfinden könnte. Manche Menschen empfinden Toleranz als beleidigend, man kann nicht auf jedes beleidigte gefühl Rücksicht nehmen.

Zugenommen oder abgenommen?
Hmmm minimal zugenommen, zumindest wenn ich meine Klamotten so befrage - ich weigere mich eine Waage zu besitzen - aber noch im Rahmen von Winterspeck und guten Vorsätzen!;-)

Alkoholexzesse?
Keinen einzigen. Ich musste mir zwar ein paar Mal vorbeten lassen, dass meine 3-4Gläser Wein/Bier pro Woche viiieel schlimmer sind, als sich alle paar Monate mal richtig abzuschießen, aber ich kann das nicht so richtig glauben - solange meine Leber und ich gut damit leben können, bleibe ich mal bei der Prämisse, das die Dosis das Gift macht.;-)

Haare länger oder kürzer?
Meine Frisur ist wie ein Gemälde - zeitlos und manchmal etwas restaurationsbedürftig. (unveränderte Übernahme aus den letzten 4 Jahren;-)

Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
Gleichbleibend kurzsichtig.

Mehr Kohle oder weniger?
Ein wenig mehr, aber ausbaufähig.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Ein wenig mehr - aber auch ein wenig gespart immerhin!

Mehr bewegt oder weniger?
Mehr oder weniger ist schwer zu sagen, aber auf jeden Fall regelmäßiger. Ca. 15Minuten Work-Out pro Tag (inklusive Dehnen allerdings) funktioniert momentan besser, als stundenlanges Rumhängen im Fitness-Studio. Sport ist eben einfach nicht mein Ding, also will ich nicht so viel Zeit daran verschwenden, aber als psychologisches Equivalent zu Dingen wie Putzen oder Kochen funktioniert es ganz gut - man muss es nicht mögen, aber man muss es machen!;-)

Film des Jahres?
Ein ganz klarer Gewinner dieses Jahr - Iron Man 3!

Buch des Jahres?
Das muss ich mal aufteilen, weil das Buch mit dem höchsten Score in 2013 ist The Swerve und das ist definitiv nicht was ich als Mainstream-Tauglich bezeichnen würde...;-) Als besten Roman dieses Jahr würde ich vielleicht den ersten Band Hunger Games durchgehen lassen, den ich gerade ausgelesen habe, aber weil ich mir da die finale Rezi aufheben will, bis ich die Triologie komplett habe, entscheide ich mich in der Zwischenzeit für Fragile Things - ein bißchen Gaiman ist nie verkehrt!:-)

Erkenntnis des Jahres?
Planbarkeit ist gut, solange sie mit neuen Erfahrungen durchsetzt ist.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das ist immer so schwierig zu entscheiden...ich gebe mir immer Mühe mit meinen Geschenken und, wie ich gerade erst schrieb, manchmal funktioniert so eine Geschenkidee sogar besser als erwartet, aber ich glaube in diesem Jahr entscheide ich mich mal für das Gemeinschafts-Kunstwerk zum 30. Geburtstag - irgendwas gemeinsam machen, ist schließlich immer ein added-bonus!

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Hmmm...ich habe dieses Jahr viele schöne Dinge geschenkt bekommen, aber wenn ich mich für ein(e Art) Geschenk entscheiden muss, dann würde ich sagen, die diversen Einladungen zum Essen! Essen ist immer gut, aber das eigentliche Geschenk ist ja die Zeit, die man mit netten Menschen verbringt.:-)

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
"Du bist immer schon so furchtbar organisiert" - Kommentar einer Kollegin zur Tatsache, dass ich dieses Jahr tatsächlich schon alle Weihnachtsgeschenke Anfang Dezember zusammen (oder zumindest geplant hatte...ich wahr selber stolz auf mich!;-)

Die größte Enttäuschung?
Den Spitzenplatz müssen sich leider nervige Nachbarn und nervige Ärzte teilen. Es kann ja nur besser werden.^^

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
An meinem 30. Geburtstag nicht Zuhause sein - wenn man schon älter werden muss, dann wenigstens irgendwo, wo's schön ist!:-)

Vorsatz fürs neue Jahr?
Die Winterpfunde wieder loswerden - sollte drin sein, sobald es wieder mehr frisches Gemüse gibt... - und ein wenig mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens haben.

2013 war mit einem Wort?
Routiniert - wo wir gerade dabei sind. Im letzten Jahr hatte ich gehofft, dass mal ein wenig "Ankommen" angesagt sein könnte und so gesehen, kann ich mich ja nicht beschweren.;-)

In diesem Sinne ein hoffentlich glückliches und erfolgreiches Jahr 2014 für uns alle!:-)

30.12.2013

Ein Raclette zum Dessert

Ja, ich weiß, die Feiertage sind fast schon wieder vorbei, aber was wäre denn ein Jahresende ohne dazu passenden Koch-Post?;-)

In diesem Jahr haben wir uns pünktlich zu Weihnachten ein neues Raclette geleistet, daher war die Frage "Was kochen wir nur an Heiligabend??" kein großes Problem - und wie immer hatte Raclette natürlich den Vorteil, dass jeder tun und essen konnte, was immer er/sie wollte.

Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass man zum Jahresende noch irgendwas Neues ausprobieren sollte - wo wäre denn sonst der "Essen bis man umfällt" Feiertags-Spaß??;-)

In diesem Jahr haben wir daher zwei Rezepte für süßes Raclette ausprobiert:

Calvados-Äpfel und Birne mit Vanillecreme

Für beide Rezpte brauchen wir nicht wirklich viel:
3-4 große Äpfel (nicht zu sauer!)
3-4 große Birnen
1 Becher Creme Fraiche
Zucker und Vanille-Zucker
Calvados (wir haben uns da beraten lassen;-)
Schokolade (optional)

Die Äpfel werden in schmale Stücke geschnitten und für 2-3Stunden vor dem Essen in Calvados eingelegt (alle 30Minuten sollte man mal umrühren, es sei denn man möchte die ganze Flasche drüberschütten;-).

Das war schon die komplette Vorarbeit - beim Raclette selbst kommen dann nur noch ein paar Schnitze in das Pfännchen und dann wahlweise mit einer Prise Zucker, 1-2Stückchen Schokolade, oder (laut Rezept) einer Scheibe Käse unter die Oberhitze.
Die Variante mit dem Käse ist bei uns geschmacklich druchgefallen, aber Zucker, Pur und Schokolade waren sehr lecker - man sollte allerdings dem Alkohol ein wenig Zeit geben zu verdampfen, bevor Schoki oder Zucker dazukommen, Calvados ist schon ein wenig dominant im Geschmack ansonsten. Sind die Äpfel dann allerdings gut durchgegart, schmeckt das sehr nach Bratapfel, vor allem mit dem leicht karamelisierten Zucker.:-)

Die Birnen in Creme lassen sich auch hervorragend schon Stunden vorher vorbereiten - einfach das Obst stückeln und mit der Creme Fraiche und Vanille-Zucker nach Geschmack verrühren, schon fertig!
In die Pfännchen kann das dann auch ohne weitere Vorbereitung und muss/soll unter der Oberhitze nur ein wenig anbräunen und karamelisieren.
Sehr lecker! Schmeckt allerdings auch kalt.;-)

Für beide Rezepte ist es natürlich vorteilhaft, wenn man einen zweiten Satz Pfännchen hat, oder sich mitbringend lässt - Vanillecreme mit resten von Käse oder Knoblauchöl ist nicht sooo lecker und wer will schon zwischendurch noch spülen?;-)

Aber ansonsten eine Idee, die ich für die weiteren Festivitäts-Planungen nur empfehlen kann - Silvester ist ja auch noch eine gute Zeit für Raclette!:-)

28.12.2013

How To: Winter-Mobile. Oder: Wenn schon kein Schnee, dann wenigstens Flocken!;-)

Soooo nachdem mein Smartphone in einem Anfall von weihnachtlichem Enthusiasmus diesen Post schon vor 3 Tagen ohne Inhalt veröffentlichen wollte, machen wir das jetzt nochmal richtig und mit Gefühl!;-)

In diesem Jahr - es wird vielleicht schon aufgefallen sein - ist die Weihnachts-Bastelstube nicht ganz so üppig ausgefallen, wie noch 2012. Zum einen liegt das daran, dass ich mir denke, dass niemand soviel Papier-Nippes haben will und zum anderen war in diesem Jahr das Budget für Saturnalien-Geschenke tatsächlich auch etwas größer.;-)
Ein bißchen Do-it-yourself muss aber dann doch sein und da durfte es auch wieder etwas aufwendiger werden - das Ergebnis hat sogar mich überrascht, so überzeugend hatte ich es mir gar nicht vorgestellt!;-)

Für dieses winterliche Mobile habe ich daher erstmal folgende Zutaten zusammengetragen:
 1 großer Ast
(hier eine Spende des Vogelschutzgebietes Langerwehe zu meinem Kirschblütenzweig, was sehr nett ist, da er jetzt quasi dahin zurückgekehrt ist - man soll im Leben eben nie was wegschmeißen!;-)
Transparentpapier in schwarz und weiß
Weißes Geschenkbank (hier aus Papier, weils mal was anderes ist)
Nadel und Faden (weiß)
Wollreste (optional)
Außerdem Teppichmesser, Schere, Tesafilm und eine Häkelnadel

Schritt 1: Folge den Anweisungen
Wie immer steht am Anfang jedes Projektes mindestens ein Anleitungsvideo und diesmal sind es sogar 3 - für die Vögel, für die Flocken und für die Blumen. Befor man mit den Transparentpapier allerdings vernünftig arbeiten kann, sollte man die Quadratischen Grundformen (hier in 20x20, 15x15, 12x12 und 10x10cm Varianten) erst einmal mindestens einen Tag unter ein paar dicken Büchern pressen - Transparentpapier kommt meist in Rollen und sich ständig aufwickelnde Papierstücke sind nervig zu falten.


