2010-12-31

Silvester-Füller

Diesmal nicht von mir, sondern wieder von üblicher Stelle, die definitiv letzten Blog-Worte 2010!:)

1.  Inzwischen glaube ich tatsächlich, dass das Zeitgefühl sich ändert, wenn man älter wird...
2.  Raclette und Nobodys Perfect sind bei uns Tradition an Silvester.
3.  Die Nachricht des Tages hab ich noch nicht gehört...;)
4.  Hoffentlich kommen die nächsten freien Tage so schnell wie möglich.
5.  Heute um Mitternacht fängt das neue Kalenderjahr an...*doh*?
6.  Vorsätze sind nicht mein Ding - entweder man will etwas verändern, oder nicht, das geht an jedem Tag im Jahr!
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Raclette, morgen habe ich ausschlafen geplant und Sonntag möchte ich den letzten freien Tag genießen!!!

Ich wünsche euch allen ein glückliches und erfolreiches Jahr 2011!

2010-12-30

Berühmte letzte Worte 2010


Ja, man glaubt es kaum, aber es ist schon wieder einen Tag vor Feuerwerk!!!
Dann muss wohl jetzt mal der ultimative Rückblick her - wozu hat man Silvester schließlich sonst...außer zum Raclette und Saufen vielleicht noch!;)

Vorherrschendes Gefühl für 2011?
Erwartungsvolle Zufriedenheit - vieles hat sich schon entwickelt, vieles bleibt noch spannend!

2010 zum ersten Mal getan?
Brügge gesehen - und überlebt!;)

2010 nach langer Zeit wieder getan?
Geschrieben!!! Oh mann, das war toll...bisher sind es "nur" Kurzgeschichten, aber es geht wieder was!;) Und wenn ich 13 Kurzgeschichten zusammenkriege, mach' ich einen Band draus, Vorsatz für die Zukunft!

2010 leider nicht getan?
Nach London gefahren. Nächstes Jahr hoffentlich...(unveränderte Übernahme aus dem letzten Jahr *grml*)

Die teuerste Anschaffung?
Mein neuer, kleiner Helfer im Alltag...und gleich danach mein Kater! Beide sind auf ihre Art einfach super, genial und toll und treiben mich manchmal zur Verzweiflung!;)

(Un)wort des Jahres?
Klimawandel - warum ständig über etwas reden, an dem doch sowieso nie jemand wirklich was ändern möchte, solange es das tolle Totschlagargument "Wirtschaft" gibt?!? Oh und gleich noch eins hinterher: Staatsbankrott! Liebe Kinder und Politiker, ein bißchen historische Bildung schadet nie: Karl V. (der mit dem Weltreich von Holtstein bis Honduras) hat 5 Staatsbankrotts überlebt. Scheint wohl immer irgendwie weiterzugehen...

Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen durch Bewegungsunfähigkeit aber jetzt hoffentlich wieder auf dem richtigen Weg!:)

Alkoholexzesse?
Business as ususal - Geburtstage, Wrap-Party, Halloween...aber keine großen Abstürze dieses Jahr. Nur nach der Yule-Party und den 2 Flaschen Rosé war mir ziemlich übel (süßer Wein, es ist furchtbar!;)...

Haare länger oder kürzer?
Meine Frisur ist wie ein Gemälde - zeitlos und manchmal etwas restaurationsbedürftig. (unveränderte Übernahme aus dem letzten Jahr, scheint also zu stimmen!!!;)

Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
Eigentlich gleichbleibend kurzsichtig, aber hören tu ich nicht so gut dieses Jahr...

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr! Bausparverträge sind was feines, wenn sie denn ausgezahlt werden...

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr...*sfz*...Das mit dem sparen wird dieses Leben wohl nix mehr...

Mehr bewegt oder weniger?
Eigentlich gleichbleibend gehandicapt...Der Geist ist willig!;)

Film des Jahres?
Wie immer habe ich gleich mehrere Filme gesehen, die mir viel Spaß gemacht haben, aber meine Krone 2010 geht dann halt doch an Sherlock, da kam einfach nix ran!;)

Buch des Jahres?
Ach, da ist ja noch schwieriger...erstmal stelle ich fest: Ich lese zuviel, als das ich mir das alles merken kann! Aber: Da ich ja immer alles blogge, ist das nicht so schlimm, da steht ja ob ich das Buch mochte, oder nicht!;)
Ich muss dieses Jahr mal aufsplitten, da tatsächlich auch ein paar gute Sachbücher dabei waren: Mein Buch 2010 ist daher Coraline und die Sachbuch Krone geht an Athenais - wie klangvoll!;)

Erkenntnis des Jahres?
Je weniger Zeit/Je mehr Stress man hat, deto klarer sieht man, was man in seinem Leben nicht braucht und daher ausmisten sollte - und das sollte man dann auch tun!

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Hmm, was hab ich denn so verschenkt dieses Jahr? Irgendwie war 2009 das Jahr der teuren, aufwendigen Geschenke, dieses Jahr gab's eher Kleinigkeiten...aber ich glaube der Tattoo-Gutschein für Schatzi's neusten Körperschmuck kam ganz gut an!;) Erst krieg er von mir ne PS2, dann ne Stereoanlage, jetzt das Tattoo...darf ich mich selber zur Wife of the Century Wahl anmelden?;)

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Spaß, Freude und ein offenes Ohr schenken mir immer viele Menschen, aber ich beschränke mich mal auf die materiellen Dinge des Lebens: Badewannenspielzeug und einen Eintrittkartengutschein für meine persönliche History-Geek-Veranstaltung!

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
"Wenn ich ein Buch wäre, was wäre ich dann?"
"Ein Wörterbuch!"
Die netteste Umschreibung für "redet zuviel und muss zu allem ihren Senf dazu geben", die mir bisher untergekommen ist!;)

Die größte Enttäuschung?
Hmmm...wir haben es nach 4Monaten halbherzigen Suchens noch nicht geschafft das perfekte Eigenheim zu finden...es tut mir Leid, mehr fällt mir nicht ein, war wohl ein ganz gutes Jahr soweit!;)

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Sommerurlaub mit ganz viel Entspannung und ein bißchen Kultur (so wie ich es mag:)!

Vorsatz fürs neue Jahr?
Ein bißchen planungsintensiver an der Verwirklichung meiner Wünsche zu arbeiten - Et hätt noch immer juht jejahnge ist nur bis zu einem gewissen Punkt hilfreich!;)

2010 war mit einem Wort?
Ein Aufbruchsjahr!

Winterimpressionen 2010

Der böse, dunkle Winter ist ja nun eigentlich schon fast wieder vorbei - gut, theoretisch merkt man erst im Februar, dass es auch wieder heller wird, aber es geht ums Prinzip!;) - da ist es doch Zeit ein paar Winterimpressionen festzuhalten:

1. Geschenke kaufen: Bist du zu klein, sind sie zu groß!

2. Weihnachtsessen: Besser Maurerdekolleteé als gar keine Erotik...

3. Festtags-Chic: Bei trägheitsbedingter Bügelfaulheit ist der Kleiderschrank nach allen wärmenden Kleidungsstücken zu durchsuchen, die noch übrig sind - den Kampf Warm vs. Elegant kann der Tussi-Trieb bei diesem Wetter gar nicht gewinnen!;)

4. Abbruchsgefahr: Unser Balkon kurz vorm Schneemanntauglichen Beladezustand!

5. Walking in a Winter Wonderland: Der Stadtpark auf dem Weg zum Thermen - zugegeben, wenn nicht das warme Wasser-Wunderland am Ende des Weges gelegen hätte, wäre mir die kalte Rutschpartie weniger 
entspannsam vorgekommen. Aber schön ruhig wars!:)


Ein Foto von uns im warmen Außenpool umgeben von Schneebergen - viiiel toller als im Sommer, wenn eh jeder draußen rumhängt!;) - konnte ich ja leider nicht machen, aber ich denke so ungefähr kann man sich das vorstellen:
Schönen Winter noch!;)

2010-12-28

Dreimal Weihnachten kochen

Ja, ich weiss, Weihnachten interessiert schon keinen mehr, im Supermarkt gibt es schon Ostereier und die Planungen für Silvester laufen auf Hochtouren, aber einen kleinen Nachtrag zum Weihnachtsessen 2010 muss ich dann doch noch loswerden!

Nachdem wir im Sommer schon Bella Italia auf dem Tisch hatten, war ich wirklich versucht diesmal eine Spanische Variante mit ganz viel Tappas zu machen, aber gücklicherweise habe ich schnell erkannt, dass Tappas für 7-8Personen doch etwas zu aufwendig sein könnten, um das eben mal am 2. Weihnachtstag nach 6 Zugfahrten durchs winterliche Deutschland noch aus dem Ärmel zu schütteln.;)
Also gab es dieses Jahr zu Weihnachten mal alle die Weihnachts-Gerichte, aus denen man aus verschiedensten Gründen nur schwer ein ganzes Menu zusammenzimmern kann - deutschen Kartoffelsalat (3 Gänge "gut-bürgerlich" wäre mir zu langweilig;), britischen Cider-Eintopf (für 3 Gänge von der Insel, ist Vieles da drüben zu ungenießbar...sorry, ist so!;) und Obstsalat ala Thailand (3 Gänge asiatisch kommt bei den Gästen nicht so gut an, da macht man nix dran;). Und hier die Rezepte dazu (kalkuliert für 6-8Personen):

Vorspeise: Kartoffelsalat mit Würstchen
Bekannterweise bin ich ja ein wenig faul, daher hier die easy-going, aber lecker Variante.;)
Zutaten:
1,5kg Kartoffeln (festkochend am besten, alles andere geht aber auch)
1 Bund Frühlingszwiebeln
2 kleine Zwiebeln
1 Glas Saure Gurken
10 Eier (keine Sorge, 4 sind nur zur Deko;)
1 Glas Miracle Whip
Senf, Petersilie, Salz Pfeffer, Hühnerbrühe

Die Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und in Hühnerbrühe gar kochen. Die Gurken, Frühlingszwiebeln, Zwiebeln und 6 Eier zerkleinern und mit der Mayonaise verrühren und einen Schuss Gurkenwasser dazugeben. Dann mit Senf, Petersilie, Salz und Pfeffer würzen und die Kartoffeln unterheben. Die restlichen Eier vierteln und mit ein bißchen Grünzeug als Deko anrichten.
Schon fertig!;)

