2016-09-24

How To: Häkel Poncho für Anfänger (und Geduldige;-)

Mein Finger-Zenist mal wieder abgeschlossen - wobei "mal wieder" vermutlich eher "endlich mal" heißen müsste, denn zwischendurch lag das Ding wirklich Monate lang einfach nur rum...;-)

Ich hatte ja schon mal erzählt worum es ging:
Ich hatte beim Discounter meines Vertrauens diese wirklich coole Wolle gekauft - Petrol mit Silberfäden - aus der laut Beipackzettel ein Strick-Poncho werden sollte. Nun kann ich nicht stricken und stellte auch schnell fest, dass ich es an dieser Wolle besser nicht lernen sollte, denn durch die Silberfäden verfilzte das Zeug so schnell und so gründlich, dass Maschen wieder aufribbeln quasi unmöglich war. Und wenn man keine Fehler machen darf, ist es blöd irgendwas zu tun, das man nicht kann...
Ich habe mich also einfach darauf verlegt das ganze Ding in ganz simplen Doppelstäbchen-Reihen zu häkeln, da kann man nun wirklich nichts dran falsch machen. Außerdem ist bei so einer "effektvollen" Wolle ein aufwendiges Muster meiner Meinugn nach auch überflüssig, aber was weiß ich schon.;-)

Im Originalpost kann man die "Bauanleitung" noch sehen, die eigentlich nur daraus besteht, dass 2 lange Rechtrecke L-Förmig verbunden werden. Ich habe bei den Maßen ziemlich pi mal Daumen gearbeitet, die Breite der Rechtecke habe ich Schulter-zu-Ellbogen und die Länge Bauchnabel-zu-Steißbein geschätzt, aber auch nur grob. Häkeln ist ja - wie Nähen - an der Stelle zum Glück keine exakte Wissenschaft.;-)
Wenn die Rechtecke dann fertig sind, kann man die bestimmt auch vernähen, ich habe eine Reihe feste Maschen durch beide "Stoffstreifen" gehäkelt, das tut's auch.;-)

Außerdem bin ich ja chronisch unfähig grade Kanten zu häkeln, also gabs am Außenrand und am Hals"ausschnitt" dann noch eine Reihe feste Maschen und eine Reihe Doppelstäbchen als Borte - tu a' bissele Borte drauf und so. Ein bißchen asymetisch hängt das Ganze jetzt trotzdem, aber man sieht es wirklich nur, wenn man's weiß und an irgendwas muss man ja auch merken, dass es selbstgemacht ist, no? ;-)

Was mir vorher nicht klar war - weil ich kein räumliches Vorstellugnsvermögen habe, von dem ich wüßte;-) - die Bauanleitung ist zwar simpel, aber irgendwo trotzdem cool, denn durch die Zusammensetzung der Bahnen sieht es irgendwie so aus, als würde das Muster über der Schulter "die Richtung wechseln". Und das mit minimalem Aufwand, me like!;-)

Das kann man mit einer anderen Wolle bestimmt nochmal wiederholen, tragen lässt es sich jedenfalls auch sehr bequem! :-)
 

2016-09-17

Marie Antoinette - the Journey. Oder: Das Buch zum Hörbuch

Ich möchte mal anmerken, dass alle meine bösen Vorteile gegenüber gekürzten Hörbüchern mal wieder bestätigt worden sind.
Da hatte ich mir gedacht, ich gönne mir zum Geburtstag mal das Buch zum Hörbuch - Marie Antoinette - The Journey von Antonia Fraser.


Und dann erlebte ich einen sehr unschönen Schock, als das Buch dann ankam, denn ich kannte ja bisher nur das 6! Stunden! lange! Hörbuch - daher war ich nicht darauf vorbereitet, dass der ungekürzte Text 600! Seiten! in! Schriftgröße 9! lang sein würde. Was da NICHT gekürzt wurde, ist wirklich schwer zu sagen, teilweise kamen mir beim Lesen ein wenig die Tränen, weil ich völlig verstümmelte Textpassagen wiedererkannt habe.^^

Aber auf der positiven Seite habe ich hier zum ersten Mal in diesem Jahr ein Buch in der Hand gehabt, das es wirklich zum Sachbuch 2016 bringen könnte, denn über zu wenig Information kann man sich wirklich nicht beschweren und gut geschrieben ist es auch noch. Oder wie der Klappentext meint:
France’s beleaguered queen, Marie Antoinette, wrongly accused of uttering the infamous “Let them eat cake,” was the subject of ridicule and curiosity even before her death; she has since been the object of debate and speculation and the fascination so often accorded tragic figures in history. Married in mere girlhood, this essentially lighthearted, privileged, but otherwise unremarkable child was thrust into an unparalleled time and place, and was commanded by circumstance to play a significant role in history. Antonia Fraser’s lavish and engaging portrait of Marie Antoinette, one of the most recognizable women in European history, excites compassion and regard for all aspects of her subject, immersing the reader not only in the coming-of-age of a graceful woman, but also in the unraveling of an era.
Dem habe ich nichts hinzuzufügen, es hat Annekdoten, es hat Fakten, es hat Einschätzungen und Quellenkritik, es hat mich sehr erfreut. Und das dumme Hörbuch-Torso-Ding lösche ich ganz schnell mal wieder. Never Ever Again gekürzte Hörbücher! *grrrr*

Es ist also kein Wunder, dass ich so ewig gebraucht habe, um das Buch auszulesen - ich hatte kurz darüber nachgedacht nach der letzten Seite einfach wieder bei Seite 1 anzufangen, einfach nur weil ich so sauer über das Stümmelchen-Hörbuch war ;-) - und kein Wunder, dass ich mal 5 von 5 Seidenpantofeln dafür vergeben muss.

2016-09-10

Zootopia

Erstaunlich aber wahr, manchmal sehe ich Filme tatsächlich schon kurz *nachdem* ich die Kinozeit verpasst habe und nicht erst Jaaaaahre später. ;-)
Nachholbedraf trifft es hier also nicht wirklich und ich schicke den üblichen "Ich habe keine Ahnung was andere Menschen für Spoiler halten könnten" Disclaimer voraus. Wer also empfindlich ist, schaue sich einfach in Ruhe den Honest Trailer an, das lohnt sich auch schon.;-)



Ich muss erstmal meiner Verwirrung Ausdruck geben, warum ein Film, der Zootopia heißt - so von wegen Utopia, das Thomas Moore Ding, über die perfekte Gesellschaft und so? - im deutschen Zoomania wird. So von...Manie? Weil alle totall beigeistert oder hyperaktiv sind wegen...ja was eigentlich?
Point...missed it. Verständlicher wird der Titel auch nicht, also wenn mir das irgendwer erklären könnte, wäre ich sehr dankbar, ansonsten bleibe ich bei meiner uninformierten Meinung, dass das völliger BS ist.;-)


Ansonsten muss ich Honest Trailers in 2 Dingen zustimmen:
1. Ja ich wollte den Film sehen wegen der Faultier Szene - und es hat sich gelohnt!!!!! ;-)
2. Ja, dieses ganze Rassismus/Sexismus Gedöns kommt ziemlich mit dem Holzhammer und wird irgendwann ein ganz klein bißchen langweilig.

Vielleicht hätte es dem Film geholfen, wenn er sich über seine eigenen Klischees - Donut-Cop z.B. - ein wenig ironischer hinweg gesetzt hätte, aber das tut er leider nicht. Also sind alle Klischees immer falsch - außer denen die der Film selbst weiterverbreitet natürlich. Close but no cigar.;-)

Aaaber trotzdem der Film im "Vermittelt eine gescheite Botschaft auf nicht Holzhammerige Weise" Faktor weeeeeeiiiiit hinter Inside Out oder Frozen zurückbleibt, fand ich ihn doch auch irgendwie...niedlich.;-)
Irgendein Design-Team hatte sehr viel Spaß damit menschliche Archetypen auf Tiere zu übertragen und entsprechende Städte zu konstruieren und in diese Dinge sind sehr viel Kreativität geflossen, die man einfach mal lobend erwähnen muss. Die Hauptstory kommt außerdem ohne größere Logiklöcher aus, was ja auch nicht so ganz selbstverständlich ist. Da kann ich einfach mal damit leben, dass "Sei alles was du willst" mir ein wenig repetetiv eingehämmert wird.
Immerhin featured es dabei einen Hauptcharakter, der sich auch einfach mal entschuldigen kann dafür ein Arsch gewesen zu sein - auch so ein Skill, der heutzutage zu wenig gewertschätzt wird und insofern an der Stelle tatsächlich ein gutes Vorbild für die lieben Kinder.;-)

Unterm Strich denke ich sind 3,5 von 5 Popsicles durchaus gerechtfertigt, den letzten halben Punkt hab ich nur noch für den nervigen Titel-Song abgezogen. Auch hier spielt Let it Go in einer ganz anderen Liga, aber man kann halt nicht alles haben.;-)

2016-09-03

Listening to: The Gunpowder Plot

Teil 2 von 2 aus meiner "Dinge, die ich sonst nicht gelesen hätte": The Gunpowder Plot - Terror & Faith in 1605, geschrieben von Antonia Fraser, gesprochen von Patricia Gallimore.

