31.05.2010

Wie die Jungfrau zum Kinde...

...bin ich grade mal zu einem kleinen, runden, warmen, felligen Briefbeschwerer gekommen.
Jetzt bleibt mein Bein zumindest von der Seite warm, aber die große Frage ist...wie komme ich jetzt an meinen Stift und meine Notizen?!?

Aufwecken wäre doch arg grausam, oder?

30.05.2010

Grand Prix 2010

Ich glaube wir machen jetzt jedes Jahr eine Grand Prix Party, ich hätte nie gedacht, dass das so lustig sein könnte! (Natürlich nur, wenn A. da Zeit hat, sonst fehlt uns ja das Entertainment...;)
Ich habe mal ein paar Fotos online gestellt (s. Fotos&Erinnerungen), auch wenn meine Handykamera leider keine besonders gute Qualität produziert...
Aber dass wir seh viel Spaß hatten mit unserem "Sing Stars" Kostümthema und unserem eigenen kleinen Sing-Star Grand Prix im Anschluss an die Veranstaltung, wird man hoffentlich sehen!;)

Ich bin ja prinzipiell nicht so der Grand Prix Typ, mit meinem Musik Geschmack hat das alles nichts zu tun und Fremdschämen kann ich mich auch woanders...Aber in großer Runde macht das ertaunlich viel Spaß - zumal wenn 'Schland dann tatsächlich mal einen Blumentopf gewinnt (das durften wir aber bis zur Stimmabgabe von Land 38/39 nicht laut sagen, mit Rücksicht auf A. Nerven;). Man kann ja viel gegen Miss Lena sagen (zum Beispiel, dass sie live nur halb soviele Töne trifft, wie auf Band...), aber eines muss man ihr lassen, ich glaube die ist wirklich so klein und verpeilt und niedlich...oder der Bühne ist eine begnadete Schauspielerin verloren gegangen!;)

Das kriegt von mir den Authenzitäts-Bonus, denn was da sonst immer und auch dieses Mal hautpsächlich so rumlief, war ja eher das übliche in Botox und Gips gemeisselte Grauen (wer um aller Götter Willen hat das Kleid der Irin zu verantworten??!?!? Man kann auch mit ein paar Pfunden zuviel tatsächlich nicht wie eine lila Litfasssäule aussehen, ich würde den Kostümbilder erschlagen.^^). Und wer hat dieses Plastik Saxophon zu verantworten, auf dem dann nach schönster Dieter Bohlen Manier nicht gespielt wurde, während das Playback vom Band kam?!? Zwischen seltsamen spanischen Clown-Ballettgruppen und (halb)nackten Sängerinnen mit Pyrotechnik fällt das unaufdringliche kleine Schwarze eigentlich schon positiv auf...
Obwohl ich sagen muss, dass Griechenland trotzdem den Trash-Award von mir bekommt, einfach nur weil Opa jeder mitsingen kann und das Tunten-Karate-Dojo im Hintergrund war so schlecht, das es schon fast wieder gut war...ich sagte fast!;)
Was ich nicht verstanden habe, ist warum Dänemarks Hans Klock/Tia Carrere Duo mit Händchenhalten und Sturmmaschine soviele Punkte abgeräumt haben...laaaangweilig!!!
Wir mochten Frankreich - Fussballsong und alberne Hüpfchoreographie, im Vergleich mit dem was da sonst noch so rumlief, war das schon Enterntainment! - und die türkischen Linkin Park waren auch ganz nett, auch wenn man sich die Rammstein-Transformer-Power Ranger Backgroundtänzerinnen hätte sparen sollen, Konserven haben noch nie zum Sieg verholfen *haha*.

Auf jeden Fall interessant, dass der Trend im Allgemeinen dahinzugehen scheint, dass man entweder große Show mit großen Effekten braucht, oder einen einzigen Menschen mit Backgroundchor (oder für die "seriösen" Musiker mit Band) auf die Bühne stellt - dazwischen gibt's irgendwie nix. Diese "Wir können tatsächlich Instrumente spielen" Dinger waren allerdings ausnahmslos entweder schmalzig, oder langweilig, oder beides, das bricht nicht die entscheidende Lanze für "ehrliche" Livemusik, Kinder, wirklich nicht...
Ich bin jetzt ehrlichgesagt erstmal froh, wenn Satelite nicht mehr ständig im Radio läuft (bei aller Siegeseuphorie, ich kann kein Lied 10.000x hören und immer noch gut finden;) und werde gespannt beobachten, ob der jahrelang schwer erarbeitete - und sie haben ja wirklich fast nichts unversucht gelassen... - Grand Prix Sieg die Weltmeisterschaft in 2 Wochen überlebt...vielleicht wenn Deutschland in der Vorrunde ausscheidet...*duck* ;D

29.05.2010

How To: Tudor Kleid (Teil 4b)



Isch 'abe fertisch!
Meine Finger sind Wund und meine Fingernägel tun mir weh - echt mal Nähen durch Pappe saugt mit 2000 Watt, das ist verdammt anstrengend auf Dauer!;) - aber ich habe fertig. Und auch wenn Eigenlob stinkt, ich hätte nie gedacht, dass das Endergebnis so cool aussehen würde, nach dem doch etwas krüppeligen Zwischenprodukt und so ganz ohne Plan...
Wie kam es also dazu:

Schritt 1: Überdenken
Zuerstmal habe ich nochmal "Tudor Hairstyles" bei Tante Google eingegeben und dabei ja auch nebenbei noch eine praktische Anleitung zu Haaremachen ala Elisabeth gefunden. Dabei habe ich gelernt, dass eine hohe Stirn damals als schick galt (teilweise hat man sie sogar durch Rasieren "erweitert"), und daher die Spitzenrüschen an den Hauben das Haar verdecken sollten. Ok, meine Rüsche war also am falschen Ende, Schritt 1 also: Umstechen und unten am Rand rüschen!;)

Schritt 2: Nähen, Nähen, Nähen...
Borte ist was Tolles, ich werde nicht müde es zu sagen.;) In diesem kleinen Kopfschmuck stecken mal eben 4m der dicksten Gold- und hübschsten Rotborte, die man bei Listmann finden konnte und schon sieht man keine schiefen Nähte mehr und das ganze macht doch gleich viel mehr Staat.

Schritt 3: Perlen weben
Ich hatte mir das mit den Zierperlen ja leichter vorgestellt (und auch günstiger, so doofe Plastik-Schmuck-Perlen sind ganz schön teuer...naja anyway;) - Stich von unten nach oben, Perle auffädeln, Stich von oben nach unten und wiederholen bis alles sitzt...ja...neee.;)
Versuch macht klug und beim ersten Versuch mit dieser Technik stellen wir fest, dass die Perlen logischerweise mit einem Loch nach unten und einem nach oben zeigen (wie der Faden eben läuft) und man so sowohl Löcher als auch Fäden so sehr sieht, dass das Ergebnis nicht grade zum hübscheren Erscheinungsbild beiträgt - vor allem wenn die Perlen weiss, die Fäden aber mit Rücksicht auf die Borte rot sind...
Also wieder zurück zu Tante Google und geschaut, wie es richtig geht: Man fädelt die Perlen vorher auf - die Beiden am Ende schön fest verknoten, wirklich fest! - und legt dann die fertige Perlenschnur auf den Stoff. Dazu nimmt man ein Garn, dass der Farbe der Perlen entspricht.
Dann nimmt man ein Garn, dass der Farbe des Stoffes/der Borte entspricht und fixiert die Perlenschnur mit Querstichen zwischen den Perlen durch. Einfach, aber genial.;)
Gut, ich habe trotzdem fast 3Stunden meiner Lebenszeit daran verschwendet zu versuchen aus den kleinen Perlen Blumen oder Muster zu machen, was immer bei festnähen gescheitert ist, weil sich die Dinger nicht vernünftig im Kreis anordnen lassen...aber gut...we live and learn!;)

Schritt 4: Ergebniskosmetik
Zwei große Probleme bleiben noch zu lösen a) wie hält das auf meinem Kopf und b) was tue ich gegen die unschönen Nähte auf der Rückseite? Fangen wir mal mit b an:
Leider sah mein Häubchen von innen nach dem ganzen Angenähe von Borte, Spitze und Perlen <- so aus. Normalerweise stört das ja weniger wie Klamotten von innen aussehen, hier war es aber wichtig, da man durch die Form der Haube von hinten die Innenseite sehr gut sehen kann. Und vorne Hui und hinten Pfui, das will ja keiner.
Aber wie die Rückseite verkleiden, ohne noch mehr unschöne Stiche auf der Vorderseite zu machen, die man grade so schön hinbekommen hatte? Die Lösung ist einfach, aber sehr unauthentisch - Patex!;)
Man nehme einen nicht fusselnden Stoff - hier ein Rest von der 9m Rüsche für mein Midsummer Kleid - und fixiere in mit Klebstoff entlang der Ränder (schön verstreichen und fest andrücken, nicht fimschich sein, wenn nacher alle Finger kleben!;). Schon sieht das Ergebniss -> besser aus, oder nicht?

Schritt 5: Die Halterung
Langsam hatte ich keine Lust mehr - bzw. meine Finger;) - also haben wir die einfachst mögliche Halterung gewählt: Drei kurze Gummibänder zu Schlaufen nähen, rechts, links und oben am unteren Rand der Haube fixieren, Haarreifen durchstecken - passt, wackelt, hat Luft, kann Kinder kriegen.
Den Haarreifen setzt man einfach ganz normal hinter die Ohren und dank des Spielraumes, den das Gummiband hat, kann man dann die Haube vor den Ohren zurecht zupfen, bis alles passt.

Alles in Allem ein sehr sehr spannendes Projekt, bei dem ich wieder viel gelernt habe, Punkt #6 auf meiner Liste abgehakt und nur noch den Erbwerb eines Reifrockes (nein, den näh ich nicht selber, das lohnt nicht;) entfernt vom fertigen Tudor-Outfit.
Yippieayjey Schweinebacke!:)

Die wichtigen Dinge des Lebens...

