31.12.2010

Silvester-Füller

Diesmal nicht von mir, sondern wieder von üblicher Stelle, die definitiv letzten Blog-Worte 2010!:)

1.  Inzwischen glaube ich tatsächlich, dass das Zeitgefühl sich ändert, wenn man älter wird...
2.  Raclette und Nobodys Perfect sind bei uns Tradition an Silvester.
3.  Die Nachricht des Tages hab ich noch nicht gehört...;)
4.  Hoffentlich kommen die nächsten freien Tage so schnell wie möglich.
5.  Heute um Mitternacht fängt das neue Kalenderjahr an...*doh*?
6.  Vorsätze sind nicht mein Ding - entweder man will etwas verändern, oder nicht, das geht an jedem Tag im Jahr!
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Raclette, morgen habe ich ausschlafen geplant und Sonntag möchte ich den letzten freien Tag genießen!!!

Ich wünsche euch allen ein glückliches und erfolreiches Jahr 2011!

30.12.2010

Berühmte letzte Worte 2010


Ja, man glaubt es kaum, aber es ist schon wieder einen Tag vor Feuerwerk!!!
Dann muss wohl jetzt mal der ultimative Rückblick her - wozu hat man Silvester schließlich sonst...außer zum Raclette und Saufen vielleicht noch!;)

Vorherrschendes Gefühl für 2011?
Erwartungsvolle Zufriedenheit - vieles hat sich schon entwickelt, vieles bleibt noch spannend!

2010 zum ersten Mal getan?
Brügge gesehen - und überlebt!;)

2010 nach langer Zeit wieder getan?
Geschrieben!!! Oh mann, das war toll...bisher sind es "nur" Kurzgeschichten, aber es geht wieder was!;) Und wenn ich 13 Kurzgeschichten zusammenkriege, mach' ich einen Band draus, Vorsatz für die Zukunft!

2010 leider nicht getan?
Nach London gefahren. Nächstes Jahr hoffentlich...(unveränderte Übernahme aus dem letzten Jahr *grml*)

Die teuerste Anschaffung?
Mein neuer, kleiner Helfer im Alltag...und gleich danach mein Kater! Beide sind auf ihre Art einfach super, genial und toll und treiben mich manchmal zur Verzweiflung!;)

(Un)wort des Jahres?
Klimawandel - warum ständig über etwas reden, an dem doch sowieso nie jemand wirklich was ändern möchte, solange es das tolle Totschlagargument "Wirtschaft" gibt?!? Oh und gleich noch eins hinterher: Staatsbankrott! Liebe Kinder und Politiker, ein bißchen historische Bildung schadet nie: Karl V. (der mit dem Weltreich von Holtstein bis Honduras) hat 5 Staatsbankrotts überlebt. Scheint wohl immer irgendwie weiterzugehen...

Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen durch Bewegungsunfähigkeit aber jetzt hoffentlich wieder auf dem richtigen Weg!:)

Alkoholexzesse?
Business as ususal - Geburtstage, Wrap-Party, Halloween...aber keine großen Abstürze dieses Jahr. Nur nach der Yule-Party und den 2 Flaschen Rosé war mir ziemlich übel (süßer Wein, es ist furchtbar!;)...

Haare länger oder kürzer?
Meine Frisur ist wie ein Gemälde - zeitlos und manchmal etwas restaurationsbedürftig. (unveränderte Übernahme aus dem letzten Jahr, scheint also zu stimmen!!!;)

Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
Eigentlich gleichbleibend kurzsichtig, aber hören tu ich nicht so gut dieses Jahr...

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr! Bausparverträge sind was feines, wenn sie denn ausgezahlt werden...

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr...*sfz*...Das mit dem sparen wird dieses Leben wohl nix mehr...

Mehr bewegt oder weniger?
Eigentlich gleichbleibend gehandicapt...Der Geist ist willig!;)

Film des Jahres?
Wie immer habe ich gleich mehrere Filme gesehen, die mir viel Spaß gemacht haben, aber meine Krone 2010 geht dann halt doch an Sherlock, da kam einfach nix ran!;)

Buch des Jahres?
Ach, da ist ja noch schwieriger...erstmal stelle ich fest: Ich lese zuviel, als das ich mir das alles merken kann! Aber: Da ich ja immer alles blogge, ist das nicht so schlimm, da steht ja ob ich das Buch mochte, oder nicht!;)
Ich muss dieses Jahr mal aufsplitten, da tatsächlich auch ein paar gute Sachbücher dabei waren: Mein Buch 2010 ist daher Coraline und die Sachbuch Krone geht an Athenais - wie klangvoll!;)

Erkenntnis des Jahres?
Je weniger Zeit/Je mehr Stress man hat, deto klarer sieht man, was man in seinem Leben nicht braucht und daher ausmisten sollte - und das sollte man dann auch tun!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Hmm, was hab ich denn so verschenkt dieses Jahr? Irgendwie war 2009 das Jahr der teuren, aufwendigen Geschenke, dieses Jahr gab's eher Kleinigkeiten...aber ich glaube der Tattoo-Gutschein für Schatzi's neusten Körperschmuck kam ganz gut an!;) Erst krieg er von mir ne PS2, dann ne Stereoanlage, jetzt das Tattoo...darf ich mich selber zur Wife of the Century Wahl anmelden?;)

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Spaß, Freude und ein offenes Ohr schenken mir immer viele Menschen, aber ich beschränke mich mal auf die materiellen Dinge des Lebens: Badewannenspielzeug und einen Eintrittkartengutschein für meine persönliche History-Geek-Veranstaltung!

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
"Wenn ich ein Buch wäre, was wäre ich dann?"
"Ein Wörterbuch!"
Die netteste Umschreibung für "redet zuviel und muss zu allem ihren Senf dazu geben", die mir bisher untergekommen ist!;)

Die größte Enttäuschung?
Hmmm...wir haben es nach 4Monaten halbherzigen Suchens noch nicht geschafft das perfekte Eigenheim zu finden...es tut mir Leid, mehr fällt mir nicht ein, war wohl ein ganz gutes Jahr soweit!;)

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Sommerurlaub mit ganz viel Entspannung und ein bißchen Kultur (so wie ich es mag:)!