Wie man sieht, ist der Rabe ein ziemlich einfaches Model, was für das Transparentpapier aber auch notwendig ist, weil es sich nicht gut präzise falten lässt - beim Abmessen und Ausschneiden der quadratischen Grundformen sollte man daher so präzise wie möglich sein (deswegen das Teppichmesser).


Wie man sieht, ist auch das Schnipseln der Schneeflocken nicht umbedingt Dragon-Magic, aber man sollte schon darauf achten (finde ich), dass jede ein individuelles Muster hat - wo wäre sonst der Sinn von Schneeflocken?;-) Die Strahlen die noch vor der Faltkante enden, stehen so nacher hübsch ab, wenn man die Faltkante intakt lässt, ergibt sich ein Kreismuster - damit kann man hervorragend experimentieren und viele verschiedene Abfolgen und Muster erzeugen.
Ich musste die fertigen Flocken danach allerdings nochmal 2 Tage pressen, damit sie wieder schön flach hingen - man sollte sowas also niemals als Last-Minute Idee verwenden wollen!;-) 


Schritt 2: Resteverwertung
Die Häkelblumen sollten von meinem ersten Schal-Experiment noch bekannt sein, aber ich gebe trotzdem nochmal das Video dazu - die rote Wolle vom Monsterschal passte einfach so schön zu den Schwarz-Weißen Grundtönen.:-)




Schritt 3: Improvisieren ist der halbe Spaß
Eigentlich hatte ich geplant noch echte Misteln an die Astzweige zu binden, um dem ganzen einen noch "Baumartigeren" Anstrich zu geben - aaaber es gab keine Misteln, die mir gefielen und außerdem sind die für Haustiere etc. ja auch nicht so gut, also musste als Füllmaterial ganz viel weißes Geschenkband herhalten - Schneeersatz quasi. ;-)
Teilweise habe ich das nur an die Zweige geknotet und zu beiden Seiten abstehen lassen, aber mit dem Rest der Restwollte ließen sich auch noch ein paar hübsche Schleifen legen - einfach Schlaufen von Band übereinander legen und irgendwann in der Mitte zusammenbinden. Es hilft wenn man dabei ein zweites paar Hände hat, aber zur Not geht es auch ohne.;-)


Schritt 4: Zusammenfügen und genießen
Die Aufhängung des Astes an sich war ziemlich einfach (weißes Band an beiden Enden verknotet und mit anderem Kram kaschiert), aber auch essentiell - so ein natürlich gewachsenes Ding hängt niemals gerade, also sollte man sich beim Anbringen der Vögel etc. darauf einstellen.

Die Vögel haben ziemlich große Füße, was beim Befestigen hilfreich ist - ich habe meist einen Streifen Tesafilm benutzt, um Füße und Ast zu umwickeln und danach nochmal mit Geschenkband nachgearbeitet - doppelt genäht hält bekanntlich besser und die ganze Konstruktion ist schon fragil genug.;-)

Apropos fragil, bevor die Schneeflocken mit Nadel und Faden eine Aufhängung erhalten, empfielt es sich sehr (!) die beabsichtigte Stelle mit Tesafilm zu verstärken - einfach von vorne und hinten an einer Ecke gegenkleben und überstehende Ränder mit einer kleinen Schere wieder wegschneiden.

Die Blumen und Schleifen lassen sich aber dann einfach anknoten, also kann man sich nach diesem letzten, etwas frikeligen, Schritt endlich am Endergebnis erfreuen!
Und auch wenn Eigenlob nicht mein Ding ist, ich persönlich finde die Arbeit hat sich gelohnt! :-)

22.12.2013

Frauen die Geschichte machten

Man wird es dem Thema vielleicht nicht anmerken, aber dieser Post ist sowas wie eine kleine Premiere und zwar mein erster Quid-pro-Quo Post, wenn man so will.

Wie man vielleicht weiß, treibt sich mein Mann im Buchhandel herum und wird in dieser Funktion auch schonmal zu Promotion-Events eingeladen, bei denen Verlage ihre neusten Bücher unter das "Fachpublikum" werfen - und alles was man als Gegenleistung zu erbringen hat, ist eine Rezension des Buches online zu stellen. Das war, wie man sich vielleicht schon denken kann, für mich jetzt kein so harter Deal, immerhin mache ich das auch für Bücher, für die ich tatsächlich bezahlen musste.;-)

Also war mein Schatzi so nett mir ein Buch auszusuchen, bei dem er sich ziemlich sicher sein konnte, das mich das interessiert:  Frauen die Geschichte machten ein Begleitbuch mit historischen Essays zur Gleichnamigen ZDF History Doku-Reihe, herausgegeben von Peter Arens und Stefan Brauburger


Wer sich das "line-up" der ausgewählten Frauen ansieht, wird schnell 2 Dinge feststellen:
1. Hier geht es um Basisfakten zu großen Namen der Geschichte, nicht wirklich um die "Heldinnen, von denen man noch nie gehört hat"
und
2. Mit den Ausnahmen Jeanne d'Arc und Sophie Scholl kann man zu jedem einzelnen Namen eine ganze Biographie in meinem Archiv finden.;-)

Auf der einen Seite ist das natürlich etwas schade, aber nun wirklich nichts, wofür die Herausgeber etwas können - mit den berühmtesten Namen beschäftigt man sich eben immer zuerst.
Zu der eigentlichen Dokureihe kann ich allerdings nicht viel sagen - die paar kurzen Ausschnitte aus den Folgen Cleopatra und Luise, die ich beim Zapping mitbekommen habe, sahen mir allerdings ein wenig zu sehr nach "over acted history" aus...

Das Buch ist allerdings sehr nett zusammengestellt - ein wenig wie die Seminarhandbücher, die ich früher zum Lernen gerne verwendet habe, mit kleinen Info-Kasten-Einschüben zu wichtigen Entwicklungen, die am Rande miterklärt werden müssen und vielen, vielen Abbildungen von Originalquellen und Bildmaterial.
Ein Historiker-Minuspunkt sind die fehlenden Endnoten - ich habe bekanntlich was dagegen, wenn man mir nicht sagt, wie man darauf kommt, was man schreibt. Ich schaue es nicht immer nach, aber ich hätte gerne die Möglichkeit!
Andererseits ist das vermutlich eine Historiker-Krankheit und wird niemandem sonst negativ auffallen - die Fakten und Zitate sind allerdings gut recherchiert, soviel weiß ich ja glücklicherweise durch die Bücher, die ich schon gelesen hatte.;-)

Alles in allem würde ich sagen ein nettes Buch für Zwischendurch für alle Fans von starken Frauen und sicherlich 4 von 5 Flugblättern wert!;-)

21.12.2013

Zwerge zum Hochzeitstag. Oder: Der Hobbit Teil 2

Manchmal glaube ich, mein Gedächtnis ist auch nicht mehr das was es mal war - zumindest musste ich den Eintrag zum ersten Hobbit nochmal extra raussuchen, um mich zu erinnern, was ich damals so dachte...;-)
Aber zum Glück hat ja mein Blog ein besseres Erinnerungsvermögen als ich, also sprechen wir auch dieses Jahr kurz vor Weihnachten über Hobbits - oder zumindest über des Hobbit zweiter Teil !

Ich habe es damals schon gesagt und es hat sich bestätigt - für mich fängt in zweiten Filmen der Spaß erst an. Oder, um es wie Judith zu sagen: Zweite Filme fangen in der Scheiße an und enden in der Scheiße!;-)
Dieses Dogma wenn man so will, trifft auf den zweiten Hobbit sicherlich zu - hier gibt es nur noch wenig Elfen und Zauberer Blabla und dieses ewige "ein bißchen hiervon, ein bißchen davon" erzählen aus den Einleitungsfilmen - hier wollen wir von A nach B und viele Viecher, Elfen, Menschen haben was dagegen. Über zu wenig Stringenz in der Story kann man sich also schonmal nicht beschweren.


Da sich die "Prequel-Saga" zu wiederholen scheint, wird man sich aber vermutlich darüber beschweren, dass gerüchteweise (als Tolkien nicht-Leser, muss ich hier mal denen glauben, die sich auskennen;-) wieder mal viel zu viel an der Originalvorlage geändert wurde, um irgendeinen weiblichen Hauptcharakter und auch nur die Spur eines Love-Interests hinzukriegen.

Ich weiß zwar nicht wieviele Interviews Peter Jackson noch geben soll, um zu erklären, dass Filme leider ein paar interessante weibliche Charaktere brauchen, auch wenn Tolkien scheinbar keine schreiben konnte (oder wollte, wer weiß was sein Problem war), aber mir kann das ja eh egal sein - ich mag die Vorlage nicht, also kann jede Änderung theoretisch nur in meinem Sinne sein. Und ein wenig inter-racial harmony ist doch nie verkehrt.;-)

Mir persönlich wäre es zwar lieber gewesen, man hätte in Smaug ein wenig mehr Benedict Cumberbatch und ein wenig weniger "Monster Verzerrer" rausgehört, aber dafür hatte ich ja Stephen Fry als stimmliche Ausgleichsfreude.;-)
Einen kleinen, halben Punkt ziehe ich dann aber doch ab, da leider wieder mal eine Szene mit Elben einfach nicht funktioniert - Legolas Papa ist zwar nicht ganz so fremdschäm gefährded wie Strobo-Galadriel aus HdR I, aber die Mischung aus High&Mighty und dem verrückten Hutmacher, ist mir ein wenig zu gewollt. Vielleicht wenn man Johnny Depp für die Rolle gehabt hätte, dann wäre das wenigstens absichtlich lustig gewesen...;-)

Unter dem Strich bewahrheitet sich also meine Prophezeiung, dass Teil 2 mit 4,5 von 5 Dracheneiern schonmal eine Steigerung zu Teil 1 darstellt - mal sehen ob der dritte Teil mit HdR III mithalten kann. Der Cliffhanger war ja schonmal vielversprechend und bisher gefällt mir auch der Titelsong zu Teil 2 am besten - die Geschichte kann sich also wiederholen!;-)

20.12.2013

Listening to: Raising Steam

Ein kleiner Dämpfer für alle, die sich nach dem letzten Post gedacht haben "Heureka endlich die letzen Pratchetts durchgesprochen, nie wieder Discworld-Hörbücher!"  - es gibt sie noch, die Neuerscheinungen!!;-)

Und dank des treuen Audible-Abos kommen diese Neuerscheinungen auch pronto auf meine Liste und sind dann nach einer Woche Krankenschein auch schon wieder abgenudelt - da müsst ihr jetzt durch.