Mein Kollege erzählte uns gestern im Büro, dass einer seiner Freunde gerade eine Unsumme ausgegeben hat, um sich den Original Delorean aus Back to the Future zu kaufen - siehe Foto.
Nicht, um das klarzustellen, dasselbe Modell, nein, das tatsächliche Prop-Auto aus dem tatsächlichen Film.
Mein Chef und ich hatten sofort 2 Fragen dazu:

Chef: Und? Fährt er wenigstens?
Ela: Und? Ist der Fluxkompensator noch drin?!?

Diese kleine Episode illustriert vielleicht, warum Chef Chef ist und ich nicht, aber man muss sich doch im Leben manchmal auf die wichtigen Dinge konzentrieren, oder???;D

Katzen-TV

Ich persönlich hätte nie gedacht, dass Katzen beim Kacken zukuken so lustig sein könnte...Ist es aber, wenn man neue Katzenklos kauft!;)
Das sollte man ja schon der eigenen Nase zuliebe ab und zu mal tun und unsere Modelle hatten nun beide schon so ihre 5-6Jahre auf dem Buckel und ließen sich auch mit ganz viel gutem Willen nicht mehr "sauber" kriegen.
Und da wir sowieso eine Streu-Alternative ausprobieren wollten, hat sich das so angeboten dann auch das Zubehör auszutauschen. Jetzt haben wir also 2 "bedienkomfortable" Katzenklos (siehe Foto) mit Aufklapphaube - ob das so komfortabel in der Bedienung ist, bleibt abzuwarten.
ABER eine große Änderung für unsere Viecher: Man hat jetzt Klotüren!;)
Einmal waren die serienmäßig dabei und zum Anderen ist das neue Streu (mit Babypuder Geruch - kommt aber gegen Kater Stinkbombe auch nich an^^;) ziemlich feinkörnig, also sollte man vermeiden das überall in der Wohnung zu verteilen.

And there the fun starts.^^ Prinzipiell gehen unsere drei Katzen alle hintereinander aufs Klo, sobald das frisch saubergemacht ist, ist wie mit Dixie Klos auf Festivals - so also auch gestern, aber leider mit ein paar Startschwierigkeiten...
Für unsere Prinzessin, die das von früher noch kennt, war die Klappe kein Problem - Kopf dagegen rammen (wir nennen sie nicht umsonst liebevoll Zidane;), einsteigen, wohlfühlen.
Unser Kater hat das leider nicht so souverän hinbekommen.
Geschlagene 5 Miunten hockte er auf seinem dicken Hintern vor dem Klo und versuchte die Tür aufzuscharren - das die Klappe dabei jedesmal nach innen nachgegeben hat, hat ihm irgendwie nicht den richtigen Tipp gegeben... - bis ich aufhören konnte zu lachen...äh ich meine, ich mich erbarmt habe ihm zu helfen.;)
Also eine liebevoll-nachdrückliche Hand auf dem Kopf unf eine auf den Arsch und vorwääärts schieben...ging nach einigem Gezappel tatsächlich, Kater eingefädelt, Kacken, fertig....tja denkste...
Irgendwie muss man ja aus dem Ding auch wieder raus - man könnte jetzt annehmen, wenn man schon weiss, wie man reinkommt, aber wir sprechen vom Kater, also nein! - und das versucht man dann auf alltbekannte Weise: Scharren.
Unser Kater ist ein Meisterscharrer - er versucht seit Jahren den Fußboden über sein Futter, die Matratze über sich, Spiegel von den Wänden und das Klodach über seine Scheiße zu scharren - meistens gibt er aber leider auf bei der einfachen Aufgabe im Streu zu scharren, das ist ja was für Amateure. Daher auch diesmal: 10Minuten lautes und energisches Scharren an Seitenwänden, Dach und Klappe und nicht ein Krümelchen Streu bewegt sich über die Duftmarke im Klo - wunderbar, was haben wir gelacht...
Ich wollte diese Ausbruchsversuche gerade auf Video festhalten, aber kaum zeigte die Linse auf den Kloeingang, fiel unserem dicken Viech natürlich ein, wie man doch einfach aussteigen könnte...doofes Tier, das war Absicht, da bin ich ganz sicher...

Unsere kleine Katze hat sich das übrigens alles sehr faziniert angeschaut - manchmal frage ich mich, ob wir sie Kassandra genannt haben, weil sie immer schon so irre gekukt hat, oder ob Namen vielleicht doch die Realität an sich anpassen... - und dann auf Anhieb nachgemacht, wenigstens hier klappt der Lerneffekt...Natürlich erst nachdem sie dem Kater auf den Kopf gesprungen ist, als er wieder rauskam - first things first!;)

Was für ein Entertainment und dabei haben wir nur neue Katzenklos gekauft...;)

27.05.2010

Der Löwe im Winter

Ja, ich hab's nach Monaten auch mal geschafft diese DVD zu kuken!
Ich bin schrecklich manchmal, aber wen es beruhigt, ich habe auch Filme, die ich mir selber schon vor über einem Jahr gekauft habe, noch nicht gesehen - was Fernsehunterhaltung angeht, bin ich eben doch eher einfach gestrickt und brauche manchmal sehr lange Anläufe, um mir was nicht sinnfreies anzutun.;)
Aber gestern beim Nähen war mir nicht nach den gebotenen Frauen-Serien im Fernsehn und da dachte ich ein bißchen klassische Unterhaltung kann nicht schaden. Heute also zur Rezension die TV-Produktion The Lion in Winter:

Man sollte sich von dem Ettikett "TV-Produktion" nicht abschrecken lassen, denn wie man weiss, sind manche (vor allem BBC) Fernsehfilme weit besser als so mancher Kinofilm - was die Besetzung der Hauptrollen mit Patrick Stewart und Glenn Close eindrucksvoll bestätigt.;)
Ich muss für meine Bewertung allerdings ein wenig zwischen dem Film als Film und der Darstellung der Historik unterscheiden, das eine kommt nämlich deutlich besser weg, als das andere (ja, sorry, ich hab' das studiert, ich kann nix dafür!;).

Die Geschichte des Filmes an sich liest sich ein wenig wie ein Kammerspiel: Die getrennt lebenden Eltern laden zum gemeinsamen Weihnachtsfest und dabei bleibt auf engem Raum ganz viel Platz für allerlei Streit - Vaters neue Liebelei befürchtet er könnte immer noch an seiner Exfrau hängen, die 3 Söhne sind zerstritten ums Erbe und darum wer wessen Liebslingssohn ist und der Cousin von ausserhalb verkompliziert das familiäre Durcheinander zusätzlich. Und natürlich ergeht sich das zerstrittene alte Ehepaar in einer Hass-Liebe in der schönsten Who's afraid of Virgina Woolf Manier.
Bis dahin ist das noch nicht deutlich neu, wenn allerdings Vater seine "Ex" schon seit 10 Jahren in einem Gefängnisturm festhält, seine neue Frau eigentlich die verlobte seines ältesten Sohnes ist, seine Söhne sich nicht nur am Esstisch, sondern auch auf dem Schlachtfeld untereinander und mit ihm um ein Erbe prügeln, das ganz Großbritanien und halb Frankreich umfasst und der Cousin der König von Frankreich ist - dann wird die Sache nicht unbedingt leichter.;)

Das Film ist ein sehr dramatisch-komisches Familienporträt - man merkt den Szenenwechseln und Konstellationen noch sehr an, dass das eigentlich mal für eine Theaterbühne gedacht war (Einheit von Zeit und Ort und so;) - Glenn Close und Patrick Stewart als Mittelalter Martha&George sind einfach großartig! Wenn es ein wenig mehr Frauenrollen gäbe, würd' ich's glatt mal für Actors Nausea vorschlagen.
Die Geschichte ist allerdings eher "nach Motiven von" erzählt - Patrick Stewart spielt den alternden König als vergangenes Idol (wohl eher inspiriert vom jungen Henry VIII), was man aus Henry II nun wirklich nicht machen kann. Die Akte Becket wird ganz unten in der Schublade vergraben, zusammen mit den blutigen Eroberungskriegen und allem was sonst noch vom schneidigen Image ablenken könnte. Ich bin ja vielleicht auch deswegen ein wenig kritisch der Betrachtung von Eleanor von Aquitanien gegenüber eingestellt, weil eines meiner Lieblingsbücher eben genau diese Geschichte erzählt - und da sieht das mit der "Liebe" am englischen Königshof dann doch etwas anders aus.;) Ausserdem hat der gute Richard Löwenherz auch nicht so beiläufig auf die feindliche Übernahme seiner Braut reagiert und die dargestellte Schwachsinnigkeit von Prinz John hält leider - trotz aller Robin Hood Filme - den historischen Quellen auch nicht stand, um mal nur ein paar Beispiele zu nennen.

Aber im Gehege des Films ist die Darstellung der Charaktere vielschichtig und von einem zynischen Humor, den man einfach in sein kleines, schwarzes Herz schließen muss, daher empfehle ich den Film (fast) ohne Abzüge und vergebe 4 von 5 Handspiegeln.
Ein Punkt muss bei leider auf der Strecke bleiben, weil sich die Handlung manchmal so verwirrt, dass man den Eindruck hat, irgendwann wussten selbst die Regisseure nicht mehr wer jetzt mit wem gegen wen und überhaupt...

Wer sich für die historischen Hintergründe interessiert, sollte allerdings lieber ein Buch lesen, die Erkenntnisse aus dem Film lassen sich leider nicht mal als gefährliches Halbwissen präsentieren.;)

How To: Tudor Hair in 7min

Youtube überrascht mich immer und immer wieder, es ist wirklich erstaunlich was man da alles findet!
Deswegen aus gegbenem Anlass: Tudor Hair in less then 7minutes.



Ich bin sehr erstaunt, das sieht überhaupt nicht so schwer aus - obowohl ich sehr viel mehr Haare habe, als die nette Frau in dem Video...mal sehen, ist bestimmt gutes Armmuskeltraining!;)
Und ich hab bestimmt noch genug Goldborte!;D

26.05.2010

Danke Photoshop!

Hiermit schwöre ich, ich werde nie wieder ein böses Wort gegen Photoshop sagen!
Nach 3 Korrekturdurchläufen für die Cover-Prints von lulu habe ich endlich ein Ergebnis, dass in Druckqualität und Bildschärfe tatsächlich präsentabel ist.

