31.10.2011

Halloween und Suppe

Darf ich vorstellen - Clarence der schielende Kürbis!


Und weil uns Clarence so gut gefällt, noch gleich das passende Rezept hinterher, damit die leckere Kürbispampe, die aus seinem Inneren geschabt werden musste, auch nicht verschwendet wird!;)

Man nehme:
Das ausgeschabte Kürbisfleisch
4-5 Kartoffeln
3-4 Knoblauchzehen
1Becher Sahne
2EL Instantbrühe
Salz, Pfeffer, Dill

Einfach die Kürbisinnereien mit den Kartoffeln, 1 Becher Sahne und 2 Bechern Wasser, Brühe und dem Knoblauch in einem Topf kochen, bis die Kartoffeln gar sind. Dann alles schön pürieren (geh auch mit dem Kartoffelstampfer;) und würzen - fertig, einfach, lecker!

Happy Halloween!:)

Burke and Hare

So nun ist es soweit, die dunkle Jahreszeit bricht an - Zeit für ein bisschen morbiden britischen Humor, möchte man meinen!;)
Für alle, die nicht gerade in Edinbrugh waren und/oder sich die Geschichte hinter Burke&Hare noch nicht von meinem Göttergatten haben erzählen lassen müssen, hier die Kurzversion:

Edinburgh im 19. Jahrhudert war eine ziemlich typische vor-industrielle Großstadt - laut, eng, dreckig und verseucht, aber mit einer florierenden medizinischen Fakultät. Und da man Anatomie nur studieren kann, wenn man auch Leichen zum Obduzieren findet, braucht man nicht lange zwei und zwei zusammen zu zählen, um zu vermuten, dass irgendwer daraus schon ein Geschäft machen würde...

Die wahre Geschichte der Burke&Hare Morde ist heute Futter für die gefühlten 500 verschiedenen Geister- und Toten-Touren, die man in Edinburgh so buchen kann und an sich wohl auch wenig erfreulich.
Da obdachlos bzw. arm sein im Schottland des 19. Jahrhunderts illegal war, mussten sich Bettler und Kranke in den unterirdischen Gängen und Friedhofskatakomben vor der Polizei verstecken - wo sie dann leichte Beute für die "Körperernte" wurden. Nimmt man dann noch die eigens erfundene Tötungsart dazu - man wollte den Herren Doktoren ja das Anschauungsmaterial nicht verschandeln - und schon hat man eine 1A Horrorvorlage. Zum Land der Wahrheit, bitte hier entlang!

Die Komödie Burke and Hare (mit Scottie und Smeagol in den Hauptrollen;) lässt allerdings mal so gar kein Grusel-Feeling aufkommen und auch der morbide Humor lässt ein wenig zu wünschen übrig - oder ich bin schon zu abgestumpft!?;) - meist überwiegt dann doch der übliche Slapstick, gewürzt mit ein wenig Körperflüssigkeiten. Das ist an sich nicht schlecht, aber auch nicht überragend und man hätte vielleicht ein wenig mehr daraus machen können, wenn man sich die notdürftig angenähte Liebesgeschichte und das doch etwas sehr gewollte "Happy-End" gespart hätte.

Insgesamt also ein nettes Filmchen für Bier und Popcorn, aber Nichts, was ich mir unbedingt nochmal ankuken müsste - 2,5 von 5 Leichentüchern!

30.10.2011

Erklärbär extrem...

Hab' ich schonmal erwähnt, dass ich es liebe der Erklärbär zu sein?
Es gibt wenige Dinge, mit denen ich mich wirklich auskenne, aber über die rede ich wirklich gerne und viel - ABER im Gegensatz zu vielen anderen Menschen, die einfach gerne ihre eigene Stimme hören, lasse ich mir auch unglaublich gerne selber Dinge erklären. Daher gehe ich gerne in Museen, mache Stadt-Touren oder lese Erklärtafeln - und manchmal hilft auch youtube!;)

Über eine Debatte zur Sommer- und Winterzeit bin ich auf einen sehr netten Erklärbär Channel bei youtube gestoßen, dem ich dieses Video entlehne:



Und wer jetzt behauptet er hätte das alles schon gewußt, postet lieber gleich mal den Link zu seiner Doktorarbeit in politischer Geographie dazu, damit ich das auch glaube!;)

Sonntags-Ausflug

Ja, der Witz ist beabsichtigt!;)
 Das Wetter war ja erstmal nicht so gut - zum Glück haben wir uns über eine Stunde lang im Beverau verlaufen...
 ... danach war's sonnig!:)

Fabricate diem, punc!
 Hab ich eigentlich als Einzoge verpasst, wie die Bäume bunt geworden sind?

 Suchbild mit Erdmännchen!;)
Leider hat danach mein Handyakku den Geist aufgegeben - ich wollte doch noch das Woll-Schwein (von uns liebevoll Swaf getauft) fotografieren...ein Schwein zum Kraulen, ich meine was will man denn noch mehr?!?;)

Einen guten Start in die Woche allerseits!

29.10.2011

Sense and Sensibility and Seamonsters

Sense and Sensibility and Seamonsters.......


Irgendwie sagt der Titel schon alles, ich bin gerade wirklich überfragt, was man da als Rezi noch ergränzen könnte...









.......immer noch keine Idee....








......ach, Quatsch, als würde mir mal nix zu sagen einfallen!;)
Ich gehöre ja (zum Glück?) nicht zu den Frauen, denen Jane Austen normalerweise aus der Seele spricht - Empire Romanzen sind mir im Großen und Ganzen zu verschnörkelt formuliert und auch zu zart beseitet und außerdem leiden alle Beteiligten immer so furchtbar ausgiebig an allem möglichen Zeug...
Zudem fehlt SaS (Abkürzungen sind super!) irgendwie der bissig-böse Hintergrund-Humor von PaP, was das Original auf meine "Langweiliste Bücher" Liste katapultiert hat und das obwohl ich es schon als Teenager gelesen habe - eigentlich hätte man ja denken können, dass HachSeufz-Bücher da vielleicht noch eher mein Ding gewesen wären, aber...obviously not!;)

Der "Ableger" in "Cooperation" mit Ben Winters hat aber eigentlich alles was das Herz begehrt: Eine Parallelwelt voller absonderlicher Meereswesen, ein Unterwasser-London, fiese degenerierte Eingeborene, mysteriöse Kulte und Tentakelmonster - und da man im Regency bekanntermaßen ziemlich prüde war, kommt auch nur einemal im Nebenssatz Tentakelsex vor...immerhin!;)

Ich bervorzuge also die Seemonsterversion und vergebe für teilweise völlig absurde Originalität 4 von 5 Taucheranzüge!