Wobei ich schon zugeben muss, dass mich Raising Steam (wie immer gelesen von Stephen Briggs) etwas traurig gestimmt hat. Nicht weil das Buch irgendwie melancholisch ist, aber weil hier so unfassbar viele Charaktere und Cameos zusammen kommen, dass man fast schon an eine Farewell-Revue glauben könnte.

Sollte dem denn aber so sein, bin ich zumindest zufrieden damit, dass meine Lieblingscharaktere Sam Vimes und Moist von Lipwick nochmal richtig gut Action abbekommen! Man hat sich ja fast schon resigniert damit abgefunden, dass es zu den "großen Highlights" wie Nightwatch, Thud oder Going Postal nicht mehr kommen wird, aber auch wenn die "Erzähldichte" von Raising Steam sich sicher nicht mit Nightwatch vergleichen wollen sollte, ist bei der Figurenparade doch ein sehr brauchbares Discworld-Buch herausgekommen.
Für Menschen wie mich, die gerne Szenen nach dem Abspann sehen, oder auch Deleted Scenes zu schätzen wissen, sind solche kleinen "Gastauftritte" - angefangen bei wichtigen Figuren wie Lu Tze, Ridcully oder Harry King, bis hin zu Randerscheinungen wie Mr. Simnel aus Reaper Man, Charlie aus The Thruth oder Mr. Goatberger aus Maskerade - natürlich vor allem Fan-Service. Aber auch den kann man gut - heißt logisch und "natürlich" - in eine Geschichte einbauen, oder eben auch schlecht-gezwungen und hier sprechen wir eindeutig vom best-case-scenario!;-)

Außerdem gibt es Verfolgungsjagdten, dunkle Intrigen, den ersten Troll-Anwalt der Geschichte und einen Kampf auf einem fahrenden Zug...was will man mehr??;-)

Mir persönlich hätte die Handlung an manchen Stellen ein wenig straffer und dynamischer in Fhart kommen dürfen, daher ziehe ich ein kleines Pünktchen ab und bleibe bei überzeugten 4 von 5 Kohleschaufeln.

18.12.2013

Pacific Rim

Tjaja Advent Adenvent, hat sich was mit jahresendlicher Gemütlichkeit - erst bricht überall Stress aus, weil alles und jedes noch vor "Jahresende", also vor dem 21.12. erledigt werden soll und dann wie jedes Jahr plötzlich aufzufallen scheint, dass damit der Dezember mal eben 1,5Wochen kürzer ist als jeder andere Monat - außer vielleicht Februar der alte Hybrid;-) - und dann bricht überall die Grippewelle aus und schon ist der Dezember 2,5 Wochen kürzer als jeder andere Monat.
So kann es gehen und geht es mit erstaunlicher bis deprimierender Regelmäßigkeit, trotz aller guten Vorsätze es dieses Jahr aber mal anders zu regeln.

Was also übrig bleibt ist ein ziemlicher Blog-Backlog, aber zum Glück ended das Blog-Jahr ja nicht schon am Freitag Nachmittag, also habe ich die besten Hoffnungen, dass das noch was wird "in diesem Jahr".;-)
Zwei Filme, ein Buch, ein Hörbuch und hoffentlich noch einen How To Post habe ich definitiv noch in petto, daher fange ich mal in der Reihenfolge der Veröffentlichung an mit: Pacific Rim


Dieser Film war für mich ein kleines Mysterium in dem Sinne, dass ich nach dem Trailer irgendwie gar keine Lust hatte dafür ins Kino zu gehen - und das ist mysteriös deswegen, weil eiiigentlich ja Filme mit Monstern und Explosionen schon so in mein Jagdtschema passen.;-)
Vielleicht waren es tatsächlich die Roboter, die mich abgeschreckt haben, denn von den unsäglich furchtbaren Transformers Fortsetzungen hat sich mein Hirn noch nicht wirklich erholt...

Im Nachhinein muss ich aber sagen: Es wäre besser gewesen, den Film im Kino zu sehen.
Handlung, Charaktere, Dialoge und Darsteller bringen es nämlich leider nur so lauwarm (nichtmal die  Science-Nerds fand ich wirklich witzig und das will ja wohl was heißen...;-) und wenn dann auch noch die Effekte nicht wirklich großartig rüberkommen, bleibt nicht wirklich viel, an dem man sich erfreuen kann.

Ich nenne das mal den "2012-Effekt" - den mochte ich auch im Kino, wenn man sich erinnert, aber nach dem Nochmal-Sehen im Fernsehen kann ich mir nicht wirklich erklären wieso eigentlich, also muss es wohl der Kino-Leinwand-Faktor gewesen sein.;-) - und vergebe rein subjektive 2 von 5 Rakentenwerfer für Popcorn Kino, dass man ohne Kino-Leinwand aber nicht wirklich gesehen haben muss.

03.12.2013

Advent-Basteln 2013

Advent Advent und so weiter...
Ja, ich gebe es zu, auch als anti-Christ darf man auf Adventkranz und Weihnachtsbeleuchtung stehen!;-) Ich möchte aber betonen, dass hier entgegen jeglicher Weihnachts-Propaganda eigentlich nur ein tief menschliches Bedüfniss befriedigt wird, in der dunkelsten Zeit des Jahres ein wenig Licht ins Grau zu tragen - und wann hätte ich mich solchen Bedürfnissen je entgegen gestellt??;-)

Also habe ich mir dieses Jahr den 1. Advent quasi rot im Kalender angestrichen, um nicht schon wieder am Samstag Nachmittag vorher eine Deko-Idee übers Knie brechen zu müssen. Und da an eben jenem Samstag vorher auch noch besuch angekündigt war, habe ich außerdem schonmal die winterlichen Origamipapiere (gesponsort by Aldi;-) rausgekramt - Schenken ist schließlich auch ein menschliches Grundbedürfnis (bei mir zumindest)!

 Für ein paar einfache Mitbringsel oder Gastgeschenke im weihnachtlichen Winterlook braucht man also eigentlich nicht viel mehr als schönes Papier, einen Locher, Geschenkband und ein paar schwere Bücher.

Dann halte man sich an dieses Video hier:


Nach dem zusammenstecken sollten die Sternchen ein paar Tage (ich würde schätzen wenigstens 2, besser mehr) in einem Buch oder Mappe gepresst werden, damit sie nicht wieder auseinander fallen.
Sobald der gewünschte Plättungsgrad dann erreicht ist, einfach mit dem Locher ein Loch in eine Ecke stanzen, Geschenkband durchziehen, schon hat man einfach und hübsch einen Stern fürs Fenster, Auto, Bücherregal oder whatever hergestellt! :-)


Und nun noch der Adventkranz....leider hinke ich wieder mal dem Trend hinterher: Letztes Jahr, als ich weder Geld noch Zeit hatte mich um neue Deko zu kümmern, wurde man mit schwarz-weißer Baum- und Krankdeko geradezu totgeschmissen, aber dieses Jahr? Fehlanzeige!
Ich wollte aber trotzdem meinen schwarz-weißen Kranz, also musste ich dann doch wieder etwas improvisieren (wäre ja auch langweilig sonst...;-):

Für dieses hübsche Dingsi habe ich eingekauft:
Einen Mix-Kranz aus Tannen, Misteln, Buchsbaum und anderem Immergrün
Ein Netz schwarze Kieselsteine als Mittelstück - normalerweise würde ich hier Kunstschnee, Blütenblätter, Glitzerkugeln oder sowas nehmen, aber das gab's alles nicht in schwarz. Steine und Tannengrün geben aber einen hübschen Natur-Look
Weihnachtskugeln - 6x klein schwarz, 4x mittel schwarz& 2x groß weiß
Ein Bund Steck-Kugeln in weißlich-silber (ganz weiß gab's nicht...)
Eine Spule schwarzen Basteldraht
Kerzenhalter in Silber
Weiße Stumpenkerzen

Mit dem Basteldraht lassen sich die Kugeln gut im Krankz feststecken - wie bei Haarnadeln, die kann man vermutlich auch nehmen!;-) - und wenn dann ersmal alles gesteckt ist und die Kiesel die Mitte ausfüllen, braucht es eigentlich gar nicht mehr viel mehr.
Ich hatte zwar noch weißes Dekoband gekauft, aber irgendwie gefiel mir die Zusammenstellung nur aus Natur und Kugeln schon so gut, dass ich das gar nicht mehr gebraucht habe.