Alle (leichter, weil intuitiver zu benutzenden) Programme, die mir bisher dabei helfen sollten, waren scheinbar leider nicht kompatibel mit der lulu Drucksoftware - die Vorschau Bilder sahen in Ordnung aus, aber die Druckergebnisse waren einfach immer pixelig - und so macht Selbstverlegen irgendwann keinen Spass mehr...
Also nochmal neu machen, alles nochmal neu einstellen, nochmal neue Korrekturexemplare kaufen. Das geht irgendwann auf die Nerven und auch ins Geld...

Aber jetzt bin ich zufrieden mit dem Ergeniss und der Ansicht in meinem Bücherregal!:)
Was man jetzt bei lulu erwerben kann - und dann hoffentlich auch demnächst bei Amazon und Co - kann sich wirklich sehen lassen.
Jetzt muss ich mir das Programm vermutlich selbst zum Geburtstag kaufen, denn für das nächste Projekt werde ich mir diesen Ärger sicherlich gleich ersparen!!!:)

Nun hab ich einen ganzen Satz pixelige (nicht viel, aber doch...) Korrekturexemplare übrig, die kostenfrei ein neues Zuhause finden können (ich kann keine Bücher wegwerfen;), also wenn Jemand sein Buch nicht nach dem Cover bewerten möchte *haha*, dann soll er sich gerne melden! First come, first serve!:)

Spocht...

Ja, ich weiss, ich sollte viel mehr Sport treiben. Ich frage mich manchmal, wie es tatsächlich Menschen geben kann, die 4 oder 5 Mal in der Woche irgendeiner sportlichen Betätigung nachgehen...
Haben diese Menschen keine Hobbies, keine Freunde, keine Arbeit, keinen Haushalt?
Gut zugegeben, Arbeit und Haushalt kann man drumrum legen, aber Hobbies und Freunde kollidieren doch in genau denselben Zeitspannen...oder nicht?
Naja anyway, jedenfalls ist mein neuer herer Plan jetzt wieder 2x die Woche was sportliches zu machen - ich bin nicht ganz sicher, ob das funktionieren kann, denn mit meinem demnächst rekonvaleszierenden Fuß ist ja mit Joggen auch schon wieder nix...aber tortzdem, die Motivation zählt...hoffentlich.;)
Also gestern der erste Ausflug zum Fitnesstudio nach fast einem halben Jahr und gleich wurde mein Geist wieder um gleich mehrere Erkenntnisse erweitert:

1. Niemals werde ich Aerobic verstehen. Ich musste das ja nur von aussen betrachten, aber ich kann einfach keine Trainer ernstnehmen, die aussehen und sich Choreographien ausdenken wie die Background-Tänzer von Brtiney Spears und alle 30Sekunden sowas von sich geben wie: "Seit ihr noch da?!? Woooohoooo! Yeah! Stath's reight! Wooohooo!"
Fremdschämen dicht gefolgt von dem Wunsch eine Hantel zu werfen...

2. Man kann seinen inneren Narziss damit austricksen, dass man genausoviele Gewichte auflegt, wie vor das Trainingspause, aber weniger Wiederholungen macht.;)

3. Es ist unheimlich befriedigend auch nach 6Mon Pause, 5Kilo mehr auf der Wage und einer Kondition zum Nicht-Weglaufen *haha* noch locker im Durchschnitt der Trainierenden liegt. Scheinbar hab ich schon mehr Muskelmasse abgebaut, als Andere je hatten.^^

4. Auch wenn Musik auf dem Laufband als Motivation besser funktioniert - für das Muskeltraining, das ja eher langweilig ist, bevorzuge ich Hörbücher - sollte man nicht versuchen gleichzeitg zu laufen und Luftgitarre/-schlaugzeug zu spielen...zumindest nicht, wenn man wie ich ohne Gleichgewicht geboren wurde...

5. Solange man die Songs auf den Ohren noch mitsingen möchte - auch wenn man schon seit 20min keine Puste mehr dafür hat - kann es noch nicht zu anstrengend sein, oder?;)

Und weil ich leider meinen hedonistischen Trieben eigentlich immer nachgebe, mussten wir nach dem Sport noch Salat mit Räucherlachs essen gehen - ich finde man muss sich auch mal selbst belohnen!;)
Jetzt muss ich nur noch diesen Mega-Muskelkater wieder loswerden....

24.05.2010

How To: Tudor Kleid (Teil 4a)

Habe ich schonmal erwähnt, dass ich anfällig bin für Übersprungs-Basteln?
Passiert mir ständig, wenn mein Hirn gerade keine Lust hat irgendwas sinnvolles zu tun, ich aber das Gefühl habe irgendwas tun zu wollen. Manche Leute würden vielleicht vor dem Fernseher versacken, Haushaltsarbeiten erledigen, oder vor die Tür gehen, aber das ist leider alles nichts für mich...Fernsehen am Nachmittag ist schmerzhaft im Kopf, Haushalt hat doofe Ohren und vor die Tür gehen im Sommer ist nicht mein Ding (spart mir Chemiekeule gegen Allergie;).
Also muss was gebastelt werden, das beschäftigt die Hände, ohne das der Kopf zuviel tun muss.
Und zum Glück fand sich auf meiner Liste tatsächlich noch was, dass mit wenig Materialen gebastelt werden kann - alle größeren Projekte warten ja leider auf The Return of the Money *sfz*...;)

Also wie basteln wir uns ein Tudor-gerechtes Kopfdingsi?
Schritt 1: Internetrecherche
Heutzutage findet man im Internet großartigerweise alles wonach man sucht - auch die Elisabethan Costuming Page mit kostenlosen Schnittmustern für Bastelfreudige. Meine Vorlage ist die Anne Boleyn Variante -> Siehe Bild im Seitenmenu.
Ausserdem findet man auch sehr schnell ein How to make a French Hood im Internet, aber was da alles so gebastelt wurde, sah mir zu kompliziert aus, und ausserdem mussten (auch dank Sonn- und Feiertag) Materialien im Haushalt gefunden werden.;)

Schritt 2: Materialsuche und Grundform
Die meisten Kostümnäher empfehlen für die Französische Haube einen dicken, schaumstoffähnlichen Innenteil, damit das Endergebnis auch waschbar ist, aber geben den Hinweis, dass historische Vorlagen meist Pappe oder leimgetränktes Segeltuch benutzt haben. Da in Deutschland scheinbar niemand weiss, wo man TimTex, oder ähnliches Innenfuttergedöns kaufen könnte (und Sonntag war;) fiel also die Wahl für das Innenfutter auf Packpappe (Wellpappe mit Papierüberzug, findet sich in jedem Amazon Päckchen, oder in den Kartons mit AN Postern;). Wellpappe ist sehr biegsam, der Papierüberzug ist allerdings nicht sehr reißfest.
Nachdem man die beiden Hälften des Schnittmusters also ausgeschnitten hat, sollte man die Mitte ein wenig überlappend mit viel Klebeband fixieren (die doppelte Dicke lässt sich mit Druck reduzieren, so dass eine gleichmäßige Oberfläche entsteht) und dann am besten auch den Rest der Pappe mit Klebeband umwickeln - verbessert die Biegsamkeit und verhindert das Einreissen der Pappe.

Schritt 3: Weglassen und Hinzufügen
Die Bastelanleitung im Internet näht an diesem Punkt Basteldraht um die Stofform, um einen Haarreifen-ähnlichen Effekt zu erzielen. Mit der Pappe geht das leider nicht - und Basteldraht ist auch nicht stark genug, um die Form zu halten. Also muss ich mir noch was anderes einfallen lassen - vielleicht nähe ich einfach einen echten Haarreifen unter die Pappe für die richtige Form, oder ich finde noch einen stärkeren Draht bei Listmann...
Als nächster Schritt steht das Ausschneiden des Stoffes an - mind. 2cm Nahtzugabe, sonst passt es nicht! - und da ich nur noch den dünnen Satin übrighatte, musste auch ein wenig von meinem Bügelfixierenden Innenfutter herhalten. Das verstärkt den Stoff von Innen und macht die Oberfläche schön glatt.

Schritt 4: Nähen
Die obere Kante und die Seiten habe ich mit der Maschiene gesäumt und vernäht, weils einfach schneller geht, aber die untere Kannte musste ich mit der Hand einschlagen. Das hätte man bestimmt hübscher machen können, aber ich nähe das erste Mal mit Pappe.;)
So habe ich einfach eine Fixiernaht gemacht, um die Stoffbahnen zusammenzuhalten und erst danach den überstehenden Stoff nach hinten umgeschlagen und an der Unterkante der Pappe festgenäht (stärkt die Finger, lange Nadel verwenden!;).

Schritt 5: Feiertage haben doofe Ohren...
An dieser Stelle musste meine Bastelanwandlung dummerweise dem Materialschwund nachgeben, denn leider habe ich nur noch cremefarbene Borte und cremefarbene Borte auf cremefarbenen Satin ist leider etwas farblos für den Tudor Look - muss ja auch zum Rest passen...;)
Also habe ich für jetzt die leicht schiefe Naht an der Oberkante mit Spitze verkleided und muss nun leider darauf warten, dass ich nächste Woche zum Listmann komme, um ein wenig rote und goldene Borte und soviele Kunstperlen zu kaufen, wie ich vor mir verwantworten kann.;)
Immerhin konnte ich die Maschine schon wieder wegräumen, denn das wird wohl Handarbeit bleiben müssen. Ein zumindest Schulterlanger Schleier muss ausserdem noch angenäht werden - da mein Satin leider ziemlich ausgedünnt ist, muss ich wohl nach einem hübschen Stück Spitze Ausschau halten...