Vorsatz fürs neue Jahr?
Ein bißchen planungsintensiver an der Verwirklichung meiner Wünsche zu arbeiten - Et hätt noch immer juht jejahnge ist nur bis zu einem gewissen Punkt hilfreich!;)

2010 war mit einem Wort?
Ein Aufbruchsjahr!

Winterimpressionen 2010

Der böse, dunkle Winter ist ja nun eigentlich schon fast wieder vorbei - gut, theoretisch merkt man erst im Februar, dass es auch wieder heller wird, aber es geht ums Prinzip!;) - da ist es doch Zeit ein paar Winterimpressionen festzuhalten:

1. Geschenke kaufen: Bist du zu klein, sind sie zu groß!

2. Weihnachtsessen: Besser Maurerdekolleteé als gar keine Erotik...

3. Festtags-Chic: Bei trägheitsbedingter Bügelfaulheit ist der Kleiderschrank nach allen wärmenden Kleidungsstücken zu durchsuchen, die noch übrig sind - den Kampf Warm vs. Elegant kann der Tussi-Trieb bei diesem Wetter gar nicht gewinnen!;)

4. Abbruchsgefahr: Unser Balkon kurz vorm Schneemanntauglichen Beladezustand!

5. Walking in a Winter Wonderland: Der Stadtpark auf dem Weg zum Thermen - zugegeben, wenn nicht das warme Wasser-Wunderland am Ende des Weges gelegen hätte, wäre mir die kalte Rutschpartie weniger 
entspannsam vorgekommen. Aber schön ruhig wars!:)


Ein Foto von uns im warmen Außenpool umgeben von Schneebergen - viiiel toller als im Sommer, wenn eh jeder draußen rumhängt!;) - konnte ich ja leider nicht machen, aber ich denke so ungefähr kann man sich das vorstellen:
Schönen Winter noch!;)

28.12.2010

Dreimal Weihnachten kochen

Ja, ich weiss, Weihnachten interessiert schon keinen mehr, im Supermarkt gibt es schon Ostereier und die Planungen für Silvester laufen auf Hochtouren, aber einen kleinen Nachtrag zum Weihnachtsessen 2010 muss ich dann doch noch loswerden!

Nachdem wir im Sommer schon Bella Italia auf dem Tisch hatten, war ich wirklich versucht diesmal eine Spanische Variante mit ganz viel Tappas zu machen, aber gücklicherweise habe ich schnell erkannt, dass Tappas für 7-8Personen doch etwas zu aufwendig sein könnten, um das eben mal am 2. Weihnachtstag nach 6 Zugfahrten durchs winterliche Deutschland noch aus dem Ärmel zu schütteln.;)
Also gab es dieses Jahr zu Weihnachten mal alle die Weihnachts-Gerichte, aus denen man aus verschiedensten Gründen nur schwer ein ganzes Menu zusammenzimmern kann - deutschen Kartoffelsalat (3 Gänge "gut-bürgerlich" wäre mir zu langweilig;), britischen Cider-Eintopf (für 3 Gänge von der Insel, ist Vieles da drüben zu ungenießbar...sorry, ist so!;) und Obstsalat ala Thailand (3 Gänge asiatisch kommt bei den Gästen nicht so gut an, da macht man nix dran;). Und hier die Rezepte dazu (kalkuliert für 6-8Personen):

Vorspeise: Kartoffelsalat mit Würstchen
Bekannterweise bin ich ja ein wenig faul, daher hier die easy-going, aber lecker Variante.;)
Zutaten:
1,5kg Kartoffeln (festkochend am besten, alles andere geht aber auch)
1 Bund Frühlingszwiebeln
2 kleine Zwiebeln
1 Glas Saure Gurken
10 Eier (keine Sorge, 4 sind nur zur Deko;)
1 Glas Miracle Whip
Senf, Petersilie, Salz Pfeffer, Hühnerbrühe

Die Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und in Hühnerbrühe gar kochen. Die Gurken, Frühlingszwiebeln, Zwiebeln und 6 Eier zerkleinern und mit der Mayonaise verrühren und einen Schuss Gurkenwasser dazugeben. Dann mit Senf, Petersilie, Salz und Pfeffer würzen und die Kartoffeln unterheben. Die restlichen Eier vierteln und mit ein bißchen Grünzeug als Deko anrichten.
Schon fertig!;)

Hauptgericht: Cider-Eintopf
Auch wenn es sich teilweise sehr merkwürdig anhört, es schmeckt wirklich!;)
Zutaten:
ca. 1,5kg Schweinefilet
300g Speckwürfel
3 Stangen Porree
6 mittelgroße Möhren
6 Äpfel
10-12 Schalotten
2 Becher Creme Fraiche
1/2l Cider (oder auch Cidre;)
Hühnerbrühe, Butter, Zucker, Salz, Pfeffer, Apfelessig, Speisestärke

Alle Zutaten in mundgerechte Stücke schneiden. Dann das Fleisch mit Speck und Schalotten anbraten und nach und nach die Möhren und den Porree zugeben. Wenn alles etwas eingekocht ist, mit der Hühnerbrühe und dem Cider ablöschen und für 1,5Stunden bei 160° in den Ofen geben.
In der Zwischenzeit die Apfelstücke mit Butter und ca. 5EL Zucker anbraten (karamelisieren heißt das wohl im Fachjargon;). Nach Ablauf der Ofengarzeit die Apfelstücke unter den Eintopf heben, die Creme Fraiche unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken.
Ganz zum Schluss einen letzten Schluck Cider dazugeben (für den Restalkohol;) und die Soße mit Speisestärke abbinden. Schmeckt unerwartet, aber super!
Da sag noch einer die Briten würden nur eklige Sachen essen...ein blindes Huhn muss ja auch mal ein Korn fidnen!;)

Dessert: Asiatischer Obstsalat
Ich bin ja sehr Back-Unaffin, was die Dessertsuche ein wenig schwieriger macht, aber das hier ist a) lecker b) einfach und c) superschnell auch in großen Mengen herzustellen - ein Partyknaller, wenn ich je einen gesehen habe!;)
Zutaten:
4-5 mittelgroße Bananen
2 Mangos
1 Dose Litchis
1 Packung Rote Beeren (oder auch frische, wenn nicht grade Winter ist;)
1 Dose Kokosmilch
1 Flasche Pflaumenwein
Vannillin-Zucker

Alle Zutaten in mundgerechte Stücke schneiden, eine halbe Dose Kokosmilch mit einem halben Glas Pflaumenwein und Vanilliezucker mischen und als Dressing verwenden - fertig! Ich sag' ja - es macht sich fast von alleine!;)

Guten Hunger!