Hauptgericht: Cider-Eintopf
Auch wenn es sich teilweise sehr merkwürdig anhört, es schmeckt wirklich!;)
Zutaten:
ca. 1,5kg Schweinefilet
300g Speckwürfel
3 Stangen Porree
6 mittelgroße Möhren
6 Äpfel
10-12 Schalotten
2 Becher Creme Fraiche
1/2l Cider (oder auch Cidre;)
Hühnerbrühe, Butter, Zucker, Salz, Pfeffer, Apfelessig, Speisestärke

Alle Zutaten in mundgerechte Stücke schneiden. Dann das Fleisch mit Speck und Schalotten anbraten und nach und nach die Möhren und den Porree zugeben. Wenn alles etwas eingekocht ist, mit der Hühnerbrühe und dem Cider ablöschen und für 1,5Stunden bei 160° in den Ofen geben.
In der Zwischenzeit die Apfelstücke mit Butter und ca. 5EL Zucker anbraten (karamelisieren heißt das wohl im Fachjargon;). Nach Ablauf der Ofengarzeit die Apfelstücke unter den Eintopf heben, die Creme Fraiche unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken.
Ganz zum Schluss einen letzten Schluck Cider dazugeben (für den Restalkohol;) und die Soße mit Speisestärke abbinden. Schmeckt unerwartet, aber super!
Da sag noch einer die Briten würden nur eklige Sachen essen...ein blindes Huhn muss ja auch mal ein Korn fidnen!;)

Dessert: Asiatischer Obstsalat
Ich bin ja sehr Back-Unaffin, was die Dessertsuche ein wenig schwieriger macht, aber das hier ist a) lecker b) einfach und c) superschnell auch in großen Mengen herzustellen - ein Partyknaller, wenn ich je einen gesehen habe!;)
Zutaten:
4-5 mittelgroße Bananen
2 Mangos
1 Dose Litchis
1 Packung Rote Beeren (oder auch frische, wenn nicht grade Winter ist;)
1 Dose Kokosmilch
1 Flasche Pflaumenwein
Vannillin-Zucker

Alle Zutaten in mundgerechte Stücke schneiden, eine halbe Dose Kokosmilch mit einem halben Glas Pflaumenwein und Vanilliezucker mischen und als Dressing verwenden - fertig! Ich sag' ja - es macht sich fast von alleine!;)

Guten Hunger!

2010-12-24

Weihnachts-Füller

Auch wenn es schon ein wenig spät ist (teilweise;):
Ein schönes Yule-Fest, Alles Liebe zur Wintersonnenwende, Fröhliche Weihnachten, Besinnliches Hanukkah und was der säsonalen Wünsche mehr sind!:)

Es haben sich ja immer alle ein weißes Wiehnachtsfest gewünscht, ich glaube da haben die Wettergötter dieses Jahr mal die Probe auf Exempel gestartet und siehe: Immer noch motzen alle und man kann es niemandem Recht machen - hätte man auch vorraussehen können!;D

Man fragt sich wie die Menschen in der Schweiz oder Österreich (um nur mal die nächstliegenden Kandidaten zu nennen) das jedes Jahr hinkriegen mit dem Schnee, aber das deutsche Flachland ist damit einfach mal überfordert. Da wird wohl beim "Driving Home for Christmas" nur Ruhe und Zen weiterhelfen - was passiert, passiert!;)

Bevor ich mich aber in die verfressenen Feiertage verabschiede, gibt es ein ganz eigenes Blog-Yulewichteln: Mein eigener Freitags-Füller nur für euch!;)

1.  Schnee an Weihnachten habe ich nicht mehr gesehen, seit ich ein kleines Kind war.
2.  Mein schönstes Geschenk sind 7 freie Tage zum Entspannen und Ausschlafen!
3.  Meinen iPod mit Videofunktion finde ich unverzichtbar (beim Bahnfahren durch dieses Wetter!).
4.  Irgenwie finde ich gute Vorsätze fürs neue Jahr merkwürdig.
5.  Ich bin lieber gemütlich, als besinnlich!;)
6.  Im nächsten Jahr kann es ruhig so weitergehen wie bisher!
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich aufs Ankommen, morgen habe ich noch mehr Bahnfahren geplant und Sonntag möchte ich gemütlich den letzten Feiertag begehen!

Eine gute Reise und schöne Feiertage euch allen!

2010-12-18

Die Soziologie und Ich. Oder: Ich bin ein Affen-Elefant!

Ein beliebtes Sprichwort sagt: wer im Schlachthaus sitzt, sollte nicht mit Schweinen werfen.
Es ist mir daher durchaus bewusst, dass man mit einem M.A. Abschluss in Geschichte, Britischer Literatur und Philosophie nicht unbedingt in der Situation ist, die Studienfächer anderer Menschen als sinnlos zu verurteilen - daher würde ich das auch nie tun, wirklich nicht!
Es fällt mir aber manchmal schwer mich mit gewissen Soziologischen und Psychologischen Systemen abzufinden - gerade wenn diese sich als "Naturwissenschaften" begreifen. Auch auf die Gefahr hin mich jetzt sehr unbeliebt zu machen, aber wenn wir Soziologie als Naturwissenschaft definieren, können wir die Schöpfungsgeschichte auch gleich wieder in der Biologie eingliedern.;)

Wenn man also den naturwissenschaftlichen Charakter soziologischer Profile (Wiederholbarkeit, Objektivität und sowas;) prinzipiell in Frage stellt, könnte man sich ja fragen: Wozu dann das überhaupt? Interessanterweise finde ich aber auch diese Herangehensweise völlig unangebracht: Das Problem der psychologischen und soziologischen Forschung sind schlicht und einfach die Versuchsobjekte - wo es um die individuelle Realität von mental sehr komplexen Lebewesen geht, kann meiner Meinung nach die Wiederholbarkeit der Untersuchungen nur auf der Strecke bleiben - das sollte aber nicht dazu führen sich nicht weiter mit psychologischen Prozessen zu beschäftigen.
Nachdem ich also so wortreich verteidigen konnte, warum ich immer noch der Meinung bin, dass viel mehr Menschen ihre ewig ungelösten Probleme einem guten Couchmenschen anvertrauen sollten, auch wenn der menschliche Geist sich nicht so brav untersuchen lässt, wie der durchschnittliche Stein, kann ich mal dazu übergehen von meinem netten "Self-Marketing" Seminar zu erzählen!;)

Eigentlich sollten wir uns ja in diesem Seminar mit Bewerbungen, Techniken für das Bewerbungsgespräch oder Formatvorlagen für Lebensläufe beschäftigen - da wir aber (leider) sehr schnell feststellten, dass ich nicht nur die Einzige war, die schonmal Bewerbungsgespräche (wenn auch nur Vorgespräche) geführt hat, sondern auch tatsächlich die Einzige, die schonmal einen Bewerbungsprozess mit Gesprächen durchlaufen musste, stellte sich das etwas anders dar...
Scheinbar ist es an der RWTH immer noch üblich, dass Menschen bis in ihre späten 30er so sicher in ihren Promotionsjobs verpackt sind, dass sie nicht nur nie eine Bewerbung schreiben, sondern auch nie über ihre Lebensplanung nachdenken mussten - ich weiss nicht, wie es euch so geht, aber ich fand das ziemlich erschreckend!;) Das Seminar gestaltete sich für mich also in zweierlei Hinsicht dadurch etwas anstrengender als gedacht: Zum einen war ich der ständige Referenzpunkt für jedes Feedback und jeden Erfahrungsbeitrag (hatte ja sonst keiner irgendwelche Erfahrungen;) und wurde für das videoaugezeichnete Trainingsgespräch (ich hasse meine Stimme auf Tonband!) gleich mal zum Freiwilligen bestimmt - zum Glück auf der Interviewer-Seite, also wurden meine Aussagen nicht alle danach nochmal analysiert!!! (Trotzdem nicht leicht sich ad hoc irgendwelche schlauen Fragen aus dem Hirn zu saugen, wenn man keine Ahnung vom Fachgebiet oder dem Job hat, um den es eigentlich geht - aber hier hilft die Impro-Erfahrung aus der Theatergruppe, ich werde nie wieder darüber schimpfen...oder nicht mehr soviel!;)
Zum anderen waren die 4Stunden Self-Assessment und Persönlichkeitsprofil-Erstellung für mich erstmal nicht so spannend - in meiner gegenwärtigen Lebensposition wäre es etwas spät damit anzufangen rauszufinden wer ich eigentlich bin und was ich mit meinem Leben gerne anfangen würde...;)

Da ich aber der Soziologie - trotz aller wissenschaftlichen Bedenken;) - gerne eine Chance gebe und auch dieses Seminar mir wieder einmal gezeigt hat, wie viele Menschen tatsächlich durchs Leben laufen, ohne sich selbst zu reflektieren, oder einen halbwegs realistischen Blick für ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln, bin ich natürlich geneigt das mit vorgestellte System mal weiterzuverbreiten - DISG
Man geht davon aus, dass jeder Persönlichkeit 4 Charakterseiten inne wohnen, die unterschiedliche Ausprägungen haben - unsere Stärken liegen in den entwickelten Bereichen, unsere Potentiale in den weniger entwickelten, soweit ist das nicht erstaunlich.
Meist sind 2 Seiten eher stark und 2 eher schwach ausgeprägt - leider habe ich das tolle Lehrbild für Kinder im Netz nicht gefunden, auf dem man sich entscheiden musste, ob man lieber ein starker, einzelkämpferischer Tiger, ein witziger, kreativer Affe, ein bodenständiger, gutmütiger Elefant, oder eine detailverliebte, arbeitsame Ameise sein wollte.
Ich bin ein Affen-Elefant, das steht mal ganz ausser Frage, Tiger-Kämpfe mag ich nicht und Ameisen-Arbeit macht mich ramdösig!;)
Das Ganze hat aber natürlich auch einen Bezug zur Job-Wahl, sonst wäre es ja eher unangebracht in einem Bewerbungstraining gewesen: Als starker G-Typ bin ich gut im Labor, oder in der Finanzverwaltung untergeracht, wo es auf repetetives, detailgenaues Arbeiten ankommt, als starker D-Typ sollte ich eher im Verkauf, oder der Kundenaquise arbeiten. Setzt man einen G-Typ in eine Manager- oder Vertriebsposition braucht er tagtäglich viel innere Kraft, um seinen Mangel an diesen D-Fähigkeiten zu kompensieren und wird irgendwann völlig unglücklich und geburnoutet sein, wie man neudeutsch so schön sagt.