Sobald das Endergebniss präsentabel ist, werde ich das finale Foto natürlich noch nachreichen.;)

23.05.2010

Neue Nachbarn

Juchu es lebt!
Nach 2 Jahren grauer Tristesse lebt jetzt endlich wieder was in den Bäumen vor unserem Fenster. Als wir eingezogen sind, hatte sich gerade eine Amselfamilie ein Nest in der Astgabel gebaut, die kamen aber leider im nächsten Jahr nicht wieder und auch keine anderen Vögel wollten das leicht schiefe Konstrukt nutzen - wir haben ja doch durchaus einige Vogelarten hier rumfliegen, dafür dass wir so mitten in der Stadt wohnen.
Jetzt sieht's wohl so aus, als wäre das Nest das neue Taubendomizil (gerade gerückt und repariert natürlich, wer will schon in so einer Bruchbude hausen;):
Leider ist meine Handykamera nicht die Beste, wenn es darum geht kleine Details festzuhalten, aber ich hoffe man erkennt ein bißchen was...
Prinzipiell bin ich ja kein großer Taubenfreund - Ratten mit Flügeln^^ - was die gemeine, keimübersähte, fiese Stadttaube angeht. Die kleinen hier sind allerdings ganz niedlich, auch wenn ich es ihnen leicht übel nehme, dass sie ihren Einzug schon den ganzen Tag mit endlosen Sexorgien feiern, die etwas ablenkend sind, wenn man nicht mal 2m Luftlinie entfernt versucht sich auf wissenschaftliche Texte zur katholischen Gegenreformation im 17. Jahrhundert zu konzentrieren - ja, mir ist die inheränte Ironie bewusst, deswegen erzähl' ich's ja!;)

Aber andererseits sollten ja bei diesem ganzen Arbeitseifer doch wohl irgendwann kleine Täubchen rumkommen, oder?
Und das wird dann sehr witzig, ich glaube das Katzen-TV vor dem Fenster in diesem Sommer wird sehenswert...;)

Affenkooperationen und Aestheten


Auch wenn es Teenager manchmal bezweifeln, kein Affe könnte jemals Lehrer werden.
Diese und viele andere schöne Weisheiten enspringen für mich gerade meinem neusten Lesevergnügen (meine lieben Bib-Kollegen haben mir ja eine bibliophile Finanzspritze geschenkt, die konnte ich nicht an Unibücher verschwenden;) - einer Abhandlung über die Erkenntnisse Darwins und wie sie heutzutage gesehen und weitentwickelt werden.
Das klingt nicht besonders lustig und ist verglichen mit den letzten Büchern auch eher schwerere Kost (zumindest kann ich nicht gleichzeitig lesen und fernsehen und noch verstehen worum es geht, was bei "normaler" Belletristik eigentlich immer drin ist;), aber trotzdem sehr spannend und auch aufschlussreich.
Ich weiss jetzt z.B. warum Europäer zurück zur Hellhäutigkeit mutiert sind, obwohl das soviele Nachteile hat (Sonnenbrand zunächst mal), warum Asiaten noch ganz andere Mutanten sind, warum das Sichelzellen-Gen gegen Malaria hilft, dass Menschen unter anderem mit Kaninchen näher verwandt sind, als mit Hunden oder Katzen und dass Chimpansen uns gar nicht so ähnlich sind, wie man immer so denkt.

Ich habe ja persönlich immer die Theorie gehabt, dass Chimpansen viel intelligenter sind, als gut für sie ist. Immerhin haben sie als einzige Tierart (meines Wissens nach) den "Krieg" erfunden, kennen Inzest und Vergewaltigung und lassen sogar Ansätze von Masochismus und Sadismus erkennen. Nun habe ich aber von einem interessanten Experiment gelesen, dass man mit 2 Chimpansen in unterschiedlichen Konstellationen veranstaltet hat (2 Männchen, 2 Weibchen, gemischtes Doppel etc.): Kooperation, um an ein Tablett mit Futter zu kommen.
Nur wenn beide Affen gleichzeitig an zwei Seilen ziehen, fällt das Futter in den Käfig. Prinzipiell für unsere nächsten Anverwandten ja kein Ding. ABER. Das funktioniert leider nur solange, wie sich die beiden Affen nicht berühren können - sprich auf zwei Seiten einer Plexiglaswand haben sie das mit dem Trick sofort raus, Futter fällt runter, soweit kein Problem.
Sobald die Wand allerdings wegfällt, übernimmt scheinbar automatisch der Futterneid die Oberhand und das unterwürfige Tier wird von den Seilen ferngehalten und bekämpft - obwohl sie eigentlich vorher schon ausprobiert haben, dass das alleine nicht schaffbar ist - und beide bleiben hungirig...nicht so clever sollte man meinen, oder?

Die Crux - laut Soziologischer Therie - ist, dass sich Zusammenarbeit und Kooperation nicht allein durch Emphatie ergeben (die manche Affen ja zeigen -s. Trauer), sondern aus einer "angstfreien" Umwelt. Erst wenn die übermächtige Existenzangst nachlässt, kann man anderen Wesen genug vertrauen, als das elementare, grundlegende "Gesellschaftsstrukturen" möglich werden.
Ist vielleicht mal ein Ansatz für die Psychologie und unsere Selbstreflektion, oder?

Das zweite Kapitel, dass ich jetzt angefangen habe, beschäftigt sich mit Fleischfressenden Pflanzen - was prinzipiell weniger was mit Soziologie zu tun hat, aber ungemein possierlich ist, wenn man sich ansieht welche Kontroversen die Erforschung von "jagenden Pflanzen" so ausgelöst hat...Darwin hatte das scheinbar gepachtet.;)
Da gibt es doch tatsächlich die Aestheten-Fraktion im späten 19.Jhd., die meint, es wäre so unschön, was man durch solche Forschungen entdecken würde - dass es sogar Pflanzen gibt, die sich "erniedrigen" zu "töten" (das sind Originalzitate in Übersetzung;) - dass man besser gar nicht erst so eine "fehlgeleitete Neugier" zeigen sollte und sich auf die Schönheit von Gottes Schöpfung konzentrieren...
Und ich dachte die Schwachmaten-Junk-Poets wären mit der Romantik ausgestorben?!?
Da kann man beinahe zum fanatischen Wissenschaftsjünger werden, nur weil einem solche Aussagen so sehr im Hirn wehtun.;)

Ich bin jedenfalls mal gespannt auf den Rest des Buches und werde beizeiten dann noch eine vollständige Rezi liefern. Bis dahin hoffe ich, dass T. es mir verzeiht, dass ich ständig ihr Blog hier verlinke, aber das passte grade so gut.;)
Vielleicht ein Buch, dass ich dir leihen sollte?

21.05.2010

Mission Completed

Schon wieder ein Heureka Moment, denn die Türen des Tattoo-Studios meines Vertrauens - siehe Linkliste - haben sich vor nicht mal 30min hinter mir/uns geschlossen.
#2 meiner Liste ist damit erfolgreich abgehakt, Termin gemacht, Anzahlung geleistet und Endorphine ausgeschüttet.
Am 15. Juni (so schnell kann's gehen, ich hatte nicht mit einem Termin vor November gerechnet;) kommt eine Mischung aus dem <- und dem hier -> auf meinen linken Fuß. Über die Farbe denke ich noch nach (weiß geht leider nicht, wird zu leicht gelbstichig mit den Jahren), aber pink können wir ausschließen!!!
Ich dachte vielleicht die Blätter schattieren in dunkelgrün, wie auf dem Bild, und die Blüten in einem hübschen Lilaton (man wird mir da was mischen müssen, denke ich;).

Das Ganze wird dann kombiniert zu meinen Lieblingsballerinas über den Fußrücken und seitlich um den Knöchel rum gewunden (wozu neue Schuhe kaufen, wenn man auch ein neues Tattoo haben kann;).
Ab Mitte July müsste das Heilungstechnisch eigentlich gehen - ein bißchen Chance auf Sommer bleibt dann also noch.;)

Der allerallereinzigste Nachteil an der ganzen Sache ist - nun bin ich wirklich pleite, zumindest bis im Oktober mein Schlepptöppchen abbezahlt ist. Mit den Nähvorhaben könnte es also eng werden bis Dezember, ich glaube die Kimonos werden bis zum nächsten Jahr warten müssen *sfz*...aber wenn ich das Schnittmuster schonmal bestelle im Herbst und mich an das Civil-War Ding mache, dann kann man ja irgendwie argumentieren, dass #5 zumindest halb geschafft ist...;)