Spätestens seit V for Vendetta kennt ja fast jeder den Hintergrund von Remember, remember the 5th of November, oder zumindest weiß man, dass es was mit Westminster und Explosionen zu tun hatte.
Falls man es aber noch nicht kennt, oder sich nicht erinnert, oder es (wie ich;-) einfach immer wieder gerne sieht, hier nochmal die Szene:


Dann kann man es natürlich ein wenig historischer mögen und sich dafür interessieren woher diese Guy Fawkes Masken eigentlich kommen. Dann kann man das in 3 Minuten erklärt bekommen:


Oooder man kann es noch historischer mögen und sich für den kompletten Hintergrund, Analysen und Parrallen zu religiös motiviertem Terror (stand 1998) und englischer Geschichte im Allgemeinen interessieren und dann - vielleicht auch wirklich nur dann - sollte man dieses Buch lesen.;-)

With a narrative that grips the reader like a detective story, Antonia Fraser brings the characters and events of the Gunpowder Plot to life. Dramatically recreating the conditions and motives that surrounded the fateful night of November 5, 1605, she unravels the tangled web of religion and politics that spawned the plot.

Ich muss sagen die Detective Story Spannung habe ich nicht wirklich gespürt - ja es gibt einige interessante Wendungen und das Buch ist gut geschrieben, einige Szenen kann man sich auch gut in einem Mantel und Degenfilm vorstellen, aaaber ich bleibe dabei, wer sich nicht wirklich mit diesen ganzen Details auseinandersetzen will, den werden die politischen Auseinandersetzungen von Katholiken und Protestanten entweder langweilen, oder deprimieren.;-)

Ein interessantes Schlaglicht (mal wieder, muss an der Autorin liegen;-) ist allerdings die ausgewogene Darstellung - es geht nicht um Gut und Böse, sondern um nachvollziehbare oder nicht nachvollziehbare Motive, Mittel und Erwartungen - gerade der Frauen in der Geschichte. "Katholisches Frauentum" in England scheint eine interessante Subkultur gewesen zu sein und irgendwie mag ich die Herangehensweise der umgekehrten Verteidigung: Natürlich kann man mich nicht bestrafen für meine Religion, ich bin doch nur eine arme, dumme Frau und weiß es nicht besser. Dann umdrehen, den nächsten Priester unterstützen und sich ins Fäustchen lachen darüber, dass einem das jedes Mal aus der Klemme hilft. Playing the System für Fortgeschrittene.;-)

Trotzdem hat mich das Thema nicht wirklich vom Hocker gerissen, also muss ich leider einfach mal nur 3 von 5 Rosenkränze vergeben, weil es ja meine subjektive Einschätzung ist - ich möchte aber nicht ausschließen, dass das auch an meiner Religions-Allergie liegt, also im Zweifel bitte nicht vom Lesen abhalten lassen.;-)

2016-08-27

Warrior Queens

Ich erwähnte es ja schonmal, manchmal ist es ganz spannend, wenn man denn einen Autor gefunden hat, dessen Stil man irgendwie supportable findet, einfach mal zu schauen, worüber diese Autoren noch so geschrieben haben, damit man nicht immer an denselben 3 Themen hängen bleibt - wobei ich es durchaus mag, lange an denselben 3 Themen festzuhängen, wie man aus (leidvoller?;-) Erfahrung mit meinen Rezensionen weiss.

Die nächsten beiden Einträge in Richtung Buch/Hörbuch sind also in dieser Seredipity Tradition zu verstehen - Dinge die interessant klangen, aber von denen ich vorher nicht wußte, dass sie interessant sein könnten.
Wobei ein Blick auf Antonia Fraser's Warrior Queens schon verrät, dass ich hier nicht ganz so wirklich überrascht war, dass mich der content interessieren könnte...;-)

From the pacific to the belligerent, they include Catherine the Great, Elizabeth I, Isabella of Spain, the Rani of Jhansi and Queen Jinga of Angola. Antonia Fraser's warrior queens are those women who have both ruled and led in war. Taking Boadicea as the definitive example, her choice of female champions from other ages and civilizations aims to present an awesome assembly. This book is more than a biographical selection however, the author is interested in the way that her heroines have held and wrested the reins of power from their - consistently male - adversaries. If Boadicea's apocryphal chariot has ensured her place in history, what then are the myths that surround the others? And how different are the democratically elected - if less regal - warrior queens of our own time: Indira Gandhi, Golda Meir and Margaret Thatcher?
 Katharina die Große und Elisabeth die Erste sagen einem in diesem Line-Up sicher etwas, aber für mich lag der Reiz des Buches ehrlich gesagt bei den länger zurückliegenden (Bouddica ist ja nun keine Geschichte, die man im deutschen Schulunterricht behandelt) oder weiter entfernten Königinnen. Semiramis oder Jinga sagten mir gar nichts und ein bißchen Kulturhistorie of far away places kann man eigentlich immer gebrauchen.;-)

Die Arching Storyline von Boudicca und ihrem Streitwagen (eigentlich eher die Geschichte warum sie eigentlich vermutlich keinen hatte, aber das Bild sich trotzdem so unauslöschlich festgesetzt hat) liefert außerdem einen interessanten Referenzrahmen. Manchmal kam mir die Ausflösung der einzlenen Vitae in Klischee-Themen ein wenig repetetiv vor, aber das liegt vermutlich weniger an der Analyse, als eher daran, dass Menschen versucht sind immer nach denselben Archetypen zu suchen und wo sie sie nicht finden, machen sie sich welche.

Den einzelnen Geschichten käme natürlich mehr Detailreichtum zugute, wenn es kein Übersichtswerk wäre, aber das ist nun wirklich ein feature und kein bug, auch wenn ich manchmal schon ein wenig neugierig war - immerhin hat mir die Boudicca Legende mir bei meinem Vampire Middle Ages Charakter sehr weitergeholfen, bisher kannte ich ja nur den (auch ziemlich großartigen) Song.;-)

Ich vergebe also mal überzeugte 4 von 5 Streitwagen (war klar oder?;-) für interessante Ein- ud Überblicke.

2016-08-24

Listening to: Hörbuch Essays (Mary Stuart & Nicola Tesla)

Neben gekürzten Hörbüchern gibt es noch eine andere Form von Hörbüchern, die ich normalerweise eher nicht konsumiere: Kurze Hörbücher, eigentlich eher Essays in Hörbuchform.

Eigentlich weiß ich nicht mal genau wieso, es fühlt sich immer so an, als "lohnt" es sich nicht ein Hörbuch von 1-2Stunden anzufangen...total unlogisch eigentlich.;-)

Da der Hörbuch-Anbieter meines Vertrauens aber gerade Essays und Kurzromane zum "halben Abo" anbot, habe ich mich in der Hinsicht mal weitergebildet und mir zwei ziemlich gegensätzliche Kurzwerke gegönnt:

Die Autobiographie von Nicola Tesla, gesprochen von Jason McCoy war dabei eher so ein "Was ich eh schon wusste" Verstärker in a) Tesla war ein ziemlich komischer Vogel und b) seine Erfindungen sind bestimmt total genial, aber er selber erklärt die mir auch nicht so, dass ich's kapiere...;-)

The History and Legacy of Mary Stuart of Scotland, geschrieben von Charles River Editors, gelesen von Maria Chester war dagegen als Einstieg in ein neues Thema gedacht, denn bisher habe ich eher Bücher gelesen, die mich dazu gebracht haben nicht viel von der komischen Männermordenden Schottenkönigin zu halten. Aber man soll sich ja nicht festlegen lassen und immerhin habe ich in der ersten Auseinandersetzung mit einer "reinen" Maria Stuart Biographie (wenn auch in Essayform) ein paar Ansätze gefunden, die mich ein bißchen neugierig werden lassen.;-)


Ich weiß nicht so richtig, wie ich so kurze "Bücher" bewerten soll, denn mehr als einen kurzen Abriss des Themas kriegt man hier ja nicht geboten - ich einige mich mal mit mir selbst auf 3 von 5 Büroklammern - Mary Stuart kam mir etwas weniger merkwürdig vor, als Tesla, aber die Sprecherin hatte einen so merkwürdigen Akzent und wusste nicht mal wie man Edinburgh ausspricht. Da fragt man sich doch, ob man sich für kurze Hörbücher nicht ein bißchen mehr Mühe machen könnte...