24.12.2010

Weihnachts-Füller

Auch wenn es schon ein wenig spät ist (teilweise;):
Ein schönes Yule-Fest, Alles Liebe zur Wintersonnenwende, Fröhliche Weihnachten, Besinnliches Hanukkah und was der säsonalen Wünsche mehr sind!:)

Es haben sich ja immer alle ein weißes Wiehnachtsfest gewünscht, ich glaube da haben die Wettergötter dieses Jahr mal die Probe auf Exempel gestartet und siehe: Immer noch motzen alle und man kann es niemandem Recht machen - hätte man auch vorraussehen können!;D

Man fragt sich wie die Menschen in der Schweiz oder Österreich (um nur mal die nächstliegenden Kandidaten zu nennen) das jedes Jahr hinkriegen mit dem Schnee, aber das deutsche Flachland ist damit einfach mal überfordert. Da wird wohl beim "Driving Home for Christmas" nur Ruhe und Zen weiterhelfen - was passiert, passiert!;)

Bevor ich mich aber in die verfressenen Feiertage verabschiede, gibt es ein ganz eigenes Blog-Yulewichteln: Mein eigener Freitags-Füller nur für euch!;)

1.  Schnee an Weihnachten habe ich nicht mehr gesehen, seit ich ein kleines Kind war.
2.  Mein schönstes Geschenk sind 7 freie Tage zum Entspannen und Ausschlafen!
3.  Meinen iPod mit Videofunktion finde ich unverzichtbar (beim Bahnfahren durch dieses Wetter!).
4.  Irgenwie finde ich gute Vorsätze fürs neue Jahr merkwürdig.
5.  Ich bin lieber gemütlich, als besinnlich!;)
6.  Im nächsten Jahr kann es ruhig so weitergehen wie bisher!
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich aufs Ankommen, morgen habe ich noch mehr Bahnfahren geplant und Sonntag möchte ich gemütlich den letzten Feiertag begehen!

Eine gute Reise und schöne Feiertage euch allen!

18.12.2010

Die Soziologie und Ich. Oder: Ich bin ein Affen-Elefant!

Ein beliebtes Sprichwort sagt: wer im Schlachthaus sitzt, sollte nicht mit Schweinen werfen.
Es ist mir daher durchaus bewusst, dass man mit einem M.A. Abschluss in Geschichte, Britischer Literatur und Philosophie nicht unbedingt in der Situation ist, die Studienfächer anderer Menschen als sinnlos zu verurteilen - daher würde ich das auch nie tun, wirklich nicht!
Es fällt mir aber manchmal schwer mich mit gewissen Soziologischen und Psychologischen Systemen abzufinden - gerade wenn diese sich als "Naturwissenschaften" begreifen. Auch auf die Gefahr hin mich jetzt sehr unbeliebt zu machen, aber wenn wir Soziologie als Naturwissenschaft definieren, können wir die Schöpfungsgeschichte auch gleich wieder in der Biologie eingliedern.;)

Wenn man also den naturwissenschaftlichen Charakter soziologischer Profile (Wiederholbarkeit, Objektivität und sowas;) prinzipiell in Frage stellt, könnte man sich ja fragen: Wozu dann das überhaupt? Interessanterweise finde ich aber auch diese Herangehensweise völlig unangebracht: Das Problem der psychologischen und soziologischen Forschung sind schlicht und einfach die Versuchsobjekte - wo es um die individuelle Realität von mental sehr komplexen Lebewesen geht, kann meiner Meinung nach die Wiederholbarkeit der Untersuchungen nur auf der Strecke bleiben - das sollte aber nicht dazu führen sich nicht weiter mit psychologischen Prozessen zu beschäftigen.
Nachdem ich also so wortreich verteidigen konnte, warum ich immer noch der Meinung bin, dass viel mehr Menschen ihre ewig ungelösten Probleme einem guten Couchmenschen anvertrauen sollten, auch wenn der menschliche Geist sich nicht so brav untersuchen lässt, wie der durchschnittliche Stein, kann ich mal dazu übergehen von meinem netten "Self-Marketing" Seminar zu erzählen!;)

Eigentlich sollten wir uns ja in diesem Seminar mit Bewerbungen, Techniken für das Bewerbungsgespräch oder Formatvorlagen für Lebensläufe beschäftigen - da wir aber (leider) sehr schnell feststellten, dass ich nicht nur die Einzige war, die schonmal Bewerbungsgespräche (wenn auch nur Vorgespräche) geführt hat, sondern auch tatsächlich die Einzige, die schonmal einen Bewerbungsprozess mit Gesprächen durchlaufen musste, stellte sich das etwas anders dar...
Scheinbar ist es an der RWTH immer noch üblich, dass Menschen bis in ihre späten 30er so sicher in ihren Promotionsjobs verpackt sind, dass sie nicht nur nie eine Bewerbung schreiben, sondern auch nie über ihre Lebensplanung nachdenken mussten - ich weiss nicht, wie es euch so geht, aber ich fand das ziemlich erschreckend!;) Das Seminar gestaltete sich für mich also in zweierlei Hinsicht dadurch etwas anstrengender als gedacht: Zum einen war ich der ständige Referenzpunkt für jedes Feedback und jeden Erfahrungsbeitrag (hatte ja sonst keiner irgendwelche Erfahrungen;) und wurde für das videoaugezeichnete Trainingsgespräch (ich hasse meine Stimme auf Tonband!) gleich mal zum Freiwilligen bestimmt - zum Glück auf der Interviewer-Seite, also wurden meine Aussagen nicht alle danach nochmal analysiert!!! (Trotzdem nicht leicht sich ad hoc irgendwelche schlauen Fragen aus dem Hirn zu saugen, wenn man keine Ahnung vom Fachgebiet oder dem Job hat, um den es eigentlich geht - aber hier hilft die Impro-Erfahrung aus der Theatergruppe, ich werde nie wieder darüber schimpfen...oder nicht mehr soviel!;)
Zum anderen waren die 4Stunden Self-Assessment und Persönlichkeitsprofil-Erstellung für mich erstmal nicht so spannend - in meiner gegenwärtigen Lebensposition wäre es etwas spät damit anzufangen rauszufinden wer ich eigentlich bin und was ich mit meinem Leben gerne anfangen würde...;)