19.05.2010

The Vampire Chronicles

Man reiche mir ein Handtuch, denn nach 4 Monaten habe ich es endlich geschafft die 4 Bücher aus meinem Vampire Chronicles Box Set zu lesen, welches mein Göttergatte mir zu Weihnachten schenkte...1 Buch/Monat ist keine gute Quote, ich weiss, aber wenn man nebenher noch soviel aus "professionellen" Gründen lesen muss, ist man einfach manchmal auch froh nix mehr mit Buchstaben sehen zu müssen...;)
In den letzten 14Wochen also auf meinem Nachttisch:
Die ersten (und einzig lesenswerten) 4 Bände der Vampire Chronicles von Anne Rice
Man kann sich ja momentan vor Diskussionen über Sinn und Unsinn von Vampir Geschichten nicht retten und eigentlich habe ich auch gar keine Lust noch weiter über die Notwendigkeit von Yet Another Teen Vampire Drama zu schreiben. Generell ist das für mich alles relativer Einheitsbrei und tut nichts, um die alte Geschichte um Dracula und Co. auch nur ein Jota weiterzuentwickeln - mit der Ausnahme von True Blood, dem will ich tatsächlich nochmal eine Chance geben.
Also werde ich mich darauf beschränken zu erwähnen, warum man Anne Rice lesen sollte und warum vielleicht auch nicht.;)
Buch 1 - The Whiny One
Ganz ehrlich, kukt lieber den Film. Ich habe mich durch die englische Fassung nochmal durchgequält, weil ich wissen wollte wieviel tatsächlich an der deutschen Übersetzung krankt (und das ist immer noch eine Menge!!!), aber ich kann Louis einfach nicht lange ertragen, ohne in dieses "Bring!Dich!Um!" Mantra zu verfallen. Aah der Fluch, ohhhh meine verfluchte Existenz, iihh ich bin verfluuuuucht...furchtbar, schlimmer als Superhelden!;) Gut, die englische Fassung erwähnt im Gegensatz zur deutschen tatsächlich, dass er sich gerne umbringen würde und nur zu feige ist, aber eine richtig überzeugende Ausrede für sein Rumgeheule ist das nicht.
Der Film hat eigentlich alle coolen Szenen (Claudia und das Theater...) und lässt die Längen einfach weg. 1+ mit Sternchen für die Verfilmung, 4- für das Buch.
Buch 2 - Born to Pose
Vampire sind Poser, daran ist (leider) nicht viel zu ändern. Dracula war einer, Cedward ist ganz sicher einer und Lestat ist der größte Poser überhaupt (ok, Alucard, aber wollen wir mal ernst bleiben;). Trotzdem mag ich ihn. Wie mit vielen Dingen, ist es wohl so, dass man sich für ein Team entscheiden muss und ich bin definitv Team Lestat schon alleine weil wir uns sehr ähnlich sind (Dinge tun, weil man es kann und erst Recht, wenn man es nicht tun soll/darf;). Daher gewinnt das 2. Buch auch schon allein deswegen und bekommt von mir eine 3+.
Buch 3 - The Good One
Definitv der Grund warum man das Vorige lesen sollte (das 1. is so ein bißchen egal, auch in der Reihe;)! Überzeugende Mythologie, gute neue Charaktere, der 6000 Jahre Stammbaum ist eines der stärksten Bilder in 300 Jahren Vampirgeschichten und ein bißchen Fangzahn-Nostalgie gibt's noch dazu. (Du hast mich von einem Haus geworfen! - Na und? Du hast mich vor 100Jahren schonmal angezündet! - Ja, die 50 Jahre in der Schneewehe waren ziemlich öde. - Ach was haben wir uns lange nicht gesehen...oder so ähnlich;). Mindestens 2+ mit Tendenz nach oben!
Buch 4 - Try for Eternity
Kann man lesen, ohne viel von den 3 vorherigen zu wissen und hat seinen eigenen Charme. Eine Art Mystery Thriller in Jetzt-Zeit und das einzige Buch, das nicht mit den Lebensgeschichten irgendwelcher Charaktere befasst ist - leider ist die Autorin nicht dabei geblieben, was der Grund ist, warum man die anderen Bücher dann nicht mehr lesen muss. Schlachte die Kuh, bis sie anfängt zu müffeln, wäre noch nett ausgedrückt.;) Trotzdem für den Body Thief gibt's eine solide 2.

Prinzipiell gibt es viele Gründe den Stil der guten Frau Rice nicht zu mögen. Sie hat ein faible für Ich-Erzähler, die ständig in ewigen Lamenten und/oder Dialogen über die Natur von Gut und Böse, Gott und den Teufel und das Schicksal der Menschheit schwafeln. Wie ich schon sagte: Die denken und fühlen immer soviel, dass ist voll langweilig...Und fast alle Hauptcharaktere sind Männer und eigentlich alle sind zumindest latent bis einfach nur schwul...wenn das mal kein interessantes Männerbild ist...;)
Andererseits schafft sie tatsächlich etwas, dass mir so nirgendwo sonst wirklich begegnet ist: Sie lässt ihre Vampire Menschen sein.
Louis, Lestat und Co. werden nicht einfach tolle, bewundernswerte, arschgeile Typen "über Nacht" *haha* und warum sollten sie auch? Natürlich gibt es die weisen, geheimnissvollen Bewahrer von Wissen und Macht, aber meistens sind Vampire genauso sensibel, gierig, fatalistisch, egoistisch, weinerlich, charakterstark, oder auch nur einfach bescheuert, wie es die Menschen vorher waren. Das ist erfrischend realistisch.
Außerdem - und das ist etwas, dass sonst auch nirgendwo passiert - entwickeln sich die Charaktere irgendwohin (nämlich dazu immer mehr "sie selbst" zu werden;) und es wird die Frage aufgeworfen was das ewige Leben (ständige Veränderung, Tod und Langeweile) für den essentiell menschlichen Geist eigentlich bedeutet - und dass viele Menschen dafür einfach nicht gemacht sind. Da verbringen die Charaktere auch schonmal 50 Jahre in einer Schneewehe, wenn sie der Sonne zu nahe gekommen sind, oder liegen 20 Jahre deprimiert irgendwo herum. Das klingt albern, aber die Zeitspanne "für immer" klingt auch albern und wer kann schon sagen, was mit dem menschlichen Verständnis von Zeit passiert, wenn Zeit wirklich und wahrhaftig keine Bedeutung mehr hat?
Hunderte von Jahren mit denselben Gesichtern umgeben sein, ist an sich schon gruselig, aber Cedward und Co scheint das nicht zu stören - für diese Art von Tiefgang sind Vampire Teen Dramas wohl auch nicht da, aber genau deswegen lese ich sowas nicht...;)

Von mir gibt es für einen Klassiker meiner Jugend, über den ich heute noch stundenlang disskutieren kann 4 von 5 Goldamuletten.

17.05.2010

Erstaunliche Erkenntnisse im Frühstücksfernsehen


Heute morgen hat mir mein Frühstücksfersehen - bzw. die gute Frau Fröhlich (die mit dem Moppel-Ich Buch), die da als Gast eingeladen war - erklärt, dass Diäten unglücklich machen...
Und ich saß so da und dachte: Ach neee, echt jetzt?!?!?

Diät halten mindert also die Lebensqualität, und damit verkauft man heutzutage tausende Bücher, das nenne ich mal erstaunlich. Denn Jeder, der schonmal diesen Teufelskreis aus Kalorienzählen, Inhaltsstoffe auswendig lernen und 24/7 Schuldgefühl mitgemacht hat, den die durschnittliche Ernährungsumstellung so mit sich bringt, sollte das eigentlich wissen, oder?

Ich bin ja glücklicherweise beratungsresitent in Ernährungsfragen und das nicht mal aus Faulheit, sondern aus völlig hedonistisch, fatalistischer Überzeugung.;) Sicher, vielleicht könnte ich 10 Jahre länger leben, wenn ich 15Kilo weniger wiegen würde, aber wer weiss schon, ob ich in 60 Jahren überhaupt noch leben will? Vielleicht hab ich dann schon Krebs, oder Alzheimer, oder sonstwas, da hab' ich lieber soviel Spaß wie nur irgend möglich, solange ich noch kann.
Und Essen ist nunmal Lebensqualität, ich weigere mich etwas anderes zu glauben. Wenn man sich diese 50-30-50 Modellpüppchen so anschaut, wie sie immer felsenfest behaupten Rohkost würde ihnen sowieso besser schmecken, als Pommes mit Mayo...niedlich dieser naive Selbstbetrug, aber ehrlich Kinder, das glaubt euch kein Mensch, wirklich nicht.
Mit Currywurst und Co. ist das wie mit Alkohol, oder zuwenig Schlaf, oder allen anderen Dingen, von denen man weiss, das sie ja ach so ungesund sind - klar weiss man am nächsten Tag manchmal, warum man besser nicht soviel ungesunden Kram essen, mehr schlafen, oder nur noch kalorienreduziertes Leitungswasser trinken sollte, aber hey, am Abend vorher war's super, also was soll's?;)
Mit dem Kater zahlt man für eine feuchtföhliche Party und mit den kleinen Wohlstandpölsterchen eben dafür, dass man nicht jedes Brötchen abwehren muss, als wäre es der böse Blick. Man kann im Leben selten alles haben.
Und lustigerweise ist es ja sowieso meist so, dass man weniger sinnloses Zeug in sich reinfrisst, wenn man nur isst, woraum man wirklich Lust hat - meine ganz persönliche Food Orgasm Theorie, ohne Erfolgsgarantie!;)

Mein Tipp gegen den JoJo Effekt also - erst gar keine Diät machen! Funktioniert in 99,9% der Fälle...;D

Neue Musik (schon wieder;)

Man sollte diese "Andere Kunden kauften auch" Funktionen bei Strafe verbieten lassen!
Erst hat Amazon damit angefangen und jetzt auch noch der iTunes Store...ich glaube ich habe in den letzten 2 Monaten soviel Musik gekauft, wie in den ganzen letzten 2 Jahren.^^

Aber ein paar neue Bands habe ich schon für mich entdeckt, das ist ja immer so die Rechtfertigung, die man vor sich selber rauskramt, wenn man mal wieder auf die "Empfehlungen anzeigen" Taste geklickt hat...;)
Neu auf meinen Ohren daher:

Vom Iron Man Soundtrack (das musste sein, schon klar, oder?;)
Back In Black (By AC/DC)
Suit Up (Score)
Tony's Theme Song (Score)
Shoot To Thrill (By AC/DC)
Ein Soundtrack, in dem sogar der Score jedem Hardrock Album Ehre machen würde - ich liebe es!;)

Mumford & Sons - Sigh No More
The Cave (jeder, der ein Radio besitzt, wird zumindest den Song kennen^^)
Roll Away Your Stone
Thistle & Weeds
Netter Irish Folk (könnte ein bisschen härter sein, muss es aber nicht;)

Less Than Jake - Anthem
Welcome to the New South
The Science of Selling Yourself Short
The Ghosts of Me and You
Das war die "Andere kauften auch" Empfehlung und ich muss sagen, macht mindestens genausoviel Spaß, wie die Bosstones.

Und weils grad so schön war, hab ich mir das Sherlock Holmes Main Theme auch noch gleich gegönnt und dabei wiederum in der "Andere kauften auch" Kategorie festgestellt, dass es sogar Sountracks zu meinen All-Time-Favourites Final Fantasy gibt - ich stelle fest ich hab Teil 8 definitiv zu oft durchgespielt, ich weiss allein von den Melodien her, wo man da im Spiel rumläuft, das ist Geek-Alarm hoch 10!;)
Trotzdem ein bißchen Jungenderinnerung als Konserve, hat man auch nicht alle Tage!

16.05.2010

Kritische Betrachtung von Kritik und Kritikern


Der Umgang mit Kritik und Kiritkern ist eine Geschichte voller Missverständnisse...Nein, keine Angst jetzt kommen keine OBs und seltsame Vorgänge mit Handflächen ins Spiel.;)
Die Sache mit der Kritik ist aber trotzdem eine höchst interessante und manchmal ziemlich lästige Angelegenheit, gerade im kreativen Bereich. Im Zwischenmenschlichen auch, aber da geht es ja um Kritik an der eigenen Person, was die ganze Sache von sich aus kompliziert macht - denn wer hört schon gerne negative Dinge über sich selbst?

