27.08.2012

Final Fantasy XIII. Oder: Mein Leben mit Spielberater...

Wie sagt man so schön: Zeige einem klugen Menschen einen Fehler und er wird sich bedanken!
Ich beweise also mal kurz meine gehrintechnische Fitness und bedanke mich für den sachdienlichen Hinweis, dass es mitnichten stimmt, dass die neuen Final Fantasy Teile nur für Playstation 3 herausgegeben werden, wie ich letztlich noch aus Unwissenheit behauptete!;-)

Also ja, man kann auch als XBox Besitzer weiterhin FF spielen und das konnte mich mir natürlich nicht zweimal sagen lassen! Eiiiigentlich wollte ich mir zwar gestern einen Text zur Brust nehmen, den ich letztlich ein wenig unmotiviert als nächstes B(r)uchstücke-Kapitel angerotzt hatte, aaaaber das miese Wetter hat mir meinen kreativen Gartenaufenthalt sowieso verregnet, da habe ich lieber ein wenig auf Endgegner eingeprügelt - was den schönen Nebeneffekt hat, dass ich nach 4Monaten dieses Spiel dann auch mal fertig gekriegt habe!;-)

Wie war's denn nun?
Positiv (sehr!) muss ich zuerst mal bemerken: Es ist zum Glück wieder ein wenig ernster und un-bunter - keine komischen Frauen mit Hasenohren mehr und auch keine seltsamen sprechenden Viecher, die in Kisten wohnen.^^  Vom Ambiete und Flair hat Teil 13 wieder sehr nah an Teil 8 - meinem Liebling - heißt hier wird ein wenig mehr Steam-&Cyberpunk verbreitet, als lustig bunte Fantasy.
Das schlägt sich natürlich auch in der Story wieder, wo es gleich zu Anfang mal Kollateralschaden und blutige Aufstände gibt, was jetzt Fans von etwas Liebe-Licht-Japano-Fantasy vielleicht etwas abschreckt - ich fand die Rückkehr zu ernstzunehmenden Charakteren und Storyelementen aber eigentlich sehr angenehm.

Storytelling technisch hat mich ein wenig gestört, dass die "Gruppenzusammenführung" ziemlich lange dauert - jeder Spielleiter beim RPG oder LARP wird das kennen, man nehme eine Gruppe von verschiedenen Menschen, die keinerlei Veranlassung haben sich zu vertrauen und dann warte man ab wie lange es dauert, bis sie sich mal dazu aufraffen an einem Strang zu ziehen. Hier dauert die Phase von "ich mag dich nicht, aber ich mus ja" mir persönlich zu lange, was zu vielen einzelnen Handlungssträngen führt, zwischen denen immer wieder hin. und hergesprungen werden muss.
Als Nebeneffekt dieser multilinearen Handlung läuft man daher oft mit nur 1-3 Charakteren durch ziemlich lineare Karten, ohne Chance rechts oder links von der Story abzuweichen...das ist ein wenig zu gradlinig für meinen Geschmack, führt aber auch dazum dass man für 90% des Spiels den Spielberater nicht wirklich braucht - eine erstaunliche Neuerung!;-)

Sowohl Story als auch Charaktere sind aber ansonsten gut angelegt (für ein Spiel, bitte keinen Tiefsinn a la Inception erwarten;) und machen Spaß, weswegen es auch freut, dass die Reihe in Verlängerung gegangen ist und wohl auch noch weiter geht (Infos zu Teil 13-3/14 gibt es wohl nächste Woche).