Jetzt kann der Advent also fröhlich weitergehen!:-)



25.11.2013

Josephine - Schon wieder ;-)

Ja ich weiß, ich hatte gerade erst eine Biographie zu diesem Leben vorgestellt, aber manchmal lohnt es sich eben, sich einem historischen Thema von verschiedenen Seiten zu nähern - außerdem wollte ich eine "zweite Meinung" zu meiner Feststellung einholen, dass die Romanumsetzung wohl ziemlich sentimentalisiert ist...;-)

Also habe ich beschlossen noch einmal ein Buch zum Thema heranzuziehen und habe mir aus den verfügbaren außerdem eines ausgesucht, dass einen Autoren vorweisen kann - ich bin zwar kein großer Freund der Gender Studies, aber ich denke manchmal stimmt es eben doch, dass Perspektive und Interpretation (die bekanntermaßen 80% der Darstellungen historischer Fakten ausmachen) von der eignen Position abhängen. Und Männer wie Frauen können nun einmal manchmal sehr verschiedene Positionen einnehmen, egal ob das nun an Erziehung, Veranlagung oder sonstwas liegt.;-)

Im direkten Vergleich muss ich allerdings sagen, würde ich das Buch von Carolly Erickson diesem hier vorziehen: Josephine geschrieben von Franz Herre


Zwar vermittelt das Buch von Franz Herre einen wissenschaftlicheren Eindruck, weil es sich die "novellisitischen" Passagen verkneift, die Ms Erickson so mag - aber leider wird dieser Eindruck (zumindest in meinem persönlichen Verständnis) durch die völlige Abwesenheit jeglicher Quellenbelege wieder zunichte gemacht.
Wenn ich also schon ein Buch lesen will, dass sich nicht mit Nachweisbarkeit belastet, kann ich auch das amüsanter geschriebene nehmen!;-)

Am Ende gibt uns der Autor aber zumindest eine Bibliographie an die Hand, deren zumeist französische Titel ich aber mit meinem Feld, Wald und Urlaubsfranzösisch wohl kaum heranziehen werde - und Nachweisbarkeit sieht auch anders aus, dass man eine Bibliographie erstellen kann, heißt immerhin noch lange nicht, dass man den ganzen Kram auch gelesen hat, wie jeder Student wohl wissen dürfte!

Insgesamt muss ich also festhalten, dass mein Wunsch nach Fußnoten elementar enttäuscht wurde - andererseits sind sich beide Autoren in ihren Basisfakten ziemlich einig, also muss ich wohl oder übel festhalten, dass mir die Romanbiogrpahie zwar gut gefällt, aber reine historische Fiktion ist...wieder eine Illusion weniger!;-)

Für das Buch an sich vergebe ich mal 3 von 5 Zuckerrohre - wer eine nicht zu lange Biographie lesen will und sich nicht an den fehlenden Belegen stört, ist hier sicher richtig.

22.11.2013

- o + Teil 52


Braucht die Woche noch wer, oder kann die weg?
Gerade bei einem Facebook Kontakt gelesen und schon für den Blog geklaut, weil es manchmal einfach stimmt!;-) Thank God(s), it's Friday, würde auch gut gehen.

Befor aber nun das wohlverdiente Wochenend-Koma eintritt, noch eine kurze Befindlichkeitsstudie aus der Mittagspause! Aus Energie- und Zeitgründen mal wieder gesponsort vom Freitags-Füller!:-)

1.  Um sicherzugehen das ich auch sicher nicht vergesse dieses Jahr meinen Adventkranz-Plan umzusetzen, habe ich mir dieses Jahr eine Erinnerung ins Handy geschrieben - immerhin gab es die letzten 2 oder 3 Jahre immer nur Last-Minute-Improvisationen aus dem "Ups morgen schon Advent??" Wahn...das darf dieses Jahr gerne wieder kreativer werden!!! ;-)

2.  Zu Risiken und Nebenwirkungen, lesen Sie auf der Rückseite, oder fragen Sie Ihren Apotheker, aber besser vielleicht nicht Ihren Arzt, der hat eventuell keine Zeit, keine Ahnung oder keinen Plan! Die selbstverordnete Magnesium-Kur zeigt erste positive Effekte, demnächst muss die nächste Monatspackung her - hätte mir irgendein Arzt in 10 Jahren mal sagen können, dass man das als Schilddrüsenpatient besser vorsorglich mal nehmen sollte, wären mir vielleicht etliche muskuläre Entzündungen und Probleme erspart geblieben.

3.  Es ist nie zu spät... für so ziemlich alles, oder? Je mehr Neues wir immer wieder erleben, desto länger fühlt sich Zeit an, stand diese Woche noch bei spiegel.de - wenn wir also das Gefühl haben, dass uns Zeit einfach so durch die Finger rieselt, sollte man einfach mal die Routine durchbrechen! Eine Sprache lernen, ein Instrument kaufen, sich einen Hund anschaffen, einen Kochkurs belegen, ein Buch schreiben, in die Karibik segeln - die Welt ist groß und bunt und das Leben zu lang für Stillstand! :-)

4.  Unser Video der Woche ist heute ein winterliches Bild, geklaut vom Facebook-Channel von George Takei - ich bin ja überhaupt kein Star-Trek-Fan, aber der ist einfach witzig, der Mensch.

5. Adventskalender habe ich früher eigentlich jedes Jahr mindestens einen selber gebastelt - ein Weihnachtsgeschenk, das einen ganzen Monat hält, quasi. Inzwischen bin ich schon lange nicht mehr dazu gekommen, aber eigentlich ist die Idee zu gut, um sie nicht irgendwann mal wieder aufzugreifen...Wenn man dem "Ups schon wieder Dezember??" Momentum mal entgegen wirken will!;-)

6.  Ich weiß, dass viele Dinge gegen Weihnachten, gezwungene Fröhlickeit, Konsumstress und Menschenmassen sprechen, aber irgendwie freue ich mich trotzdem auf die Weihnachtsbeleuchtung... Ein wenig Licht im Dukel und Grau,  ist eine feine Sache.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meine selbstgemachten Hamburger zum Abendessen (selbstgemacht ist immer besser!;-), morgen habe ich geplant mich mal wieder meinem Fächer-Tai-Chi zu widmen und Sonntag möchte ich vor allem ganz! viel! Schlafen!:-)

In diesem Sinne ein wunderschönes Wochenende!

19.11.2013

Listening to: A Short History of Nearly Everything

Es sind ja schon viele Artikel, Blogeinträge und vermutlich sogar Bücher darüber schrieben worden, wie man einen guten ersten Satz schreibt - ich meine mich zu erinnern, das hier auch schonmal angerissen zu haben.;-)

Was aber in vielen dieser Fälle außer Acht bleibt, ist: Heutzutage ist der erste Satz eines Buches nur in extrem seltenen Fällen der Einstieg ins Buch!
Gerade eben habe ich mir noch den Kopf zerbrochen über die Widmung der (B)ruchstücke - damit fängt es an, aber nichtmal das ist manchmal die erste Zeile, auf die das Auge fällt.
Innerer Klappentext, "Über das Buch" oder auch Einleitung, "Vorwort des Autors" oder was auch immer, steht manchmal zwischen uns und dem (eventuell) nach allen Regeln der Kunst und Wissenschaft gesetzen berühmten "ersten Satz".

Warum mir das jetzt einfällt? Weil ich finde, dass Einleitungen im Allgemeinen und Einstiegen in "halbwissenschaftliche" Bücher im Besonderen zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird.:-)
Hier kann man schon ganz viel falsch machen, bevor der Leser überhaupt über unseren wohlausgefeilten Textbeginn stolpert.

Und um das zu demonstrieren, hier ein Buch, dass das hervorragend gut macht:
A Short History of Nearly Everything geschrieben von Bill Bryson und im Hörbuch gelesen von Richard Matthews
"Welcome! So glad you could make it."
Ein Einleitungssatz wie er schöner nicht sein kann - so einfach, dass er in Buchform schon wieder überraschend ist!;-)
Aus dieser "Hi, setz' dich doch!" Phrase heraus beschäftigt sich die Einleitung dann damit, wie unwahrscheinlich im universellen Zusammenhang es eigentlich ist, dass ich (der Leser) und dieses Buch an diesem Ort zusammen kommen - viele hundert Millionen Jahre Partikelwanderung mussten dazu genau so und nicht anders verlaufen.

Eigentlich beschäftigt sich dieses Buch also nicht mit "nearly everything", sondern eigentlich mit einem ganz speziellen Ding: Die Geschichte der Weltwarhnehmung und wie wir unsere Existenz verstehen lernen. Das an sich klingt weniger snappy und wenn man mit der Urknalltheorie anfängt und Partikelbewegungen im Weltraum und und und, dann kann man auch argumentieren, dass man dem "fast allem" sehr nahe kommt - immerhin bestehen wir alle aus Weltraumstaub, ob uns das nun gefällt oder nicht.

Ich bin keine große Leuchte was Naturwissenschaft angeht, aber zum Glück ist das der Autor auch nicht - also bewegen sich die Erklärungen auf einem Niveau, das auch ich entspannt verstehen kann und wer sich aus wissenschaftlichem Purismus über die eine oder andere Methapher oder Vereinfachung aufregen will, soll das gerne tun, aber nicht hier!;-)
Ansonsten liefert A Short History of Nearly Everything viele lusitge, bizarre, interessante, traurige wissenschaftshistorische Annekdoten - und einer guten Annekdotensammlung konnte ich ja noch nie widerstehen...

Die Leseleistung von Richard Mathews ist auch nicht zu bemängeln - die neuere Fassung liest tatsächlich der Autor, das wäre auch interessant gewesen, aber einen schönen britischen Aktzent kann man immer brauchen!;-)

Für Buch und Hörbuch ziehe ich also nur ein kleines, winziges Pünktchen ab, weil mir die späteren Kapitel etwas repetetiv Betonen wiiieeee glücklich wir doch über unsere Existenz sein können - prinzipiell sehe ich das wohl auch so, aber mir braucht man das deswegen auch nicht einbleuen.
Bleiben untem Strich 4,5 von 5 Saurierknochen für sehr erhellendes Sciencetainment!:-)

15.11.2013

The Swan Thieves

Ich bin sicherlich meist der Erste es zuzugeben: Ich und Kunst sind meistens nicht besonders lange zusammen glücklicht...
Sicherlich macht Farben manschen Spaß und mit der richtigen Begleitung kann ich mich auch zu einem Museumsbesuch hinreißen lassen, aber ich habe kein Problem damit zuzugeben, dass mir künstlerisches Talent und Verständnis völlig abgeht - ich kann vieles Andere, aber das wird dieses Leben nix mehr!;-)

Als ich also den Klappentext von Elisabeth Kostovas The Swan Thieves zu lesen bekam, war ich zuerst mal skeptisch:
Psychiatrist Andrew Marlowe has a perfectly ordered life - solitary, perhaps, but full of devotion to his profession and the painting hobby he loves. This order is destroyed when renowned painter Robert Oliver attacks a canvas in the National Gallery of Art and becomes his patient. Desperate to understand the secret that torments this genius, Marlowe embarks on a journey that leads him into the lives of the women closest to Oliver and a tragedy at the heart of French Impressionism.
Ganz viel emotionale Studie von Kunst und Künstlern? Au weiah...