Konstruktive Kritik in einem sachlichen Umfeld sollte eigentlich genau dieses Problem nicht haben - mit der Betonung auf eigentlich. Jeder reflektierte Mensch sollte doch in der Lage sein eine vernüftige Kritik an einer Sache so zu formulieren, dass sie weder persönlich angreifend, noch lobhudelig rüberkommt und der vernünftige, erwachsene Mensch auf der andere Seite sollte soch in der Lage sein diese Anmerkungen als das zu verstehen, was sie sind - rein subjektive Vorschläge, die man nun analysieren und vielleicht aufgreifen sollte.
Der fatale Fehler dieser ganzen Theorie liegt darin anzunehmen, dass erwachsene Menschen reflektiert und vernünftig miteinander umgehen können. Das ist nunmal einfach zu 98% nicht der Fall und wenn doch, sollte man sich glücklich schätzen.

Langjährige negativ Erfahrungen mit z.B. Internet-Foren oder auch Auseinandersetzungen mit anderen Menschen (manchmal sogar Freunden) haben in mir die Überzeugung reifen lassen, dass die Disziplin der Konstuktiven Kritik Äußerung und Annahme ein Buch mit sieben Siegeln ist, dem sich der menschliche Geist größtenteils verschließt. Und bisher hat mir in dieser Wahrnehmung niemand glaubhaft widersprochen.;)
Dabei könnte alles so einfach sein, das ganze lässt sich nämlich auf 5 einfache Regeln runterbrechen (und es hat seinen Sinn und Zweck, dass die Perlen damit anfangen!;)

Regel 1:
Der Kritiker liest den Text nicht nur einmal, sondern zweimal, bevor er sich an seine Kritik setzt. Der erste Eindruck ist nicht immer der richtige, und man kann durchaus mal was überlesen oder erstmal falsch verstehen.
Das ist sowohl dem Text, als auch dem Autor gegenüber ein Zeichen von Respekt - niemand kann mit einer Hoppla-Hopp Kritik etwas anfangen, die sich vielleicht auf einen völlig falschen Eindruck des Testes stützt. Wenn man keine Zeit zum gewissenhaften Beta-Lesen eines Textes hat, sollte man das von vorneherein sagen, oder vielleicht nur ausgewählte Szenen/Kapitel überarbeiten. Mit Ehrlichkeit hilft man hier mehr, als mit halbherzigem Arbeiten.

Regel 2:
Eine Kritik beginnt immer mit einem begründeten Lob. Dies führt dazu, dass der Schreiberling sich freut, Sympathie für den Kritiker aufbaut und in der Folge offener für dessen Kritik ist.
Ein kurzer Überblick "Das hat mir gut gefallen, aber" wird immer positiver wirken als "Das alles hat mir nicht gefallen, aber ansonsten ists schon ganz ok"...

Regel 3:
Kritik sollte immer sachlich und neutral formuliert sein. Beleidigungen haben dort nichts zu suchen, sie führen nur dazu, dass der Schreiberling dicht macht und auch für gute Argumente nicht mehr zugänglich ist.
Das mag selbstverständlich klingen, ist es aber nicht. Mit Beleidigungen sind hier nämlich auch Generalurteile gemeint, wie "Das ist alles Müll." oder "So kann man das nicht machen.", ohne weitere Argumente zu liefern. Eine Alles-Scheiße Einstellung ist weder sachlich, noch hilfreich, selbst wenn man sich wirklich schwertut überhaupt etwas Positives an einem Werk zu finden.

Regel 4:
Der Kritiker sollte es stets für möglich halten, dass es sich bei Merkwürdigkeiten einer Geschichte um bewusst eingesetzte Stilmittel handelt, und seine Kritik daran auch dementsprechend darstellen. Der Schreiberling wird so zum einen fair behandelt (da eine Kompetenz anerkannt wird), zum anderen kann er auf diese Weise viele handwerkliche Dinge dazulernen.
Beim Beta-Lesen eines Textes geht es darum die Vorlage handwerklich zu überarbeiten. Eine Dampfwalzen-Technik, die den fremdem Text darauf reduziert "wie ich es gemacht hätte" ist da ebensowenig hilfreich, wie die schon beschriebene Alles-Scheiße Mentalität. Beide bringen nur den eigenen Egozentrimus zum Ausdruck und beweisen, dass man nicht zu dezidierten Aussagen in der Lage ist, machen aber mit Sicherheit keinen guten Kritiker aus.

Regel 5:
Kritik sollte mit einer kurzen Zusammenfassung der Kritik und der lobenswerten Punkte an dem Werk enden.

Wenn man diese Punkte des Kritisierens erfolgreich hinter sich gebracht hat, ist man aber leider immer noch nicht aus dem Schneider, denn es gibt auch goldene Regeln (genau 2), wie man erfolreich Kritik annimmt:

Regel 1:
Kritiker haben nicht immer Unrecht.
Sein Werk der Kritik Anderer auszusetzen, ist vielleicht nich einfach (vor allem wenn viel mehr Korrekturen zurückkommen, als man je für möglich gehalten hätte;). Trotzdem kommt man nicht daran vorbei, will man wirklich etwas lernen und sich weiterentwickeln. Dazu gehört aber leider, dass man sich die Kritikpunkte - sofern sie denn vernünftig formuliert sind - genau anschaut und nicht sofort als persönlichen Angriff wertet. Wenn mir ein Werk, ein Text, oder ein Bild persönlich soviel bedeuten, dass ich mich nicht davon distanzieren und objektiv über Verbesserungsvorschläge nachdenken kann, dann ist das zwar in Ordnung - dann sollte man aber auch konsequent genug sein, diese Art von Werken gar nicht erst zur Beta-Korrektur zu geben.

Regel 2:
Kritiker haben nicht immer Recht.
Zu einer gesunden Reflektion über sich und seine Umwelt gehört auch genug Selbstbewusstsein, um nicht jede Kritik ungefiltert anzunehmen. Nicht jeder Beta-Leser muss den Text verstanden haben, egal wieviel Erfahrung er mitbringt und nicht jedes Stilmittel, dass den Geschmack des einen Kritikers nicht trifft, muss deswegen schlecht sein. Zu den eigenen Entscheidungen stehen gehört zu 50% zum Beta-Korrekturprozess dazu (und macht ihn anstrengender als das Schreiben an sich, aber da muss man nun durch;).

Aus dieser ganzen, schönen Frustration mit Korrekturprozessen im Allgemeinen und Internet-Foren Klüngel im Besonderen, ist übrigens obskurerweise eine neue Forenidee entstanden, die T. gerade ausklüngelt: Die Schreibhandwerker
Sobald es dazu was Konkretes zu sagen gibt, werde ich das naütrlich tun!;)

15.05.2010

Rollenklischees und ihre Probleme


Noch ein Nachtrag zum Kino-Erlebniss gestern, den ich nicht auch noch mit in die Rezi packen wollte - zumal es wirklich nur am Rande mit dem Film was zu tun hat.;)

Ich weiß nicht, ob es irgendwem ausser mir auffällt, aber Paare, die schon mehrere Jahre zusammen sind, entwickeln diese Tendenz ständig in irgendwelchen Zusammenhängen über potentielle Kindererziehung nachzudenken - selbst die Paare, die eigentlich keine Kinder wollen, ist ein sehr spannendes Sozialpsycholigisches Phänomen und hat vermutlich wieder was mit Drüsen und Hormonen zu tun.;)
Meistens geht es dann entweder um a) Namen die ich meinem Kind gern/niemals unter keinen Umständen geben will oder b) Erziehungsaufgaben und die Verteilung von.

Die Verteilung von Erziahungsaufgaben ist das lustigere Feld und in Zeiten schwankender Rollenklischees gar nicht mal so einfach zu klären. Gestern bespielsweise fiel uns wieder einmal auf, dass ich - glaube ich - eine der wenigen Frauen im doch fast vollen Kino war, die wirklich Spaß an dem Film hatte und nicht zur Betreuung ihres a) Freundes oder b) männlichen Teenager Kindes da war.;) Das hat eindeutige Vorteile, wie mein Mann sagte:
"Wenigstens muss ich dann nicht immer allein mit unserem Sohn die Action Filme kuken gehen."

Andersherum hat das auch Nachteile, ich wies dann nämlich darauf hin, was denn passieren würde, wenn unsere Tochtern gern einen Prinzessin Lillifee Film sehen wollen würde?
Man sollte sich nie darauf verlassen, dass der eigene Nachwuchs auch die eigenen Vorlieben übernimmt und ich weiß nicht, ob ich einen Prinzessin Lillifee Film überleben würde - ganz ehrlich nicht!;)
Ich würde meiner Tochter auch lieber Bier trinken als Schminken beibringen, oder lieber mit ihr ins Tattoo-Studio gehn, als Schuhe zu kaufen, aber die Frage nach dem vakanten weiblichen Klischeevorbild löst das leider nicht...

Kann man sowas vielleicht über Patentanten lösen? Dann hätte ich gerne weibliche Vertretung für die Make-Up und Schuhe Debatten und für die Kinder-Karnevalszüge, wo wir gerade dabei sind...Die Kostüme nähen, das mach ich dann schon selbst!;)

Iron Man 2

Manchmal finde ich es sehr schwer im Kino nicht unangenehm aufzufallen...
Ich kommentiere Filme gern, ich lache zu laut und manchmal möchte ich auch spontan applaudieren, wenn mir eine Punchline gefällt - achso ja, und wenn Dinge wie Highway to Hell oder Another One Bites The Dust zum Soundtrack gehören, würde ich gerne besser in der Lage sein ruhig sitzen zu bleiben. Obwohl es sehr subtile Arten von Headbanging gibt, wie ich seit gestern weiß.;)

Um die Spannungskurve gleich mal zu asphaltieren, Iron Man 2 hat mir sehr viel Spaß gemacht!
Ich bin nur leicht verzweifelt, weil jetzt schon insegesamt 3 Filme sich um mein Best 2010 streiten, wobei Robert Downey Jr. in zweien die Hauptrolle spielt (was die Entscheidungsfindung nicht leichter macht;), und es ist nichtmal Juni...