Ich bin gespannt ob Teil 13-2 an einigen kleinen Schwächen im Kapfsystem noch feilt (es nevt zum Beispiel, dass ein Kampf automatisch als verloren gillt, wenn der Party-Leader KO ist - immerhin steht ja der Rest noch;), war aber von der Charakterentwicklung und Handlungsführung insofern angetan, dass das stundenlange Aufleveln entfällt (Teil 13-2 hat sogar einen "Easy" Modus, der vielleicht für Story-Spieler wie mich gedacht ist;).
Aufleveln muss man zwar immer noch wie nichts Gutes, denn die Endgegner der letzten zwei Kapitel sind nicht gerade von Pappe, aber zumindest davor kommt man eigentlich ohne leveln aus - und selbst dann hat man sich mit den "Nebenmissionen" eine Art Handlungsrahmen ausgesacht, um die Monsterjadgd ein wenig (wenn ich nicht wirklich viel) weniger mind-numbing zu gestalten.;-)
Trotzdem stehen bei mir jetzt über 90Spielstunden auf dem Tacho, was vielleicht erklärt warum das Durchspielen 4Monate gedauert hat - 24/7 Zocker schaffen das sicher schneller...

Vom rundenbasierten Kampfsystem und Zufallsgegnern ist man ja bei FF schon lange abgekommen, das Paradigmen-System ist aber kaum weniger Strategie-lastig, was mir als "Regelbuch-Verweigerer" manchmal ein bißchen das Leben schwer gemacht hat.;-) Einfach mal draufhauen ist eigentlich meine bevorzugte Strategie, die bei Spielen wie Fable auch hervorragend zieht - hier nicht so...
Für so manchen Gegner habe ich deswegen auch mehrere Anläufe gebraucht, bis ich die richtige Gruppenzusammenstellung und die richtige Kampfstrategie beisammen hatte.
Wie heißt es so schön bei Pratchett: Most magic consists of knowing one extra fact!
Für jeden Gegner gibt es also eine Schwachstelle, oder eine Strategie, die ihn schaffbar (wenn auch nicht immer einfach) macht - man muss sie nur finden, oder (wie ich) dann irgendwann doch den Spielberater bemühen!;-)

Insgesamt einer der wirklich besseren Teile, ich würde sagen fast gleichwertig mit Teil 10 auf Platz 2 meiner persönlichen Favoritenliste - nun bin ich mal gespannt was Teil 13-2 kann UND was Square nächste Woche zum Start von 13-3 zu sagen hat - und bekommt daher 4 von 5 Chocobos!


24.08.2012

Konsumieren vs. Produzieren. Ein unbeachtetes Dilemma?

Letztlich wurde mir wieder einmal gesagt, ich sei "schwierig" was Belletristik betrifft - eine Feststellung (ein Vorwurf wäre es ja nur, wenn man von mir verlangte das zu ändern;), die ich inzwischen so oft gehört habe, dass ich inzwischen einfach nur noch antworte: Berufskrankheit.
Aber ist das wirklich der Kern des Pudels?

Sicherlich ist es richtig, dass man....ungeduldiger wird was fiktionale Texte angeht, wenn man selber schreibt - es ärgert mich einfach furchtbar, wenn ich feststellen muss, dass Autoren schlampig arbeiten, oder einfach nach dem Motto schreiben/recherchieren "das merkt ja eh keiner". Sicherlich kommt man selber auch schonmal an die Stelle an der man denkt (Zitat Thomas) "das ist so nicht 100% korrekt, aber die 3Menschen auf dieser Welt, die sich gut genug auskennen das zu merken, werden das Buch eh nicht lesen" und lässt es mal gut sein, aber viele Bücher - auch die, die sich furchtbar gut verkaufen - sind einfach objektiv betrachtet nicht besonders gut geschrieben. Das kann man ignorieren, muss man aber nicht und meistens will ich das halt nicht!;-)
Andererseits gibt es aber auch einfach Genres, Stile oder Geschichten, die mich einfach nicht interessieren, ob sie nun gut geschrieben sind oder nicht. Soweit finde ich nicht, dass man sich dafür entschuldigen muss - man könnte eventuell ab und zu mal was Neues probieren, aber eine moralische oder kulturelle Verpflichtung leitet sich für mich daraus nicht ab - never change a winning book, oder so ähnlich.;-)

Ein moralisches Dilemma ergibt sich aus dieser Argumentation aber doch irgendwie und zwar dieses: Wenn ich es für mich selbst als völlig gerechtfertigt empfinde mich für viele Dinge einfach nicht zu interessieren, ist es dann nicht ein bißchen unfair zu erwarten, dass meine neuen Gehirnauswüchse aber bitte Beachtung finden sollten?