Da ich aber der Soziologie - trotz aller wissenschaftlichen Bedenken;) - gerne eine Chance gebe und auch dieses Seminar mir wieder einmal gezeigt hat, wie viele Menschen tatsächlich durchs Leben laufen, ohne sich selbst zu reflektieren, oder einen halbwegs realistischen Blick für ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln, bin ich natürlich geneigt das mit vorgestellte System mal weiterzuverbreiten - DISG
Man geht davon aus, dass jeder Persönlichkeit 4 Charakterseiten inne wohnen, die unterschiedliche Ausprägungen haben - unsere Stärken liegen in den entwickelten Bereichen, unsere Potentiale in den weniger entwickelten, soweit ist das nicht erstaunlich.
Meist sind 2 Seiten eher stark und 2 eher schwach ausgeprägt - leider habe ich das tolle Lehrbild für Kinder im Netz nicht gefunden, auf dem man sich entscheiden musste, ob man lieber ein starker, einzelkämpferischer Tiger, ein witziger, kreativer Affe, ein bodenständiger, gutmütiger Elefant, oder eine detailverliebte, arbeitsame Ameise sein wollte.
Ich bin ein Affen-Elefant, das steht mal ganz ausser Frage, Tiger-Kämpfe mag ich nicht und Ameisen-Arbeit macht mich ramdösig!;)
Das Ganze hat aber natürlich auch einen Bezug zur Job-Wahl, sonst wäre es ja eher unangebracht in einem Bewerbungstraining gewesen: Als starker G-Typ bin ich gut im Labor, oder in der Finanzverwaltung untergeracht, wo es auf repetetives, detailgenaues Arbeiten ankommt, als starker D-Typ sollte ich eher im Verkauf, oder der Kundenaquise arbeiten. Setzt man einen G-Typ in eine Manager- oder Vertriebsposition braucht er tagtäglich viel innere Kraft, um seinen Mangel an diesen D-Fähigkeiten zu kompensieren und wird irgendwann völlig unglücklich und geburnoutet sein, wie man neudeutsch so schön sagt.

Ich denke, wenn man sich noch nie über solche Dinge Gedanken gemacht hat, kann so eine Analyse schon sinnvoll sein, aber trotzdem sollte die stärkste (auch im Land of Truth vorgetragene) Kritik noch zur Sprache kommen: Hier geht es um Selbst-Einschätzung.
Da die eigene Realität aber subjektiv ist, setzt der Erfolg dieser Selbst-Analyse ein gewisses Maß an Ehrlichkeit und ungetrübter Inneneinsicht voraus. Persona oder auch Persönlichkeit leitet sich bekanntlich vom griechischen Wort für Maske ab - ein Mensch dessen Maske also soweit entwickelt ist, dass sie ihm schon die realistische Selbsteinschätzung versperrt, wird auch mit dieser Analyse nicht glücklich werden - er wird nur sehen, wie er gerne wäre, nicht wie er ist.
Ich würde gerne sagen, hier kann ja dann die Fremdwahrnehmung von Freunden und Kollegen helfen, aber 1. wird ein unsicherer Mensch selten eine Fremdwahrnehmung zulassen, die seinem einen Selbstbild widerspricht ("Ich kenne mich ja wohl besser, als die Anderen.") und 2. kann es durchaus sein, dass er gar keine engen, vertrauten Menschen um sich herum hat, weil er niemanden hinter seine Maske blicken lässt.
Hier könnte ein erfahrener Therapeut helfen, aber die Maske "Selbstsicherheit" wird wohl auch das nicht zulassen - Hilfe suchen ist in dieser Realitätswahrnehmung gleichbedeutend mit Niederlage und Scheitern - und sich lieber weiter darüber wundern, warum das Leben einfach so schwierig und ihr Träger immer so unglücklich ist.

Diese ganzen Vorbehalte einzubringen hätte aber a) den Rahmen des Seminars gesprengt und b) meinen eignen Klugscheißer-Outsider Posten so sehr gefestigt, dass ich  - ich hoffe aus verständlichen Gründen - darauf verzichtet habe sie anzubringen...dazu ist ja der Blog da!;)

In diesem Sinne einen schönen Abend und einen geruhsamen Sonntag!

Shopping-Teambildung und die Gefahren der Leerlaufzeit

Leerlaufzeit kann ein Gewinn, aber auch eine Last sein.
Man kennt das ja: Man hat einen Termin, der unerwartet früh endet und plötzlich noch ein gewisses Zeitfenster zum nächsten Termin. Dieses Zeitfenster kann drei generelle Formen haben - ein paar Minuten mehr Zeit als geplant, können sehr entspannend sein (kein Zeitdruck auf dem Weg, schnell noch beim Bäcker reinspringen, oder eine wichtige Besorgung erledigen, die man dann auf dem Nach-Hause-Weg nicht mehr machen braucht), ein paar Stunden gar bieten noch ganz andere Möglichkeiten zur Entspannung (Zwischenstop auf dem heimischen Sofa, spontanes gemütliches Mittag oder Abendessen statt dem Bäckerzwischenstop usw.;), aber die Zeitspanne dazwischen kann ganz schön anstrengend, oder auch teuer sein....
Wenn keine Zeit mehr bleibt irgendetwas sinnvolles zu tun, oder nochmal nach Hause zu gehen, aber zuviel Zeit, um sich auf direktem Weg zum nächsten Bestimmungsort zu begeben, fängt die gefährliche Suche nach unverbindlichen Zwischenbeschäftigungen an - und mir fallen da leider meist nur 2 Dinge ein: Kaffeenachschub besorgen, oder Schaufensterbummel...