The Duchess - der Film zum Sachbuch

Büchern zu Filmen und Filmen zu Büchern begegnet man ja realtiv oft  und meistens empfielt es sich dem einfachen Grundsatz zu folgen: Filme zum Buch sind meistens eine Enttäuschung und Bücher zum Film total überflüssig.
Es gibt natürlich zu jeder Regel Ausnahmen - so ist beispielsweise das Drehbuch zu Shakespeare in Love von Tom Stoppard tatsächlich auch als solches sehr lesenswert;) - aber ein Film zum Sachbuch passt da nirgemdwo so richtig rein...

Ich hatte ein wenig Angst, dass es beide Negativaspekte verbinden könnte - also enttäuschend UND unnötig wäre - einen Film über eine historische Persönlichkeit auf eine ziemlich komplizierte Biographie zu gründen. Wenn man zumindest schonmal eine Romanadaption als Vorlage verwendet, hat im besten Fall der Romanschreiberling schon einen Teil der notwendigen Vereinfachungen, Kürzungen und Dramatisierungen vorgenommen.

Dem Film The Duchess gelingt es aber ganz gut den Tenor der Biographie einzufangen, auch wenn der Film nur die Jugendjahre behandelt - vielleicht eine gute Entschiedung - und die persönlichen Probleme bzw. fragwürdigen Charaktereigenschaften seiner Hauptheldin einfach mal fast völlig hinter den Gobelin kehrt - eigentlich eine bedauernswerte Entscheidung.
Ich fand es ein wenig schade, dass Ms Knightely sich darauf beschränkt/beschränken muss die verfolgte, tragische Ehefau zu geben, der kein Glück gegönnt wird - ich fand es beim Lesen der Biographie spannend zu sehen, dass man sich mit der armen Frau gerade deswegen so indentifizieren kann, weil sie so viele moderne Schwächen hat UND von allen Seiten ganz furchtbar gepiesakt wird.

Trotzdem gefielen mir die Charakterausarbeitungen des Filmes ansonsten sehr gut und daher vergebe ich wohl verdiente 4 von 5 Wahlplaketten für einen traurigen, aber nicht sonderlich kitschigen Kostümfilm.

Öfter mal was Neues!

Es ist Freitag, mir ist langweilig - normalerweise würde das was bedeuten? Richtig, Freiags-Füller!
Mit Hilfe von zwei lustigerweise völlig unabhängigen Aussagen von Freunden ist mir letztlich aber mal aufgefallen, dass der Freitagsfüller zwar ein lustiges Spiel ist, aber vor allem für mich...;)
Nun bin ich prinzipiell ja immer erfreut wenn Menschen tatsächlich meinen Blog lesen, rechne aber eigentlich nie damit, von daher wäre es jetzt an sich nicht das Argument, dass der Quatsch sonst niemanden interessiert, aber ich dachte man kann ja dank der Anmerkung mal was Neues ausprobieren.

Statt dem Freitags Füller versuche ich jetzt also mal das von mir höchstpersönlich erfundene + o - der Woche - hier kann ich ja dann immer noch Erkenntnisse und Assoziationen bringen, die sindt niemanden interessieren müssen, aber immerhin sind sie dann nur uns ausschließlich meine eigenen!;)

Also los:+ o - Teil 1

- Gegen Viren ist kein Kraut gewachsen! Traurig aber wahr und deswegen probe ich mal wieder den Totalausfall. Am Ende des Jahres werde ich das Wartezimmer meines Doktors vermutlich öfter von Innen gesehen haben, als in den letzten 5 Jahren zusammen genommen. Abhaken!

o Halloween ist wieder da! In diesem Jahr gibt es leider keine große Party, aber einen Kürbis (Arbeitstitel "Clarence der schielende Kürbis") und lustige DVDs - ein Foto gibt es dann demnächst!

+ Je mehr Simpsons und Futurama Pro7 in einen Tag stopft, desto weniger Schund passt ins Sendeprogramm! Ich weiss, man sollte nicht soviel fernsehen, aber was soll man krank anderes machen?

Und der Plan für's Wochenende?
Schlafen, Ausruhen, Schlafen und hoffentlich ein Ausflug in den Zoo!:)

Das versuchen wir dann nächste Woche nochmal, oder?:)

16.10.2011

Diät hat doofe Ohren - eine Ernährungsgeschichte (vorsicht lang!)

Soo finally der letzte schon versprochene Blogeintrag mit ein paar Gedanken und Erfahrungswerten zu Ernährung und Gesundheit - alles natürlich sehr subjektiv und daher vielleicht ziemlich langweilig für alle, die ihre persönliche Ernährungsphilosphie schon gefunden haben!;)

Meine persönliche Odysee in punkto gesündere Ernährung hat, wie so oft, einen konkreten Ursprung in den nervigen Rückenschmerzen, mit denen ich im letzten Winter ständig beim Arzt war - es ist eine traurige Wahrheit, aber irgendeine Motivation scheint man ja zu brauchen.;)
Die Diagnose war einfach - Eiweißmangel in der Ernährung, Skoliose und mindestens 10-15kg zuviel auf den Hüften - die Konsequenzen allerdings nicht ganz so simpel.

Prinzipiell kann glaube ich niemand was dagegen haben sich mehr zu bewegen und besser zu essen - aber wie diesen neuen besseren Lebensstil erreichen, das ist die große Frage!
Wie bei vielen Krankheiten ist es leider so, dass Symptome und Behandlungen im Internet zu googlen ein schlimmer Fehler sein kann - leider (oder vielleicht natürlichweise?) gibt es so viele Meinungen dazu, was und wie wir essen sollten, dass man daraus nur noch konfuser werden kann.
Die einen vertreten die Aufassung, dass Kohlehydrate beim Abnehmen helfen, weil sie länger/schneller satt machen.
Oder man findet Diätpläne voller "Power-Foods", Kohl, Reis, Hühnchen, was auch immer gerade angesagt ist.
Die anderen sind der Meinung nur die radikale Vermeidung von jeder Art von Ballaststoffen könnte helfen.
Wieder andere empfehlen Kalorien zählen, Pülverchen, Abwiegen, heißkalte, basische, Steinzeit oder Trennkost Lebensmittel.