Theater spielen z.B. finde ich super - Theater sehen interessiert mich aber weniger...kann ich also guten Gewissens von meinen Freunden verlangen, dass sie sich "mein" Theaterstück ansehen und gleichzeitig ein nur semi-begeisterter Theater-Gänger sein?
Momentan schreibe ich gerne Kurzgeschichten und ab uns zu sogar mal Lyrik - in meinem Schrank stehen aber nur genau 2 Kurgeschichten Bände (beide von Neil Gaiman) und 0 Lyrikbände, weil ich nicht wirklich ein Lyrik-Fan bin. Kann ich trotzdem erwarten, dass man meine Kurzgeschichten lesen sollte?;-)

Um dieses interne Dilemma aufzulösen, habe ich mal versucht in mich zu gehen und herauszufinden, warum selber-machen und zusehen einen so großen Unterschied macht?
Ein gutes Beispiel: Ich habe als Kind mal mit Tennis spielen angefangen und fand das ganz lustig, bis man mich quasi gezwungen hat Tennis im Fernsehen zu verfolgen - das wiederum fand (und finde) ich so unfassbar langweilig, dass mir die Lust auf den ganzen Sport vergangen ist...

Ich glaube - man möge mir da widersprechen - dass die Faszination von produzieren einen positiven Objektivitätsverlust beeinhaltet, den konsumieren einfach nicht erzeugt. Gemeinhin nimmt man den Verlust von Objektivität ja als negativ an, aber in diesem Kontext ist damit die Identifikation meines Selbst mit einem Projekt gemeint, die ich nur duch do-it-yourself erreichen kann.

Vielleicht sollte man also lieber nicht von Objektivitätsverlust, sondern von Identifikationsgewinn sprechen, das klingt positiver, auch wenn es eigentlich fast dasselbe tut.;-)

Ein Projekt vom Start bis zum Ende kontinuiertlich zu begleiten, aufzubauen, Energie und Zeit zu investieren, zu hinterfragen, umzudenken, wieder zu hinterfragen und jeden einzelnen Schritt quasi als Sieg zu feiern, nimmt uns einen gewissen Teil unserer Distanzierungsfähigkeit - im besten Fall nicht 100% davon, denn das würde wiederum dem Kritischen Hinterfragen im Weg stehen - und lässt so eine Identifikation mit dem Projekt entstehen, der keine Begeisterung für ein "Fremdwerk" vollkommen gleichkommen kann, weil ihm die zentrale Komponente der "erbrachten eigenen Leistung" und der entsprechenden Befriedigung fehlt. Oder im Alltagsdeutsch: Ich kann nicht stolz auf etwas sein, das jemand anderes produziert hat und wenn es noch so gut ist!;-)
Man kann allerdings stolz auf eine Person sein, die etwas Tolles produziert hat, das setzt aber eine emotionale Bindung zur Person voraus!

Und mit dieser emotionalen Bindung löst sich vielleicht auch mein Dilemma: Ich lese Arbeiten & Geschichten, oder sehe mir Theaterstücke von meinen Freunden an, weil ich weiß, das ihnen das viel bedeutet und ich stolz auf sie bin, für die Leistung, die sie erbracht haben. Das ich mich für dasselbe Stück oder dieselbe Geschichte nicht interessieren würde, wenn sie jemand fremdes geschrieben hätte, mindert meine emotionale Verbundenheit an dieser Stelle überhaupt nicht!
Und daraus resultiert, dass wenn ich stolz auf eine Leistung bin, kann ich (hoffentlich) von meinen Freunden etc. erwarten, das sie das zur Kenntnis nehmen, auch wenn das "Produkt" an sich nicht ihr Ding ist!:-)

Isn' this nice?;-)

Problematisches Wunderland...