Aber ich mochte, wie man sich vielleicht erinnert, die Dracula Fan-Fiction aus derselben Feder doch sehr gerne, also wollte ich "dem Neuen" mal eine Chance geben.
Kurzfazit? Hat sich gelohnt, aber Darcula ist es nicht (da ging es ja auch um Bibliotheken und Historiker, der musste mir ja besser gefallen;-).



Trotzdem mochte ich das Buch im Großen und Ganzen, auch wenn man sich damit abfinden muss, dass hier außer ganz viel Einsicht in "kreatives Arbeiten" und die Psychologie der Protagnoisten nicht viel passiert. Ich glaube die aktive Handlung lässt sich mit dem Klappentext schon fast erschöpfend behandeln.
Aber auch ohne viel von Kunst zu verstehen, konnte ich viel Verständnis für die Figuren aufbringen, wenn sie damit kämpfen in ihrem "normalen" Leben noch Zeit und Energie für ihre kreativen Leben zu finden und dass man sich in sowas auch schonmal verrennen kann...:-)

Was mir nicht so gefiel:
Die Autorin kann scheinbar nur Ich-Erzähler - das ist an sich nicht grundsätzlich ablehnenswert, aber nimmt dem ganzen Plot doch ein wenig die Dynamik. Zwar vermeidet sie die etwas absurden Erzählsituationen aus dem Historian (Wie mir mein Vater erzählte, wie er in den Briefen seines Mentors las, wie dessen Onkel im erzählte, was er in einem Buch gelesen hatte...;-) aber die Erzählweisen der einzelnen Figuren unterscheiden sich zu wenig und die Situationen "Warum ich das jetzt so erzählen muss" wirken oft ein wenig konstruiert, dass es mich wirklich wundert, warum man daran festgehalten hat.
Außerdem war mir der Haupterzähler mitunter ein wenig zu notgeil - sorry für dieses unfeine Wort, aber für einen Psychologen beschäftigt er sich meiner Meinung nach ein wenig zu viel mit seiner eigenen alternden Einsamkeit, nur um dann in ziemlich halbherzige Gewissensbisse auszubrechen, weil er eine Beziehung mit der Ex seines Patienten anfängt... Es mag ja von mir aus die große Liebe sein, aber Proffesional sieht anders aus!;-)

Bleiben wir also bei "Gute Idee, hätte ein wenig spannender und die Charaktere etwas abwechslungsreicher sein dürfen" und vergeben gut gemeinte 3,5 von 5 Farbpaletten. Für das nächste Buch sollte die Autorin aber mal eine andere Erzählperspektive entdecken - es gibt ein Leben nach dem Ich-Erzähler!!;-)

11.11.2013

How To: Mission Monsterschal

Ich habe es angekündigt und ich habe es wahr gemacht: Es wird wieder wollig!;-)
Und das gleich in monströsen Ausmaßen, denn mein Plan war für diesen Winter nicht nur einen Schal zu haben, der lang oder warm oder fluffig ist (hab' ich alles schon), sondern nichts weniger als alles gleichzeitig!
Also musste ich erstmal massiv dicke Wolle einkaufen - in diesem Fall die weinrote (ja ist weinrot, auch wenns auf den Fotos eher pink aussieht...das Grauen!;-) "Boston" Wolle von Schachenmayer - Knäuelpreis um die 3€ beim Ebayhändler des Vertrauens. Ich habe mit 5 Knäueln angefangen, bin aber bei 9 (!!) gelandet  am Ende (vermutlich hättens aber 7 auch getan...;-), so ganz billig war das Spaß also nicht. Aber hey, wenn ich im Laden so ein Schalmonster kaufen wöllte, würde mich das auch locker 30€ kosten und wäre vermutlich auch noch von Kindern gemacht - ist also immer alles eine Frage der Perspektive!

Schritt 1: Das Muster
So ein 2,5m langes Schaldingsi einfach nur im Block runterzuhäkeln kam mir etwas massiv vor, also war mein eigentlicher Plan das folgende (recht simple) Muster alle 15 Reihen dazwischen zu schieben. Leiiider bin ich entweder noch zu sehr Anfänger oooder das Muster ist für Wiederholungen nicht gedacht, denn so nach 3Knäueln musste feststellen, dass das krumm und schief aussieht, was sich potentiell nur verschlimmert je länger das so weitergeht...
Also Kommando zurück (Aufriffeln macht irgendwie Spaß, aber die ganze Arbeit umsonst *sft*;-) und anderer Plan - statt die großen Kulleraugen in mehreren Reihen übereinander zu setzen, habe ich einfach alle 5 Reihe nur eine Lochreihe gesetzt - dazu einfach die Anleitung nur bis Reihe 2 verfolgen und danach wieder normal weitermachen.

Ein wenig Maschenzählerei tut allerdings Not, denn aus irgendeinem Grund bin ich nach den Löchern immer bei 21 statt meinen 20 Maschen rausgekommen...auf über 2 Metern konnte ich nicht rausfinden wieso!!;-)
Wenn man's aber früh genug merkt, ist das ja nicht weiter tragisch, einfach in der nächsten Reihe eine Masche überspringen, schon kommt's wieder hin und das Mini-Löchlein sieht man ancher nicht mehr.

Schritt 2: Gedult
Zweieinhalb Meter Schal brauchen Gedult, da kann man nichts dran ändern - wer nicht aus repetetive Abläufe steht (Häklen, Reihen zählen, Häkeln, Maschen zählen, Häkeln), sollte das vielleicht eher lassen...
Ich habe Anfang September angefangen und immerhin bis Ende Oktober gebraucht (wobei ich lange nicht jeden Tag irgendwas gemacht habe), das ist schon mit ein wenig Vorausplanung verbunden. Allerdings ist das Muster so simpel, dass man dabei gut auch Fernsehen oder Hörbuch hören kann, das macht es ein wenig besser.;-)

Schritt 3: Borte, Borte, Borte
Wer schonmal irgendwas gesehen hat, das ich genäht habe, sollte wissen: Mit Borte wird alles besser!;-)
Also waren die letzten 2,5 Knäuel Wolle (nach Augenmaß geschätzt) auch gedacht, um noch einen kleinen Luftmaschenkranz umzuhäkeln. Das sollte die Optik noch ein wenig auflockern und außerdem den "Fluffigkeitsfaktor" erhöhen - funktioniert!;-)
Allerdings ist mein Augenmaß etwas schlecht, also hat er statt zu einer Lochmusterreihe sogar zu 2 gereicht - was ja aber nicht schlimm ist, wir tun einfach so, als wäre das von Anfang an so geplant gewesen!!;-)



Tja und fertig ist das Schalmonster - und ich kann sagen: Ja es ist laaang und waaarm und auch ein wenig flauschig, obwohl das ausgesehnte Bad in Omas Perwoll-Weichspüler einiges zu beigetragen hat (kleiner Tipp am Rande!;-) dass die Wolle jetzt auch kein kleines bißchen mehr kratzt.
Waschen sollte man die Boston Wolle aber scheinbar zuerstmal nur mit schwarzer Wäsche - zumindest beim ersten Waschgang war das Wasser doch erstaunlich rot...Aber wie immer kann man wohl nicht alles haben!



Und nun? Ich denke Vorweihnachtszeit ist wohl eher Origamizeit, aber für das nächste Frühjahr habe ich schon ein paar nette Alltagstaugliche Ideen!:-)



07.11.2013

Listening to: Sourcery & Small Gods

Man mag es glauben, oder auch nicht, aber mit den über den Sommer angesammelten Guthaben aus meinem Audible Konto konnte ich tatsächlich nur noch 2 Pratchett Hörbücher kaufen - alle anderen besitze ich schon und die allermeisten dürfte ich hier auch schon besprochen haben.
In Zukunft muss ich mir also was anderes einfallen lassen, um meine Hörbuch Wunschliste aufzufüllen!;-) 
Bis dahin aber noch kurz Small Gods und Sourcery beide geschrieben von Terry Pratchett, beide gelesen von Nigel Planer.

Über die Vorzüge von Nigel Planer als Hörbuchsprecher brauchen wir nicht schon wieder sprechen, aber was beide Bücher außerdem noch gemeinsam haben: Ich habe beide noch nicht als Literatur konsumiert, also war das auch mal eine neue Erfahrung.;-)
Allerdings existiert zu Small Gods ein durchaus hörenswertes BBC Hörspiel, sollte das irgendwo im deutschen Internet mal zu bekommen sein...

Was die Bücher an sich angeht, ist Small Gods wohl außerdem das literarisch wertvollere - so sehr ich Rincewind und die UU mag, aber nach der "Umstrukturierung" der Fakultät durch diese kleine Zaubereirevolution werden die Bücher um die Magiergilde doch irgendwie stringenter und im Vergleich zu den Vorgängern der Reihe fehlen einfach Zweiblum und Cohen, um eine lustige Geschichte daraus zu machen.
An den kleinen Göttern der Scheibenwelt kann man aber durchaus seinen Spaß haben - egal welcher Konfession oder Überzeugung man im wahren Leben so angehört, solange man damit leben kann, dass institutionalisierte Religion an sich und Inqusition im speziellen hier (zu Recht ^^) nicht so gut wegkommen.