Nach diesem ganzen Informations-Input würde es mich sehr wundern, wenn man überhaupt noch weiß wonach man eigentlich sucht.;)
Was also tun?
Der erste und wichtigste Schirtt ist zu erkennen, dass Diäten langfristig gar nichts bringen. Wenn man in zwei Wochen ein enges Kleid tragen möchte, oder für den Urlaub kurz 1-2kg verlieren will, kann man gerne auf eine der 1000 3kg-in-3-Wochen Strategien umsteigen, die in jeder Frauenzeitschrift verbreitet werden. Aber man sollte sich völlig bewußt sein, dass diese Art von Fastenkuren vielleicht dafür sorgen, dass man sich kurzfristig besser fühlt (wer mir mit dem alten Nonsens von "Schlacken" kommt, wird gehauen!;), aber sobald die Diät vorbei ist, wird sich der Körper wieder umstellen und "einlagern" - eine ganz einfache Rechnung und evolutionstechnisch total sinnvoll.
Wer also langfristig Gewicht verlieren will, muss die Ernährung dauerhaft umstellen, daran führt kein Weg vorbei. Und das kann nicht mit einseitigen, extremen Diätplänen funktionieren, will man keine Mangelerscheinungen provozieren, oder sämtlichen Spaß am Leben verlieren.

Womit der 2. wichtige Punkt schon erwähnt wäre: Essen muss Spaß machen!
Essen ist Lebensqualität und sich 24/7 alles zu verbieten wird und kann nicht funktionieren - irgendwann bricht die beste Selbstdisziplin und das sind dann die Momente, in denen man vielleicht in mitten von 5 leeren Pralinenschachteln aufwacht.;)

Und ein dritter wichtiger Punkt, den ich aus Erfahrung gar nicht genug betonen kann: Für welche Ernährung man sich auch entscheidet, sie sollte ins eigene Leben passen!

Wann immer man eine tolle Idee im Internet findet, sollte man also zuallererst überlegen, ob man damit überhaupt etwas anfangen kann - ich nehme mal zur Verdeutlichung ein populäres Beispiel: Weight-Watchers
Diese Bewegung ist sicherlich nicht zu unrecht erfolgreich und ich denke auch nicht, dass man die motivierende Wirkung von Gruppentreffen, oder das Konzept an sich ablehnen sollte, aber für mich war es nichts, und zwar aus folgenden Gründen:
1. Weight-Watchers teilt Lebensmitteln ein Punktesystem zu, dass es Menschen leichter machen soll zu verstehen was sie an "Energie" über den Tag zu sich nehmen. Das ist sicherlich gut und richtig, aber war für mich nicht sonderlich hilfreich, weil ich nicht zu den Leuten gehöre, die unreflektiert über den Tag irgendwelche Sachen in sich reinfuttern, und dann am Abend sagen "Ich habe heute noch gar nix gegessen." An zu wenig Bewußtsein kann es also nicht liegen und daher brauche ich auch keine Punkte zum zählen...

2. Mir passt die Prämisse nicht, dass ich Punkte durch Sport "gewinnen" kann. Zum einen vereinfacht mir das zu sehr die Beziehung von Sport und Ernährung (dazu vielleicht mehr im Trainings-Blog-Eintrag;), denn aus eigener Erfahrung muss ich sagen: Nicht jedes Essen hilft bei jedem Sport. Und zum Anderen unterstützt das für mich eine menschliche Schwäche zu sehr: Man ist oft so stolz darauf, dass man sich überhaupt mal bewegt hat, dass man dann gleich wieder dem Genuss-Essen jeden Zügel schießen lässt, weil man sich ja "belohnen" muss. Diese Belohnungs-Strategie ist glaube ich der größte Feind jeder gesunden Ernährung, daher lehne ich für mich das "Punkte-Gewinn" System ab!;)

3. Das Ernährungssystem von Weight-Watchers konzentriert sich auf das einfache "weniger rein als raus" System von Nährstoffen - wenn ich weniger Kalorien zu mir nehme, als ich verbrauche kann ich gar nicht dicker werden. Soweit stimmt das auch, aber das System ist nicht ausgelegt auf verschiedene "Verwertungsfaktoren", was allerdings auf die meisten Ernährungsmethoden zutrifft, die oft leider wenig bis gar keine Rücksicht auf individuelle Gegebenheiten aufzeigen. In meinem Fall wäre eine Einstellung mit den oft sehr stärkelastigen Lebensmitteln (Reis, Nudeln, Kartoffeln) nicht besonders erfolgsversprechend - meine Schilddrüsenunterfunktion beinträchtigt die Insulinumwandlung und macht die Verwertung von Kohlehydraten extrem schwierig und langsam, was sie sofort auf die Hüfen transportiert. Solche Kreuzwirkungen sollte und muss man leider immer auf dem Schirm haben - ja, es ist kompliziert!;)

Nachdem ich jetzt also so lange erklärt habe, was alles nichts für mich ist, auf was läuft denn nun die 10monatige Trial-and-Error Phase raus?
Ich möchte noch mal erwähnen, dass ich nur subjektiv berichten kann - wie wichtig indivuíduelle Voraussaetzungen sind, habe ich ja gerade lang und breit erklärt;) - aber für mich läuft es auf Folgendes heraus:

1. Regelmäßig essen!
Lange, lange habe ich mich gegen das Frühstück gewehrt, weil ich gerade Kohlyhydrate wie Brot oder Cornflakes morgens gar nicht vertrage (siehe Insulin und so). Durch den diagnostizierten Eiweißmangel und mein sehr kraftintensives Training bin ich aber zu Protein-Shakes (Weider 4-Komponenten-Eiweiß) gekommen (man kann auch einfach Molkepulver nehmen, aber ich brauche was mit Geschmack;), mit Milch gemixt eine einfache und schnelle Morgenmahlzeit und sie liefern den Kick-Start für den Stoffwechseln - es ist inzwischen fast un-umstritten, dass man schneller Fett ansetzt, wenn der Stoffwechsel morgens nicht in Schwung gebracht wird.;)
Über den Tag wende ich die 5-Stunden-Regel an, die meist auf 3Mahlzeiten pro Tag rausläuft (mit Obst oder Gemüse als Snack, wenn es mal länger als 5 Stunden dauert - das passiert im Leben nunmal;).
Ich bin sehr froh, dass die meisten Ernährungsforscher von dieser 5-6Mahlzeiten-pro-Tag Geschichte wieder runter sind - das passt weder in meinen normalen Tagesablauf, noch hätte ich die Geduld für solche Mini-Portionen - wie gesagt, es muss ins eigene Leben passen!:)

2. Kohlehydrate in Maßen!
Ganz ohne Brot, Nudeln und Kartoffeln will und kann ich nicht leben, also achte ich nur ein wenig auf die Menge. Bei komplexen-Kohlehydraten (Salat, Gemüse etc.) mache ich allerdings keine Einschränkungen, und esse soviel ich will - diese extremen Protein-Diäten, die sogar Salat ablehnen und zu 90% aus Soja und Fleisch bestehen, werden inzwischen zum Glück als gesundheitsschädlich eingestuft. Wenn man 2Minuten darüber nachdenkt, müsste man aber auch selbst darauf kommen, dass sowas nur Mangelerscheinungen herausfordert...
In Bezug aufs Training nehme ich schon Rücksicht darauf, dass nach dem Sport die Stoffwechselaktivitäten besser funktionieren und gönne mir meine Nudel/Brot Gerichte wann immer möglich an den Trainings-Tagen.
Wenn es aber mal nicht auskommt, sollte man auch kein Drama draus machen - Essen soll ja Spaß machen!:)

3. Fett- und Zucker reduzieren!
Auch wenn ich nicht wirklich auf Lebensmittel verzichte (Einschränken ist NICHT verzichten, das ist ein wichtiger Unterschied!;), versuche ich doch wo immer möglich Fett und Zucker einzuschränken und mich auf gleichwertige reduzierte Produkte zu verlegen. Das hat sich mir besonders eingeprägt nach der schweren Gastritis, mit der ich mich im Sommer rumschlagen musste - fast 2 Monate keinen Kaffe, keinen Alkohol, keine Rohkost (das war ätzend, ausgerechnet im Sommer!), kaum Fett und Zucker. Diese Schonkost war mir ein wenig zu extrem, aber ein paar Anschübe hat mir auch diese unschöne Erfahrung gebracht (zum Beispiel Kaffe auf leeren Magen - ein ganz großes NONO;). Dabei muss man allerdings ein wenig vorsichtig sein - viele fettreduzierte Milchprodukte haben seltsame Inhaltsstoffe und bei manchen Menschen verursacht Süßstoff Verdauungsprobleme oder führt zu Heißhunger-Attacken auf Süßkram...bei mir zum Glück nicht!;)
Generell ist also ein wenig Recherche nötig und vielleicht muss man auch ein wenig mehr zahlen, wenn man wirklich nur Fett & Zucker und nicht auch den Geschmack reduzieren will - aber man findet schon Alternativen!:)

4. No Cheats!
Nach langem hin und her Überlegen habe ich für mich die populäre Maßnahme von "Cheat-Days" abgelehnt. Das Prinzip dahinter ist einfach: Da der Körper sich schnell an die neue Nährstoffzufuhr gewöhnt, sollte man die tägliche "Dosis" Enegiezufuhr variieren und nicht immer nur weniger und weniger essen - dann legt sich nur der "schlechte Zeiten" Schalter um, und es wird noch mehr eingelagert, weil ja anscheinend eine Dürre-Periode bevorsteht.;) Um diesem Effekt entgegen zu wirken und gleichzeitig der Selbst-Disziplin mal eine Pause zu gönnen, habe viele Ernährungskonzepte den Cheat-Day adaptiert - ein Tag in der Woche an dem man soviel und alles essen kann, was man will.
Ich finde das Konzept nicht an sich schlecht, für manche Menschen mag das funktionieren, aber für mich ist es zu eingeschränkt und unspontan. Ich bemesse lieber jeden Tag meine Portionen maßvoll und esse dafür was ich will und nehme mir ein Stück Schokolade wenn ich Lust dazu habe, als dass ich mich die ganze Woche schinde und dann an einem Tag alles reinzustopfen was geht und die ganze Tafel Schokolade zu essen.
So kann ich spontan auch mal sagen "Heute habe ich mal Lust auf...." oder mit Freunden was unternehmen, ohne mich auf einen Tag festgelegt zu fühlen.
So bekommt meine Selbstdisziplin zwar nur ganz, ganz selten einen Tag komplett frei (Geburtstage, Weihnachten, solche Tage;), aber muss sich zwischendurch auch nicht so anstrengen - auch wenn es manchmal ganz schön schwierig ist satt zu sein, wenn noch soviel leckeres Essen da ist!;)

5. Ersaufen an Gesundheit...
Ich habe es schonmal versucht, zwischendurch wieder vernachlässigt und jetzt mit weniger hohen Zielen wieder aufgenommen: Wasser, Wasser, Wasser trinken, mindestens 1,5l am Tag.
Ja, man fühlt sich dadurch wirklich besser, aber in der ersten Zeit ist es sehr schwer immer daran zu denken und die Flasche will gar nicht leerer werden...
Nach und nach wird es aber besser und gerade während des Trainings säuft man sowieso wie ein Loch - ein umfangreicher Trainingsplan macht also auch das leichter!;)

Zu der Sache mit der Bewegung muss ich später kommen, dazu fehlt mir noch ein wenig die Routine in meiem neuen Trainingsplan (da war ich ja auch den Sommer über etwas raus - erst krank dann weg, dann wieder krank, dann wieder weg - ein Teufelskreis;).
Die beiden Posts sind aber wichtig im Zusammenhang zu sehen - ohne Bewegung kann man sich das mit der Ernährung sparen und umgekehrt... - weswegen ich mich wohl nun nicht mehr um den zweiten Post werde drücken können!;)

And now for something completely different ....