Vermutlich bin ich mal wieder der letzte Mensch auf diesem Planeten, der den Film sieht, aber dank des "Tim Burton" Regals unserer Videothek ist uns letztlich mal aufgefallen, dass wir Alice in Wonderland immer noch nicht gesehen hatten und haben das dann mal postwendend nachgeholt.

Bei dieser Gelegenheit ist mir mal wieder ein Problem aufgefallen, das ich mit bisher jeder Adaption, wie auch dem Original habe: Mir ist diese Geschichte einfach zu voll!
Natürlich bin ich mir bewußt, dass die Buchvorlage inzwischen Klassiker-Niveau hat und ich mir vermutlich jetzt ziemlich viele Feinde mache, aber mal ganz ehrlich - vom Erzähltechnischen Standpunkt aus betrachtet, ist dieses Buch einfach furchtbar konfus und viel zu vollgepackt mit Figuren und Konflikten für seine recht überschaubare Länge.
Natürlich sind die einzelnen Figuren und auch Dialoge oft bis meistens großartig gestaltet, aber trotzdem kommt es bei mir irgendwann zu einem gewissen "Absurdity Overload", an dem mein Hirn einfach nicht mehr will.;-)

Besonders stark ist mir das anhand des Hörbuches aufgefallen - irgendwann hatte ich mal Geld zuviel und die englische Version gesprochen von B.J. Harrison gibt es bei Audible schon seit Ewigkeiten für knapp 2€.
Diese Hörbuchfassung illustriert ganz gut, was ich meine, denn selbst ungekürzt liest sich der Text in nicht mal 3Stunden (zum Verleich, mein Anna Karenina Hörbuch läuft fast 42Stunden;) und ist zumindest als Hintergrundbeschallung total ungeeignet. Nun will ich damit nicht sagen, dass gute Bücher so vor sich hinplätschern sollten, aber wenn die Story so konfus wird, dass man mit 20Sekunden Aufmerksamkeitsdefizit schon keine Chance mehr hat noch zu wissen worum es geht, dann ist das schon ein wenig hart!;-)

Der Film leidet daher wie eigentlich alle Adaptionen (von dem süßlich-belanglosen Disney vielleicht mal abgesehen;) an diesem "Zuviel" an Ideen, Figuren und "Dingen, die man unbedingt drin haben will, weil der Effekt super ist". Natürlich sind die Effekte des Films super, das will man gar nicht in Frage stellen (auch wenn ein paar weniger computeranimierte Pferde geholfen hätten;), aber gerade aus den Königinnen und dem Hutmacher hätte man noch viel mehr an tatsächlichem Tiefsinn rausholen können, wenn man sich denn schon auf die Fahne schreibt eine "erwachsene" Version zu machen.
So bleibt halt vieles immer noch im Abziehbildchen-Bereich hängen (grade bei Helena Bonham Carter und Anne Hathaway fand ich das verschenkt, die können nun wirklich mehr als Rümbrüllen oder Liebe-Licht-Weichgespült...), was leider meine Erwartungen nicht erfüllt hat. Das beste Charakterkonzept hatte tatsächlich Alice, was aber auch zu 90% an der Rahmenhandlung liegt, die so ein bißchen Jane Austen Flair verbreitet.