2016-08-20

Nachholbedarf: Ant-Man

Ich denke, ich war nicht die Einzige, die sich gefragt hat, ob ein Konzept wie Ant-Man wirklich funktionieren kann, oder?
Vielleicht liegt das daran, dass ich unbeeinträchtigt bin von jeglichem Wissen über die Vorlage, aber mein erster Gedanke war: Ob ein Film mit einem Comedian als Hauptdarsteller und einer so scheinbar lächerlichen Super-Power wirklich als Superhelden-Actionfilm funktionieren kann?


Ich muss zugeben, dass ich von der Ausgangssituation nicht so richtig überzeugt war - ich finde die Frage muss schon erlaubt sein, warum ein alter, ausgebooteter Ex-CEO sich ausgerechnet die Mühe macht, irgendeinen Cyber-Räuber zu beobachten und für seinen einzig-wahren Nachfolger zu halten? Außerdem: Wie wird man ein Einbrecher-Genie durch nur einen einzigen Internet-Coup?
Oder gibt es da Backstory, die uns vorenthalten wird? Es wird jedenfalls immer nur auf dem "Robin-Hood-Criminal-Theme" rumgeritten - der gefeuerte Whistleblower, der den geprellten Kunden zu ihrem Recht verhilft, ist ja auch ein grundsolides Konzept - aber wie man aus diesem einen Fall einen Super-Einbrecher-Ruf und entsprechendes Skillset aufbaut, ist mir nicht ganz klar.
Dasselbe gillt übrigens auch auf der anderen Seite: Die Tochter mit Daddy-Issues lasse ich gelten, aber in der Kino-Schnitt-Fassung des Films wird mir nicht ganz klar, warum Mr. Bösewicht - Typ Gewissenloser Corporate-Identity-CEO-Guy - zwischendurch plötzlich damit entschuldigt wird, dass das komische Pym-Partikel Dinge mit seinem Hirn anstellt?
Der gelbe Ant-Man Anzug funktioniert doch scheinbar noch nicht, wie kann dann der Mein-Mentor-liebt-mich-nicht-genug-Typ davon schon gaga sein?
Und selbst wenn er das Ding jede Nacht zum Schlafen trägt - der senile Ex-CEO hat das über Jahre getan und ist davon auch kein Homocidal Maniac geworden?

Vielleicht fehlt da was in der Story, das dem Cutting Board zum Opfer gefallen ist, aber es kommt mir jedenfalls nicht wirklich konsequent logisch vor - der Bösewicht hätte auch einfach ein fieser Typ sein können, ohne jede Entschuldigung und der Einbrecher hätte auch einfach geschnappt und dann zwangsrekrutiert werden können als Ant-Man, ohne diese ganze Big Brother-Ich beobachte dich schon seit Jahren-Blabla Nummer, no?

Warum jetzt diese ewige Vorrede zu Plotholes? Weil es mich nervt, denn ansonsten funktioniert der Film als Action-Superhelden-Film unerwarteterweise total gut und ist dabei sogar lustig, ohne unfreiwillig komisch zu sein. Und weil das so unerwartet war, haben mich diese beiden seltsam konfusen Punkte in der Backstory umso mehr gestört, weil sie so unnötig unlogisch sind und den Plot an sich kein Stück voranbringen.
Andere Menschen werden vielleicht anbringen, dass die zweifelhafte Physik das größere Problem ist, aber das fällt für mich unter Suspention of Disbelief, weil es wenigstens im Film logisch durchgehalten wird, egal ob/wie das in der Realität funktionieren würde.;-)

Obwohl ich also sehr viel Spaß hatte an dem ganzen Schrumpf&Wuchs Effekten und den Ameisenvölkerwanderungen, muss ich deswegen trotzdem mal einen Punkt abziehen. Aber 4 von 5 Zuckerwürfel sind ja auch nicht verkehrt für einen Film von dem ich wirklich nichts erwartet hatte!;-)

2016-08-17

Neuauflagen - Subject of the Crown (4von4)

Disclaimer:
Zeit für schamlose Eigenwerbung! ;-) Worum geht es? Nach einer ansteigenden Unzufriedenheit mit den limitierten Vertriebsmöglichkeiten meines alten Self-Publishers (lulu), habe ich es endlich mal in die Hand genommen meine Veröffentlichungen nach und nach zum deutschen Self Publisher BoD "umzuziehen". Die Neuauflagen haben dabei ein kleines Layout Make-Over erhalten, sind aber ansonsten inhaltlich mit den alten Ausgaben eigentlich identisch. Trotzdem will ich mal darauf hinweisen, dass jetzt endlich auch vernünftig gestaltete E-Books verfügbar sind!:-)
Bei Amazon können noch alte lulu Ausgaben bestellt werden - die hatte Amazon scheinbar noch auf Lager - die allerdings mehr kosten, schon wegen des shippings aus den USA. Die neuen BoD Ausgaben gelten derzeit als "Nicht auf Lager", was für frisch erschienene Self-Publishing Titel aber logisch ist - also im Zweifel nicht vom Bestellen abhalten lassen.;-)
http://www.bod.de/buch/manuela-sonntag/william-shakespeare---subject-of-the-crowno/9783741242977.html

So, was lange währt und so, das bisher einzige "Sachbuch" aus der Sammlung hat es nun auch zu BoD geschafft, das Projekt Verlagswechsel ist damit endgültig abgeschlossen und erste Tantiemen gab's sogar auch schon (keine Angst, nichts wovon man irgendwie reich werden könnte, aber immerhin;-).
Eigentlich ja mal meine Magisterarbeit und eigentlich hauptsächlich deswegen als Sachbuch überarbeitet, weil ich mit der Bewertung derselben ("verdienstvoll", ich glaube ich erwähnte schonmal, dass das nicht wirklich was Nettes ist, oder?^^) irgendwie ein wenig unzufrieden war.

Aber was solls, die Zeit heilt ja bekanntlich auch Schläge gegen das Wissenschaftlich-Schriftstellerische Ego und bei der etwas intensieveren Überarbeitung (keine inhaltlichen Änderungen per se, aber eine Menge "ent-wörtlichte" Zitate) ist mir auch wieder aufgefallen, dass ich schon ein paar ganz gute Ideen hatte damals, auch wenn man nach 600 Jahren Shakespeare Rezension vielleicht nicht voraussetzen sollte, dass irgendwas zum radikal ersten Mal gedacht werden kann, das noch irgendeinen realistischen Bezug zur Historie hat.
Es gibt ja immer mal wieder "Literaturwissenschaftler" (ja, die "" sind gemein, aber trotzdem), die in irgendwelchen Vatikangemälden Shakespeares Gesicht in upside-down irgendwelchen Vorhängen zu entdecken meinen - sowas hat vermutlich vorher tatsächlich noch nie jemand gedacht, aber bevor man sich zu sowas versteigt, kommt einem das Prädikat "verdienstvoll" fast wie ein Kompliment vor.;-)

Anyway, wer sich ein bißchen dafür interessiert, darf hier gerne mal reinlesen, ansonsten ziehe ich mich eben darauf zurück, dass ich zumindest eine ordentliche Quellensammlung für zukünftige Magisterarbeitende vorgelegt habe - verdienstvoll, mein Ar***!;-)

2016-08-13

Elysion Reloaded - die zweite Textversion + der Kreative Genius

Eine Freundin hat mir letztlich dieses nette Video geschickt - ein TED Talk von Elisabeth Gilbert, der Autorin von Eat, Pray, Love, einem Buch, das ich zwar nicht gelesen habe (und das mir vermutlich auch nicht gefallen würde), aber von dem ich zumindest weiß und wenn ich in meinem kleinen Kokon von deinem Buch weiß, dann hast du's echt geschafft normalerweise.;-)

Und auch wenn ich mit ihrem literarischen Schaffen nicht soviel anfangen kann, bin ich immer wieder erfreut darüber, wenn Menschen eloquent und witzig über Schreiben sprechen können - siehe auch meine Berührungspunkte mit Stephen King, dessen Bücher mir nun wirklich nicht gefallen.