Nun bin ich ja nicht wirklich der Shopping-Typ. Ich besitze gerne neue Dinge, aber das eigentliche Einkaufen finde ich eher anstrengend - ich hasse Gedränge, Anprobekabinen und Lärm - weswegen Shopping mit mir eigentlich eine ziemlich schnelle Angelegenheit ist: In den Laden, Gefällt mir was? (Ja/Nein), Meine Größe? (Ja/Nein), Anprobe, Gefällt mir immer noch? (Ja/Nein). Jedes Kleidungsstück, über das man mehr als 2Minuten nachdenken muss - es sei denn es geht um finanzielle Überlegungen;) - wird man eh nie wieder anziehen, daher gibt es bewusst keine Vielleicht Alternative.  Aber...jede Regel hat ihre Ausnahme und so gibt es natürlich auch für mich diese "Mist, jetzt hab' ich schon wieder Geld ausgegeben!" Situationen - im Buchladen!;)

Alle Versuche mir deswegen ein schlechtes Gewissen einzureden, sind leider bisher an meinem hedonistischen Kern gescheitert, weswegen ich wohl davon ausgehen muss, dass sich das ungebremste Bücherkaufen wohl auch zukünftig negativ auf meine Kontoentwicklung auswirken wird - aber hey, Geektum will eben auch gepflegt werden!;)

Daher liegen jetzt ein paar neue Sachbücher auf meinem To-Read Stapel, über die ich dann Beizeiten berichten kann - es ist nämlich leider so, dass ich eine zunehmende Unfähigkeit entwickle Romane zu kaufen...
Ich weiss nicht, ob es am Literaturstudium liegt, oder am Selber-Schreiben, aber ich tue mich wirklich schwer damit die meisten Bücher zu mögen, die "man" eben grade so liest. Bei Sachbüchern ist das irgendwie einfacher - vielleicht ist das eine mal was spannender/langweiliger geschrieben, als das andere, aber im Grunde bekommt man, was man erwartet: Information!;)
Bei Romanen kann der Autor bei mir einfach viel mehr falsch machen, selbst wenn ihn Millionen anderer Leute toll finden. Nehmen wir mal eine beliebte Teenie-Vampirserie: sprachlich schlampig, stilistisch plump, die Charaktere flach und teilweise unlogisch, die Story einfallslos und lückenhaft - durchgefallen! Und dafür musste ich nicht mal 20Seiten lesen.;)
Natürlich gibt es auch weniger krasse negativ-Beispiele, aber selbst dann ärgert mich ein unlogischer Hauptcharakter, oder ein sich ständig wiederholender Stil, oder einfach eine viel zu komplizierte, sinnlos aufgebauschte Story *hustFolletthushust* meist zu sehr um noch die Geduld aufzubringen zu sehen ob das Buch ansonsten "ganz nett" sein könnte. Ich will kein "ganz nettes" Buch kaufen und lesen, ich will gute Bücher kaufen und lesen!:)

Der Ausweg aus dieser Unsicherheit vor dem Ladenregal ist daher vielleicht das Team-Shopping - immerhin konnte mein Mann bei seinem unfreiwilligen Aufenthalt in der Geschichtsabteilung schon ein Sachbuch für sich entdecken, das mich zwar weniger interessiert, aber seinen Wissenhorizont bestimmt erweitern wird. Jetzt wollen wir beim nächsten Mal ausprobieren, ob das auch bei mir funktioniert: Schrittweise Annäherung an den Problemfall Romankauf unter Anleitung quasi!;)

Man wird lesen, ob es funktioniert hat!

Zu spät, zu spät...

Oh man, war ich gestern tot, als ich nach Hause kam...dabei hatte ich mir fest vorgenommen den Freitags-Füller noch zu machen, aber ich hab's überhaupt nich hingekriegt. Woche zu lang!;)

Aber naja, besser spät als nie:
1.  Röhre in Stiefeln geht nur im Pferdestall!
2.  Mein neustes lustiges Weihnachts-Familienspiel liegt heute endlich auf dem Tisch.:)
3.  Wenn ich 3 Tage eingeschneit wäre, könnte ich ganz viel lesen und schlafen, das wäre super...
4. Bach's Toccata und Fuge ist mein Favorit bei Weihnachtsmusik (wobei das Dies Irae auch ganz gut passt, wenn man zwischen plärrenden Weihnachtsmarkt-Touristen feststeckt^^).
5.  Nur noch eine Woche bis Weihnachten und alle Geschenke sind gekauft und verpackt! Eine Premiere!;)
6.  Ich habe genug von vereisten Gehwegen - lasst doch den Schnee einfach liegen, dann fall ich wenigstens weich!!!
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf SCHLAFEN, morgen habe ich einen Einsatz als Umzugshelferlein und noch mehr SCHLAFEN geplant und Sonntag möchte ich, na wer errät es? Genau, Ausschlafen!;)

Einen schönen letzten Advent! (und ja, demnächst gibt's auch wieder Posts mit Inhalt und so...;)

15.12.2010

Holz...*pff*

Auch wenn 5 Jahre vielleicht noch keine so lange Zeit sind, könnte man schon einen hübscheren Ausdruck als Holz-Hochzeit dafür finden, oder?!?