Ich denke, wenn man sich noch nie über solche Dinge Gedanken gemacht hat, kann so eine Analyse schon sinnvoll sein, aber trotzdem sollte die stärkste (auch im Land of Truth vorgetragene) Kritik noch zur Sprache kommen: Hier geht es um Selbst-Einschätzung.
Da die eigene Realität aber subjektiv ist, setzt der Erfolg dieser Selbst-Analyse ein gewisses Maß an Ehrlichkeit und ungetrübter Inneneinsicht voraus. Persona oder auch Persönlichkeit leitet sich bekanntlich vom griechischen Wort für Maske ab - ein Mensch dessen Maske also soweit entwickelt ist, dass sie ihm schon die realistische Selbsteinschätzung versperrt, wird auch mit dieser Analyse nicht glücklich werden - er wird nur sehen, wie er gerne wäre, nicht wie er ist.
Ich würde gerne sagen, hier kann ja dann die Fremdwahrnehmung von Freunden und Kollegen helfen, aber 1. wird ein unsicherer Mensch selten eine Fremdwahrnehmung zulassen, die seinem einen Selbstbild widerspricht ("Ich kenne mich ja wohl besser, als die Anderen.") und 2. kann es durchaus sein, dass er gar keine engen, vertrauten Menschen um sich herum hat, weil er niemanden hinter seine Maske blicken lässt.
Hier könnte ein erfahrener Therapeut helfen, aber die Maske "Selbstsicherheit" wird wohl auch das nicht zulassen - Hilfe suchen ist in dieser Realitätswahrnehmung gleichbedeutend mit Niederlage und Scheitern - und sich lieber weiter darüber wundern, warum das Leben einfach so schwierig und ihr Träger immer so unglücklich ist.

Diese ganzen Vorbehalte einzubringen hätte aber a) den Rahmen des Seminars gesprengt und b) meinen eignen Klugscheißer-Outsider Posten so sehr gefestigt, dass ich  - ich hoffe aus verständlichen Gründen - darauf verzichtet habe sie anzubringen...dazu ist ja der Blog da!;)

In diesem Sinne einen schönen Abend und einen geruhsamen Sonntag!

Shopping-Teambildung und die Gefahren der Leerlaufzeit

Leerlaufzeit kann ein Gewinn, aber auch eine Last sein.
Man kennt das ja: Man hat einen Termin, der unerwartet früh endet und plötzlich noch ein gewisses Zeitfenster zum nächsten Termin. Dieses Zeitfenster kann drei generelle Formen haben - ein paar Minuten mehr Zeit als geplant, können sehr entspannend sein (kein Zeitdruck auf dem Weg, schnell noch beim Bäcker reinspringen, oder eine wichtige Besorgung erledigen, die man dann auf dem Nach-Hause-Weg nicht mehr machen braucht), ein paar Stunden gar bieten noch ganz andere Möglichkeiten zur Entspannung (Zwischenstop auf dem heimischen Sofa, spontanes gemütliches Mittag oder Abendessen statt dem Bäckerzwischenstop usw.;), aber die Zeitspanne dazwischen kann ganz schön anstrengend, oder auch teuer sein....
Wenn keine Zeit mehr bleibt irgendetwas sinnvolles zu tun, oder nochmal nach Hause zu gehen, aber zuviel Zeit, um sich auf direktem Weg zum nächsten Bestimmungsort zu begeben, fängt die gefährliche Suche nach unverbindlichen Zwischenbeschäftigungen an - und mir fallen da leider meist nur 2 Dinge ein: Kaffeenachschub besorgen, oder Schaufensterbummel...

Nun bin ich ja nicht wirklich der Shopping-Typ. Ich besitze gerne neue Dinge, aber das eigentliche Einkaufen finde ich eher anstrengend - ich hasse Gedränge, Anprobekabinen und Lärm - weswegen Shopping mit mir eigentlich eine ziemlich schnelle Angelegenheit ist: In den Laden, Gefällt mir was? (Ja/Nein), Meine Größe? (Ja/Nein), Anprobe, Gefällt mir immer noch? (Ja/Nein). Jedes Kleidungsstück, über das man mehr als 2Minuten nachdenken muss - es sei denn es geht um finanzielle Überlegungen;) - wird man eh nie wieder anziehen, daher gibt es bewusst keine Vielleicht Alternative.  Aber...jede Regel hat ihre Ausnahme und so gibt es natürlich auch für mich diese "Mist, jetzt hab' ich schon wieder Geld ausgegeben!" Situationen - im Buchladen!;)

Alle Versuche mir deswegen ein schlechtes Gewissen einzureden, sind leider bisher an meinem hedonistischen Kern gescheitert, weswegen ich wohl davon ausgehen muss, dass sich das ungebremste Bücherkaufen wohl auch zukünftig negativ auf meine Kontoentwicklung auswirken wird - aber hey, Geektum will eben auch gepflegt werden!;)

Daher liegen jetzt ein paar neue Sachbücher auf meinem To-Read Stapel, über die ich dann Beizeiten berichten kann - es ist nämlich leider so, dass ich eine zunehmende Unfähigkeit entwickle Romane zu kaufen...
Ich weiss nicht, ob es am Literaturstudium liegt, oder am Selber-Schreiben, aber ich tue mich wirklich schwer damit die meisten Bücher zu mögen, die "man" eben grade so liest. Bei Sachbüchern ist das irgendwie einfacher - vielleicht ist das eine mal was spannender/langweiliger geschrieben, als das andere, aber im Grunde bekommt man, was man erwartet: Information!;)
Bei Romanen kann der Autor bei mir einfach viel mehr falsch machen, selbst wenn ihn Millionen anderer Leute toll finden. Nehmen wir mal eine beliebte Teenie-Vampirserie: sprachlich schlampig, stilistisch plump, die Charaktere flach und teilweise unlogisch, die Story einfallslos und lückenhaft - durchgefallen! Und dafür musste ich nicht mal 20Seiten lesen.;)
Natürlich gibt es auch weniger krasse negativ-Beispiele, aber selbst dann ärgert mich ein unlogischer Hauptcharakter, oder ein sich ständig wiederholender Stil, oder einfach eine viel zu komplizierte, sinnlos aufgebauschte Story *hustFolletthushust* meist zu sehr um noch die Geduld aufzubringen zu sehen ob das Buch ansonsten "ganz nett" sein könnte. Ich will kein "ganz nettes" Buch kaufen und lesen, ich will gute Bücher kaufen und lesen!:)

Der Ausweg aus dieser Unsicherheit vor dem Ladenregal ist daher vielleicht das Team-Shopping - immerhin konnte mein Mann bei seinem unfreiwilligen Aufenthalt in der Geschichtsabteilung schon ein Sachbuch für sich entdecken, das mich zwar weniger interessiert, aber seinen Wissenhorizont bestimmt erweitern wird. Jetzt wollen wir beim nächsten Mal ausprobieren, ob das auch bei mir funktioniert: Schrittweise Annäherung an den Problemfall Romankauf unter Anleitung quasi!;)

Man wird lesen, ob es funktioniert hat!

Zu spät, zu spät...

Oh man, war ich gestern tot, als ich nach Hause kam...dabei hatte ich mir fest vorgenommen den Freitags-Füller noch zu machen, aber ich hab's überhaupt nich hingekriegt. Woche zu lang!;)

Aber naja, besser spät als nie:
1.  Röhre in Stiefeln geht nur im Pferdestall!
2.  Mein neustes lustiges Weihnachts-Familienspiel liegt heute endlich auf dem Tisch.:)
3.  Wenn ich 3 Tage eingeschneit wäre, könnte ich ganz viel lesen und schlafen, das wäre super...
4. Bach's Toccata und Fuge ist mein Favorit bei Weihnachtsmusik (wobei das Dies Irae auch ganz gut passt, wenn man zwischen plärrenden Weihnachtsmarkt-Touristen feststeckt^^).
5.  Nur noch eine Woche bis Weihnachten und alle Geschenke sind gekauft und verpackt! Eine Premiere!;)
6.  Ich habe genug von vereisten Gehwegen - lasst doch den Schnee einfach liegen, dann fall ich wenigstens weich!!!
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf SCHLAFEN, morgen habe ich einen Einsatz als Umzugshelferlein und noch mehr SCHLAFEN geplant und Sonntag möchte ich, na wer errät es? Genau, Ausschlafen!;)

Einen schönen letzten Advent! (und ja, demnächst gibt's auch wieder Posts mit Inhalt und so...;)

2010-12-15

Holz...*pff*

Auch wenn 5 Jahre vielleicht noch keine so lange Zeit sind, könnte man schon einen hübscheren Ausdruck als Holz-Hochzeit dafür finden, oder?!?

Naja, wenigstens sieht mein Spiegelbild dem Foto noch ziemlich ähnlich, das ist ja schonmal was!;)

Happy HoHo allerseits!;)

2010-12-11

Scraps and Tails

Irgendwie komme ich momentan nicht dazu die üblichen Blogeinträge umzusetzen - teilweise hat das auch damit zu tun, dass mein Rücken sich weigert länger als 30Minuten still zu sitzen;) - aber ein paar Eindrücke und Anfänge habe ich dann doch festgehalten:

1. Adventkalender ala Ela
Ich mag keine Adventkalender-Schokolade und Bildchen sind auch doof, also gibt es bei uns die Gemütlichkeits-Variante mit Licht und Wärme Faktor. Irgendwie hatten wir das früher Zuhause immer schon, aber jetzt sieht man diese Teller überall - wir sind halt Trendsetter, ich wusste es immer schon...;)

2. The Joy of Scraps and Papers
Ich weiss, es ist total kitschig und furchtbar schlecht für die Umwelt, aber ich liiiiieeebe Geschenke verpacken!:) Ich habe schon fast mehr Spaß daran Geschenke für Andere einzupacken, als meine eigenen auszupacken - und da bietet sich Weihnachten als Spielwiese natrülich an! Um den kleinen Öko in mir zumindest ein bißchen zu beruhigen, haben wir aber immerhin Recycling-Geschenkpapier!;)

3. Es gibt immer was zu tun...
Dazu sag ich mal noch nicht soviel, das muss ich in Ruhe in Angriff nehmen, wenn es meinem Rücken besser geht. Nur soviel: Ich denke an ganz viele Perlen und Rhett Butler!;)

Mehr dazu gibt es dann, wenn ich wieder dazu komme - bestimmt im nächsten Jahr!;)

2010-12-10

Huch!