Dann stellte ich natürlich fest, dass jeder außer mir dieses Video schon kannte und dass T. z.B. auch schon einen Artikel darüber geschrieben hat....der Kokon hat wieder zugeschlagen! ;-)
Dieser Artikel bezieht sich hauptsächlich auf die Unnötigkeit von Erfolgsdenken, was ich prinzipiell genau so sehe, aber ich habe mich seit meiner Haderei mit Mr. King ein wenig darauf verlegt gnädiger mit Menschen zu sein, die tatsächlich vom Schreiben leben wollen, also damit ihr Geld verdienen, ihre Rechnungen bezahlen und nichts anderes im Leben tun wollen.
Ich glaube an diesem Punkt ist das ganz schön mit Ängsten belastet - zumindest kenne ich mich gut aus damit, nicht zu wissen wie ich Essen in den Kühlschrank bringen soll und das ist ein Gefühl, für das es das nette Wort "Existenzangst" gibt.
Nun könnte ich mich natürlich hinstellen und sagen "Hah Pech gehabt, wenn ich das schaffe 7 oder 8 Stunden 5Tage die Woche einem Job nachzugehen, der meine Rechnungen bezahlt und trotzdem ab und zu noch was schreiben kann, dann kann das ja wohl jeder." Finde ich aber irgendwie nicht cool, weil steht mir wie ich finde nicht zu und so überhaupt gefällt mir dieses "Selber Schuld" Denken in allen erdenklichen Lebenslagen nicht.;-)
Gleichermaßen könnte sich ja jemand, der sich anders entschieden hat, hinstellen und meine Kompetenz oder meine Dedication anzweifeln, weil ich ja nur so ab und zu mal irgendwas schreibe und mir die Bezeichnung "Autorin" absprechen wollen, weil's ja "nur" ein Hobby neben anderen ist. Und das fände ich auch wenig cool und wäre ziemlich angefressen.
Lange Rede, kurzer Sinn, dieses ganze Erfolgsthema sagt mir nichts, weil ich mich nie in die Situation gebracht habe, in der mich irgendwie interessieren musste was andere von meinen Geschichten halten, aber das war ja eine Entscheidung meinerseits und andere Menschen treffen eben andere Entscheidungen. Daher war für mich der ganze Anfangsdiskurs zu Versagensängsten und so auch weniger relevant, außer in dem Punkt, an dem es um die Unabsehbarkeit von Inspiration ging.

Ich weiß, man braucht keine Inspiration wenn man Handwerk hat, aber Fakt ist, Ideen als etwas Externes zu begreifen, liegt mir einfach auch nahe. Wenn ich eine wirklich gute Idee habe, dann sage ich gern "die ist mir an den Kopf geflogen", weil es sich genau! so! anfühlt, impact an der Schläfe und alles. Und das sind dann meistens die Momente, in denen das mit dem Schreiben richtig Spaß macht, wo man (aka ich, von mir auf andere schließen = nicht cool und so;-) das Geühl hat die Worte fließen nur durch einen durch auf die Seite, auf der plötzlich Dinge passieren, die sich völlig verselbstständigen und am Ende steht man da uns denkt sich. "Wo zur Hölle ist das denn hergekommen?" Vielleicht muss man ein wenig esoterisch angehaucht sein, um sowas toll zu finden, keine Ahnung, aber wenn ja, geht's mir offensichtlich nicht alleine so.;-)
Fakt ist, dass DAS die Momente und am Ende auch die Textpassagen sind, an die ich mich später erinnere mit diesem Wow-Gefühl, weil mir nicht ganz klar ist, was da passiert ist - nicht die ewigen Stunden, die einfach nur aus Handwerk bestehen.
Klar kann man - und das sagt Ms Gilbert ja auch - wie ein Maultier an einem Text arbeiten und 90% der Arbeit besteht vermutlich daraus. Aber das sind die Passagen, in denen sich Schreiben für mich so anfühlt wie kochen, Unkraut jähten oder Staub wischen. Am Ende hat man ein gutes Geühl, weil mans hinter sich gebracht hat und vielleicht ist sogar was Vernünftiges dabei herausgekommen, aber "Spaß" ist irgendwie anders.;-)

Ich hatte dieses Erlebnis gerade in der letzten Phase Arbeit an Elysion - es waren noch ein paar neue Szenen, neue Figuren und neue Handlungsstränge zu schreiben und für ein paar hatte ich tatsächlich ein sehr klares Bild vor Augen und dieses Wow-Gefühl, aber irgendwann ließ das nach und das übliche "das klappt alles nicht, das ist alles Mist, vielleicht sollte ich diese 500Seiten einach löschen und vergessen, das wird DAS schlimmste Buch EVER" Rad setzte ein. In solchen Momenten liegt es mir überhaupt nicht trotzdem weiter zu machen, weil ich viele andere Dinge in meinem Leben tun muss oder gerne tue und wenig Geduld damit habe meine begrenzte Freizeit mit Dingen zu verbringen, die mir gerade 0 Spaß machen. YMMV.;-)

Aber es stellte sich einfach kein "Flow" ein, es war einfach kein genialer Funke da. Und dann überwog irgendwann der Wunsch es hinter mich zu bringen, also hab ich mich auf den Arsch gesetzt und die letzten Szenen runtergehauen - ich glaube 20 Seiten an einem Sonntagnachmittag allein. Und ja, dazu braucht man Handwerk, denn man muss dafür sorgen, dass der Leser am Ende nicht merkt welches die Textstellen waren, an denen es absolut hakte. Was das angeht, kann ich zufrieden sagen: das Ergebnis ist ok, manches gefällt mir sogar richtig gut und ich habe das befriedigende Gefühl das abgeschlossen zu haben, aber der Entstehungprozess fühlte sich an wie Stein bergauf rollen.
Und dann ist es indeed nett sich auf die Schulter zu klopfen und sich zu sagen: Ich war hier und hab meinen Teil des Job's trotzdem gemacht, Olè for me.;-)

Und da kommt dann auch noch ein kleiner Funke Verstädnis für das Beispiel mit dem Tänzer um 11 Uhr morgens ins Spiel. Denn jetzt bin ich fertig mit dieser Geschichte (im positiven Sinne) - ich habe nichts mehr zu erzählen, meine Energie für diese Geschichte ist aufgebraucht, ich bin fertig mit ihr, sie ist so gut wie ich sie machen kann und wenn jemand anderes das besser gekonnt hätte, kann ich da auch nichts dran ändern.
Und wenn so ein Projekt, mit dem man Jahre verbracht hat, dann "zu Ende" ist, fragt sich eine kleine Stimme in meinem Hinterkopf dann schon mal: Und wenn es das jetzt war? Wenn dieses Wow-Gefühl nie wieder kommt? Wenn das jetzt alles war, was du zu erzählen hattest, nicht nur für diese Geschichte, sondern für den Rest deines Lebens?
Wie gesagt, ich habe meine Lebensgrundlage nicht auf meinem "Talent" (was immer das ist), oder meinen "Erfolg" (wie immer man den bemessen mag) aufgebaut, daher ist das für mich ein trauriger Gedanke, nicht so sehr ein Existenzbedrohender, aber trotzdem schwer zu ertragen - und das obwohl ich es sehr ablehne, Ms Gilbert, dass kreativ zu sein einen zwangsläufig in Depressionen oder Alkoholismus treibt, meine geistige Gesundheit ist mir sehr lieb und teuer und auf Gin um 9 Uhr morgens hab ich auch keine Lust.;-)

Aber irgendwie ist es tatsächlich tröstend dem Universum (ich spreche gerne mit dem Universum, ist vielleicht so eine Heidenkrankheit) einach mal zu sagen: Ok, hör zu, ich bin jetzt fertig mit dem Ding hier, wenn du also jetzt noch irgendwelche tollen Ideen auswerfen willst, dann schick sie jemand anderem, oder behalt sie einfach für dich, oder schmeiß sie mir in 1, 2, oder 10 Jahren nach,wenn ich die Fortsetzung schreibe! Denn jetzt bin ich fertig. So.;-)