Naja, wenigstens sieht mein Spiegelbild dem Foto noch ziemlich ähnlich, das ist ja schonmal was!;)

Happy HoHo allerseits!;)

11.12.2010

Scraps and Tails

Irgendwie komme ich momentan nicht dazu die üblichen Blogeinträge umzusetzen - teilweise hat das auch damit zu tun, dass mein Rücken sich weigert länger als 30Minuten still zu sitzen;) - aber ein paar Eindrücke und Anfänge habe ich dann doch festgehalten:

1. Adventkalender ala Ela
Ich mag keine Adventkalender-Schokolade und Bildchen sind auch doof, also gibt es bei uns die Gemütlichkeits-Variante mit Licht und Wärme Faktor. Irgendwie hatten wir das früher Zuhause immer schon, aber jetzt sieht man diese Teller überall - wir sind halt Trendsetter, ich wusste es immer schon...;)

2. The Joy of Scraps and Papers
Ich weiss, es ist total kitschig und furchtbar schlecht für die Umwelt, aber ich liiiiieeebe Geschenke verpacken!:) Ich habe schon fast mehr Spaß daran Geschenke für Andere einzupacken, als meine eigenen auszupacken - und da bietet sich Weihnachten als Spielwiese natrülich an! Um den kleinen Öko in mir zumindest ein bißchen zu beruhigen, haben wir aber immerhin Recycling-Geschenkpapier!;)

3. Es gibt immer was zu tun...
Dazu sag ich mal noch nicht soviel, das muss ich in Ruhe in Angriff nehmen, wenn es meinem Rücken besser geht. Nur soviel: Ich denke an ganz viele Perlen und Rhett Butler!;)

Mehr dazu gibt es dann, wenn ich wieder dazu komme - bestimmt im nächsten Jahr!;)

10.12.2010

Huch!

Jetzt war ich so in meine ärztlich verordnete Tiefenentspannung vertieft - oder mit dem Ziepen und Jucken der Wärmepflaster beschäftigt...;) - dass ich doch glatt fast den Freitags-Füller vergessen hätte!
Also mal frisch ans Werk:)

1.   Manche Leute sind einfach erschreckend unreif!
2.   Guter Schlaf ist einfach unersetzlich, ganz besonders für mich.;)
3.   Vorige Woche war einfach nur anstrengend...
4.   Am liebsten blogge ich alles was mir einfällt!!!;)
5.   Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, das sagt(e) meine Mutter immer.
6.   Wenn ich wüsste was morgen passiert, wäre das heute doch langweilig!;)
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Weihnachtsgeschenke verpacken, morgen habe ich einen lustigen DVD Abend geplant und Sonntag möchte ich endlich keine Rückenschmerzen mehr haben!

08.12.2010

The Simpsons and Philosophy

Puh, ich hatte viel zu tun in letzter Zeit, oder?
Es mag sich seltsam anhören, aber mir fällt das meistens erst so wirklich, wirklich auf, wenn ich feststelle, dass es schon über 4 Wochen her ist, seit ich zum letzten Mal ein Buch ausgelesen habe...;)
Der heutige Kandidat hat es mir aber auch nicht leicht gemacht, was ihm aber eine höhere Bewertung einbringt, als ich im Vorhinein gedacht hätte - aber der Reihe nach!

Einer meiner nachteiligsten Wesenzüge ist ja zugegebenermaßen, dass mich der Kram, den ich studiert habe leider wirklich interessiert - das mag sich jetzt zuerst nicht so schlimm anhören, aber wenn man wirklich mal darüber nachdenkt wieviel höheres Geisteswissenschaftliches Gedankengut man so im "wirklichen" Leben braucht, dann kann das schon ganz schön frustrierend sein, wenn einen der Quatsch wirklich und wahrhaftig interessiert, den 99% der Welt für Zeitverschwendung hält...aber genug gejammert!;)
Ein weiterer meiner nachteiligen Wesenszüge ist, dass ich den Elfenbeiturmbesetzern (das ist jetzt mal auf 55% meiner ehemaligen Dozenten zu übertragen, der Rest war ok;) immer mit interdisziplinärem Kram kommen wollte, weil ich irgendwie fand, dass fächerübergreifendes Wissen und sowas tatsächlich irgendwie cool sein könnte...meistens hab' ich mir das Leben damit nur unnötig schwer gemacht, lasst es auch also sagen, liebe Power-Gamer-Studenten: Das ist nichts für leicht verdiente 1er Durchschnitte!

Da freut es einen doch, dass man in seinem (sprich meinem) Leben wenigstens eine Fremdsprache gut genug gelernt hat, um an der interdisziplinären Wissenschaft teilzunehmen, die anderswo passiert - da ist man nämlich was die Kombination von echtem Leben und Wissenschaft angeht schon ein wenig weiter...;)

Also stelle ich euch heute vor: The Simpsons and Philosophy aus der Reihe Popular Culture and Philosophy, die Beispiel auch schon Ergüsse zu den Untiefen von Seinfeld veröffentlich hat.
Vielleicht hätte ich mich mit der deutschen Übersetzung "begnügen" sollen, aber wenn ich ehrlich bin, war ich dafür zu arrogant - ich hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass mich da wirklich Philosophie-Professoren mit Kant, Nietsche, Marx (Karl nicht Groucho) und Heidegger beschmeißen würden, bis mir wirklich mal bewußt geworden ist, wie lang mein letztes Hauptseminar schon her ist...