Für die vergleichendeTheologie mit Schildkröte vergebe ich daher überzeugte 3,5 von 5 Weihrauchfässchen, der Mage-War muss leider mit 2,5 zufrieden sein.

Als nächstes gibt's wohl wieder ein wenig Non-Fiction - es muss schließlich vorrübergehend ein Leben nach Pratchett geben (der neue Discworld Roman kommt aber schon nächste Woche...;-).

04.11.2013

Im diagonalen Raum. Oder: IKEA für Fortgeschrittene!;-)

Tja, ich habe es schon festgestellt: Es ist Herbst, die Winterzeit ist zurück und was bedeutet das unterm Strich? Dass ich leider zu keiner Tageszeit Zuhause bin, an der man noch Chancen auf Sonnenlicht im Wohnzimmer hat - also habe ich es jetzt offiziell aufgegeben auf Tageslicht zu warten, um unsere neue Wohnzimmeranordnung zu fotografieren!;-) Mit ein wenig Nachbearbeitung kann man hoffentlich auch so erkennen, dass sich die IKEA-Gutschein-Sammlung zum Geburtstag schonmal gelohnt hat - auch wenn man in unserem Wohnzimmer etwas unter erschwerten Bedingungen arbeiten muss. Nur um das nochmal kurz ins Gedächtnis zu rufen: Unser Wohnzimmer hat leider nicht nur eine runde Ecke (Eckhaus), sondern durch die lobenswerte Abschaffung des Durchgangszimmers und Ausbau des Flurs auch eine diagonale Wand...
Hier nochmal die Bilder vom Vorher-Zustand!
Diese Kombination macht das Positionieren von großen Möbeln etwas schwierig und leider hat man grade im Wohnzimmer traditionell recht viele große Möbel (wenigstens ist das Schlafzimmer rechteckig...;-).

Zum Glück ist Technik aber eben auch manchmal zu was nutze, also konnten wir ausdauernd erstmal am Sweet Home 3D Simulator puzzeln, bevor wir uns für eine Variante entscheiden mussten - die genauen Daten der Räume erstmal in so ein Tool einzugeben ist zwar etwas frickelig und runde Ecken lassen sich damit auch nur bedingt darstellen, aber wenn man seine Räume erstmal angelegt hat, kann man damit jahrelang Möbel in und her schieben.
Ziel der Umräumaktion war wir immer mehr Stauraum, bei gleichzeitig größeren Raumflächen - ein Konzept, dass jeden Raum eigentlich nur besser machen kann!;-)


Also mussten erstmal die halbhohen und nicht-ganz-hohen Schränke unserer Schrankwand entweder weichen oder aufgestockt werden - man bemerke die Mini-Tür für den Vitrinen-Aufsatz!;-)
Damit hat unsere Bücherwand jetzt die wunderschönen Maße von 2,4x4,2m und man könnte fast meinen, dass wir wenig Bücher besitzen, so leer wie das plötzlich aussieht, oder?




Noch wichtiger ist aber das neue TV-Möbel, dass gleich mehrere nette Vorteile hat:
Es hat mehr Stauraum als der alte Tisch
Es bricht nicht fast zusammen
Es ist leichter sauber zu halten (Elektrogeräten ziehen so! viel! Staub an...)
Unsere Stereoanlage hat jetzt neben dem Fernseher Platz, weswegen unser TV-Sound jetzt aus den Boxen kommt (eine wesentliche Verbesserung)
Die diagonale Wand ist jetzt auf voller Länge gut genutzt - die runde Ecke ist damit zwar jetzt etwas vollgestopft, aber was soll man mit runden Ecken sonst anfangen?;-)

Dazu noch kurz das Sofa an der Wand, statt in den Raum ausgerichtet und schon haben wir gefühlt viel mehr Platz im Zimmer und trotzdem unseren Stauraum für alles mögliche fast verdoppelt - es lebe die Einrichtungssoftware....und IKEA natürlich!;-)


01.11.2013

Halloween Improvisationen. Oder: Vampire, Präsidenten und 3 Hexen für Charlie ;-)

*gääähhhhn*
Man glaubt es kaum, aber ich hatte tatsächlich vergessen (oder verdrängt?), dass wenn man erst um 4Uhr morgens in Bett kommt, der nächste Tag eigentlich völlig im Arsch ist...bis ich ausgeschlafen habe, ist die Sonne schon wieder weg!;-)
Naja andererseits ist ja nur einmal im Jahr Halloween, da kann man sich das schonmal erlauben - und eiiigentlich hatten wir ja auch nur einen ganz braven Horrorfilmabend geplant, mit gesundem Essen und wenig bis gar keinem Alkohol (und das zumindest haben wir auch durchgehalten!). Man muss sich ja an die Halloween Feierei auch erst wieder gewöhnen, die letzte Party war immerhin 2010...;-)

Aaaber wie das immer so ist, die Versuchung wenigstens dieses eine Mal im Jahr mal Kostüme zu tragen (von Karneval will ich nichts hören^^), war dann am Ende doch stärker.
Also wurde am Vortag des "Events" noch spontan beschlossen, dass jetzt also doch Kostüme und das stellte sich die Frage: Und was nun?
Natürlich hätte ich einfach irgendwas aus den Vorjahren reaktivieren können, aber das ist ja nun irgendwie lahm, oder?
Zombie-Braut, -Ballkönigin, -Prinzessin oder oder oder kann man mit meinem Theaterfundus und ein wenig Make-Up auch relativ leicht machen, aber leider habe ich bedenken bei Kostümideen mit zuviel Kunstblut & Gekröse - in vielen meiner Kleider steckt sehr viel Herzblut und Arbeit (und nicht zuletzt Geld), da kann ich mich nicht wirklich zum Carrie-Look durchringen, weil ich befüchte, dass den "leicht auszuwaschen" Schildchen auf den Packungen evt. nicht zu trauen ist...;-)

Also wurde aus einem schwarzen Abendkleid (gekauft für Dear Octopus), einem Fransenüberwurf, schwarzer Haarcolloration, rotem Gel-Nagellack und jeder Menge Make-Up und Silberschmuck dieses Jahr in einem Nachmittag mein Versuch einer Morticia Adams - auch wenn meine Schink-Helfer viel Arbeit mit der "Modellierung" dieses Make-Ups hatten. Ich bin leider nur im Geschminkt-Werden wirklich gut...;-)

Aber ich denke das Ergebnis war schon ok, gemessen an Zeit und verfügbaren Ressouren - für die Anne Boleyn von 2010 habe ich immerhin 6 Monate Vorlauf gebraucht und hier waren es grade mal 5 Stunden!:-)

Dekoration und Dessert in einem kam dazu von M. - ich mag ja keine Spinnen, aber die fand sogar ich lecker...und die Vampirpflaumen erst!:-)


Als abendliches Entertainment gab es dann noch Action-Splatter in Form von Abraham Lincoln - Vampire Hunter. Ein Film, der für den Anlass hervorragend geeignet war, auch wenn er weit weniger lustig-trashig gedacht ist, als Hänsel & Gretel. Wer also lustiges Schnetzeln erwartet, sollte vielleicht besser zu diesem Filmchen greifen, Abe Lincoln ist eher von der gesetzteren Präsidenten-Sorte, denkt über Familienwerte, Sklaverei und Patriotismus nach und läd wenig zu One-Liniern oder witziger Schlagfertigkeit ein -  ein wenig schade ist das schon, aber die Action stimmt!;-)
Alles in allem muss ich also sagen unsere spontane Kostümaktion ist mindestens 5 von 5 Kürbissen wert und der Film kriegt auch solide 3,5 von 5 Sonnenbrillen! Was will man also mehr?

Ein paar mehr Fotos zum Abend gibt es übrigens hier.

30.10.2013

Expertentum zum Selbermachen

Es ist schon fast ein wenig ironisch, aber während man sich hinten überm Großen Teich fleißig die Köpfe darüber einschlägt, ob eine allgemeine Krankenversicherung denn nun nazi-kommunistisches Gedankengut ist oder nicht, musste ich mich letzte Woche fragen, warum ich eigentlich monatlich etliche Euro meines Gehalts für meine Versicherung ausgebe.

Anlass war ein recht unzufridenstellender Arztbesuch, der eigentlich dazu führen sollte, dass sich die Schmerzen in meinen Händen diesmal nicht monatelang verschleppen. Ich also aus Erfahrung klug geworden, gehe brav frühzeitig zu meinem Hausarzt, um mal darauf hinzuweisen, dass die Zivilisationskrankheit Sehnenentzündung mich wohl wieder ereilt hat.
Erster Kommentar: "Naja aber eine Entzündung holt man sich ja nicht in beiden Händen gleichzeitig."
Dieser Einstieg in ein Gespräch, dass danach nicht besser wurde, ließ mich etwas verwundert zurück, denn wie man sich vielleicht erinnert, habe ich dieses medizinische Wunder tatsächlich schonmal zustande gebracht - und wenn man sich überlegt, dass man für Computerarbeit eigentlich auch beide Hände gleichermaßen braucht, macht das soweit auch "für den Laien" durchaus Sinn, oder?
Wenn ich noch mit Federkiel und Tusche meine Memorien zu Pergament bringen würde, wäre das vielleicht was anderes...

In Kurzform lässt sich das weitere gespräch folgendermaßen Zusammenfassen:
"Wir machen mal ein paar Tests, aber ich glaube nicht, dass dabei was rumkommt - am besten machen Sie einfach ein paar Tage nichts mit den Händen, dann wird das schon besser werden. Soll ich Sie dafür krankschreiben?"
und
"Wenn Sie doch wissen, dass es am Tippen und der Computerarbeit liegt, warum machen Sie dann nicht was anderes?"