Trotz genialen Sprechern (Stephen Fry als Cheshire Cat, Alan Rickman als Caterpillar und Christopher Lee als Jabberwocky waren so meine Highlights!:) und teilweise wirklich guten Effekten vergebe ich daher leider nur 3 von 5 Hutnadeln für eine erwachsenere, aber leider immer noch zu vollgestopfte Alice Version, die mich mit der Vorlage immer noch nicht versöhnt hat!;-)

- o + Teil 29


Man glaube es oder nicht, aber nach ganz genau 6Monaten seit meinem Offline-Post hatten wir gestern wieder Internet Empfang Zuhause! Nicht an der Stelle, wo wir dachten und nicht mit den Geräten, die wir extra gekauft hatten, alles etwas improvisiert und vorläufig, aber immerhin!
Mal sehen, ob damit die "tote-Surf-Zeit" am Rechner wieder zunimmt...nach 6Monaten müsste man sich das ja eiiigentlich abgewöhnt haben...;-)

Das nur vorweg als erste gute Nachricht des Tages, nun zum allgemeinen Befindungs-Check!

- Manchmal kann Gartenarbeit auch ganz schön frustig sein...Prinzipiell finde ich es immer ganz angenehm an meinen Blumen rumzudoktern, wenn mich grade irgendwas nervt, das wirkt meistens schnell und effektiv, aber bei Schädlingen hört der Spaß echt auf! Heute Nachmittag oder spätestens morgen früh wird daher die große Sprühflasche ausgepackt werden müssen, denn leider werden meine Rosen gerade von Spinmilben gefressen (eine hat es leider für dieses Jahr schon dahingerafft, ich hoffe sie erholt sich nach dem Winter wieder...) und da verstehe ich mal gar! keinen! Spaß!

o Beim Grillfest letzte Woche kam es wieder zur Sprache und wo wir gerade bei Garten sind: Man kann alle Tiere mögen und trotzdem Spinnen fies finden! Bei mir hört die Tierlibe ja eigentlich schon auf, wo mehr als 4 Beine zusammen kommen (mit den offensichtlichen Ausnahmen: Marienkäfer, Schmetterlinge & Libellen;), aber von Spinnen kriege ich echt Alpträume...Da passt es leider überhaupt nicht, dass ein Spätsommer-Garten (also zumindest unserer und alle anderen, die ich kenne^^) quasi nur den Hintergrund für gefühlte 50.000 Netze bildet. Unkraut jäten und durchs Beet stapfen geht also nur noch in Stiefeln und Handschuhen - mir ist zwar bewußt, dass jede Spinne vor mir weglaufen wird, aber die Vorstellung, dass sie dabei über irgendwelche ungeschützen Körperteile von mir laufen könnte, ist schon schlimm genug!;-)

+ Ich weiß, ich hatte eigentlich Meer versprochen *pun intended* und tatsächlich habe ich einige wenige Fotos bei unseren Strandausflügen gemacht, die ich noch nachliefern könnte - aber leider findet sich momentan kein Datenkabel für mein altes Handy und das neue ist immer noch nicht wieder einsatzfähig...wir arbeiten an einer Lösung, aber es wird wohl ein Nachtrag werden müssen...c'est la vie!;-)
Aber schön war's, soviel kann ich schon mal verraten!

Und weil's so schön ist dazu ein Video der Woche: WTF? ;-)



18.08.2012

Stardust: Die Vorlage

Ein interessantes Phänomen: Bei eigentlich allen (wenn auch seltenen) Gelegenheiten, an denen ich mal mit einem mit-Autor über Schreiben und alle damit verbundenen Grenzphänomene spreche - irgendwann kommt immer ein Auspruch, eine Idee, ein Zitat oder ein Blogeintrag von Neil Gaiman auf.
Das muss wohl bedeuten, dass man in dieser Quelle Vieles findet, mit dem sich der alltägliche Schreiberling wiederfindet bzw. wovon er/sie sich eine Scheibe abschneiden möchte.

Meine Urlaubslektüre in diesem Jahr - Stardust - steht dem in nichts nach, die beim Lesen generierte inspirative Idee hat schon ihren Eingang in die B(r)uchstücke gefunden! Näheres dann eventuell wenn ich's irgendwann mal zu Zwischenständen bringe...;-)


Wie war aber nun das Buch?
Wer sich vielleicht noch erinnert, wird noch wissen, dass ich den Film schon gesehen habe und auch sehr mochte. Das Buch ist....anders.