Und damit das jetzt nach der ewigen Vorrede doch noch irgendwie ein Zwischenstand-Post wird: Wie geht es jetzt weiter?
Momentan mache ich eine letzte Überarbeitungsrunde und dann hoffe ich, dass das Baby gewindelt und gefüttert zum Lektorat gehen kann. Während das läuft, sind noch das Cover zu finalisieren und das Problem mit der Landkarte zu lösen, es ist also noch einiges zu tun, ich werde davon berichten! :-)

2016-08-06

Neuauflagen - B(r)uchstücke (3von4)

Disclaimer:
Zeit für schamlose Eigenwerbung! ;-) Worum geht es? Nach einer ansteigenden Unzufriedenheit mit den limitierten Vertriebsmöglichkeiten meines alten Self-Publishers (lulu), habe ich es endlich mal in die Hand genommen meine Veröffentlichungen nach und nach zum deutschen Self Publisher BoD "umzuziehen". Die Neuauflagen haben dabei ein kleines Layout Make-Over erhalten, sind aber ansonsten inhaltlich mit den alten Ausgaben eigentlich identisch. Trotzdem will ich mal darauf hinweisen, dass jetzt endlich auch vernünftig gestaltete E-Books verfügbar sind!:-)
Bei Amazon können noch alte lulu Ausgaben bestellt werden - die hatte Amazon scheinbar noch auf Lager - die allerdings mehr kosten, schon wegen des shippings aus den USA. Die neuen BoD Ausgaben gelten derzeit als "Nicht auf Lager", was für frisch erschienene Self-Publishing Titel aber logisch ist - also im Zweifel nicht vom Bestellen abhalten lassen.;-)
http://www.bod.de/buch/manuela-sonntag/bruchstuecke/9783741210785.html

Ok, hier müssen wir ein bißchen von der Chronologie abweichen, denn eigentlich wäre der Shakespeare-Schinken zuerst dran gewesen - da ist allerdings so viel an Layout zu korrigieren, dass ich damit noch nicht fertig bin und soooo viele Fans hat die historische Literaturanalyse dann vermutlich auch sowieso nicht...;-)

Bei den B(r)uchstücken fällt mir immer wieder auf, wie großartig der Titel ist. Das klingt jetzt wie furchtbare Selbstbeweihräucherung, aber ist vielleicht insodern verzeihbar, als dass ich niiieee mit meinen Titeln zufrieden bin ansonsten. Wirklich. Nie.
Aber B(r)uchstücke, mit dem Klammer-R zu Buchstücken, find ich immer noch eine großartige Idee - kam mir tatsächlich in der Badewanne und ich wäre beinahe Heureka schreiend durch die Wohnugn getropft auf der Suche nach einem Handtuch, ganz wie Pratchett sich das gewünscht hätte.;-)

Prinzipiell hatte ich hier natürlich nicht so viel "wiederzuentdecken", da die Erstauflage von 2014 ist - kommt mir trotzdem lange her vor, vielleicht weil ich das Gefühl habe schon ewig mit Elysion beschäftigt zu sein, aber es sind noch nicht mal 2,5 Jahre. "Nur", haha...;-)

Ansonsten muss ich bei der Feststellung bleiben, die ich auch damals schon getätigt habe: Nicht schlecht für ein Buch, dass ich vor allem angefangen habe, um rauszufinden, ob ich's noch kann!;-)

2016-07-30

Listening to: Marie Antoinette (gekürzt - grmpf!)

Jaja, ich bin dann doch schwach geworden...ich hatte eigentlich vor niemals, niemals, niemals wieder ein gekürztes Hörbuch anzufassen, aber best layed plans and everything, manchmal halte ich mich einfach nicht an meine eigenen Vorsätze...

Allerdings muss ich gestehen, dass ich nicht für jede Autorin zu so einem Zugeständnis bereit gewesen wäre, aber Marie Antionette geschrieben von Antonia Fraser, gelesen von Lindsay Duncanhat hat diese Chance bekommen, weil ich hoffte, dass sich die angenehm ausgewogene Darstellungsweise der Autorin vielleicht auch in gekürzter Form duchsetzt.


Prinzipiell hat sich das auch bewahrheitet - wenn man auf Quellenkritik steht, ist man hier auf jeden Fall gut aufgehoben und die abschließende Darstellung im Epilog hat mein Historikerherz erfreut.
ABER, jetzt frage ich mich natürlich noch mehr WARUM man da zwischendurch zu kürzen meinen musste und welche Kapitel/Abschnitte, denn nun rausgefallen sind?
Ich habe so meine Theorien, aber der Fakt bleibt bestehen, dass ich einfach nicht einsehen will, warum man ein Hörbuch kürzen muss - und bei einem Sachbuch schon mal gar nicht...*sfz*

Ich tue mich schwer dafür Punkte abzuziehen, weil es ja nicht die Schuld von Buch oder Autorin ist, aber für das "Gesamtwerk" kann ich trotzdem nicht mehr als 3 von 5 Seidenpantoffel vergeben, denn mir fehlt einfach was...
Ich habe jetzt das Buch mal auf meine Wunschlist gesetzt, vielleicht liefere ich also irgendwann die 100% Analyse noch nach - ein Hörbuch als Trailer zum Buch quasi. Ob das so gedacht war? Man weiß es nicht...;-)

2016-07-23

Neuauflagen - Perlen für die Säue (2von4)

Disclaimer:
Zeit für schamlose Eigenwerbung! ;-) Worum geht es? Nach einer ansteigenden Unzufriedenheit mit den limitierten Vertriebsmöglichkeiten meines alten Self-Publishers (lulu), habe ich es endlich mal in die Hand genommen meine Veröffentlichungen nach und nach zum deutschen Self Publisher BoD "umzuziehen". Die Neuauflagen haben dabei ein kleines Layout Make-Over erhalten, sind aber ansonsten inhaltlich mit den alten Ausgaben eigentlich identisch. Trotzdem will ich mal darauf hinweisen, dass jetzt endlich auch vernünftig gestaltete E-Books verfügbar sind!:-)
Bei Amazon können noch alte lulu Ausgaben bestellt werden - die hatte Amazon scheinbar noch auf Lager - die allerdings mehr kosten, schon wegen des shippings aus den USA. Die neuen BoD Ausgaben gelten derzeit als "Nicht auf Lager", was für frisch erschienene Self-Publishing Titel aber logisch ist - also im Zweifel nicht vom Bestellen abhalten lassen.;-)
http://www.bod.de/buch/christine-schuhmann/perlen-fuer-die-saeue/9783844804539.html

Was die Perlen immer noch besonders macht, ist ja einfach die Tatsache, dass es die einzige Kooperation ist, die ich je zustande gebracht habe.;-)

Ich muss zugeben, dass das zu 100% an mir liegt, ich bin einfach unheimlich schlecht darin mich auf gemeinsame Projekte festzulegen - ich hab ja schon Probleme mit Deadlines, die ich gar nicht einhalten muss, wenn dann noch dazu kommt, dass irgendwer unter meiner Unlust irgendwas gerade in diesem Moment fertig schreiben zu wollen, leiden könnte, dann stresst mich das schon aus Prinzip so sehr, dass ich's lieber gar nicht erst anfange...psychologisch kompliziert, ich weiß, aber ist leider so.;-)

Im Gegensatz zu den B(r)uchstücken - bei denen ich so schlau war es aufzuschreiben - kann ich mich auch kaum noch daran erinnern, wie viele der Ideen für die Perlen zusammen gekommen sind, was ja eigentlich schade ist. Ich musste oft schmunzeln, weil ich schon fast vergessen hatte, dass ich irgendwann mal meinte ein Theaterstück schreiben zu müssen - das war noch im Schulunterricht, DARAN erinnere ich mich noch sehr genau! - und das nicht mal so ganz verkehrt war.;-)

Was mich aber besonders beruhigt hat, war, dass ich immer noch den Schreibtipps zustimmen kann, die ja nun auch schon 15 Jahre alt sind und 2010 auch das letzte inhaltliche Update erhalten hatten. Kann also nicht ganz falsch gewesen sein, wenn man Jahre später immer noch denkt: Jupp, so isses!:-)