Jetzt war ich so in meine ärztlich verordnete Tiefenentspannung vertieft - oder mit dem Ziepen und Jucken der Wärmepflaster beschäftigt...;) - dass ich doch glatt fast den Freitags-Füller vergessen hätte!
Also mal frisch ans Werk:)

1.   Manche Leute sind einfach erschreckend unreif!
2.   Guter Schlaf ist einfach unersetzlich, ganz besonders für mich.;)
3.   Vorige Woche war einfach nur anstrengend...
4.   Am liebsten blogge ich alles was mir einfällt!!!;)
5.   Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, das sagt(e) meine Mutter immer.
6.   Wenn ich wüsste was morgen passiert, wäre das heute doch langweilig!;)
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Weihnachtsgeschenke verpacken, morgen habe ich einen lustigen DVD Abend geplant und Sonntag möchte ich endlich keine Rückenschmerzen mehr haben!

2010-12-08

The Simpsons and Philosophy

Puh, ich hatte viel zu tun in letzter Zeit, oder?
Es mag sich seltsam anhören, aber mir fällt das meistens erst so wirklich, wirklich auf, wenn ich feststelle, dass es schon über 4 Wochen her ist, seit ich zum letzten Mal ein Buch ausgelesen habe...;)
Der heutige Kandidat hat es mir aber auch nicht leicht gemacht, was ihm aber eine höhere Bewertung einbringt, als ich im Vorhinein gedacht hätte - aber der Reihe nach!

Einer meiner nachteiligsten Wesenzüge ist ja zugegebenermaßen, dass mich der Kram, den ich studiert habe leider wirklich interessiert - das mag sich jetzt zuerst nicht so schlimm anhören, aber wenn man wirklich mal darüber nachdenkt wieviel höheres Geisteswissenschaftliches Gedankengut man so im "wirklichen" Leben braucht, dann kann das schon ganz schön frustrierend sein, wenn einen der Quatsch wirklich und wahrhaftig interessiert, den 99% der Welt für Zeitverschwendung hält...aber genug gejammert!;)
Ein weiterer meiner nachteiligen Wesenszüge ist, dass ich den Elfenbeiturmbesetzern (das ist jetzt mal auf 55% meiner ehemaligen Dozenten zu übertragen, der Rest war ok;) immer mit interdisziplinärem Kram kommen wollte, weil ich irgendwie fand, dass fächerübergreifendes Wissen und sowas tatsächlich irgendwie cool sein könnte...meistens hab' ich mir das Leben damit nur unnötig schwer gemacht, lasst es auch also sagen, liebe Power-Gamer-Studenten: Das ist nichts für leicht verdiente 1er Durchschnitte!

Da freut es einen doch, dass man in seinem (sprich meinem) Leben wenigstens eine Fremdsprache gut genug gelernt hat, um an der interdisziplinären Wissenschaft teilzunehmen, die anderswo passiert - da ist man nämlich was die Kombination von echtem Leben und Wissenschaft angeht schon ein wenig weiter...;)

Also stelle ich euch heute vor: The Simpsons and Philosophy aus der Reihe Popular Culture and Philosophy, die Beispiel auch schon Ergüsse zu den Untiefen von Seinfeld veröffentlich hat.
Vielleicht hätte ich mich mit der deutschen Übersetzung "begnügen" sollen, aber wenn ich ehrlich bin, war ich dafür zu arrogant - ich hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass mich da wirklich Philosophie-Professoren mit Kant, Nietsche, Marx (Karl nicht Groucho) und Heidegger beschmeißen würden, bis mir wirklich mal bewußt geworden ist, wie lang mein letztes Hauptseminar schon her ist...

Einer meiner symphatischeren Wesenzüge (finde ich;) ist ja aber, dass ich bequem damit leben kann auch mal Unrecht zu haben und es gut finde, wenn jemand mehr weiss als ich, und das auch noch einigermaßen interessant vermitteln kann. Für eine harte Nuss von Buch mit viel Kopfrauchpotential und nur dem minimalen Kritikpunkt, dass bei einzelnen Essays der Transfer zur Populärkultur etwas zu kurz kommt, vergebe ich daher auch satte 4,5 von 5 Donuts.
Von wegen Kinderprogramm!;)

2010-12-06

Background Processing und Bonsai-Literatur



Manchmal kann man an der deutschen Literaturwissenschaft ja ein wenig verzweifeln (war vielleicht ganz gut, dass ich nur 2 Wochen Germanistik durchgehalten habe;)!
Da hatte ich mich gefreut wie ein halbgares Sojaschnitzel, dass mir seit ewigen Jahren mal wieder eine Idee für eine typische Kurzgeschichte an den Kopf geflogen war - das Konzept der Kurzgeschichte kommt mir nicht so leicht aus der Tastatur, ich brauche da immer ein "größeres Konzept", wie die Was ist Liebe? Reihe für die Perlen, oder die Fantasy Testballons für Elysion - und war sogar noch erstaunter, als sich Idee Nummer 2 gleich hinterher schob. (Was vielleicht daran liegt, dass der große Geistesblitz für Elysion immer noch ausbleibt, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden...;)

So groß war meine Anfangsbegeisterung endlich mal wieder wirklich ans Schreiben zu kommen, dass ich mir dachte: Oh cool, endlich kannst du mal an den 1001 Kurzgeschichtenwettbewerben teilnehmen, die es immer so gibt!
Also gleich mal die aktuellen Ausschreibungen recherchiert, sich an eine Veröffentlichungsliste gemacht - wird ja leider oft vorausgesetzt, wobei ich nicht glaube, dass man unbedingt bessere Kurzgeschichten schreibt, weil man schonmal irgendwo ein Gedicht veröffentlicht hat, aber naja... - und die Geschichten zum Lektorat gegeben (dabeisein ist ja bekanntlich alles, aber man will sich ja auch nicht blamieren;). Was ich dabei allerdings übersehen habe: Die Kurzgeschichte an sich ist ein scheinbar sehr spezielles Gewächs, dass - zumindest in der Wettbewerbslandschaft - von vielen Zäunen und Beschränkungen umgeben ist.
Manche Ausschreibungen fielen für mich also schonmal thematisch flach (den C.S.Lewis Preis für die beste Geschichte mit christlicher Botschaft gewinne ich wohl dieses Leben z.B. nicht mehr;), was mich ja weniger gestört hat, weil am Thema kann man halt nix machen. Es begab sich aber bei einem genaueren Studium der Zugangsbedingungen, dass alle thematisch unebschränkten Wettbewerbe eine Längenbeschränkung ausweisen, die für mich - bisher - uneinhaltbar ist. 6.000-11.000 Zeichen (inklusive (!!!) Leerzeichen) sind schon die meisten meiner Blogeinträge lang, wie man auf diesem Raum eine Geschichte erzählen soll, ist mir bisher noch schleiherhaft.

Vielleicht verlernt man es als Literaturwissenschaftler ja auch sich kurz zu fassen, aber in einer Literaturwelt, in der eine Kurzgeschichte gerade einmal 3-6Seiten (in Schriftgröße 12) lang sein darf, werde ich es glaube ich schwer haben...ich erzähle nunmal gern, ich dachte dabei geht's beim kreativen Schreiben irgendwie...;)
Die deutsche Literaturtheorie bietet mir aber leider auch kein AusweichGenre an, wie mir der Germanist meines Vertrauens bestätigte. Zwar gibt es die exotische Mischform der Novelle (die gerade anglophile Literaten verwirren dürfte;), über die wir schon einmal sprachen, die aber glaube ich selbst "Experten" irgendwie nicht ganz verstehen und die in ihren inhaltlichen Beschränkungen sehr schwammig daherkommt.
Mir gefällt Novelle als Wort zwar gut, aber da man die scheinbar nur darüber definiert, was sie alles NICHT ist, wirkt sie nur sehr eingeschränkt brauchbar für meine Suche nach dem neuen Lange-Kurzgeschichten-Genre. Kurzepik ist auch so eine Verlegenheitsform, die manchmal mit Kurzgeschichte gleichgesetzt wird, manchmal aber auch nicht.
Also muss man wohl eine eigene Bezeichnung finden: Bisher gefällt mir Bonsai-Literatur, wegen der wunderschönen Implikation, dass bei entsprechender Pflege auch ein großer Baum daraus werden könnte!;)
Für andere Vorschläge, bin ich aber durchaus offen!

Was wird aber jetzt aus meinen ganzen schönen Ausschreibungen?
Was das angeht, habe ich ja den unglaublichen Vorteil, dass ich mit meiner Schreiberei noch nie reich werden wollte, weswegen es mich jetzt persönlich nicht wirklich fertig machen würde, wenn es einfach keine Nische für mich gäbe.;)
Wie der Zufall aber so spielt, sitzen tatsächlich noch 2,5Ideen in meinem Hinterkopfspeicher, die dafür tatsächlich brauchbar (heißt einfach nur: kurz genug!!!) sein könnten - wenn ich denn noch Zeit finde, mich mal damit zu beschäftigen.
Ja, ich weiss, ich habe behauptet wenn ich erst keine Theaterproben mehr in meinen zu vollen Terminplan quetschen muss und aus dem Energiesauger Hell-Week raus bin, würde das alles besser, aber die Wahrheit ist ja: Irgendwie ist Schreiben auch kein weniger zeitaufwendiges Hobby und leider ausserdem weniger socializing tauglich und daher noch schwieriger mit Dingen wie Freundeskreis und Freizeitgestaltung zu koordinieren...;)

Da kommt es mir sehr zu Gute, dass mein Hirn die Technik des Background Processing kennt. Ich weiss nicht, ob das ein weiter verbreitetes Phänomen ist, aber meine hintere Hirnhälfte scheint tatsächlich unanhängig von der vorderen arbeiten zu können - die solche langweiligen Sachen koordinieren muss, wie Arbeiten, Atmen und andere unwichtige Dinge;) - und ist daher ständig mit irgendwelchen Ideen beschäftigt. Das geht leider nicht sehr organisiert vor sich, weil sich da sämtliche Ideen zu allen möglichen Beschäftigungen knubbeln, aber über kurz oder lang kommt man trotzdem zu einem Ergebnisansatz.

Ich habe daher zu einer neuen entspannten Grundhaltung zu meinem kreativen Zeitmangel gefunden - eine Idee, die sich 2-3Wochen in meinem Hinterhirn herumwälzt, ist dafür dann nämlich meistens bequem in einem Nachmittag in eine überarbeitungsfähige Grundform zu übersetzen. Und jeder, der schonmal was geschrieben hat, weiss wie vergleichsweise effektiv das ist!;)
Vielleicht sollte ich mir das Konzept patentieren lassen?