Einer meiner symphatischeren Wesenzüge (finde ich;) ist ja aber, dass ich bequem damit leben kann auch mal Unrecht zu haben und es gut finde, wenn jemand mehr weiss als ich, und das auch noch einigermaßen interessant vermitteln kann. Für eine harte Nuss von Buch mit viel Kopfrauchpotential und nur dem minimalen Kritikpunkt, dass bei einzelnen Essays der Transfer zur Populärkultur etwas zu kurz kommt, vergebe ich daher auch satte 4,5 von 5 Donuts.
Von wegen Kinderprogramm!;)

06.12.2010

Background Processing und Bonsai-Literatur



Manchmal kann man an der deutschen Literaturwissenschaft ja ein wenig verzweifeln (war vielleicht ganz gut, dass ich nur 2 Wochen Germanistik durchgehalten habe;)!
Da hatte ich mich gefreut wie ein halbgares Sojaschnitzel, dass mir seit ewigen Jahren mal wieder eine Idee für eine typische Kurzgeschichte an den Kopf geflogen war - das Konzept der Kurzgeschichte kommt mir nicht so leicht aus der Tastatur, ich brauche da immer ein "größeres Konzept", wie die Was ist Liebe? Reihe für die Perlen, oder die Fantasy Testballons für Elysion - und war sogar noch erstaunter, als sich Idee Nummer 2 gleich hinterher schob. (Was vielleicht daran liegt, dass der große Geistesblitz für Elysion immer noch ausbleibt, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden...;)

So groß war meine Anfangsbegeisterung endlich mal wieder wirklich ans Schreiben zu kommen, dass ich mir dachte: Oh cool, endlich kannst du mal an den 1001 Kurzgeschichtenwettbewerben teilnehmen, die es immer so gibt!
Also gleich mal die aktuellen Ausschreibungen recherchiert, sich an eine Veröffentlichungsliste gemacht - wird ja leider oft vorausgesetzt, wobei ich nicht glaube, dass man unbedingt bessere Kurzgeschichten schreibt, weil man schonmal irgendwo ein Gedicht veröffentlicht hat, aber naja... - und die Geschichten zum Lektorat gegeben (dabeisein ist ja bekanntlich alles, aber man will sich ja auch nicht blamieren;). Was ich dabei allerdings übersehen habe: Die Kurzgeschichte an sich ist ein scheinbar sehr spezielles Gewächs, dass - zumindest in der Wettbewerbslandschaft - von vielen Zäunen und Beschränkungen umgeben ist.
Manche Ausschreibungen fielen für mich also schonmal thematisch flach (den C.S.Lewis Preis für die beste Geschichte mit christlicher Botschaft gewinne ich wohl dieses Leben z.B. nicht mehr;), was mich ja weniger gestört hat, weil am Thema kann man halt nix machen. Es begab sich aber bei einem genaueren Studium der Zugangsbedingungen, dass alle thematisch unebschränkten Wettbewerbe eine Längenbeschränkung ausweisen, die für mich - bisher - uneinhaltbar ist. 6.000-11.000 Zeichen (inklusive (!!!) Leerzeichen) sind schon die meisten meiner Blogeinträge lang, wie man auf diesem Raum eine Geschichte erzählen soll, ist mir bisher noch schleiherhaft.

Vielleicht verlernt man es als Literaturwissenschaftler ja auch sich kurz zu fassen, aber in einer Literaturwelt, in der eine Kurzgeschichte gerade einmal 3-6Seiten (in Schriftgröße 12) lang sein darf, werde ich es glaube ich schwer haben...ich erzähle nunmal gern, ich dachte dabei geht's beim kreativen Schreiben irgendwie...;)
Die deutsche Literaturtheorie bietet mir aber leider auch kein AusweichGenre an, wie mir der Germanist meines Vertrauens bestätigte. Zwar gibt es die exotische Mischform der Novelle (die gerade anglophile Literaten verwirren dürfte;), über die wir schon einmal sprachen, die aber glaube ich selbst "Experten" irgendwie nicht ganz verstehen und die in ihren inhaltlichen Beschränkungen sehr schwammig daherkommt.
Mir gefällt Novelle als Wort zwar gut, aber da man die scheinbar nur darüber definiert, was sie alles NICHT ist, wirkt sie nur sehr eingeschränkt brauchbar für meine Suche nach dem neuen Lange-Kurzgeschichten-Genre. Kurzepik ist auch so eine Verlegenheitsform, die manchmal mit Kurzgeschichte gleichgesetzt wird, manchmal aber auch nicht.
Also muss man wohl eine eigene Bezeichnung finden: Bisher gefällt mir Bonsai-Literatur, wegen der wunderschönen Implikation, dass bei entsprechender Pflege auch ein großer Baum daraus werden könnte!;)
Für andere Vorschläge, bin ich aber durchaus offen!

Was wird aber jetzt aus meinen ganzen schönen Ausschreibungen?
Was das angeht, habe ich ja den unglaublichen Vorteil, dass ich mit meiner Schreiberei noch nie reich werden wollte, weswegen es mich jetzt persönlich nicht wirklich fertig machen würde, wenn es einfach keine Nische für mich gäbe.;)
Wie der Zufall aber so spielt, sitzen tatsächlich noch 2,5Ideen in meinem Hinterkopfspeicher, die dafür tatsächlich brauchbar (heißt einfach nur: kurz genug!!!) sein könnten - wenn ich denn noch Zeit finde, mich mal damit zu beschäftigen.
Ja, ich weiss, ich habe behauptet wenn ich erst keine Theaterproben mehr in meinen zu vollen Terminplan quetschen muss und aus dem Energiesauger Hell-Week raus bin, würde das alles besser, aber die Wahrheit ist ja: Irgendwie ist Schreiben auch kein weniger zeitaufwendiges Hobby und leider ausserdem weniger socializing tauglich und daher noch schwieriger mit Dingen wie Freundeskreis und Freizeitgestaltung zu koordinieren...;)

Da kommt es mir sehr zu Gute, dass mein Hirn die Technik des Background Processing kennt. Ich weiss nicht, ob das ein weiter verbreitetes Phänomen ist, aber meine hintere Hirnhälfte scheint tatsächlich unanhängig von der vorderen arbeiten zu können - die solche langweiligen Sachen koordinieren muss, wie Arbeiten, Atmen und andere unwichtige Dinge;) - und ist daher ständig mit irgendwelchen Ideen beschäftigt. Das geht leider nicht sehr organisiert vor sich, weil sich da sämtliche Ideen zu allen möglichen Beschäftigungen knubbeln, aber über kurz oder lang kommt man trotzdem zu einem Ergebnisansatz.