Vielleicht bin ich ja ein uneinsichtiger Patient, aber es ist mir leider nicht möglich meine Hände nicht zu benutzen, während ich auf der Arbeit bin - selbst krank geschrieben Zuhause war das nicht so einfach und seeeeehr langweilig!!! - und ich kann leider auch nicht spontan zur Floristin umschulen. Ein wenig stolz auf mich, weil mir diese Schlagfertigkeit tatsächlich im Gespräch selber noch eingefallen war (normalerweise passiert das ja erst, wenn man wieder Zuhause ist) und ansonsten ziemlich unzufrieden zog ich also dann wieder davon, um mir noch 5 Röhrchen Blut abzapfen zu lassen.
Ergebnis: einige leichte Hinweise auf entzündliche Prozesse, aber "nichts was man behandeln müsste".
Soso...und hier war ich, stolz auf mich diesmal schon "im Frühstadium" zum Arzt gegangen zu sein, wo mir doch letztes Mal (allerdings nicht vom selben Arzt, aber vom Kollegen in derselben Praxis!) noch eine Standpauke gehalten wurde, weil ich nicht sofort etwas unternommen habe, Gefahr von chronischen Schmerzen, OP und Langzeit-Reha angedroht bekam...
Nun soll ich also gar nichts tun und dafür habe ich auch nur 3Stunden in einer vollgestopften Artzpraxis verbracht.

Sicher, Ärzte haben auch einen stressigen Job, aber mal ehrlich: Wäre es so viel verlangt gewesen kurz mal in meinem Patientenblatt nach oben zu scrollen??
Man verzeihe mir vielleicht, dass ich nach etlichen Arztwechseln eigentlich keine Lust mehr habe meine ganze Krankengeschichte demnächst wieder dem Nächsten zu erzählen, der dann mit einer Erfahrungswahrscheinlichkeit von 90% auch nur wieder nach dem Motto behandelt: Mensch sieht nicht krank aus, Mensch hat nix.
Aber mich fragen, warum meine Versicherung jetzt für diese Diagnose und Nicht-Behandlung Geld bezhalt, darf ich doch schon, oder?

Am Ende durfte ich dann wieder selber googlen, nach Syptomen, Mitteln und Wegen, meinen Apotheker belästigen (der war immerhin hilfreich!) und schlusendlich sämtliche nicht-verschreibungspflichtigen Hausmittelchen selber zahlen.
Wenn ich doch mein eigener Experte sein, meine eigene Diagnose googlen und meine eigenen Medikamente zahlen muss, warum gibt mir die Versicherung dann eigentlich kein Geld?
Vielleicht brauchen wir doch ein System, bei dem Ärzte nur dann bezahlt werden, wenn ihre Patienten beschwerdefrei sind, statt umgekehrt, dann muss man sich wenigstens nicht mehr anschauen lassen, als wäre man der letzte Simulant??

Zum Glück habe ich aber mehr Gkück mit meinen Kollegen, die sehr schnell bei der Hand *haha* waren mir ergonomische Mäuse & Tastaturen zu empfehlen UND (und das halte ich für besonders hilfreich, nicht nur für mich) eine nette Website gefunden haben, die auch Therapievideos für computergeplagte Gliedmaßen anbietet:
Das DoYogaWithMe Video für Menschen, die viel am Computer arbeiten (und tun wir das nicht alle früher oder später?) ist komfortable 11Minuten lang, die Übungen lassen sich bequem beim Fernsehen durchführen und ein wenig Entspannung für die äußeren Extremitäten ist nicht verkehrt!
Lasst es euch gesagt sein: Sind die Hände erstmal kaputt, macht das Leben echt erstmal keinen Spaß mehr!!

Ich hoffe also mal auf die Wirkung meiner Hausmittelchen (hochdosiertes Magnesium + Vitamin B12, wer sich dafür interessiert:) und ansonsten sieht mich wohl als nächstes ein Orthopäde - von Hausärzten kann man ja scheinbar nicht mehr viel mehr als die Diagnose einer Haus&Hofgrippe erwarten.

29.10.2013

- o + Teil 51


Es wir Herbst und damit bricht ja traditionell die Zeit an, in der Sofas, warme Decken, heiße Kakaos und Blogeinträge wieder attraktiver werden. In der Hoffnung, dass die entzündungstechnisch leicht angeschlagenen  Patschehändchen das mitmachen, habe ich daher eine ganze Reihe von Post aufgespart, die man noch so machen könnte - man wird sehen wie lange das braucht, aber ein kurzer Einblick in die Stimmungslage dürfte zum Anfang schon drin sein!;-)

-
Ich möchte nicht sagen, ich hasse Technik, aber manchmal kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Technik mich hasst... So durfte ich mir heute morgen 45Min unsere Büro-Alarmanlage ins Ohr brüllen lassen, bevor wir eine Lösung finden konnten, um dieses infernalische Ding endlich zu Schweigen zu bringen. Aussage des ersten Technikers, den ich daraufhin aus den gelben Seiten gegraben habe: "Wir reparieren Systeme dieser Marke nicht mehr, die funktionieren nie richtig."... Super! Sehr hilfreich...
Nun warten wir nicht auf das Christkind, sondern auf den Techniker der Anbieterfirma, da es uns nicht möglich ist das Ding auch nur lange genug auszuschalten, um mal eine Battarie zu wechseln - sehr praktisch findet wohl nur der hochbezahlte Techniker.
Eigener, gesicherter Stromkreislauf, Sabotageschutz und und und führen dann nur wieder zu der Frage: Das klingt alles total sinnvoll, aber unterm Strich läuft es darauf hinaus, dass man das Mistding nicht mal dann komplett abschalten oder vom Strom nehmen kann, wenn es durch eine simple Fehlfunktion eine Stunde lang uns und sämtliche Nachbarn mit unerträglichem Lärm quält - macht das wirklich soviel Sinn?
Man kann Sicherheit auch übertreiben - im Großen (NSA lässt grüßen), wie im Kleinen.^^

o
Und um mal bei Dingen zu bleiben, die keiner braucht: Ich habe einen netten kleinen Eigenversuch laufen, um herauszufinden wie lange mein Organismus braucht, um sich an diese dumme Zeitumstellung zu gewöhnen.
Wie das funktioniert? Meine innere Uhr ist ziemlich genau, was heißt, ich wache normalerweise so 20-45Minuten vor meinem Wecker auf - das ist eigentlich ganz angenehm, weil es sich da noch lohnt sich nochmal gemütlich umzudrehen, aber man schläft nicht mehr so tief ein, dass das Aufstehen schwer wird.
Momentan wache ich daher jeweils zwischen 5:15 und 5:40 morgens auf und ärgere mich schwarz darüber, dass mein Wecker erst um 7 klingelt. Aaaber natürlich ist mein Wecker das Problem und nicht meine innere Uhr, die einfach noch nicht damit klar kommt, dass wir zweimal im Jahr völlig unnützerweise unsere willkürliche Zeiteinteilung ändern!
Es gibt Studien über Studien, die belegen, dass diese Zeitumstellerei keine Energie spart, keine gesellschaftlichen Vorteile hat und nur zu einem völlig absurden Flickenteppich von Zeitzonen führt - ein wunderschönes Video dazu findet ihr unten. Wirklich sehenswert!
Bis also die einschlägigen Petitionen Erfolg haben, kann ich die Woche noch dazu nutzen mal zu beobachten wie lange es wohl dauert, bis meine innere Uhr sich wieder dem Wecker anpasst?

+
So nun muss aber noch ein bißchen was Positives hinterher, also erzähle ich mal kurz von meinem neusten Mission Project: 365 Kraniche für 2014!
Eine ganz persönliche Idee für das nächste Jahr - wir sprachen im Büro letztlich darüber, ob man nicht aus den ganzen Kalenderblättchen, ausgedienten Visitenkarten etc. irgendwas sinnvolles machen könnte und Origami bietet sich da quasi an - mein Einwand war allerdings "Wenn man 365 Zettel falten soll, wird man vermutlich irgendwann gaga...". Daraus ergab sich aber dann irgendwann der Gedanke: Wie wäre es mit einem pro Tag?
Die Tradition der 1000 Kraniche kann man quasi in jedem Origami Buch und im Land der Wahrheit nachlesen, aber so hoch muss man sich ja erstmal gar nicht versteigen - 1 Papier pro Tag für 365 Tage ist für den Anfang erstmal ambitioniert genug.;-)
Ich muss sagen, je mehr ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir die Idee - nicht weil man daraus am Ende irgendwas Tolles machen kann (was man ja vielleicht trotzdem kann;-), sondern weil es auch eine kleine Initiative zu Ruhe und Ich-Zeit im Alltag ist - so einen Kranich falten dauert vielleicht nur eine Minute, aber diese eine Minute am Tag hat man dann schonmal in Ruhe mit sich selbst verbracht. Das ist schonmal ein Anfang!:-)
Ich werde am 1. November mal damit anfangen - ist ja immerhin Neujahr für nicht-Christen - und sehen wie es läuft. Vielleicht mache ich ja jeden Monat mal ein Foto vom wachsenden Papierberg!;-)

In diesem Sinne einen goldenen Herbst und viel Spaß mit dem Zeitumstellungswahnsinn!

15.10.2013

Serielle Unfähigkeit IV. Oder: The Long Earth

Liest man diese Überschrift könnte man zunächst mal - zu Recht - fragen:
Wenn ich doch weiß, dass mir "auf Serie getrimmte" Bücher selten bis fast nie gefallen, warum kaufe ich sie mir dann immer wieder?

Im Fall von The Long Earth habe ich gleich 3 gute Argumente:
1. Fand ich die Idee (Paralleluniversen) schon immer spannend.
2. Hat Terry Pratchett mitgeschrieben (zumindest laut Cover).
und
3. Als ich bemerkte, dass die Fortsetzung schon veröffentlicht ist, war ich schon auf Seite 200irgendwas.