Normalerweise bin ich ja allerdings kein Fan von Superhelden Filmen. Geheime Identitäten Schmuh geht mir auf die Nerven, dieses ganze Ohhhhh die Verantwortung, Ahhhh ich bin zu gefährlich für die Frau, die ich haben will, Ihhhhhh warum ich, Uhhhh muss Menschheit retten, weil Menschheit super blabla kann ich nicht lange ertragen. Superhelden sind - in meiner zugegeben limitierten Erfahrung - entweder Looser (Spiderman) oder Psychokrüppel (Batman), oder einfach nur so karieserregend gute Menschen (Superman), dass mir die Bösewichte schon alleine deswegen symphatisch werden.
Filme, in denen diese Geheimidentitäts-Chose wegfällt, haben daher bei mir schon eher eine Chance - X-Men beispielsweise mochte ich, auch wenn mir die Allegorien (Mutanten=Juden=Schwule=Jede andere Minderheit, die wir unterdrücken oder heilen wollen) manchmal ein wenig zu plump waren. Fantastic 4 war leider unglaublich flach und belanglos, das kann der Wegfall meiner liebsten Ego-Probleme halt eben auch bedeuten.;)

Aber Iron Man mag ich einfach gern. Robert Downey Jr. hat in seiner versoffenen, völlig narzisitisch-egozentrischen, sozial unfähigen Arschloch Interpretation nicht mehr viel mit dem Zeichtrick Helden zu tun, an den ich mich erinnere, aber ich habe ein großes Herz für Antihelden und Charaktere, die einfach mal richtig auf die Kacke hauen, nur weil sie es können. Das würde ich auch tun, wenn ich Superkräfte hätte, wozu bei allen Teufeln, hat man sie sonst?!?!;)

Der erste Teil war daher wie ein frischer Luftzug in meinen verstaubten Superhelden-Klischee Schubladen. Der zweite Teil erfindet sich nicht neu, hat aber einen besseren Bösewicht (ich persönlich finde Mickey Rouge sollte seine Schönheitschirurgen bis in den 7. Kreis der Hölle verklagen, aber in dem Film passt dieser Look sogar irgendwie^^) und ein paar neue Probleme, mit denen sich die Charaktere beschäftigen können - und ausserdem gibt es die Iron Man Playboy Bunny Dancecrew, Scarlett Johanson macht unerwartet viel Spaß als X-Men-Lederanzug-Hitgirl (auch wenn ihre Haare ein seltsames Eigenleben führen und sich automatisch aufriffeln, sobald sie im Hitgirl Modus ist...trotzdem sexy, wenn man drauf steht;), nur ca. 1,5 schlechte Sexwitze, Insiederwitze für Comic-Fans (mir erklärt von meinem Göttergatten, aber trotzdem schön;) und einen geilen Soundtrack.
Roboter verprügeln sich, Gwyneth Paltrow ist possierlich, die Sciene Fiction Computer Gadjets sind bösartig cool und viele Dinge explodieren, das es eine wahre Freude ist - was will man mehr?;)

Von mir gibt es mit Sicherheit 4,5 von 5 Paladium Kernen!
(0,5 Punkte Abzug für schlechte Penis Witze, den leicht klischeehaften Vaterkomplex und die Selbststylende Frisur scheinen mir angemessen;)
Vielleicht brauche ich auch einfach für den nächsten Film ein Kino für private Vorstellungen, das wär ziemlich cool...

12.05.2010

Welcome Weekend!

Oh mann, was bin ich froh, dass diese Woche nach 3 Tagen schon wieder rum ist.^^
Montag 6 Stunden Kampf mit Photoshop
Dienstag 8 Stunden Kampf gegen den riesigen Papierstapel auf meinem Schreibtisch (das kommt davon, wenn man krank wird^^)
Mittwoch versuchen alles aufzuarbeiten, was Montag und Dienstag liegen geblieben ist und immer noch sooooo müde *sfz*...
Da wird es dringend Zeit für Wochenende und ein bißchen was zum Lachen (hatten wir auch lange nicht;):

Sissi meets Bullyparade:


10.05.2010

I love you Wikimedia!

Habt ihr euch mal mit Copyright, Nutzungsrechten und diesem ganzen Kram beschäftigen müssen?
Ich hoffe es ehrlich nicht, denn sowas ist die Pest (auf beide eure Häuser...ach, nee falscher Kontext;)!!!
Aber als aus Überzeugung selbstverlegender SchreiberlingInnn hat man leider keine andere Wahl (wobei einem das tolle Quellen Copyright ja inzwischen sogar schon die wissenschaftliche Arbeit erschwert, da kann man sich in der Forschung auch schon nicht mehr sicher fühlen), als sich immer wieder mit den rechtlichen Grundlagen zu beschäftigen, wenn man irgendwas benutzen will, dass man nicht selbst fabriziert hat - und an den Punkt kommt man relativ schnell, man sollte es kaum glauben.
Da ist es doch schön, dass es Menschen gibt, die eine wunderbar erfrischende No-Profit Mentalität an den Tag legen und einem das Leben erleichtern wollen. Wie die Wikimedia Commons - tausende von Bildern mit einer wunderschönen Commen License, die man sogar für kommerzielle Zwecke nutzen, verändern, verhackstücken und sonstwas darf - es ist ein Paradies!;)
Natürlich gibt es auch hier noch Auflagen, z.B. muss Wikimedia als Quelle im Impressum auftauchen, wenn aktuelle Bilder verwendet werden - für digitale Versionen von Bildern, deren Copyright erloschen ist (siehe die ganzen Gemälde und Kupferstiche im Shakespeare;) gelten übrigens meist keine Nutzungsbestimmungen, hier erlischt auch das Copyright für die Digitalisierung nach 100 bzw. 150 Jahren nach Veröffentlichung des Originalwerkes.
Bei Texten ist das anders, da hält jeder Verlag und manchmal sogar die Übersetzer Rechte an Neuauflagen, fremdsprachigen Übersetzungen etc. - auch wenn es also heißt 70 Jahre nach dem Tod des Autors ist der Text frei zugänglich, darf man sich da nicht unbedingt drauf verlassen, das gillt u.U. nur für die unveränderte Erstauflage...
Und will man - beispielsweise als Coverbild - ein Foto aus dem Netz benutzen, dass nicht ausdrücklich als Common License gekennzeichnet ist, muss man a) herausfinden wer die Rechte an dem Bild hat und b) der Rechteinhaber muss ausdrücklich sein Einverständnis erklären. Wenn es vor Gericht gehen sollte irgendwann, am besten schriftlich - eine kurze Email reicht da meist nicht, die hätte ja Jeder schreiben können.
Also danken wir den Göttern des einfachen Lebens dafür, dass es Common License gibt - und das inzwischen sogar so umfanreiche Sammlungen bei Wikimedia und anderen Common License Plattformen online sind, dass man gut ohne zahlungspflichtige Layout auskommt.
So kann Textlayout und Coverdesign wieder Spaß machen, wie man an diesen schönen kleinen Gimmicks sieht, die jetzt im Rosenfriedhof ihr Zuhause gefunden haben, oder an diesen hübschen Renaissance Stichen, mit denen ein Deckblatt, dann statt so,
auch so aussehen kann:










Und auch eine Seite Text kann von kleinen Common License Bildern ungemein profitieren und sieht dann nicht mehr so,
sondern so aus:










Ich jedenfalls bin mit dem neuen Layout ziemlich glücklich - jetzt muss nur noch der Inhalt folgen, aber auch da habe ich schon einige Vortschritte gemacht:
Punkt #2 und #3 von meiner Liste kommen also gut voran. Wenn das mal kein guter Start in die Woche ist!:)

Nobel geht die Welt zugrunde? Ich glaube nicht, Tim!

Warum sagt man eigentlich "Nobel geht die Welt zugrunde"?
Ich persönlich finde nobel lebt es sich hervorragend und kann das sogar an einem aktuellen Beispiel belegen. Dank meines tollen neuen Schlepptöppchens kann ich jetzt meine iPod Videos sogar in der Badewanne kuken, während mein Erkältungsbad seine Wirkung tut.
Wer also sagt, dass Dekandenz etwas Schlechtes ist?;)

Natürlich sollte man keinen ganzen Kinofilm in der Badewanne schauen, es sei denn man hätte gern Oberschenkel wie die späte Hidegart Knef. Aber so ein Stündchen in warmem Wasser planschen mit guter Unterhaltung hat doch viel Schönes an sich.
Daher auch mein heutiger Beitrag zu "Filmen, die man gesehen haben sollte":
Gefährliche Liebschaften
Ich besitze sowohl das Buch, als auch den Film, liebe beides und habe beides auch von meinem Göttergatten geschenkt bekommen - was man jetzt nicht gleich wieder als verfängliche Anspielung betrachten sollte, sondern einfach nur als Zeichen, dass er weiss, was man mir schenken sollte!;)

Ich kann verstehen, wenn einem das Medium Briefroman etwas befremdlich vorkommt - wir sind seit dem 20. Jhd. ja eher stringentere Erzählweisen gewohnt;) - aber den Film muss man einfach lieben, da geht in meinen Augen kein Weg dran vorbei!
Für mich zumindest hat dieser Film meine unverbrüchliche Bewunderung für John Malkovich, Michele Pfeiffer und Glen Close in Stein gemeisselt - und war übrigens auch der erste Film, in dem mir Uma Thurman bewusst aufgefallen ist, auch wenn sie eine eher undankbare Rolle spielen musste. Das hat sie dann aber mit Bravour gemeistert, manchmal erkennt man Talent eben auch daran. Und nicht mal das Keanu hat mich gestört, was an sich schon erstaunlich ist.;)
Menschen, die weniger dem Kostümdrama zugeneigt sind, haben ja bisweilen behauptet, dass ihnen aus diesem Grund die Neuauflage Eiskalte Engel besser gefällt - und ich will auch gar nichts Negatives sagen, der Film ist nett gemacht und hat einen sehr hübschen Soundtrack (siehe mein CD Regal;) - aber beim besten Willen wird Sarah Buffy Gellar in diesem Leben keine Glen Close mehr.;)

Trotzdem zeigt sich in diesem modernen Umsetzungen eines ganz deutlich: Die Faszination eine Geschichte durch ihre Bösewichte zu erzählen. Und diese Hauptcharaktere sind wirklich böse - so böse eben, dass es Spaß macht.
Und dabei ist es sogar egal, dass am Ende die Guten immer gewinnen, das schmälert weder die Anziehungskraft des Charakters, noch die Spannung der Handlung.
Ich finde das sehr faszinierend und habe damit gleich eine neues schauspielerisches Lebensziel gefunden (das bisherige war mir ja mit dem Shakespeare abhanden gekommen;): Einmal einen richtigen Bösewicht spielen.
Nicht sowas halbgares, oder zickiges oder sowas, nicht die Cola Light des Bösen, oder die Margarine des Bösen, einfach böse, böööööse - so ein Iago-böse, Lex Luther-böse, oder eben Valmont-böse.