Nur weil mir gestern zwei wunderbare Musical-Momente untergekommen sind, wollte ich mal kurz zur Auflockerung beitragen, mit meinen momentanen lieblings-Wirnehmenunsselbstnichtsoernst-Serien-Momente:

Check the poo (Scrubs)


Nothing suits me like a suit (How I Met Your Mother)


Supernatural (Gag-Reels sind nicht eigentlich zulässig, aber soooo großartig!;)

15.10.2011

Universelle Weisheiten im Wald. Oder: Die Kunst sich selbst zu verstehen.

Es gibt tatsächlich universelle Weisheiten, die "man" immer mal wieder hervorkramt:
- Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen
- Die eigene Realität ist nicht zwingend die Einzige
- Du musst dich selbst mögen, damit Andere dich mögen
- Das Universum braucht keinen Sinn, aber du
- Man soll Menschen nicht vor ihren Fehlern bewahren
- Ich kann nur mich selbst ändern, nicht die Anderen
und und und...

Die große Frage ist eigentlich nicht, ob diese Weisheiten auch wirklich wahr sind - das sind sie nämlich - sondern warum man sie eigentlich immer wieder auspackt?
Meine Theorie dazu ist: a) Weil man immer besser Ratschläge geben, als selber befolgen kann und b) Weil selbst der selbstreflektierteste Mensch nicht davor gefeit ist, ab und zu mal den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen und in genau die Fallen zu tappen, vor denen man seine Freunde gerne mal warnt und von denen man sich vielleicht in einem unangebrachten Anfall von Übermut denkt "das könnte mir ja NIE passieren"...

Die Realität des Lebens sieht leider anders aus, aber andererseits muss uns das eigentlich gar nicht bedrücken - man kann sich eben nicht zu 100% selber reflektieren, genauso wie man keine OP am eigenen Hirn vornehmen kann. Und so geht eben manchmal der logisch-reflektierte Weg im Unterholz verloren, trotz all der wichtigen Weisheiten, die man ja eigentlich kennt.

Soweit so gut, aber warum erzähle ich das eigentlich alles?;)
Ich bin letztlich sehr oft und lustigerweise völlig unabhängig voneinander damit in Berührung gekommen, dass Menschen mir sagten "Eigentlich weiß ich das ja, aber dann habe ich mich doch soundso verhalten.", oder auch "Da stand ich total auf dem Schlauch und dann sagt X was, dass total klar war und plötzlich habe ich das alles anders gesehen.".
Und dabei ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich mal Werbung dafür machen könnte wie wichtig es ist mal über sich selbst nachzudenken - Wo komm ich her, wo will ich hin, aber am wichtigsten Wo BIN ich denn so gerade?

Ich persönlich handhabe das sehr verkopft und nehme mir tatsächlich ein bis zweimal im Jahr bewußt Zeit für so eine Art Fazit und Ausblick - nur ich, mein Sitzkissen und ein Zettel mit Stift!;) Natürlich funktioniert das für mich ganz gut, sonst würde ich es kaum so machen, aber ich habe festgestellt, dass andere Menschen andere Herangehensweisen haben - die einen gönnen sich einen ausgiebigen Wellness-Tag, gehen zur Massage, zur Maniküre oder machen einen Waldspaziergang, um "mal den Kopf frei zu kriegen" oder "einfach mal über ein paar Dinge nachzudenken".
Ich denke im Grunde läuft das alles darauf hinaus sich selber besser zu verstehen und aus den Erkenntnissen Konsequenzen zu ziehen - wenn man etwas getan haben will, muss man es ja bekanntlich selber machen!;)

Der nächste Schritt wäre dann der Abgleich von Innen- und Außensicht, aber das ist eine viel schwierigere Geschichte und soll vielleicht ein anderes Mal erzählt werden!

14.10.2011

The Lady Elisabeth

Man möge mir verzeihen, wenn meine Mitteilsamkeit entgegen der Ankündigungen etwas zu wünschen übrig lässt - ich schleppe mal wieder so eine elende Pseudo-Migräne mit mir herum, die sich seit Tagen durch keine Art von Medikamenten beeindrucken lässt. Also versuche ich jetzt mal kalten Weißwein und eine warme Dusche - vielleicht möchte mir mein Kopf dann mal glauben, dass ich auch nicht weniger gestresst bin, wenn er mir auch noch ständig Schmerzen macht!

Als ich aber noch länger als 10Minuten am Stück lesen konnte, habe ich noch ein Buch ausgelesen, das bei mir unter "another Tudor book" läuft - The Lady Elisabeth von Alison Weir

Wie man sich vielleicht noch erinnert, ist Ms Weir eigentlich eher eine Kollegin im akademischen, als im kreativen Sinne, aber scheibar ist es ein landläufiges Phänomen, dass Historiker sich immer mal wieder berufen fühlen Autoren zu werden - nur, um gehässigen Kommentaren zuvor zu kommen, bei mir war es anders rum!;)

Leider ist das Buch etwas mehr historisch korrekt, als wirklich spannend geschrieben - ich bleibe für meinen Freizeit-Spaß dann doch lieber bei Rosalind Miles etwas dramatisierter, aber unvergleichbar besser geschriebenen Version!:)

Die Weirsche Lady Elisabeth bekommt von mir daher nur gut, aber nicht überragende 2 von 5 Tudor-Rosen - ich möchte aber kurz darauf hinweisen, dass ich die Cover-Gestaltung sehr schätze!:)

09.10.2011

Nachtrag: Dreimal Harry Potter

Ich hatte ja letztlich schon erzählt, dass ich mich mal an der französischen Hörbuch-Version von Harry Potter versucht hatte - dieses Experiment muss ich aber leider als gescheitert betrachten, denn a) verstehe ich einfach in dieser Geschwindigkeit (fast) kein Wort und b)...ist das Buch einfach ganz grauenvoll gelesen, tut mir leid, wenn ich das so sagen muss...