2016-07-16

DA Inquisition Revisited - die ersten Zuckungen der Next Gen

Ich bin sooooo weit davon entfernt meine ganzen Dragon Age Spielstände auf die Reihe zu kriegen - Hundi sei Dank verwaist meine Xbox ziemlich momentan;-) - dass ich jetzt einfach schonmal erzähle, was mir zu den letzten DAI DLCs so einfällt, auch wenn ich gerne zumindest einen Spielstand mal komplett auf der One durgespielt hätte. Aber es will ein Buch abgeschlossen und 4 andere zum neuen Verlag umgezogen werden und die 120 Stunden Lebenszeit fehlen mir grade irgendwo.;-)

Warum ich aber überhaupt erst auf die Idee kam, dass sich eine abschließende Bewertung vielleicht erst anbietet, wenn man das Spiel nochmal komplett auf der Next-Gen Konsole gespielt hat, sagt vielleicht schon etwas über die generelle Spielerfahrung aus.
Auf den Fotos, die ich gefunden habe, sieht es irgendwie nicht so spektakulär anders aus, aber die Grafik und vor allem die Details der Grafik sehen auf der Last-Gen ungefähr so aus, wie Fable vor dem Remastering...
Der Unterschied, jetzt wo man ihn mal so erlebt, ist tatsächlich (meiner Meinung nach) sogar so groß, dass ich mich frage, warum man sich die Arbeit mit der Downgrade Version für die 360 überhaupt noch gemacht hat - die Handlung ist natürlich immer noch dieselbe, aber viele Dinge, die mich irgendwie irritiert haben (das alles aussieht wie in Lack getränkt zum Beispiel^^) wären mir so erspart geblieben.;-)

Ich habe mal das Video verlinkt, damit man sich die Unterschiede in der Grafik vielleicht ein wenig besser vorstellen kann.



Was die letzten DLCs angeht, kann ich also auch irgendwie nachvollziehen, warum man sich die ganze Arbeit mit dem Rendering nicht wirklich machen wollte - warum man das für Jaws of Hakkon dann doch noch getan hat, weiß ich nicht, Konsistenz ist das nicht, aber anyway.;-)

Apropos Jaws of Hakkon - es waren ja alle so aufgeregt darüber, dass man ein bißchen Inquisition Backstory spielen kann und so, aber wenn ich die letzten drei DLCs mal in "Wichtigkeit für die Story" und Atmosphäre gegen die DA2 Add-Ons (Legacy und Mark of the Assassin) aufwiege, dann war ich doch ein bißchen unterwältigt.;-)

Storytechnisch so richtig lustig wurde es eigentlich nur in Trespasser, aber meine Hoffnung, dass hier ein wenig Citadel Feeling aufkommen würde, wurde auch nur so halb erfüllt. Jaws of Hakkon und Descent machen neue Kartenabschnitte auf und geben etliche Collectibles, Waffenzeug und Bla, aber von der Story her muss ich da bei Nett, aber mehr nicht, bleiben. Die Untergrundwelten von The Descent sind allerdings wirklich schön, der Ocean Underground ist ziemlich cool und auch hier kann ich verstehen, dass man das nicht auf der alten Grafik auf die Welt loslassen wollte.

Trespasser hat ein bißchen Down-Time mit dem Team, aber irgendwie eher so nebensächlich und auch wenn da wirklich süße Ideen dabei waren (Vicount of Kirkwall?? Seriously?!?;-) hat der "2 Years Later" Disclaimer schon irgendwie für emotionale Distanz gesorgt. Man hat das Gefühl, dass alles schon abgeschlossen ist, in Mass Effect ist das viel tragischer, weil es ja danach erst auf zum Untergang des Universums geht.
Ich muss jetzt nicht unbedingt immer maximum tragedy haben, ich wollte nur mal drauf hinweisen, dass es vielleicht einfach das Setting ist, ein feature also und kein bug, dass man hier weniger nah am Wasser gebaut ist.;-)

Immerhin kann sich diesmal niemand beschweren, dass man nicht erfährt was aus den Companions wird - ein bißchen weniger Fan-Service in der Richtung hätte den Abspann vielleicht sogar weniger ewig lang gemacht. Ich mag ja persönlich, wenn man nicht alle Fragen beantwortet, aber nach dem Shitstorm von DA2 traut man sich scheinbar nicht mehr irgendwas anders zu machen, als die Mehrheit der Fans das möchte.
Ich finde das weiterhin schade, was Storytelling und "involvement" mit den Charakteren und Companions angeht, war DA2 einfach der beste Teil der Reihe in meinen Augen - ich bin vielleicht zu sehr Erzähler und zu wenig Gamer. Und stolz drauf, by the way.;-)

Trotzdem hat mir Trespasser Spaß gemacht, ein bißchen Politik, neue, wirklich schöne Karten (die Ewige Bibliothek ist so ein Ding, das jeden anfixen muss, der schonmal mit Büchern arbeitet;-) und am Ende darf man noch einen dramatischen Abgang hinlegen.
Mit gefällt es übrigens auch, dass es ziemlich unwahrscheinlich erscheint, dass der Inquisitor nochmal eine spielbare Figur wird (Einarmiger Bandit anyone?;-), auch wenn das wieder alle nervt. Ich mag gerne neue Charaktere kennenlernen, immer dasselbe Zeug ist doch langweilig...

Ich muss also wohl weiter befürchten, dass mein Geschmack einfach nicht dem Mehrheitsfandom entspricht und man weiterhin auf meine Präferenzen keine Rücksicht nimmt, aber ich hoffe trotzdem, dass man sich ein bißchen was bei M:E Andromeda abschaut und sich im nächsten Dragon Age nicht mit 1000 Tonnen Fan-Service belastet. Eine gute, knackig erzählte Story kommt auch ohne 95.000 Charaktere aus früheren Spielen aus, aber das ist ja so eine Fantasy Krankheit, die ich noch nie verstanden habe.;-)

Bevor ich also noch mehr nicht-mehrheitsfähigen-Kram von mir gebe, bewerte ich einfach mal alle Story DLCs mit soliden 4 von 5 Standarten, Hakkon und Descent haben mich etwas weniger und Trespasser etwas mehr unterhalten, also kommt das unterm Strich irgendwo hin.
Und jetzt muss ich nur noch irgendwann mal schaffen die ganzen Spielstände zu sortieren...;-)

2016-07-09

Neuauflagen - Der Rosenfriedhof (1von4)

Disclaimer:
Zeit für schamlose Eigenwerbung! ;-) Worum geht es? Nach einer ansteigenden Unzufriedenheit mit den limitierten Vertriebsmöglichkeiten meines alten Self-Publishers (lulu), habe ich es endlich mal in die Hand genommen meine Veröffentlichungen nach und nach zum deutschen Self Publisher BoD "umzuziehen". Die Neuauflagen haben dabei ein kleines Layout Make-Over erhalten, sind aber ansonsten inhaltlich mit den alten Ausgaben eigentlich identisch. Trotzdem will ich mal darauf hinweisen, dass jetzt endlich auch vernünftig gestaltete E-Books verfügbar sind!:-)
Bei Amazon können noch alte lulu Ausgaben bestellt werden - die hatte Amazon scheinbar noch auf Lager - die allerdings mehr kosten, schon wegen des shippings aus den USA. Die neuen BoD Ausgaben gelten derzeit als "Nicht auf Lager", was für frisch erschienene Self-Publishing Titel aber logisch ist - also im Zweifel nicht vom Bestellen abhalten lassen.;-)

http://www.bod.de/buch/manuela-sonntag/der-rosenfriedhof/9783741237416.html 
Ich gehe bei den Vorstellungen der Neuauflagen mal halbwegs chronologisch vor und fange mit dem Rosenfriedhof an - ein Erstling, der zwar 2010 mal überarbeitet wurde, aber dessen Ur-Skript immerhin aus den späten 90ern ist...