Zunächst mal war ich überhaupt nicht überrascht, dass das Märchen in der Ur-Gaiman-Form sehr viel düsterer und (wenn man das bei einem Märchen so sagen kann) "realistischer" ist, was die "Happily Ever After" Momente angeht. Das stört mich prinzipiell nicht. Das Buch ist allerdings sehr schmal und da liegt für mich ein Problem: Bei allem "Realismus" bleiben viele Entwicklungen nur angedeutet.  Dinge passieren unglaublich schnell, in drei oder vier Sätzen drehen sich ganze Dispos  und der Leser bleibt da ziemlich außer vor und fragt sich irgendwann "Ähhh...what?".

Was das Buch dem Film sicherlich voraus hat, sind viele kleine, aber schöne Ideen, für die in einem Film einfach kein Platz ist (Fleischfessende Wälder und zickige Baumgeister zum Beispiel) und natürlich werden auch manche Dinge näher erklärt, die im Film einfach mal so passieren (wobei sich das zum Glück für den Film in Grenzen hält:).

Aber ich muss leider sagen, mir gefällt der Film besser, aus genau 2 Gründen:
1. Dem Buch fehlt die gesamte Geschichte um Captain Shakespeare. Das ist ein groooßes Minus!;-) Und das nicht nur, weil ich den Charakter liebe, sondern weil die Episode im Film auch viele erzähltechnische Elemente enthält, die so einfach mal ersatzlos fehlen und vom Buch auch nicht an anderer Stelle "nachgeholt" werden.

2. Mir fehlt die Liebesgeschichte. Die kommt zwar irgendwie auch vor, aber ist leider einer dieser "in drei Sätzen ist alles passiert" Geschichten, was ein wenig...unbefriedigend ist. Und das Ende im Buch ist einfach sehr traurig (wie ich finde)...und wenn ich schon ein Märchen lese, dann will ich auch mein schluchziges, schniefiges Happy End!!;-)

Insgesamt erschreckenderweise das bisher einzige Buch von Gaiman, das ich irgendwie nicht ganz so toll fand...3 von 5 Glasblumen kriegt es, aber für einen Gaiman ist das schon eher eine schlechte Bewertung...Zum Glück liegt noch ein Anderer auf dem To Read Stapel, das wird meinen Glauben an die Realität bestimmt wieder herstellen!;-)

Listening to: The Last Continent

Discworld is a world and mirror of worlds...

Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, dass Pratchett nur aus reiner "Freude am Klischee" Bücher schreibt - Jingo ist so ein Fall, oder auch The Fith Elephant und sicherlich auch The Last Continent. Man könnte quasi eine Unterreihe erfinden, unter dem Motto "Was wie immer schon über 'Hier bitte beliebige Ethnität einfügen' dachten, niemals sagen würden, aber deswegen trotzdem lustig finden"...oder sowas in der Art!;-)


Was allerdings die ethnischen Klischees angeht, hat Australien bestimmt einige der Schönsten (auch ohne sprechende Krokodile;), von den einzigen harmlosen Tieren ("some sheep"), bis zur Königin der Wüste ("Petunia";).
Ein klein wenig Rahmenhandlung gibt es wohl auch, aber man wird den Eindruck nicht los, dass die nur Mittel zum Zweck für die Kulisse ist - einerseits verständlich, andererseits ein wenig schade und definitiv in den späteren Wachen-Geschichten besser gelöst!

Die Hörbuchausgabe mit Stephen Briggs macht allerdings schon Spaß - der australische Akzent gelingt sehr gut;) - vielleicht auch deswegen, weil es wieder einmal nur sehr wenige (tatsächliche;) Frauen zu interpretieren gibt...

Alles in Allem gibt es daher für Buch und Hörbuch 3 von 5 Bierdosen!