Ich denke ich kann inzwischen schon das eine oder andere an Stil und Ausführung beurteilen, wenn es um Hörbücher und dergleichen geht, auch wenn sich meine Sammlung immer noch aus 60% Pratchett zusammensetzt - und der französische Sprecher ist einfach furchtbar nasal, laut und spricht Frauen mit einer seltsamen Kopfstimme, die irgendwie an Kermit den Frosch erinnert...
Als sprach-affinier Mensch muss ich außerdem anmerken, dass ich es etwas merkwürdig finde, dass gerade bei einem internationalen "Phänomen", wie Harry Potter jedes Land 50% der Orts- und Personennamen ändert.
Das nervt mich schon bei Pratchett und da verstehe ich zumindest noch, wenn man versucht irgendwelche Wortwitze zu retten - wenn auch meist ohne Erfolg...;)

Das deutsche Hörbuch, in das ich letztlich bei einer Kollegin mal reinhören konnte, macht das zumindest ein wenig besser - Rufus Beck liest wenigstens gut, auch wenn ich die deutsche Übersetzung weiterhin gruselig finde...letztlich fiel mir sogar wieder ein, dass meine Ursprungsidee Übersetzer zu werden von Harry Potter kam - ich dachte mir schon kurz vor dem Abi, dass ich DAS auch besser könnte...;)

Wer ein wirklich unglaublich gut gelesenes Hörbuch hören will, dem lege ich daher wärmstens die englische Originalversion von Stephen Fry ans Herz!
Man kann gegen Harry Potter schreib-handwerklich Vieles zu Recht einwenden - der Wortschatz ist überschaubar, manche Phrasen werden bis zum Erbrechen ausgeleiert, Geschichte und Hintergrundwelt wimmeln vor logischen und continuity Fehlern, 80% der Charaktere bleiben in 1000en von Seiten nur Klischee-Abziehbildchen und der Hauptcharakter nervt spätestens ab Buch 4 nur noch *uuundnochmehrhassmails;)* - aber Stephen Fry könnte mir auch das Telefonbuch von London vorlesen und ich würde mir das immer wieder anhören!;)

Ich habe bisher kein anderes Hörbuch gefunden, dass so viele Charaktere mit einem eigenen, unverwechselbaren Stimmunfang und Akzent darstellt und auch noch so durchdacht ist, was Stimmung und Darstellung angeht.
Und die Moral von der Geschicht'? Wenn schon Harry Potter, dann bitte das Original!:)

Nachtrag: Thor. Oder: Yet another Superhero?

Inzwischen darf man, finde ich persönlich, schon ab und zu die Frage stellen, warum man sich eigentlich immer noch eine Comic-Verfilmung nach der anderen und einen Superhelden nach dem nächsten geben sollte oder muss. Immerhin gibt es da den einen oder anderen echten Abschreckungsfaktor *husthustgreenlanternhust*, aber auch den ein oder anderen Film, der auch von mir jederzeit die volle Punktzahl bekommen würde - siehe Ironman.;)

Warum sollte man sich also jetzt den nächsten Superhelden geben und sich Thor ansehen?
Für mich war das ganz einfach entschieden: Ich mag Natalie Portman und ich fand Thor einfach scharf - wenn dann noch ein paar Dinge explodieren, was will man denn mehr?;)

Erstaunlicherweise macht der Film aber auch aus anderen Gründen Spaß, auch wenn sich die Story leicht in Grenzen hält - aber wenigstens macht sie halbwegs Sinn!;)
Ich mochte zum Beispiel die Ausgangssituation mit der Idee einer Parallelwelten-Verbindung im Weltenbaum - dieses Alien-Konzept nimmt dem Götter-Mythos zwar ein wenig, aber stellt das ganze auch auf ein anderes Fundament, auf dass sich vielleicht sogar Edda-Verfechter einlassen können - gut, der Trick hat schon bei Star Trek funktioniert, aber hey, man muss ja nicht immer gleich das Rad neu erfinden.
Und ein unbedingtes Plus in jeder Situation, kommt hier zum Glück auch zum Tragen: Über sich selber lachen können!

Ich halte das persönlich für einen meiner besseren Charakterzüge und auch für den durchschnittlichen Superhelden ist es ganz angenehm, wenn man sich selbst mal nicht ganz so ernst nimmt - und auch für das Publikum amüsanter, als immer nur das ewig gleich Gerede über Verpflichtung und Gutmenschentum!;)

Ein paar Abzüge muss ich dann aber doch leider für die Optik machen - das computergenerierte Walhalla sah zwar noch ganz nett aus, aber die Kostüme ließen dann leider etwas zu wünschen übrig. Vielleicht wollte man sich hier zu nah an die Comic-Vorlage halten, das kann ich leider nicht beurteilen, aber für meinen Geschmack hätte es ein wenig realistischer sein dürfen. Battle-Bikinis und Capes im Actionfiguren-Look erinnern mich ein wenig zu sehr an die Plastik-Sackhalter von Judge Dredd und andere Perlen der 90ger...

Mit dem Sexy-Bonus für Chris Hemsworth bleiben dann aber immer noch solide 3,5 von 5 Tasern übrig!;)

07.10.2011

Mittagspause!

Man glaubt es kaum - lange Wochenenden haben auch Nachteile!
So zum Beispiel, dass man plötzlich alle möglichen "unverschiebbaren" Termine in 4 statt in 5 Tagen abgrasen muss...
Bevor ich mich also gleich wieder in die Schlacht werfe, auf kleine Erstis losgelassen und bei der Bank vorstellig werde, noch eine kleine Pause zum Verschaufen: Der Freitags-Füller!

1. Stürmisch mag ich mein Wetter am liebsten!
2. Ingwertee mit Honig und warme Socken sind mein Rezept gegen Erkältung - hilft bestimmt!

3. Apple kann mich mal kreuzweise, sonstwohin...

4. Seit Mittwoch Abend sind neue Schuhe an meinen Füßen - Schuhgeschäft erfolgreich rein&raus in unter 20Minuten - vielleicht ein neuer Rekord?!;)

5. Man sagt, schlimmer geht immer und meistens stimmt das auch!:)

6. Das richtige Winterfeeling, mit warmem Kakao und Weihnachtsbeleuchtung erwarte ich schon sehnsüchtig.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Ende einer sehr langen, kurzen Woche, morgen habe ich ein bißchen Haushalt geplant und Sonntag möchte ich ausschlafen!!!!