Ich muss sagen, ich habe eine vermutlich ziemlich nostalgierte Beziehung zu meinem ersten Buch - vielleicht ist das normal ;-) - auch wenn ich heute viele Dinge vielleicht anders machen würde, bin ich bei der Überarbeitung 2010 doch irgendwie davor zurückgeschreckt das ganze Buch auf einen "20 Jahre später" Stand zu bringen, was Stil, Vorlieben und Storytelling Präferenzen angeht. Hauptsächlich vermutlich auch, weil es dann nicht mehr dasselbe Buch gewesen wäre und das wäre allen Schwächen und Entwicklungen zum Trotz dann doch auch schade gewesen.;-)

Als Retrospektive war für mich aber immer spannend, wie sehr sich Arbeitsprozesse verändern - der Rosenfriedhof war die erste Romanlange Geschichte, an die ich mich rangetraut habe und das bewaffnet mit - man höre und staune - einer ganzen Schnellhefter Mappe von handgeschriebenen Notizen. Ganz ehrlich, ich hatte alles von a bis z in dieser Mappe, jede Szene, was wer sagt, was wann passiert, ich musste das eigentlich nur noch runtertippen (hat lange genug gedauert, siehe die 450Seiten Publikation;-).
Ich habe leider keinerlei Erinnerungen mehr daran wie lange es gedauert hat, diese ewigen Notizen anzulegen, aber eigentlich ist das auch nicht so schade - 20 Jahre später habe ich mich vom Mit-der-Hand-Schreiben und von ewigen Notizen soweit entfernt, dass ich das gar nicht nachvollziehen will!

Ich weiß aber noch, dass ich die ersten Korrekturen aus dem Beta-Lauf in Spanien auf einem Campingplatz am Meer getippt habe - Schreib-Ferien sind so ein Thing of the Past, das auf jeden Fall zu dem Nostalgie-Faktor beiträgt.
Und irgendwie ist Nostalgie als Hintergrund für Historisch Angehauchte Familien/Liebesgeschichte ja auch nicht so verkehrt.;-D

2016-07-02

Eis und Dampf

Ja, ich lese wieder mal im Schneckentempo, aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und irgendwann kommt man ja dann doch immer an.
Insofern ja eigentlich gar nicht unklug sich auf Kurzgeschichten zu werfen, von denen kann man sich immer vorm Schlafengehen eine gemütlich vornehmen und dann immer noch genug Heiah abgreifen, um am nächsten Tag trotz Allergietabletten nicht den Walking Dead beizutreten.;-)

Eis und Dampf ist dabei nicht nur aus dem Grund interessant, das die Geschichten eine Alternate-Reality weiter ausbauen, die mir schon im Original gut gefiel, sondern es ist auch eine Steampunk Anthologie finanziert durch Crowd Funding.

In irgendeiner Diskussion über das Für und Wider von Selbstverlag stolperte ich mal über das Argument, dass man sich ja nicht fühlen kann, als ob man es "geschafft" hätte, wenn man nicht durch den Auswahlprozess eines Verlages gekommen ist. Dieses Sentiment war mir fremd auf viele verschiedene Arten und Weisen, schon angefangen bei dem Punkt, dass ich keine Validierung von Außen brauche, um Spaß am Schreiben zu haben oder irgendwas gut zu finden, was ich tue, aber was noch viel wichtiger ist: Ich bin von einem tiefen Mißtrauen durchdrungen, was die "Türwächter" Funktion von Verlagen angeht.
Die etlichen Absagen, die spätere Bestseller einstecken müssen, wäre da so ein Argument meinerseits, aber lass uns das nicht weiter ausbauen, sonst kommt nur wieder ein Rant dabei raus.;-)
Festzuhalten sei einfach, dass ich es großartig finde, dass es heutzutage die Möglichkeit gibt sich über das Internet direkt an eine Fangemeinschaft zu wenden und einfach mal zu fragen: "Wir haben da eine Idee, wollt ihr das kaufen?" ohne sich mit irgendwelchen Pfortenbiestern jeglicher Art herumschlagen zu müssen!


Was das Buch selber angeht, muss ich mal wieder mit dem Punkt anfangen: Ich liebe das Cover! Hat mir dem literarischen Inhalt mal wieder nichts zu tun, aber muss trotzdem mal gesagt werden.:-)
Die Idee eine Welt in Zusammenarbeit mit anderen Autoren weiter auszubauen, gefällt mir außerdem sehr gut - ich hatte die Unterhaltung gerade erst zu Elysion, es kommt einem so wie Verschwendung vor eine ganze Welt zu denken, um dann nur eine Geschichte drin spielen zu lassen.;-)

Prinzipiell ist die "Bewertung" von Anthologien - schon gar wenn jede Geschichte einen anderen Autor hat - sowieso schwierig, also habe ich mir einfach mal überlegt eine Lieblingsgeschichte zu küren. Lange, lange Zeit lag Das Aegyptische Axiom dabei vorne, ich mag Kurzgeschichten, die sich nicht wie Kurzgeschichten anfühlen - dann wurde ich aber von der Auflösung und der Boy-Meets-Girl Abkürzung so überrannt, dass ich etwas desorientiert zurückbleiben musste mit so einem großen "huh?" über meinem Kopf. Nur eine persönliche Erfahrung natürlich, aber ausschlaggebend dafür, dass meine Lieblingsgeschichte dann doch Der Gipfel geworden ist - die Spy vs. Spy Dynamik ist wunderbar und die Beschreibungen von Wäldern & Gebirge im Winter hat es mir seit Elysion auch angetan, da kann man sooo viel Schönes machen!;-)

Man muss sich (finde ich) ein wenig einlesen, wenn man Die zerbrochene Puppe nicht kennt und/oder nicht soviel Ahnung von Steampunk und anhängiger Technik hat, aber wer in das Genre mal reinschnuppern will oder sich einfach an Alternative History erfreut, der ist hier auch als (noch) nicht Genre-Insider gut aufgehoben und das ist doch jeden Tag 4,5 von 5 Schiffsschrauben wert!;-)

2016-06-25

Doppel-Bilderrahmen (und ein bisschen oldschool Origami;-)

Wie ich vielleicht schon mal erwähnt habe - oder auch nicht, dann tu ich's jetzt ;-) - haben wir in den Osterferien ein wenig das Arbeitszimmer ausgemistet, in dem sich, aus welchen Gründen auch immer, mehrere Jahrzehnte Kram angesammelt hatten, die man fast vergessen hatte und auch zu großen Teilen nicht braucht...;-)

Ein paar alte "Schätzchen" wollte ich dann aber doch nicht wegschmeißen, zum Beispiel die alte ABI-Zeitung (und sei es auch nur, um meinen evt. Kindern irgendwann mal beweisen zu können, dass ich immer schon so aussah wie jetzt;-) oder ein paar alte Zettelchen aus dem Unterricht - hatte gar nicht mehr im Kopf, dass wir zwischendurch so kreativ waren, wenn es nicht um Unterrichtsstoff ging!;-P

Die kleine Sammlung Eulen unten ist irgendwann mal aus T.s Feder entschlüpft und weil es sich grade so ergab, dachte ich es wäre ein nettes Geburtstagsgeschenk - allerdings habe ich mir ein wenig den Kopf darüber zerbrochen, wie man eine fast DinA4 große doppelseitige Zeichnung in einen Rahmen bekommt? Und am Ende habe ich einfach beschlossen, dass das mit ein bisschen Pappe einer Klarsichthülle und Farbe bestimmt ganz einfach geht:

1. Diese 4 Teile aus Pappe herstellen - und dabei darauf achten, dass die Klarsichthülle größer ist, als der Bildausschnitt.
2. Spaß mit Farbenmatsch! :-) Hier Acrylfarbe, weils einfach so schön deckt, aber Wasserfarbe, Abtönfarbe oder sonstiges tut's bestimmt auch.
3. Zusammenkleben was zusammen gehört - die Füße sind nur angesteckt und die Klarsichthülle + Pappe ist am oberen Rand offen, damit man das Bild auch mal austauschen kann, wenn man denn unbedingt will.^^ ;-)
4. Ein bisschen Spaß mit Origami (optional), weil ich meine neuen "Viktorianisches Design" Origami-Papiere mal ausprobieren wollte. Die Seerose haben wir schon öfter gehabt, hier ist das Video dazu.
Dann einfach ein hübsches Band durch eine große Stopfnadel fädeln, den Boden der Blumen mit Tesa verstärken - dann reißt nichts aus - und auffädeln.
Funktioniert als Geschenkanhänger:
Oder auch nur einfach so, als Deko für Tische, Fenster/Gardinen, Pflanzen oder oder oder...
Ein bissen Staubfänger kann man immer gebrauchen!;-D

2016-06-18

Nachholbedarf: Guardians of the Galaxy

Ich hatte ja angedroht, dass noch ein paar Filme nachzuholen sind, die ich in meiner prinzipiellen Verpeiltheit irgendwas Termingerecht wahrzunehmen, das nicht lebenwichtig ist, im Kino verpasst habe.;-)

Den Anfang mache ich mal mit Guardians of the Galaxy, der wie ich feststellte tatsächlich schon fast 2 Jahre alt ist, also spare ich mir mal das rudimentäre Rücksichtnehmen auf Spoiler-Sensible, denn wer das so unbedingt sehen wollte, hatte jetzt echt genug Zeit.