09.08.2012

In Luxemburg

Manchmal fragt man sich ja, ob man einfach das Pech gepachtet hat - da wollte ich gestern einfach nur meine Luxemburg Fotos vom Dienstag auf den Rechner ziehen und was passiert? Recher abgestürzt, Telefonsoftware beschädigt, Telefon nicht mehr gebrauchbar...superklasse!
Nach diesem Totalschaden war ich dann gestern Abend irgendwie nicht mehr aufgelegt den Blog-Post noch nachzuliefern und hab' mich statt dessen für Schokolade, Wein und Frust-Fernsehen entschieden!;-)
Heute ist das dumme Telefon dann mal an die familieninterne Wartungsabteilung gewandert - zum Glück tut's mein altes Handy noch, heißt angerufen werden kann ich wenigstens noch (anrufen wird schwierig, weil natürlich alle Telefonnummern im kaputten Handy stecken, man gönnt sich ja sonst nichts;)!

Aaanyway, Luxemburg!
Prinzipiell ein Reiseziel, das wir uns nur ausgekukt haben, weil es grade günstig war und in meinen Urlaub fiel, frei nach dem Motto "Hauptsache mal raus".;-) Diese Einstellung tut der Mini-Haupstadt allerdings Unrecht, wie wir schnell feststellen mussten, denn im Gegensatz zu manch anderer Benelux-Stadt ist es hier nicht nur hübsch, sondern auch vergleichsweise ruhig, was den Touristenandrang angeht (hoffentlich ändert sich das jetzt nicht schlagartig, wenn alle auf den Trichter kommen;). Außerhalb der Einkaufsstraßen konnte man tatsächlich ganz verschlafene Dorfatmosphäre antreffen, wenn man sich ein wenig durch die Seitengassen getraut hat - wir waren ja mal wieder ohne Stadtplan und Besichtigungsprogramm (abgesehen vom Infogehalt im Land der Wahrheit) unterwegs, daher konnten wir uns das gut leisten!:-)

Ein kleiner Minuspunkt aus meiner Sicht allerdings...zuviel Bergauf-Bergab, was sich mit einem 50m Höhenunterschied mitten in der Stadt nicht wirklich verhindern lässt, aber bei unserem durchschnittlichen Laufpensum für Städtereisen schon an die Kondition schlägt (meine Waden sind seitdem ca. 5cm zu kurz..gefühlt zumindest;)!

Und dann die  Kasematten...Deutsch ist ja nun eine der offiziellen Amtssprachen, was natürlich schonmal hilfreich ist, aber dieses Wort kannte ich noch nicht und die ständigen Hinweisschilder gaben auch keinerlei Auskunft. Als wird dann endlich an einem Eingang vorbeiliefen, an dem es hieß "Archeologische Ausgrabungen und Kasematten; Eintritt 3€" konnten wir uns das wohl kaum entgehen lassen - zum Museumsbesuch war uns das Wetter schon zu gut, da muß man wenigstens woanders ein bißchen Wissen abgreifen!;-)
Tja...die offizielle Definition mag anders sein, aber für mich sind Kasematten seither in Stein gehauene Nischen und Gänge, durchsetzt mit engen Durchgängen, Sackgassen und mittelalterlichen Wendeltreppen, in denen man sich hervorragend verlaufen kann!
Ich habe prinzipiell keine Platzangst, aber wenn man sich die dritte enge, schmale, buckelige Mittelalter-Wendeltreppe heruntergequält hat (meine neuen Schuhe haben da gleich mal ihre Kappen eingebüßt, scheinbar hatte man um 1200 durchschnittlich Schuhgröße 32^^), nur um schon wieder in einer Sackgasse zu landen, wird man schon irgendwie leicht nervös..."Haha, wir kommen hier nie wieder raus!" war ein oft benutzter und oft gehörter Satz, aber zum Glück haben wir es dann doch irgendwann wieder ins Sonnenlicht geschafft!;-)
Ich jedenfalls war danach total erledigt, schweißgebaded und kurzatmig, muß aber gestehen, dass es vielleicht geholfen hätte nicht erst im Nachhinein festzustellen, dass in dem Info-Prospekt auch eine Karte war...aaanyway!;-D