Ich befürchte allerdings mit dem Stückvorschlag Dangerous Liasons würde ich mir wenig Freunde machen - es sei denn wir finden eine puritanische Theateradaption, die auf Nacktszenen verzichtet, was aber irgendwie nicht Dasselbe wäre (die "talentierte Schreibunterlage" ist zu niedlich!;)...
Und bei meinem Glück würde ich am Ende noch die keusche, gottesfürchtige Ehefrau abbekommen, die an gebrochenem Herzen stirbt...die schauspielerische Leistung bei dem Text nicht ständig lachen zu müssen, fehlte mir grade noch...
Vielleicht findet sich ja ein anderes Stück, dass dieser Art von Charakter entgegenkommt und keine nackten Damenhintern braucht - auf Superman - The Play kann ich allerdings auch verzichten!;)

05.05.2010

Definitv KEIN neues Lieblingsrezept

Habt ihr schonmal Aspirin-Brausetabletten mit Salz probiert?
Wenn ja, ihr Armen, wenn nicht, Glück gehabt...

Ich bin ja bereit Vieles und Manches auszuprobieren, wenn mir das die Antibiotika-Chemiekeule erspart, aber mit in Salzwasser aufgelöstem Aspirin gurgeln ist...ich kann es nicht beschönigen: Wie-der-lich und e-kel-haft.*bläch*
Und damit darf ich jetzt mindestens (!) 10Mal am Tag 5-10Sekunden gurgeln (oder solange ich es eben aushalte^^).

Die ersten Erfolge lassen sich nach 2 Runden auch schon ablesen, also helfen tut's schon, da will ich mich gar nicht beschweren, wirkt schön entzündungshemmend auf den geschwollenen Aua-Hals, das Salz ätzt dann vermutlich noch den Eiter weg oder sowas, ich hab schon wieder die genaue Erklärung verdrängt...
Trotzdem...igittigittigitt...

Also wer mal dringend ein Rezept gegen Halsweh sucht - oder einfach gerne wieder menschlichen Sprache fähig sein würde, mann ist das anstrengend, wenn man nicht quasseln kann!!!;) - der möge das vielleicht mal ausprobieren.
Aber besser ihr bleibt in der Nähe vom Waschbecken dabei!;)

02.05.2010

Neeeee ich nehm lieber ne Kuuuuhhhh...

So und jetzt noch was Lustiges, um den arbeitsreichen, produktiven Tag abzurunden!:)

Kalkofe, immer sehenswert:
Da fliegt die Kuh:


Vorsicht Gehirnzersetzender Ohrwurm!!!;)


Und irgendwann...bringe ich sie alle um!

Leben als Liste

Ich halte nicht viel davon, aus meinem Leben eine Liste zu machen.
Das hat was mit meinem Loslassen Lebensmotto zu tun, das u.A. dazu führt, dass ich eigentlich sowenig wie möglich über die Zukunft nachdenke. Wie sagt man so schön: Leben ist das, was man verpasst, während man andere Pläne macht.;)
Also plane ich wenig und versuche noch weniger zu grübeln, sofern ich denn einen Plan gefasst habe. Funktioniert hervorragend, kann ich nur empfehlen, denn das Leben geht ja trotzdem weiter und je weniger man sich darüber grämen muss, dass es gar nicht so aussieht, wie man sich das vor 5 oder 10 oder 2 Jahren vorgestellt hat (meist ist das ja nunmal so;), desto glücklicher kann man mit dem werden, was man hat.
Ausserdem möchte ich nicht irgendwann auf meinem Sterbebett auch noch rekapitulieren müssen, wieviele Länder ich dann doch nicht gesehen, wieviele Jobs ich dann doch nicht gehabt und wieviele Bücher ich dann doch nicht geschrieben habe - das ist ja selbstfabrizierte Depression.;)

Manchmal kommt man ohne einigermaßen gute Zeitplanung aber eben doch nicht weiter, vor allem, wenn man am liebsten alles gleichzeitig machen würde...Ich weiss wirklich nicht, wie manche Leute ehrlich von sich behaupten können, ihnen wäre langweilig?!?
Das ist ein Gefühl, dass ich spätestens seit der Schulzeit nicht mehr kenne - im Gegenteil der Tag müsste 40Stunden haben, dann würde ich endlich mal all das machen können, was ich immer tun will und nie Zeit dazu habe!;)
Also muss manchmal eine Prioritäten-Liste einfach sein, schon allein, damit man sich nicht völlig verzettelt. Also habe ich heute mal meine weiße Wand angestarrt und ein paar Dinge aus dem diffusen Wust an halbgeformten Plänen (mein Hirn macht die von alleine, ich versuche nur nicht drüber nachzudenken!;) herauszusuchen, die ich bis zum Winter wirklich angepackt haben will. Here goes:
# 1: Bei StudiVZ abmelden und "sinnfreie" Internet Zeit reduzieren
StudiVZ ist schon gelöscht, das war der einfache Part, damit reduzieren sich meine Social Platforms auf 1 (Facebook) und die damit verbundene Surf-Zeit hoffentlich auch.;)
# 2: Endlich den Termin für's neue Tattoo machen
Das werde ich nächste Woche anpacken, denn das will ich jetzt wirklich endlich mal machen. Ich habe keine Ahnung warum ich das schon so lange rumschleppe, ohne was dazu zu tun, aber manchmal ist die richtige Zeit einfach noch nicht da...Wie eine gute Freundin mal sagte: Der Wunsch sich zu verändern muss in dir aufsteigen, wie eine Seifenblase und erst wenn die Blase so groß ist, dass für nichts anderes Platz ist, tust du auch was, damit sie endlich platzt! Das ist nicht nur lyrisch wertvoll, sondern auch wahr!;) Bisher habe ich mich ja immer mit fehlendem Geld rausgeredet, aber ich habe im letzten Jahr so viele andere Sachen gekauft, das kann es eigentlich nicht gewesen sein...vielleicht fehlte bisher wirklich einfach das Gefühl jetzt dringend was verändern zu müssen.:)
# 3: Ein Konzept und einen groben Handlungsablauf für Elysion festhalten
Für alle, die sich in meinem komplizierten Hirn nicht auskennen: Elysion ist der Arbeitstitel für meine Fantasy "Übungsgeschichten", die ich in den Perlen schonmal vorveröffentlicht habe, aber eigentlich soll das tatsächlich mal eine Romanlange Geschichte werden - sobald ich meine Notizen gerettet habe, die haben nämlich im Laufe der Jahre der Nichtbeachtung Bekanntschaft mit einer Tasse Milch gemacht -, wenn ich denn mal eine koherente Story zusammen bekomme.;) Bis zum Winter will ich das zumindest abgeschlossen haben - also die erste Planungsphase, das mit dem Schreiben machen wir dann je nachdem wieviel Zeit wir übrig haben!;)
# 4: Endlich meine Tai-Chi Fächerform anfangen
Das wird in jedem Fall mein Geburtstagsgeschenk für mich selbst, wenn niemand sonst schneller ist - das Lehrvideo und einen gescheiten Tai-Chi Fächer (siehe Amazon), damit ich mal wieder was tue!;)
# 5: Kostümkram: Kimono die 2. und Vom Winde verweht...
Habe ich schonmal erwähnt das mein Kimono super ist? In den letzten 3Tagen bestimmt nicht!;) Aber was noch fehlt, ist ein gescheites Unterkleid und zum Glück gibt es sowas von Simplicity zum selber nähen - ich dachte an eins in einem hübschen Champagner Brokat für meinen blauen Furisode und ein dunkles - vielleicht schwarz - für einen "richtigen" Kimono, den ich mir dazu noch anschaffen werde (der Unterschied liegt in der Ärmellänge und die langen Ärmel sehen schön aus, sind aber mega-unpraktisch!!!;), vielleicht in rot, oder so, mal sehen was meine Freunde bei Ichiroya so vor Weihnachten im Angebot haben - bevor mein Schlepptöpchen abbezahlt ist, brauch ich da nicht planen.;)
Bis dahin (um Langeweile zu vermeiden *haha*), kümmere ich mal mal um mein Scarlett O'Hara Gedächtnisoutfit - eigentlich hätte ich mir sowas ja gerne im Ebayshop meines Vertrauens gekauft (siehe Linkliste unter "Historische Kostüme"), aber leider teilen zuviele Menschen meine Vorlieben und das ist mir immer zu teuer.;) Also gibt es sowas hier, dazu habe ich nämlich ausser einer hübschen Rüschenbluse, Kragen und Spitze schon alles da (Jacke und Rock zum Abändern, geht auch schneller als neu nähen!;). In schwarz-rot mit den hübschen Applikationen, die ich noch von meinem Tudor-Experiment übrig habe. Das wird lustig!;)
# 6: Apropos Tudor: Endlich mein Tudor Outfit fertig basteln
Dazu fehlt mir eigentlich nur noch die hübsche Kopfbedeckung, ich denke spätestens um meinen Gebutrstag rum, sollte ich die mal anfangen, sonst wird das dieses Jahr nix mehr mit meinem Kostüm!;)

So, ich glaube neben meinen 30-35Stunden Arbeit die Woche, bin ich bis Dezember ausgebucht! Ich hoffe jetzt sieht man auch, warum ich keine Lebenslisten mache, wo sollen die denn enden?!?!;D

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