Technik die (un-)begeistert



Seit ich diesen Blog betreibe, stelle ich immer wieder fest, wie viele lustige Bilder man mit irgendwelchen Suchbegriffen finden kann und dass es wirklich nichts gibt, was es im Internet nicht gibt!;)

Aber zum Thema: Eigentlich haben wir Montag und das sollt eigentlich heißen, dass ich schon seit mind. einer halben Stunde aufmerksam und arbeitsam über meinen Geschichtsbüchern sitzen sollte. (Heute wäre dran gewesen: Konkurrierende Modelle im dynastischen Europa um 1700 - ob ihrs glaubt oder nicht, das ist tatsächlich ganz spannend!;)

Aber leider ist mein wichtigstes Arbeitstool - hier ein paar Bilder aus unserer glücklichen Anfangszeit - zur Zeit indisponiert, weil es von meinem Göttergatten eine unfreiwillige Kaffee-Dusche verpasst bekam. Und deswegen, liebe Kinder, solltet ihr nie etwas verleihen, oder öffentlich zugänglich machen, das euch wirklich am Herzen liegt: Wenn ihr selber Kaffe drüber schüttet, müsst ihr nämlich niemandem den Kopf abreißen und mit Schlangen ausstopfen, kapiert?!;)
Naja, was soll man da machen, immerhin bleibt einem noch der zuverlässige 10Jahre alte Towerrechner - der allerdings momentan direkt neben einem Katzenklo steht, was meine Arbeitsmoral grade nicht steigert. Um mich also erstmal zu akklimatisieren, schlage mal 2Fliegen mit einer Klappe und erzähle mal von meiner Präsentation letzte Woche und beantworte mal eine Frage, die man als Doktorant ziemlich oft gestellt bekommt: Was machst du da eigentlich?

Da es ja so ist, dass man als Historiker gemeinhin alleine in seinem stillen Kämmerlein sitzt und Bücher liest - auch so ein Grund, aus dem ich mich gerade frage, ob ich das wirklich full-time machen will, aber dazu vielleicht mehr im nächsten Jahr!;) - ist es ab und zu ganz angenehm mal einem einigermaßen vorgebildeten Publikum zu präsentieren was man da eigentlich so tut. Also sollte ich letzte Woche meinen Doktoranten Kollegen mal ein bißchen was erzählen über Die Habsburgischen Niederlande im 18. Jahrhundert (das ist natürlich nur ein grob Thema, aber muss erstmal reichen;). Ich möchte da jetzt thematisch nicht zu detailiert werden, denn ich glaube sooo spannend ist es dann doch nicht für Jedermann - to the Land of Truth, see Here - aber es war wirklich schön zu sehen wie weit man mit ein bißchen Internetrecherche und der Google Bildersuche tatsächlich kommen kann, wenn man brauchbare Veranschaulichungsmaterialien sucht.
(Nicht, dass mir da jetzt ein falscher Eindruck entsteht, den Inhalt meiner Präsentation habe ich schon selber recherchiert, so mit echten Büchern und so, aber ein paar bunte Bilder helfen schon der Verständlichkeit *find*;)

Was ist zum Beispiel euer Wissensstand zum Spanischen Erbfolgekrieg? Wenn man Glück hat, hat man schonmal den Ausdruck irgendwo gehört, aber wenn man nicht zufällig Geschichte studiert hat, ist sogar das vermutlich unwahrscheinlich.;) Da ist es doch großartig, wenn man zur Verdeutlichung ein buntes Bild, wie das hier hat, selbst wenn man den dazugehörigen Wiki-Artikel nicht mehr wirklich braucht!

Womit wir also jetzt die Frage beantwortet hätten, was Historiker eigentlich so machen: Sie lesen dicke Bücher von anderen Historikern mit schwierigen, langen Worten und müsen sich dann überlegen, wie sie das ganze Kauderwelsch dann wieder auf einen allgemeinverträglichen Nenner runterbrechen.
Meine Präsentation war da schon ganz brauchbar, nur wurde mir ans Herz gelegt das Ganze für die Institutskonferenz etwas professioneller zu konzeptionieren - will heißen, auch wenn ich durchaus finde, dass es faktisch richtig ist, darf ich keine Ausdrücke wie "politisches Multitool" oder "Hofburg Catfight" mehr verwenden...vielleicht sollte ich mir das mit der Stand-Up Comedy doch nochmal überlegen, das macht viel mehr Spaß...;)

2010-12-03

Thank God its Friday!

Vergessen wir mal für einen Moment das Thank God its Christmas Gedöns, Weihnachten ist noch zu lange hin und jetzt bin ich erstmal froh, dass diese Woche überhaupt vorbei ist!

So langsam wird es doch wirklich mal Zeit, dass sich die Wirtschaft auf Angestellte im Winterschlaf einstellt, oder?!?;)
Wenigstens gibt's ja jede Woche den Freitags-Füller: Kleine Rituale strukturieren den Tag und die Woche erst Recht!

1.  Bei dieser Kälte hätte ich gerne eine permanente heiße Tee-Infusionsmaschine.
2.  Im nächsten Jahr wird alles besser und ich glaube fest daran.
3.  Schnee auf grünen Tannen sorgt für das ultimative Winter-Wohlgefühl.
4.  Eigentlich bin ich ziemlich tiefenentspannt, auch wenn es manchmal anders aussieht.;)
5.  Am besten gefällt mir der Winter auf der anderen Seite vom Fenster!
6.  Kandierte Äpfel nasche ich nur in der Vorweihnachtzeit (gibts ja sonst auch kaum;).
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen lustigen Tratsch-Abend, morgen habe ich Yule-Wichteln mit Freunden geplant und Sonntag möchte ich einfach nur schlafen!

Schönes Wochenende allerseits!

2010-11-29

Nachtrag: Ein Chamäleon für Disney!

Oh!Mein!Gott! Ich muss diesen Film sehen!
Die Story klingt irgendwie belanglos, aber könnt ihr mir mal sagen warum es so lange gedauert hat, bis mal ein Chameleönn Sidekick werden durfte?!? Wie süß ist das denn, bitte?!?;)



Tangled mit Neu Verföhnt zu übersetzen ist allerdings mal eine erstaunlich kreative Idee und tatsächlich irgendwie fast sogar...lustig...Hätte man sich ja bei der generellen "Qualität" der deutschen Synchro auch nicht träumen lassen!;)

Zu wahr um schön zu sein...

...aber zu lustig, um es nicht zu posten:

Mainstream Media: Cures symptoms like individuality and autonomy. Side effects may include a Zombie-like existence, believing in fairy tales and willfull submission of constitutional rights..


And the news with Shakespeare...just don't ask...;)

I love Disney!

Es mag ein markaussaugender, knochenzermahlender, menschenfressender Megakonzern sein, aber ich kann nichts dagegen tun - ich mag Disney Filme!;)
Und was noch viel wichtiger ist: Ich kenne fast niemanden, der Disney Filme nicht mag. Weder die ständig gleichen Themenschwerpuntke - Identitätsfindung, Familie, Pflicht und Erwachsenwerden - noch die ewig gleichen Stilmittel - sprechende Tiere, Prinzessinnen, ständiges Gesinge - halten uns davon ab die Helden unserer Kindheit bis ins hohe Alter mit uns herumzutragen - wahrscheinlich vererben wir sie noch an die nächsten 3 Generationen!;)

Für meine halb-vegetierende Hirnmasse war deswegen Disney-Day gestern genau das Richtige - auch wenn Fluch der Karibik ein wenig aus dem zuckersüßen Konzept fiel, bis auf Ooorli und seine Elisabefff natürlich...;)
Aber ich mochte Enchanted - einer der Filme, die ich immer schonmal sehen wollte, aber mich nie getraut habe, weil es auch ganz furchtbar hätte werden können.;)
Aber die rosarote, durchgeknallte Prinzessin, mit dem hirnlosen Cyclops-Prinzen und Wormtail-Handlanger war hervorragend lustig und an Stelle von Susan Sarandon hätte ich die böse Hexenrolle auch übernommen (ganz im Ernst, wer wollte nicht schonmal einen Disney Bösewicht spielen?!?;)!
Außerdem konnte man so nebenher nochmal alle Disney Trademarks durchexerzieren - die singende Prinzessin mit ihrer Entourage aus Kanalratten und Kakerlaken, vergiftete Apfel-Martinis und (meine persönliche Lieblingsszene) der dackelige Prinz, der mittem im Song von einer Horde Fahrradfahrer um Central Park überfahren wird. Groß-ar-tig!;D

Ich bin aber der Meinung die Rolle von Patrick dempsey hätte eigentlich Hugh Jackman spielen sollen...aber vielleicht hatte der nach Kate und Leopold keinen Bock mehr auf Gehröcke...schade eigentlich *sfz*...;)

Und sogar ein bißchen feministische Botschaft haben sie noch untergebracht - am Ende rettet die Prinzessin McDreamy vor dem Drachen und die harte Karriere-Freundin darf Prinzessin im Märchenland werden. Liebe Männer, als Frau kommt einem das weniger cheesy vor, als ihr glaubt, wir wollten schließlich alle mal Disney Prinzessin werden, wenn wir groß sind!;)
Von mir gibt's dafür solide 3,5 von 5 Gardienen (den halben Pluspunkt gibt's für die Bollywoodeske Sing-Szene im Park, das kann unter der Dusche bestimmt gut mitsingen;)

In Tribute

Man kann mir gerne nachsagen, dass mein Humorzentrum teilweise etwas jenseits vom Niveau angesiedelt ist, aber wer Leslie Nielsen nicht lustig findet, der leidet unter chronischer Lähmung der Lachmuskulatur!
Deshalb hier nocheinmal ein paar unsterbliche Momente des von uns gegangenen Meisters!;)





R.I.P

2010-11-28

Kitsch as Kitsch can...

Nach meinem letzten Adventkranz Post hat man mich tatsächlich gefragt, warum mal als überzeugter Anti-Christ und bekennendes Pantheisten-Heiden-Kind einen Adventkranz braucht...erhlich, hätte ich lieber "Immergrüner Lebenskranz zur Feier des Wiederkehrenden Lichtes" sagen sollen???;)
Solange die Kirchen noch kein TM hinter den Begriff machen, würd ich lieber bei Adventkranz bleiben, das geht einem schneller über die Zunge und ob ich damit jetzt Weihnachten oder Wintersonnenwende feiern will, ist doch dann eigentlich auch egal, oder?
Gut, nachdem wir die vergleichende Religionswissenschaft für heute damit auch abgehandelt haben, wie sieht er denn nun aus, der Adventkranz 2010?