Als goldenes Zusatzargument ist außerdem anzumerken, dass ich das Buch (auf eigenen Wunsch hin!) zum Geburtstag geschenkt bekommen habe - und da ich schon ungefragt geschenkten Büchern den Gefallen tue sie Zuende zu lesen (auch wenn sie nicht mein Ding sind), muss ich das ja wohl bei Büchern, die ich mir selbst eingebrockt habe, erst recht durchhalten!!;-)


Prinzipiell kann ich über The Long Earth, geschrieben von Stephen Baxter (ich bezweifle vom Stil her stark, dass Pratchett mehr als die generelle Idee beigesteuert hat) auch gar nicht so viel furchtbar Negatives sagen, außer: Es ist ein typisches "Einleitungsbuch" und daher leider so gar nicht mein Fall...

Die Grundidee der Parallelwelten lässt sich ganz nett an, eine ganze Weltbevölkerung bekommt den "Stepper"-Mechnaismus per Youtube geschenkt und plötzlich gibt es hunderte, tausende, millionen leerstehende Welten zum bevölkern. Alarmanlagen sind plötzlich out, weil sich laterale Verschiebung überträgt - meint ein Schritt nach rechts in Welt B ist 1 Schritt in den Geldtresor, sobald man wieder "Zuhause" ist.;-) Andererseits braucht eigentlich niemand mehr irgendwas stehlen, da Ackerland, Jagdtgebiete und Rohstoffe ja quasi millionenfach vervielfältigt ungenutzt rumliegen.
Und die Unterdrückten, Armen, Aussichtslosen, Abenteuerlichen der Welt wandern langsam aber unaufhaltsam in die grüne Wildnis ab und lassen dabei ziemlich viele Regierungen und Systeme ziemlich alt aussehen.

Soweit so schön, ein wenig Gedankenspielerei mit der Idee unendlicher Möglichkeiten, alternativer Evolutionsbäume und Back-to-Basic Gesellschaftsstrukturen. Mein Problem damit ist nicht, dass das alles nicht gut durchdacht wäre - aber es passiert einfach nichts.
200Seiten in das nicht grade dünne Buch hinein und wir ergehen uns immer noch in Grundsatzüberlegungen und kurzen Ausschnitten aus den Erfahrungen verschiedener Randfiguren und -Phänomenen. Eine nicht enden wollende Einleitung quasi, bei der ich mir irgendwann dachte: Ja, nett...und jetzt?

Handwerklich muss ich allerdings anmerken, dass sich der Autor (oder auch das Autoren-Duo) mit der Auswahl seiner Hauptcharaktere keinen Gefallen getan hat. Ein "sozialfeindlicher" Jugendlicher und ein auf Dauer ziemlich langweiliger Besserwisser-Roboter, der so tut, als wäre er ein wiedergeborener, tibetanischer Automechaniker (oder ein ziemlich langweiliger Besserwisser-Automechaniker wiedergeboren als Roboter, so richtig wichtig ist das nicht) auf Erkundungstour in einem Luftschiff. Klingt erstmal witzig, ist es aber eigentlich nicht - vor allem wenn dann auch noch die wirklich sozialfeindliche weibliche Hauptfigur dazukommt und der ständig als sozialfeindlich beschriebene Jugendliche plötzlich die einzige People-Person ist...
Zwei Menschen und eine AI, die nicht gerne mit Anderen viel zu tun haben, auf einem Boot unterwegs in leeren Welten...auf Dauer eher eine unnötig anstrengende Gruppendynamik!
Das Buch versucht dann auch die schwindende Spannungskurve zur Mitte hin mit verschiedenen Socializing-Erfahrungen anzureichern, aber da ich mich mit keiner der Figuren so richtig identifizieren konnte, blieb der Effekt für mich da auch aus.
Das hätte man sich einfacher machen können!

Auf den letzten 100Seiten - im Film wären das wohl die letzten 10Minuten - nimmt dann die Handlung ein wenig Fahrt auf, wobei mich die Auflösung des "zentralen Mysteriums" (zum ersten mal nach ca. 300Seiten aufgeworfen) ziemlich unbeeindruckt zurückgelassen hat und die Anbahnung des Long War meinen Geschmack auch nicht trifft - ich verkneife mir mal die Detailanalyse an dieser Stelle, es mag ja Menschen geben, die das Buch noch lesen wollen, was ich für Menschen mit einem anderen Geschmack als ich, ausdrücklich nicht nicht empfehlen will!:-)

Lange Rede, kurzer Sinn: Hauptsächlich stört mich, dass das Buch an sich kaum lebensfähig ist und eigentlich nur als Prequel Sinn macht. Einige schriftstellerische Entscheidungen kann ich zudem nicht nachvollziehen, aber am Ende läuft es eigentlich immer wieder darauf hinaus, dass mir einfach zu wenig passiert, um ein leidlich dickes Buch zu rechtfertigen.
Die Fortsetzung reizt mich zudem auch nicht wirklich, weil trotz ziemlich vorhersehbarem Cliffhanger-Ende des ersten Buches das 2. mal eben etliche Jahre später einsetzt. Auch so eine Entscheidung, die ich nicht nachvollziehen kann, da man hier eine grade in Fahrt kommende Spannungskurve (wenn auch Buchübergreifend) schon wieder völlig abwürgt.

Ich denke ich bleibe also doch besser bei den Discworld Büchern und vergebe für viele verschenkte, gute Ideen leider nur magere 2,5 von 5 Luftschiffen.

10.10.2013

- o + Teil 50


Kaum ist es September, ist es nur noch ein kleiner Sprung bis Weihnachten - oder zumindest könnte man diesen Eindruck gewinnen. Im Büro läuft ab dem 01.09. eigentlich schon der Countdown zum Jahresabschluss, alle möglichen Dinge müssen schon mit 2014 betitelt werden und beim Discounter gibt es pünktlich zum Stichtag Spekulatius und Schokolade, egal ob es draußen noch 30 Grad hat, oder auch nicht. Da muss man ein wenig Entschleunigung wohl eher innerlich kultivieren, wenn man sich nicht plötzlich an Silvester wieder fragen will, wo denn dieses Jahr nun wieder hin verschwunden ist...;-)

-
Vielleicht ein Symptom oder auch nur eine zufällige Begleiterscheinung des ersten tatsächlich leicht grau und regnerischen Wetters seit...keine Ahnung wann, es gab so viel Sonne dieses Jahr(!), ist leider der übliche Angriff auf sämtliche Immunressourcen, auch bekannt als Husten,Schnupfen,Gliederschmerz - in diesem Jahr in der besonder perfieden Langzeit-Version, die mich schon seit 3 Wochen täglich darüber nachdenken lässt, ob ich denn jetzt tatsächlich mal richtig krank werde, oder auch nicht. Wird nicht besser, geht nicht weg, wird aber auch nicht schlimm genug, um sich mal ein paar Tage krankschreiben zu lassen, also alles was man hasst!
Und ja, natürlich ist diese Lautäußerung als Herausforderung an Murphy gedacht, denn inzwischen wäre es mir fast egal in welche Richtung es geht, Hauptsache es geht überhaupt mal irgendwas!;-)

o
Und nicht nur, dass es plötzlich schon fast wieder Silvester ist, nein, irgendwie sind durch meinen sehr späten Sommerurlaub (erster Arbeitstag 02.09.) auch andere Herbst-Begleiterscheinungen völlig unvorhergesehen schon wieder fast gelaufen - Halloween zum Beispiel! Grade hatte ich noch drüber nachgedacht, dass eine Kostümparty mal wieder angezeigt wäre, da ist schon kaum noch Zeit irgendwas vorzubereiten, geschweige denn Gäste einzuladen...
Oder auch - danke an Tine für den Hinweis;-) - der NaNoWriMo, der vermutlich auch in diesem Jahr wieder vorbeigeht, während ich mir denke "Eigentlich eine gute Idee, aber hab' ich jetzt mal voll verpeilt und eigentlich bin ich auch irgendwie faul jetzt noch was übers Knie zu brechen..."...Das mit der Entschleunigung üben wir nochmal, irgendwie hatte ich da an Zeitwahrnehmung, nicht an mentale Bewegungsfähigkeit gedacht!!;-)

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Ein positives Pünktchen aber noch zum Abschluss: Nach Monaten der vergeblichen Planung hat uns der deutsche Nationalfeiertag endlich mal die Gelegenheit  beschert unsere holländischen Nachbarn bei IKEA ein wenig Geld (bzw. Geburtstagsgutscheine;-) zuzuwerfen, weswegen zumindest die größten Labilitäten im Wohnzimmer erfolgreich aussortiert sind - der wackelige TV-Tisch war meine größte Sorge, immerhin möchte man nicht hunderte Euro investieren, um sein uraltes 40kg Fernseher-Monster loszuwerden, nur damit dann irgendwann der stark in Mitleidenschaft gezogene Tisch unter der technischen Neuerrungenschaft zusammenkracht...;-)
Diese Gefahr haben wir aber erfolgreich gebannt und auch der beim Umzug leider ziemlich nass gewordene und verquollene Bücherschrank darf jetzt in Ruhe in die ewigen Möbeljagdtgründe eingehen - ersetzt wurde er duch ein größeres Modell, was unsere Bücherschrankwand jetzt auf stolze 4,2 x 2,4 Meter bringt...ein wenig umräumen müssen wir noch (momentan sieht es so aus, als hätten wir tatsächlich wenig Bücher^^), dann liefere ich gerne mal Fotos vom umstrukturierten, geöffneten Raum - eine Ecke ist jetzt total zugestellt, dafür kann man vorm Sofa fast schon wieder Walzer tanzen, das lässt zumindest ein wenig Erinnerungen an unser altes 38qm Wohnzimmer-Palais aufkommen!;-)

In diesem Sinne noch ein wenig Spaß mit IKEA und eine schöne Restwoche!

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