Ein schönes Wochenende allerseits! Wohl dem der einen Kamin Zuhause hat!;)

05.10.2011

May you live in interesting times...

Man kann gar nicht soviel bloggen, wie man manchmal erzählen möchte!
Ich weiß nicht, ob das nur mir so geht, aber manchmal habe ich einfach zu viel zu tun, um alles gleich zu verarbeiten - oder manchmal wartet man auch einfach noch darauf dass sich ein Projekt abschließt, um darüber abschließend - wie auch sonst;) - berichten zu können...

Nur so für mich als kleine Gedächtnis-Stütze und für den geneigten Leser als Appetizer, hier ein paar Überschriften, an die ich mich demnächst machen werde:
- Nachtrag: Thor
- Nachtrag: Dreimal Harry Potter
- Wo komm ich her, wo will ich hin? Oder: Von der Kunst sich selbst zu verstehen.
- Diät hat doofe Ohren - eine Ernährungsgeschichte

Das sind die Dinge zu denen ich tatsächlich schon etwas sagen kann - bei anderen warte ich noch auf Ergebnisse, oder einfach auch nur auf ein gewisses Zeit-/Erfolgszwischenziel:
- Fächer-TaiChi: Ein Zwischenstand (sobald ich die Form zur Hälfte durch habe - erwartet in den nächsten 2-3Wochen)
- Das Kreuz mit dem Kreuz - ein Fitness Pro und Kontra (sobald ich ein wenig mehr Routine in meinem neuen Trainingsplan habe - erwartet in den nächsten 4-6Wochen)
- B(r)uchstücke. Oder: Das böse Wort mit K... (sobald ich denn mal dazu komme - erwartet noch vor Weihnachten...hoffentlich;)

Und dann gibt es bestimmt auch noch Dinge zu erzählen, für die ich momentan nicht einmal eine Überschrift präsentieren kann, weil alles noch zu vage in der Luft hängt...may you live in interesting times!;)

In diesem Sinne einen schönen Feierabend!

02.10.2011

Wien Tag 6: Das Licht am Ende des Tunnels

Zum Abschluss unseres Aufenthaltes wurde es heute nochmal ein wenig schaurig: Auf dem Plan standen der Stephans-Dom inklusive Katakomben!

Hier finden sich nicht nur Wieder Kardinäle, sondern auch die frühen Habsburger plus den Innereienurnen der Menschen, die man Mitte der Woche noch in der Kapuzinergruft gesehen hatte (die dazugehörigen Herzen kann man in der Augustienerkirche "besichtigen" - man hat es nicht leicht als Habsburger...). Auch wenn die Kirche an sich jetzt nicht das Spektakulärste ist, kann man in den Katakomben schon einen kleinen Grusel-Schauer genießen, wenn es von der neuen Abteilung in die tieferen Ebenen geht, wo es nicht nur angemessen dunkel und kalt ist, sondern auch von mehr oder minder unsortiertern Knochenhaufen wimmelt. Es geht doch nichts über ein gut sortiertes Ossarium, wenn man einen vernünftigen Gänsehaut-Faktor hinbekommen will!;)

Nach diesem Abstecher in die Unterwelt waren wir dann doch alle ganz froh wieder das warme Spätsommerwetter zu erreichen, auch wenn der Stephansplatz vor lauter Fiakern schlimmer riecht, als so mancher Pferdestall...
Nach einem letzten kleinen Stadtrundgang ging es dann noch zur Mittagspause in einen Wiener Heurigen, bevor es dann schon fast wieder Zeit zum Aufbruch war.
Für ein bißchen Souvenir shoppen und einen kurzen Stop mit Kaffeeklatsch im nahen Park hat es zwar noch gereicht, aber insgesamt fand ich es doch etwas ärgerlich, dass man um 17Uhr schon wieder Richtung Flughafen aufbrechen musste, um den Flug um 20Uhr zu nehmen - bei einer Zugreise ohne Bahnfahrt zum Flughafen, Check-In und Sicherheits-Bla hätte man Wien noch mindestens 2Stunden länger genießen können. Und auch wenn die Flugzeit gerade mal 1,5Stunden lang war, sind mit Skytrain Transfer und Zugfahrt nach Aachen dann doch erst um halb1 nachts Zuhause gewesen.
Ich muss mal recherchieren, ob das mit dem Nachtzug nicht genauso "schnell" machbar ist!

Highlight des Tages: Frauengespräche bei Kaffee und Sonnenschein! Entgegen des landläufigen Klischees der einzige Kaffeeklatsch der ganzen Woche - es bringt nicht sonderlich viel ein Zimmer zu teilen, wenn man jeden Morgen um 7 aufstehen muss und dann um 10abends schon ins Koma fällt!;)
Alle Fotos zur Reise gibt es hier!

Wien Tag 5: Extreme-Art-Appreciation-Day

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz der Städtereise, dass man ab einem Aufenthalt von mehr als 3-4Tagen unbedingt einen Museums-Tag einbauen muss/sollte!
In Berlin geht das auf der Museums-Insel, in London im British Museum und in Paris im Louvre - was immer man davon besucht wird sich sicher lohnen, aber man sollte tatsächlich einen ganzen Tag dafür einplanen.
In Wien kann man sich gleich mehrere Museen in einem kleinen Radius ansehen, wenn man sich einen Tag im Museums-Quartier, gleich neben dem neuen Flügel der Hofburg (übrigens unaufgestockt!!!) gönnt.

Wie das Setting schon ahnen lässt, sind hier die Räumlichkeiten an sich schon meistens Kunstwerke, was aber von den interessanten Exponaten nicht ablenken sollte!;)
Hier unser Tagesprogramm für die Wiener Museen und ein paar kleine Eindrücke von den präsentierten Prunkstücken - alle und alles zu beschreiben wäre dann doch etwas viel...