Ich finde es jedes Jahr wieder furchtbar, dass der Advent schon im November anfängt. Jedes Jahr denke ich mir "dieses Jahr musst du aber mal dran denken nicht alles auf den letzten Drücker zu organisieren" und jedes Jahr ist es dann doch der Samstag vorher, an dem noch alles erledigt werden muss.
Also durfte ich mich gestern mit Kopf- und Rückenweh in den Weihnachtsmarkt, schreiende Kinder und nervige Touristen schmeißen, um nach einem hübschen Kranz zu suchen. Zumindest das aber ist mir ganz gut gelungen - Straßenverkäufter sei Dank!;)

1. Der Kranz
Unser Kranz ist in diesem jahr zum erstem Mal ein Misch-Kranz - heißt ausser den unvermeidlichen Tannen sind auch noch Buchsbaum, Stacheldrahtkraut und andere immergrüne Pflanzen mit drin. Da ich immer soviel Kram drauf verteile, brauche ich immer das Model XL, aber mit 7€ war sogar das bezahlbar - ich finde das sieht man auf dem Foto schon wie gut das riecht!:) Ohne Tannenduft kann es eben weder Yule, noch Weihnachten, noch sonstwas geben *find*!

2. Die Kerzen
Fast raut man sich ja schon nicht so eine Farbenvielfalt mit irgendwas anderem zu überdecken, aber das Motto (siehe Post-Titel) ließ da leider keinen Raum für Naturalismus.;) Nach dem Experiment Blog Kerze aus dem letzten Jahr, habe ich dieses Jahr wieder zu meiner liebsten Kerzenform - den Orgelpfeifen - gegriffen. Das spart Ersatzkerzen, weil die erste Kerze nicht schon runtergebrannt ist, wenn man die 4. erst anmacht und gibt auch einen schönen 3D Effekt. Ich finde allerdings, dass man solche Kerzen nicht nach dem 4-Ecken Prinzip anordnen sollte, das sieht dann irgendiwe komisch aus...Unsere Aufteilung ist jetzt so ein Zwischending, weil alle 4 ganz nah zusammenklatschen sah auch so komisch aus - kann man aber auch machen, bestimmt!:)


3. Das Loch in der Mitte...
Ich bin da vielleicht komisch, aber ich finde Adventkränze sind wie Bagels - es ist schon ok, dass in der Mitte ein Loch ist, aber irgendwie muss auch was Füllung rein.;) Für das grüne Dekor hab ich ja die schöne Kugel, letztes Jahr war die Kerze in der Mitte - Kunstschnee hätte man sonst auch nehmen können bei Weiß - und dieses Jahr hatte ich das Glück, dass ganz unten in meiner Kiste ungefähr 5 Hände ansonsten völlig unbrauchbarer goldener Plastikblütenblätter und vergoldeter Haselnüsse rumlagen - was will man mehr!;)

4. Glitter, Glitter, Glitter
Wenn man die Kerzen gesetzt hat, sollte man sich beim dekorieren von Groß nach Klein vorarbeiten - meint die größten Elemente setzt man zuerst und entscheidet damit eigentlich auch schon, wo die Eyecatcher sitzen - die Kleinteile kann man dann immer noch drumrum gruppieren, wie man lustig ist. Ich habe erstmal das goldene Efeu festgepinnt (grüner Basteldraht ist dein Freund - einfach Haarkammern draus biegen, hält alles da wo es hinsoll;) und die hübschen Goldsterne zusammen mit meinem silbernen Eiskristall als Centerpiece eingerichtet. Alles andere gruppiert sich dann halt darum, bis man keinen Platz mehr hat, oder das Deko-Material ausgeht - hier war eher Letzteres der Fall!;)
Mit war von Anfang an klar, dass die Kombination Glod-Silber großes Kitschpotential hat, aber ich glaube dieses gute Stück muss ich "Modell Rokoko" nennen - das klingt immerhin noch ein wenig kulturell wertvoll...

Nächstes Jahr - habe ich schon beschlossen - gibt es dafür mit Schwarz-Weiß mal ein ganz moderes Design, versprochen!;)

Fundstück

Meistens findet man ja in den kostenlosen Postkartenspendern der Öffentlichkeit nicht viel, dass sich aufzubewahren lohnt - manchmal haben sie aber auch einen guten einfall.;)


Das konnte ich einfach nicht stehen lassen, das musste ich als Deko für mein Geschichtsbücher-Klugscheißer-Regal mitnehmen!
Passt ja auch vom Kontext schon fast wieder!;)

2010-11-26

Endlich Wochenende!:)

Meine Güte was für eine furchtbare Woche! Ständig erst Feierabend nach 22Uhr, Stress allerorten und das alles nur, weil bald das Jahr zuende ist?
Ich meine, gut, für mich kommt das auch jedes Jahr wieder überraschend - weswegen natürlich unser Adventkranz auch immer noch nicht fertig ist... - aber muss das denn jedes Jahr in so einen Krampf ausarten?;)
Naja jetzt ist ja erstmal Wochenende - ENDLICH!!!:) - und damit Zeit für den Freitags-Füller:

1.  Der Geruch von gerösteten Nüssen macht eine Nussallergie doppelt doof!;)
2.  Es gibt viel Zukunft zu planen, aber bitte erst im nächsten Jahr.
3.  Nein, wir werden nicht an dem Weihnachts-Shopping Marathon teilnehmen.
4.  Wir schenken via Internet, dafür bin ich dankbar .
5.  Gestern hatte ich immerhin meinen ersten Glühwein dieses Jahr - passend zum ersten Schnee!:)
6.  Egal ob mit oder ohne Sterne, Lämpchen, oder Bommeln, Weihnachtsmützen und Rentierreifen sind immer lächerlich.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Ruhe und Frieden auf meinem Sofa, morgen habe ich die Einweihungsparty zum Umzug geplant und Sonntag möchte ich einfach nur schlafen!

2010-11-24

Schatz, ich hab' ein Herz auf dem Fuß...

DISCLAIMER:
Der nachfolgende Beitrag kann Szenen explizieter Ironie enthalten und ist daher für leicht beeinflussbare Gemüter nicht geeignet. Jedweder Unfall, der sich aus einer missverstandenen Handlungsaufforderung des folgenden Beitrages ergibt, kann dem Autor nicht zur Last gelegt werden. Experten empfehlen in diesem Fall einen Aufbaukurs "Ironie und Sarkasmus im alltäglichen Gebraucht". Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Zyniker.

In einer Fortsetzung von Dingen, die mir passieren, wenn ich P. beim Umzug helfe, heute: Wie man es bei einem Umzug ins Ergeschoss trotzdem schafft, sich fast den Fuß zu brechen...

Wer das immer schon mal ausprobieren wollte (oder gerade eine Entschuldigung braucht nicht zum Sport zu gehen, bei irgendeinem Umzug zu helfen und/oder irgendwas anderes zu tun):
Man nehme eine schwere Kiste und halte sie so vor sich, dass man ein solides Grundvertrauen in die Schwerkraft braucht, um vorauszusetzen, dass sich der Boden noch vor und unter den nun unsichtbaren Füßen befindet. Dann steige man zügigen Schrittes (dazu braucht man die schwere Kiste, sonst beeilt man sich nicht genug;) eine nach hinten offene Treppe rauf.
Der Aspekt "nach hinten offen" ist dabei wichtig, dann darf die "Treppe" auch nur drei Stufen haben. Den Fuß für sicheren Stand so weit wie möglich nach hinten schieben, den zügigen Schritt beibehalten und das Bein im 90° Winkel nach oben wuchten, ohne den Widerstand einer Betonkante zu berechnen - fertig.

Fühlt sich in den ersten 30Sekunden an, als wäre der Mittelfuß gebrochen - was mit entsprechender Krafeinwirkung beim Wuchten vermutlich auch ginge, aber das empfehle ich dann wirklich nicht mehr zur Nachahmung^^ - und führt zu einer wunderschönen lokalen Schwellung. Wenn man allerding einfach den ganzen Tag die Stiefel nicht auszieht, wirkt sich diese erst nachteilig auf die Mobilität aus, wenn man irgendwann schlafen gehen möchte - es sei denn man schläft auch in Strassenschuhen, es mag ja Menschen geben...;)
Die Schwellung in diesem Fall war ca. Tischtennisballgroß und nach ein par Tagen hat sich jetzt ein wunderschön gefärbtes Hämatom ergeben, das (und hier fängt die Kunstfertigkeit an) wie ein kleines Herz aussieht...oder zumindest kann ich mir das einbilden...;)

Auf dem Foto sieht man das leider nicht so gut, vielleicht weil meine Handykamera zu schlechte Fotos macht, oder aber weil man ein 3D Foto bräuchte, daher hab ich mal eingezeichnet was ich meine.
Ist es nicht niedlich?;)

Bis zum nächsten Umzug, darfs jetzt aber auch wieder ein bißchen dauern!!!;)

Hier ist Latein - das Infofach!

Seit fast 4 Wochen unterlaufen wir in der Morgenmuffel Residenz jetzt schon das "Experiement Lehrberuf" - will heißen mein Göttergatte ist in der Testphase Lehrerdasein und testet noch aus, ob er es die nächsten 20Jahre mit seinem Nervenkostüm vereinbaren kann sich täglich auf den Kampf mit unseren Rentenzahlern einzulassen, während ich in der Testphase Lehrergattin bin und austesten muss, ob ich es die nächsten 20Jahre ertrage mit einem deutschen Lehrbeamten verheiratet zu sein.;)

Bisher hin ich natürlich der Meinung, dass ich dabei den härteren Aufgaben begegnen muss: Weiterschlafen trainieren, um nicht schon um 6 wach zu sein, wenn ich erst um 8 aufstehen muss, ständige Motivations-, Koch-, Aufräumarbeiten und Katzenbetreuung, Ideensammlungen zur Motivation missmutiger AKs, mal ganz abgesehen von der Sicherung unentgeltlicher Techniknutzung (demnächst müssen wir noch eine Anmeldeliste machen wer wann mein WLAN und/oder meinen Scanner/Drucker/Kopierer benutzen darf;).