Ich habe daher zu einer neuen entspannten Grundhaltung zu meinem kreativen Zeitmangel gefunden - eine Idee, die sich 2-3Wochen in meinem Hinterhirn herumwälzt, ist dafür dann nämlich meistens bequem in einem Nachmittag in eine überarbeitungsfähige Grundform zu übersetzen. Und jeder, der schonmal was geschrieben hat, weiss wie vergleichsweise effektiv das ist!;)
Vielleicht sollte ich mir das Konzept patentieren lassen?

Technik die (un-)begeistert



Seit ich diesen Blog betreibe, stelle ich immer wieder fest, wie viele lustige Bilder man mit irgendwelchen Suchbegriffen finden kann und dass es wirklich nichts gibt, was es im Internet nicht gibt!;)

Aber zum Thema: Eigentlich haben wir Montag und das sollt eigentlich heißen, dass ich schon seit mind. einer halben Stunde aufmerksam und arbeitsam über meinen Geschichtsbüchern sitzen sollte. (Heute wäre dran gewesen: Konkurrierende Modelle im dynastischen Europa um 1700 - ob ihrs glaubt oder nicht, das ist tatsächlich ganz spannend!;)

Aber leider ist mein wichtigstes Arbeitstool - hier ein paar Bilder aus unserer glücklichen Anfangszeit - zur Zeit indisponiert, weil es von meinem Göttergatten eine unfreiwillige Kaffee-Dusche verpasst bekam. Und deswegen, liebe Kinder, solltet ihr nie etwas verleihen, oder öffentlich zugänglich machen, das euch wirklich am Herzen liegt: Wenn ihr selber Kaffe drüber schüttet, müsst ihr nämlich niemandem den Kopf abreißen und mit Schlangen ausstopfen, kapiert?!;)
Naja, was soll man da machen, immerhin bleibt einem noch der zuverlässige 10Jahre alte Towerrechner - der allerdings momentan direkt neben einem Katzenklo steht, was meine Arbeitsmoral grade nicht steigert. Um mich also erstmal zu akklimatisieren, schlage mal 2Fliegen mit einer Klappe und erzähle mal von meiner Präsentation letzte Woche und beantworte mal eine Frage, die man als Doktorant ziemlich oft gestellt bekommt: Was machst du da eigentlich?

Da es ja so ist, dass man als Historiker gemeinhin alleine in seinem stillen Kämmerlein sitzt und Bücher liest - auch so ein Grund, aus dem ich mich gerade frage, ob ich das wirklich full-time machen will, aber dazu vielleicht mehr im nächsten Jahr!;) - ist es ab und zu ganz angenehm mal einem einigermaßen vorgebildeten Publikum zu präsentieren was man da eigentlich so tut. Also sollte ich letzte Woche meinen Doktoranten Kollegen mal ein bißchen was erzählen über Die Habsburgischen Niederlande im 18. Jahrhundert (das ist natürlich nur ein grob Thema, aber muss erstmal reichen;). Ich möchte da jetzt thematisch nicht zu detailiert werden, denn ich glaube sooo spannend ist es dann doch nicht für Jedermann - to the Land of Truth, see Here - aber es war wirklich schön zu sehen wie weit man mit ein bißchen Internetrecherche und der Google Bildersuche tatsächlich kommen kann, wenn man brauchbare Veranschaulichungsmaterialien sucht.
(Nicht, dass mir da jetzt ein falscher Eindruck entsteht, den Inhalt meiner Präsentation habe ich schon selber recherchiert, so mit echten Büchern und so, aber ein paar bunte Bilder helfen schon der Verständlichkeit *find*;)

Was ist zum Beispiel euer Wissensstand zum Spanischen Erbfolgekrieg? Wenn man Glück hat, hat man schonmal den Ausdruck irgendwo gehört, aber wenn man nicht zufällig Geschichte studiert hat, ist sogar das vermutlich unwahrscheinlich.;) Da ist es doch großartig, wenn man zur Verdeutlichung ein buntes Bild, wie das hier hat, selbst wenn man den dazugehörigen Wiki-Artikel nicht mehr wirklich braucht!

Womit wir also jetzt die Frage beantwortet hätten, was Historiker eigentlich so machen: Sie lesen dicke Bücher von anderen Historikern mit schwierigen, langen Worten und müsen sich dann überlegen, wie sie das ganze Kauderwelsch dann wieder auf einen allgemeinverträglichen Nenner runterbrechen.
Meine Präsentation war da schon ganz brauchbar, nur wurde mir ans Herz gelegt das Ganze für die Institutskonferenz etwas professioneller zu konzeptionieren - will heißen, auch wenn ich durchaus finde, dass es faktisch richtig ist, darf ich keine Ausdrücke wie "politisches Multitool" oder "Hofburg Catfight" mehr verwenden...vielleicht sollte ich mir das mit der Stand-Up Comedy doch nochmal überlegen, das macht viel mehr Spaß...;)

03.12.2010

Thank God its Friday!

Vergessen wir mal für einen Moment das Thank God its Christmas Gedöns, Weihnachten ist noch zu lange hin und jetzt bin ich erstmal froh, dass diese Woche überhaupt vorbei ist!

So langsam wird es doch wirklich mal Zeit, dass sich die Wirtschaft auf Angestellte im Winterschlaf einstellt, oder?!?;)
Wenigstens gibt's ja jede Woche den Freitags-Füller: Kleine Rituale strukturieren den Tag und die Woche erst Recht!

1.  Bei dieser Kälte hätte ich gerne eine permanente heiße Tee-Infusionsmaschine.
2.  Im nächsten Jahr wird alles besser und ich glaube fest daran.
3.  Schnee auf grünen Tannen sorgt für das ultimative Winter-Wohlgefühl.
4.  Eigentlich bin ich ziemlich tiefenentspannt, auch wenn es manchmal anders aussieht.;)
5.  Am besten gefällt mir der Winter auf der anderen Seite vom Fenster!
6.  Kandierte Äpfel nasche ich nur in der Vorweihnachtzeit (gibts ja sonst auch kaum;).
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen lustigen Tratsch-Abend, morgen habe ich Yule-Wichteln mit Freunden geplant und Sonntag möchte ich einfach nur schlafen!

Schönes Wochenende allerseits!

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