1. Waffenkammer und Rüstungsmuseum
What you see is what you get - jede Menge altes Blechzeug und ein paar "Eroberungen" aus aller Welt!;)



2. Sammlung alter Musikinstrumente
Auch hier sagt der Name eigentlich schon alles, aber die Sammlung wird dadurch nicht uninteressanter. Hier kann man selber auf Cembalos klimpern und die Audio-Guide-Klangbeispiele sorgen für die entsprechende musikalische Untermalung - nur bei der 12-Ton-Musik-Theorie musste ich die Segel streichen. Wer mir das plausibel erklären kann, immer her damit!;)




3. Das Ephesos Museum
Hier findet sich die (überschaubare) Antikensammlung der Hofburg, die aber trotzdem einige interessante Stücke zeigt - auch wenn die vielbrüstige Artemis (die Infotafel behauptete was von Eierpflanzen oder "Stierbeuteln", aber a) ist das ein verhohnepiepeltes Wort und b) was soll eine Frau mit Hoden?!?) aus dem Weltwunder-Tempel nur ein Gipsabdruck ist.;)


4. Das KHM
Allein in diesem riesigen Komplex des Kunsthistorischen Museums kann man bestimmt den ganzen Tag verbringen - wir hatten "nur" 6 Stunden, das reichte unseren Füßen dann aber auch.;) Neben einer riesigen Gemälde-Galerie haben es mir besonders die Ägypten- und Antikenabteilung angetan - ich bin halt nicht so der Gemälde Typ, auch wenn hier wirklich ein paar schöne Bilder hängen - die mir übrigens schon deshalb symphatisch waren, weil man in bester Reise-nach-Jerusalem Manier von Sofa zu Sofa wandern kann. Kunst-Wertschätzung wird gleich soviel angenehmer, wenn man dabei nicht auf den wehen Füßen stehen muss!;)








Highlight des Tages: Käsespätzle und Naturtrübes Radler - ja das gibt's - im Museumshof und ganz nebenbei die Erweiterung einer nützlichen Theorie der Kunstwahrnehmung. Neben den beschreibenden Kategorien "Wie Foto", "Fast wie Foto", "Nicht wie Foto", die für den Laien zur einordnung von Kunst eigentlich schon völlig ausreichen, haben wir so noch die wertenden Kategorien erfunden: "Schönes Bild" und "Nicht schönes Bild" ergibt sich von selbst, aber "Gut gemachtes, aber nicht schönes Bild" oder "Hübsches, aber nicht gut ausfegührtes Bild" sind schon fast Profi Art-Appreciation Kategorien - man lernt eben nie aus!;)

Wien Tag 4: Darf's ein Stockwerk mehr sein?


Man sagt Wien ja nach, dass es ein wenig morbide veranlagt sei und vielleicht liegt das nicht zuletzt am barock-prunkvollen Totenkult - man wehrte sich zumindest zu Zeiten der Aufklärung nicht wenig, als aus Kosten- und Platzgründen wiederverwendbare Klappsärge eingeführt werden sollten...
Wenn man sich aber andererseits überlegt, dass es heutzutage immer noch Debatten darum gibt, ob es nicht sinnvoller wäre Särge aufrecht zu bestatten, um Platz zu sparen, ist das vielleicht auch gar nicht so barockes Gedankengut.;)

Ein bißchen schaurig-schönes Gruft-Feeling gab es trotz der Klappsarg Initiative heute in der Kapuzinergruft, ihres Zeichens letzte Ruhestätte fast sämtlicher Habsburger seit dem 17. Jahrhundert von Karl VI. über Maria Theresia, bis zu Sissi und Frranz.
Und nicht nur, dass man hier mein Dissertations-Thema quasi persönlich kennenlernen kann, nein, man kann auch das Sarg-Schlachtschiff von Maria Theresia im Tagelicht bewundern.
Die in jeder Hinsicht "große" Dame hatte scheinbar tatsächlich eine ausgeprägte Bungalow-Phobie und so musste - wer kann es erraten? - der kaiserliche Herold ausgeschickt werden, den kaiserlichen Aufstockungs-Beauftragten Pacassi heranzuschaffen, damit der Gruft ein Erdgeschoss werde. Man kann nur hoffen, dass die Kuppel den Klostergarten nicht allzusehr verschandelt - wir konnten das leider nicht mit eigenen Augen evaluieren!;)

Nach diesem leicht gruseligen Abstecher, konnten wir uns zur Aufmunterung dann an der Schatzkammer der Hofburg erfreuen - in der es allerdings auch schön dunkel und ein wenig gruselig war.;) Statt Prunkstatuen und traurigen kleinen Kindersärgen kann man sich hier Prunkgewänder ansehen, auch wenn die Wiege Napoleons II. einen gewissen Herzeleid-Faktor hat.
Zu den interessantesten Exponaten zählten dabei natürlich die Kaiserinsignien, die wir hier in Aachen ja leider nur noch als Duplikate bewundern dürfen, weil die frechen Habsburger einfach mal die Krone auch nach Auflösung des Heiligen Römischen Reiches nicht wieder herausgeben wollten - ein Versuch die Krone Heim ins Reich zu führen hätte uns daher bestimmt einen Orden eingebracht, wäre aber im Zuschauerandrang und gegen die stringenten Sicherheitsvorkehrungen wohl nicht zu machen gewesen...vielleicht beim nächsten Mal!;)

Den Nachmittag durften wir dann dank guter Professoren-Verbindungen im Haus-, Hof- und Staatsarchiv verbringen, dass von Außen, wie Innen genauso großartig aussieht, wie der Titel vorgibt!;) Unnötig zu erwähnen, dass man sich hier in einem Historiker-Graceland befindet, voller alter Dokumente und einzigartiger Quellenbestände. Wem es da nicht in den Fingern juckt in alle möglichen Kisten zu schauen, der hat ganz klar seinen Beruf verfehlt!;)


Highligh des Tages: Ein Abend im Biergarten und jede Menge interessanter Unterhaltungen von ernsthaft zu abstrus - und manchmal beides gleichzeitig!;) Eigentlich müsste das gemeinsame Abendessen lauter spinnerter Historiker jeden Tag als Highlight auftauchen, aber zur Würdigung der einheimischen Archiv-Spezialisten in unserer Gesellschaft hatte ich das Gefühl müsste dieses hier besondere Erwähnung finden!:)

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