Daher wollte ich zu gegebenem Anlass nochmal was posten, dass ich unheimlich lustig finde: Volker Pispers über Lehrer



Volker Pispers ist mir persönlich manchmal ein wenig zu wahr, um schön zu sein, aber manchmal lacht man auch aus geteilter Verzweiflung.;)

2010-11-19

Verunsichert...

Man sagt ja gemeinhin, dass unsere Umwelt immer unberechenbarer wird, aber dass jetzt sogar schon der Freitags-Füller freitags ausfällt - das ist dann schon beunruhigend!
Zum Glück gibt's ja noch die alten Ausgaben, dann muss mein freitäglicher Hirntod wenigstens nicht ununterhalten stattfinden...;)

Also los:
1.  Wo ist er denn,  der versprochene erste Schnee?
2.   Unser selbst-gemachter Adventkranz ist jedes Jahr ganz einzigartig.
3.  Wenn es ruhig ist, kann man unsere Katzen leise schnarchen hören.;)
4.  Tiefkühlpizza schmeckt am besten mit Tzaziki - eigentlich sogar nur damit...
5.   Mein Herz ist wo mein Bett steht!
6.   Mit WLAN gammelt und arbeitet es sich hervorragend im Wohnzimmer .
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Ruhe und Frieden auf meinem Sofa, morgen habe ich mich als Umzugshelfer verplant und Sonntag möchte ich endlich diese dumme Kurzgeschichte fertig schreiben!;)

2010-11-18

Aufräum-Wahn und Quality Time

Ist euch schonmal aufgefallen, dass man oft länger für seine berufliche Arbeit braucht und dann eben dementsprechend länger arbeitet, aber wenn man ausnahmsweise mal schneller vorankommt, als gedacht, nicht denkt: "Ach dann mache ich jetzt was Anderes!"?

Ich glaube, dass es einer der großen Vorteile von selbstbestimmter Arbeit ist, dass man genau diese Möglichkeit hat - aber man nutzt sie dann eben oft nicht, weil man so froh darüber ist, dass man mehr "Sinnvolles" getan bekommt, und es tatsächlich ein wenig Denkanstrengung benötigt, festzustellen, dass auch berufsunbezogene Dinge sinnvoll sein können!;)
Ich macht jetzt den Selbstversuch Quality Time und werde für jedes Mal, dass ich 3Stunden länger brauche als geplant, um ein Buch zu lesen, oder eine Arbeit fertigzustellen auf der "anderen Seite" einfach mal was "Liegengebliebenes" erledigen, wenn ich wieder erwarten früher mit einer Aufgabe fertig bin.

Stufe 1 dieses wunderbaren Selbstexperiments habe ich letzte Woche erledigt: Abeitszimmer-Regale ausmisten!
Was man da alles so findet, ist wirklich erstaunlich. So habe ich z.B. festgestellt, dass ich nicht nur einen schönen bunten Ordner habe für jedes Studiensemester, nein, ich habe auch meinen Abiturkram aus Klasse 11-13 noch!
Nachdem ich mich so langsam wirklich mal von der Vorstellung verabschieden musste, dass dieses ganze Zeug irgendwem nochmal nutzen könnte - ich hatte vage gedacht es meinem Bruder für sein Abitur zu leihen, aber unsere LKs waren mit Pädagogik/Deutsch und Biologie/Mathe nicht wirklich kompatibel!;) - ist so ein ganzer großer Müllsack Papier zusammen gekommen.
Da meine mich umgebenden Freunde in der Schule allerdings sehr oft Langeweile hatten - scheinbar;) - wollte ich die Ordner selber ungern wegschmeißen, weil sie schon fast künstlerischen Wert haben. Wie gut, dass man soviele andere gut abheftbare Dinge besitzt, wie z.B. 10Jahre Theaterskripte, oder auch Versicherungsverträge, Altersvorsorgeverträge und den ganzen furchtbaren Kram, den man so als Erwachsener ansammelt.;)

Das alles hat jetzt wieder Ordnung und System und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass sogar die 2Kartons Advendskranzschmuck jetzt ihren angestammten Platz haben!;)

Insofern kann ich nur sagen: Phase 1 im Selbstversuch erfolgreich abgeschlossen!

Gut geklaut ist halb gekocht;)

Ich gebe es ja offen zu, manchmal lese ich tatsächlich Kochrezepte - nicht oft, aber es kommt vor!
Meistens läuft diese Lektüre allerdings darauf hinaus, dass mir die Zutatenliste zu lang, oder die Arbeitsanweisungen zu kompliziert sind - ich esse zwar gerne gut, aber wenn ich abends Hunger habe, dann brauche ich ein einfaches, schnelles Abendessen.;)

Das Kartoffel-Rezept habe ich von der Lebens-Listen-Kocherin übernommen - mit leichten Änderungen:

Ofenkartoffeln Sonntagsche Art
Das Konzept von 2x gebackenen Kartoffeln ist an sich sehr angenehm, es dauert zwar lange, aber man muss nicht viel tun.;)
Für unsere Variante brauchten wir (für 2Personen/2Tage):
6-8 Kartoffeln
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Becher Creme Fraiche
300-400g Speckwürfel
1 Tüte Raspelkäse
Öl, Salz, Pfeffer, Knoblauch

Die Kartoffeln laut Anweisung in Öl wenden und 45Min auf einem Backblech bei 200Grad angaren (bei vorgeheiztem Backofen wird es wohl schneller gehen, da würde ich mal von 30Min ausgehen). Währenddessen die Speckwürfel kross braten (super crispy, almost burnt - Der Agent Cooper Style;) und mit Creme Fraiche, Frühlingszwiebeln und Gewürzen verrühren.
Die Kartoffeln in eine Auflaufform umbetten und mit einer Gabel zwiespalten - dann mit dem Raspelkäse überbacken, frei nach dem Motto "Zuviel Käse? Ich steh' nicht auf Sarkamus."!;)
Das Ganze dann 15Min goldbraun backen und mit der leckeren Sour Cream auf einem Teller anrichten.

Dazu wahlweise Salat, oder Fleisch reichen!;)
Bon Appetit!

Wunder gibt es immer wieder...

...heute oder morgen...naja lassen wir das - wer eine Homage an den deutschen Schlager möchte, möge sich bitte an Florian Silbereisen wenden!;)

Nachdem ich heute mit 4Stunden Rechtsprechung zum Datenschutz zugeschmissen wurde - glücklicherweise muss ich mich damit nur aushilfsweise beschäftigen;) - hoffe ich mal, dass ich jetzt nicht wegen Verwendung personenbezogener Daten in Schwierigkeiten komme.;)
Aber dieses denkwürdige, nie dagewesene Ereigniss musste doch dokumentiert werden:


Nur um das klarzustellen: Die Katze sitzt da in beidseitigem Einvernehmen und auf P.s ausdrücklichen Wunsch! Und Beide haben die Kuschelrunde auch überlebt!;D

So hat unser Ex-Klötenkater (Graumann, Klötosaurus-Ex und was der schlechten Witze mehr sind;) einen Fan gewonnen - Wunder gibt es immer wieder!

2010-11-14

Selbstironie ist eine Tugend

Es sagt ja meiner Meinung nach viel über einen Menschen aus, wenn er ehrlich und aufrichtig über sich selbst lachen kann. Nicht nur, dass die seltene Tugend der Selbstironie sich positiv auf die zwischenmenschlichen Beziehungen auswirkt, nein, sich selber weniger ernst zu nehmen, nimmt auch viel Sozial- und Leistungsdruck von den eigenen Schultern und fördert eine positive Grundeinstellung. Eine Win-Win-Win Situation if ever I saw one!;)

Gerade den Schönen, Reichen und Mächtigen unter uns geht diese entspannte Einstellung dem eigenen Ego gegenüber allerdings oft völlig ab - da ist es doch schön, wenn es auch ab und zu mal Gegenbespiele gibt. Hier z.B. eine Pepsi-Werbung mit einem wunderschön tolpatschigen Iglesias - Caesar-mäßig und mir halbnackten Frauen, was will man mehr?;)



Noch schöner, aber leider von Sony bei youtube fast überall getilgt: All the Single Ladies von Saturday Night Live! (hier die Georgian Version, aber keine Angst, unsynchronisiert!;)
Schon wieder mit Beyonce, aber der eigentliche Knüller ist Justin Timberlake, der sich mit diesem Auftritt meinen persönlichen Selbstironie-Respectness-Award verdient hat!;D

2010-11-13

Wenn Bücher Filme werden...

...kann das schonmal sehr unschön enden!;)
Vielleicht bin ich auch deswegen ganz froh, dass ich z.B. Herr der Ringe nie zuende lesen konnte, weil mir die ewig gleichen Charaktere und die ewig gleichen "Der Held tut was er tut, weil er der Held ist PUNKT" Storylines zu langweilig waren - das heißt nämlich, dass ich die Filme mögen kann, ohne mich an den ewig gleichen, ermüdenden Film vs. Vorlage Disskusionen beteiligen zu müssen. Ich könnte das natürlich trotzdem tun, aber das würde meinem Grundsatz zuwiderlaufen: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!;)

Was meine Lieblings-Hörbuch-Lektüre Terry Pratchett angeht (auch einer der weniger Autoren, auf die mein Schatz und ich gemeinsam zurückgreigen können;), sind die filmischen Umsetzungen bisher allerdings glücklicherweise "nur" für das Fernsehen produziert worden - was zwar bedeutet, dass das Budget nicht das Größte ist, aber was zumindest verhindert, dass sich irgendein Hollywood-Regisseur/Produzent/Drehbuchschreiber dazu berufen fühlt die Geschichten zu "verbessern".

So wurde aus The Colour of Magic/The Light Fantastic und Hogfather tatsäch etwas, dass man sich ohne Zahnschmerzen ansehen kann (Sam the Hobbit als Twoflowers, besonders sehenswert!;). Und das ist auch der Grund, warum ich sehr große Hoffnungen auf Going Postal setze:



Bitte mach doch Making Money gleich noch hinterher liebe BBC, ich will auch nie wieder über Literaturverfilmungen schimpfen...zumindest weniger oft!!!:)

Wann ist man ein "guter Freund"?