Trotzdem ein lohnender Tagesausflug, wie man den Fotos hoffentlich entnehmen kann - nächste Woche geht es aber endlich ans Meeeeer!!!:-)

06.08.2012

Out of Office

Wer es noch nicht gemerkt hat, erfährt es jetzt: Ich bin jetzt im Uuurrlaub!:-) Für den Blog muss das leider bedeuten, dass es wohl erstmal wieder etwas ruhiger werden wird, die letzte Reihe von Nachhol-Posts habe ich ja die letzten 10 Tage über noch rausgehauen. Jetzt ist aber erstmal Entspannung und damit Netzfreie Zeit angesagt, auch wenn keine größere Reise geplant ist. Aber ein paar schöne Fotos von diversen Ausflugszielen kann ich bestimmt zwischenschieben, keine Sorge!;-)

Bis dahin aber nur zum reinen Vergnügen den "Urlaubs-Füller":

1. Die olympischen Spiele sind nicht nur im Fernsehen ein entspanntes Ganztagsprogramm, die London 2012 Version für die XBox hat uns zuletzt am Samstag auch einen recht vergnüglichen Abend beschert. Ich wäre jetzt nicht der Spieler-Typ, der an sowas Stunden verbringt, bis er alle Highscores geschlagen hat, aber als Party-Spiel durchaus brauchbar...da wird es ja eigentlich nur lustiger je schlechter man ist!;-D

2. Unsere Urlaubsplanung dieses Jahr nehmen wir eher leicht und locker. Es gibt ja so seltsame Leute, die sich für "Urlaub Zuhause" immer alle möglichen Dinge in den Kalender packen - Renovieren, Garten umgraben, Keller aufräumen oder oder oder...Ich weiß nicht warum, vielleicht fühlt man sich Zuhause schneller unnütz, wenn man einfach nur in der Sonne liegt? Kann mir jedenfalls nicht passieren, wir sind auf 100% "Wollen nicht Müssen" eingestellt!:-)

3. Es wäre ein Alptraum, wenn morgen die Welt unterginge? Sorry ich bin schon im Urlaubsmodus, zu so einer negativen Eingabe fällt mir gerade nichts ein...;-)

4.  Es mag inkonsequent klingen, aber der Schweinehund hat bei aller Urlaubsentspannung bisher den Kürzeren gezogen - heute Morgen ging es schon um 11Uhr zum Training, Mittwoch wollen wir Schwimmen und wenn das Weter mitspielt, dann gibt's vielleicht auch wieder TaiChi im Garten...könnte fast Aktiv-Urlaub sein, wenn das Schlafpensum geringer wäre!

5.  Der Gedanke an unseren Ausflug ans Meer nächste Woche freut mich jetzt schon...ich bin wirklich kreuzunglücklich, wenn nicht mindestens 1x im Jahr Wellen in Sicht kommen. Vielleicht muss ich doch ans Meer ziehen, wenn ich groß bin?

6.  Aufgewachsen bin ich mit Asterix&Obelix, wie glaube ich viele Andere auch und ich fand es daher sehr erfreulich, dass auch die "neuen" Asterix Filme immer noch denselben Humor haben (wenn auch sehr seltsame neue Synchronstimmen) - gestern z.B. Asterix und die Wikinger, viel dazuerfunden zum eigentlichen Komik, aber trotzdem unterhaltsam. Sowieso einer meiner Lieblingskomiks, aber grade deswegen hätte ich es übel genommen, wenn der Film versagt hätte!;-)

 Das Video der Woche muss dann aber doch eher dem Sportlichen Wochenende Rechnung tragen...ich liebe Eurosport WATTS!;-)

Related Topics

Related Posts with Thumbnails