Ich finde es immer wieder interessant, wie Quality-Time entsteht - manchmal kann ein Treffen mit einem Freund nett, aber vllig oberflächlig bleiben, aber manchmal kommt man einfach in den "Flow" und lernt was für's Leben. Tatsächlich funktioniert das auch über's Telefon und bei dem leicht antrengenden Lebensstil, den mit mit 2 Jobs und vielen aufwensigen Hobbies so pflegt, ist das auch gut so!;)

Gerade gestern habe ich ein sehr gewinnbringendes Gespräch geführt, denn manchmal ist es das Wertvollste zu wissen, dass man Freunde hat, die sich selbst dann noch um dein seelisches Wohlbefinden sorgen, wenn sie selbst gerade in Problemen zu versinken drohen. Es sagt dir, dass su dein Vertrauen in die richtigen Menschen gesetzt hast, was für mich in diesem Moment hieß: Menschen, die aktzeptieren können, dass Freundschaft - wie alles Andere im Leben - Grenzen hat.

Es tut mir Leid, wenn ich mal untypisch gefühlsseelig werden muss, aber ich fühle mich sehr privilegiert dadurch, dass ich viele gute Freunde habe, die wissen, dass ich ihnen immer und in allen mir möglichen Arten udn Weisen helfen würde, aber die auch akzeptieren können, wenn ich gerade selber zu belastet mit meinem eigenen Leben bin - oder die sogar froh sind, wenn ich ihnen sage "Ich höre dir jetzt zu und tue mein Bestes, dir zu helfen, aber wenn wir aufgelegt haben, lasse ich das alles wieder hinter mir und freue mich meines Lebens.". Ich habe oft und schmerzhaft gelernt, dass es auch anders laufen kann, dass Menschen tatsächlich erwarten, dass du 100% deiner Zeit mit ihren Problemen verbringst und/oder alles stehen und liegen lässt, um dich zu kümmern - egal wie es dir dabei geht.

Mein Wässerchen sagte gestern zu mir: "Aber Freundschaft ist doch nur, wenn sich Beide dabei gut fühlen!" - das ist nicht nur sehr weise, sondern auch sehr schwer zu beachten - manchmal zumindest!;) Selbstreflektion ist manchmal so schwer - ich weiss das, gerade deswegen bin ich so ungeduldig mit unreflektierten Menschen^^ - aber es ist schön zu wissen, dass meine Freunde von mir Hilfe zur Selbsthilfe wollen und keine Wunderlösung, die ihr Leben von heute auf morgen perfekt macht. Das kann ich leisten - Wunder (noch) nicht!;)
Ich gehe also davon aus, dass meine momentane grundlegende Zufriedenheit mit meinem Leben an sich, auch damit zu tun hat, dass ich offene Ohren und Herzen finde, wann immer ich sie brauche, aber keine Freundschafts-Mühlsteine aufgeladen bekomme, wo ich sie nicht brauchen kann! Und wenn das kein Grund ist dankbar zu sein, dann weiss ich es auch nicht!
Alle, die sich jetzt angesprochen fühlen, dürfen sich also mal geknuddelt fühlen - ansonsten wird's jetzt auch wieder weniger rührselig, versprochen!;)

2010-11-12

Erster!:)

Überstunden machen, macht oft keinen Spaß, Überstunden abbauen dafür aber umsomehr, daher heute schon zu frühest-üblicher Zeit: Der Freitags Füller

1.  Es hört sich seltsam an, aber entgegen dem jährlichen Trend, zeigt mein Mood-Barometer steil nach oben!

2.  Das Gurgeln der Kaffeemaschiene ist Musik in meinen Ohren.

3.  Ich bin dankbar für Vieles und Alles!:)

4. Pläne sind, was man macht, während das Leben vorbeizieht und darum heißt es : "sag niemals nie".

5.  Ein Regentag ist die richtige Atmosphäre für Kuscheldecke, Buch und Kakao.

6.  Ich bin höchst ungeduldig mit unreflektierten Menschen, das kann ruhig jeder über mich wissen...(tut eh schon jeder, der mich kennt;).

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Sport und dann Bolognese-Taschen (mmjam), morgen habe ich ausser Aufräumen & Dissertation noch nicht viel geplant (spontane Idee anyone?;) und Sonntag möchte ich an meinen Kurzgeschichten weiterschreiben!

Ein bißchen wie Freestyle-Assoziationsspiel, aber eigentlich immer wieder interessant!:)

2010-11-11

Ein Bild des Jammers...

Einer der Hauptvorteile der Haustierhaltung ist meiner Meinung nach, dass man immer wieder mit neuen Situationen konfrontiert wird.
Einer der Hauptnachteile der Haustierhaltung ist meiner Meinung nach, dass man ständig mit neuen Situationen konfrontiert wird...;)

Am Dienstag Morgen durften wir so in den Genuss der Erfahrung kommen, dass Haustier-Ratgeber nicht immer Recht haben. Der Katzen-Ratgeber meiner Kindheit verlautbarte z.B., dass Katzen es nicht besonders schätzen in einen kleinen, dunklen Korb gesteckt zu werden. Soweit ist das nicht erstaunlich, für gelegentliche Transporte zum Tierarzt aber unumgänglich. Der Tipp des Ratgebers diese unangenehme Situation "so ruhig und schnell wie möglich" über die Bühne zu bringen, klingt dann auch noch logisch - die Praxis erweist sich manchmal eben nur als schwierig und Ratgeber-resistent. Den Ratschlag eine Katze daher nicht rückwärts in einen Korb zu schieben, weil sie dann noch mehr Panik bekommt, weil sie nicht sieht was passiert, haben wir beispielsweise jetzt 7 Jahre durchgehalten - und unsere Katzen auch -  bis zum besagten Dienstag, an dem unser neuer Kater eindrucksvoll bewiesen hat, dass diese Methode den eindeutigen Nachteil hat, dass eine schreiende, beißende, kratzende Katze sich hervorragend mit alle vier Füßen gegen die Korböffnung stemmen kann, bis die Händer der Besitzer und auch die Geduld derselben irgendwann den Geist aufgeben.

Die "Presse die Katze in einen handlichen Ball zusammen und schiebe diesen mit dem A**** voran in den Korb" Technik scheint dann - in Anbetracht der Umstände - auch nicht weniger Panik-fördernd als alles andere...
Zum Glück hatte die arme Tierarzthelferin danach die Aufgabe das Tier wieder aus dem Korb rauszuholen.;)

Damit aber der neuen Erkenntnisse nicht genug, denn aus einer versehrten Katze können auch schnell mal mehrere werden. Also mussten wir am Dienstag auch noch die Erfahrung machen, dass a) Katzen (oder zumindest unser dicker Kater^^) nicht intelligent genug sind eine kleine Wunde nicht solange aufzukauen, bis eine große daraus geworden ist und b) Katzen mit einer Plastik-Halskrause echt noch bescheuerter aussehen als Hunde!^^
Vielleicht kommt das allerdings auch daher, dass wir c) lernen durften, dass Halskrausen schlecht für die feline Raumorientierung sind  - und dass es sehr schwer sein kann Mitleid mit einem Haustier zu haben, dass ständig gegen Wände und Möbel rennt...es ist ja nicht so, als täte er mir nicht Leid, aber der Entertainment Faktor ist leider manchmal stärker!;D

Fressen kann man als Katze übrigens mit einer Halskrause auch nicht - obwohl der Entertainment Faktor dabei auch ganz groß ist, wenn z.B. die Nase 1cm über dem Futter stoppt, weil der Kragen schon auf dem Napf aufliegt, oder aber Futterstücke in den Kragen fallen...;) - also mussten wir (aka ich;) zusätzlich noch eine Lösung finden, wie wir 1-2x am Tag die Katze davon überzeugen können, das Ding nicht nur aus-, sondern vor allem auch wieder anzuziehen...
Für alle, die mal in diese Situation kommen sollten: Ein bißchen Inspiration aus dem Wrestling Ring ist hier nicht verkehrt - nehmen, draufknien, aufpassen, dass noch Luft in den Lungen bleibt, fertig!;)

Das machen wir jetzt noch bis zum Wochenende, gepaart mit dem alten Klassiker "der Katze 2x am Tag eine Pille geben" und dann dürfte das Lazarett sich hoffentlich wieder auflösen...ein bißchen Sport am frühen Morgen hat ja aber angeblich noch niemandem geschadet...;P

2010-11-10

Das Abendessen Rätsel. Oder: Mozzarella-Ecken ala Ela

Wie wir ja aus den possierlich-verstörenden 50er Jahre Werbungen wissen, hat eine Frau prinzipiell genau zwei Grundfragen im Leben:
1. Was ziehe ich an? und 2. Was koche ich heute?
60 Jahre später ist die erste Frage immer noch ungelöst - wobei es hilft einen Kleiderschrank mit Kleidung in einem überschaubaren Farbspektrum zu bestücken;) - die zweite Frage hat sich allerdings inzwischen etwas gewandelt. So ist meine Hauptfrage an 5 von 7Tagen die Woche: Will ich überhaupt noch was kochen, oder bin ich einfach mal viel zu müde, gestresst und/oder faul?;)

Auch wenn der innere Schweinehund oft gewinnt - womit dann das Abendessen eher so <- aussieht - will man sich ja nicht immer nur von Milch, Keksen, Joghurt, Müsli oder anderen "ausdemKühlschrankindenMund" Lebensmitteln ernähren, also braucht es schnelle, einfache Alternativen.
Wenn es mal eher gesund werden soll, mit ganz viel Grünzeug, ist das hier genau das Richtige:

Elas Mozzarella-Ecken
Man nehme (für 4 große Portionen - hält sich im Kühlschrank aber auch bis zum nächsten Tag):
1 großes Fladenbrot
4-5 Tomaten
1 Salatgruke
Eisberg oder anderer Salat nach Wahl
3-4 Mozzarella Kugeln
Butter/Kräuterbutter
Salz/Pfeffer

Das Fladenbrot wird in 2 Hälften geschnitten (ist handlicher) und dann nochmal in eine Ober- und Unterseite geteilt. Den Mozzarella in Scheiben schneiden und die Unterseite des Brotes damit belegen. Bei 250 Grad den Käse im Backofen für ca. 5Min anschmelzen.
Währenddessen die Oberseiten mit Butter oder Kräuterbutter bestreichen und ebenfalls für 3-5 Minuten im Ofen bräunen.
Zuletzt Salat, Gurken- und Tomatenscheiben nach Belieben auf den noch warmen Unterseiten verteilen, Oberteile aufsetzen und zum leichteren Essen ein paar Minuten im Kühlschrank wieder abkühlen lassen (heißer Mozzarella ist ziemlich nervig;).

Nicht gerade Diätfutter - schon wegen dem Käse;) - aber einfach, lecker und frisch und mit Sicherheit geünder als die Pizza vom Bringdienst!

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