Prinzipiell war ich relativ unbeeinflusst, trotz oder sogar wegen des langem Vorlaufs - man hatte schon so viele Stimmen zu dem Film gehört oder wenigstens wahrgenommen, dass man Erwartungsgemäß eigentlich wieder bei 0 angekommen war, weil von "totaler Müll", bis "total super" war eigentlich alles dabei.;-)

Ich muss sagen, es war ein wenig von Spalte A und ein wenig von Spalte B - ich mag Filme, die ihre Figuren und sich selbst nicht so schrecklich ernst nehmen. Damit war Guardians zum Beispiel (für mich) schon mal unterhaltsamer als Star Wars, weil mehr bekloppte Aliens und weniger epischer Schwermut. Es gibt genug Leute, die das mit genau derselben Begründung 180Grad anders begründen und das sollen sie ja machen, ich mag einfach Explosionen mit Rock Musik.;-)

Natürlich sind die üblichen Disclaimer anzubringen - irgendwie sind wir alle die besten Freunde 5Minuten nachdem wir uns kennengelernt haben und so richtig unvorhergesehe Charakterdinge sind jetzt auch nicht zu erwarten. Die Theorie dass Guardians nur eine Vision eines P&P-Rollenspiels ist, das die Avengers spielen, kam mir irgendwann ziemlich plausibel vor. Das kann man negativ bemerken, wenn man will, aber hat mich jetzt in Form und Funktion in einem Witzige-Aliens-und-Explosionen-Film nicht wirklich gestört und Optik und Effekte haben mich positiv überrascht, Blockbuster hin oder her, das hat man bei teuren Filmen auch schon weit schlechter gesehen!

Zwei halbe Punkte Abzug gibt es von mir aber trotzdem, denn a) der Bösewicht ist langweilig (ja, ich weiß, ich motze immer über die Bösewichte, aber die sind halt auch irgendwo wichtig und so der 0815-Abzieh-Terrorist mit Allmachtsphantasien war mir zu lahm, auch mit komischem Make-Up) und b) die plötzliche Beförderung des All-American-Nice-Guys zum heldenhaften Anführer am Ende war mir zu blöd.
Mich hätte es überhaupt nicht gestört, dass die große Bedrohung durch simples Teamwork abgewendet wird und sich selbiges Team danach dazu entscheidet zusammen die Galaxie unsicher zu machen. Das es aber unbedingt notwendig ist, dass der langweiligste Charakter eine Special Snowflake ist (dass sein Vater ein Alein war, war mir beim 2. Satz der Mutter am Anfang schon klar, a Storytellers Mind is a bitch;-) und am Ende noch die vormals Badass-Assasinen-Prinzessin im "alles was du willst, Gebieter"-Stewardessen-Outfit mitbekommt, kam mir reichlich gewzungen vor.

Man mag es Motzen auf hohem Niveau nennen, oder auch Kleinlichkeit, ist mir egal, von mir gibt's dafür einen Punkt Abzug und es bleiben 4 von 5 Walkmans übrig. Kann man sich eigentlich nicht drüber beschweren, oder?;-)

2016-06-11

Gewitter-Licht

Ich weiß nicht, ob es aufgefallen ist, aber der "Sommer" war bisher eher nass und lautstark?

Ich denke man darf sich in Aachener Gefilden darüber nicht wirklich beschweren, wenn man sich die Fotos aus anderen Regionen so ansieht, aber auch hier macht es sich bemerkbar, dass man (aka ich) plötzlich viel mehr Zeit draußen "in den Elementen" verbringt - so ein aufziehendes Gewitter ist im Wald tatsächlich zu 100% besorgniserregender als Zuhause auf dem Sofa, wo ich Blitz und Donner eigentlich ganz gerne mag (sofern es denn dabei bleibt und keine größeren Schäden hinterlässt...).

Trotzdem möchte ich mal darauf hinweisen, dass das Licht vor und nach einem Gewitter-Guß einfach interessant ist - achtet vielleicht mal daruf, aber Regen-Licht (was auch schöne Fotos machen kann btw), ist noch was ganz anderes als Gewitter-Licht, vielleicht weil es oft gewittert, wenn es warm ist, inklusive Nebel/Dampfschwaden und so? Die zumindest sind im Wald auch sehr atmosphärisch, aber leider hatte ich für "Kühe im Nebel" mein Handy grade nicht da.;-)

Deswegen heute statt dessen Burtscheid im schönsten Gewitter-Licht - immer positiv denken!;-)

2016-06-04

Tattoo-Anbau

Nur eine kleine Abheil-Geschichte zwischendurch - das hübsche kleine Flattervieh, das jetzt meinen Kirschblüten auf dem Unterarm Gesellschaft leistet.
Einfach so, weil's hübsch ist - oder?!?;-)

2016-05-28

Monuments Men. Das Buch von vor dem Film again.

Ich kann mich immer nicht entscheiden, ob es ein Vor- oder Nachteil ist, das Buch schon zu kennen, bevor man den Film sieht.

Bei World War Z oder so wäre ich vermutlich mit dem Film noch 1000x ungnädiger gewesen, wenn ich das Buch vorher gekannt hätte, aber bei den Monuments Men wäre es tatsächlich für die Filmbesprechung ein Vorteil gewesen - wenn ich mich richtig erinnere, waren meine Abzugspunkte des Films vor allem die merkwürdig eiernde, unstringente Erzählweise und die halbherzige Auseinandersetzung mit dem "Kunst vs. Menschenleben Dilemma".
Wie man aber an dem wenig subtilen Untertitel (ich will mal glauben, dass das wieder so ein Marketing Ding ist, für das der Autor nicht zwangsläufig was kann^^) schon merkt, findet die Auseinandersetzung mit dem "Held oder Liability" Thema der Monuments Men im gleichnamigen Buch The Monuments Men: Allied Heroes, Nazi Thieves and the Greatest Treasure Hunt in History geschrieben von Robert M. Edsel nicht nur wenig, sondern einfach gar nicht statt.
Die Monuments Men sind halt Helden und alle, die ihnen immer keine War Assets zur Verfügung stellen wollten, waren halt blöd, bums.

Das kann man ja nun von mir aus gerne so sehen - großteilig würde ich das sogar unterschreiben - aber ein wenig mehr Reflektion darüber, dass Militärkommandeure vielleicht auch mal zu Recht andere Prioritäten haben könnten (so das Überleben möglichst vieler Soldaten zum Beispiel) als alte Kirchen und Gemälde, hat mit trotzdem gefehlt.
Da hat der Film also schon mehr geleistet, als die Vorlage, aber ich habe es ihm trotzdem als halbherzig angekreidet, was es auch war, aber hätte ich das vorher gewußt, hätte ich es lobender erwähnt...soviel hätte, wäre, könnte, aber ich hoffe man sieht was ich meine!;-)

Kritikpunkt Film 2, die unstringente Handlungsführung will ich trotzdem nicht damit entschuldigen, dass das Buch eigentlich gar keiner erkennbaren Chronologie folgt. Alle Monuments Men arbeiten eigentlich als 1-2Mann Zellen und es wird halt immer mal wieder von der einen oder anderen Aktion berichtet. Das macht als Sachbuch jetzt nicht so viel aus, aber für den Film hätte man das trotzdem straffen sollen - es gibt genug was der Film geändert hat (das "Rennen" mit den Sovjets lag eigentlich 2Monate auseinander und es waren auch nie mehr als 3 leute aus dem Cast gleichzeitig vor Ort um mal das Offensichtliche zu nennen;-), da hätte man sich auch an einer Geschichte nach Motiven von versuchen können, die tatsächlich einen Roten Faden hat.

Unterm Strich muss ich trotzdem festhalten, dass ich in dem Fall mit dem Film gnädiger gewesen wäre, wenn ich das Buch schon gekannt hätte, aber ich vergebe trotzdem mal 3 von 5 Dynamitstangen, weil die eigentliche Geschichte einfach schon spannend ist - auch und vor allem in der Reflektion des Buches, dass es seitdem nie wieder irgendeinen konzertierten Effort gegeben hat die Kunstschätze irgendeines Kriegsschauplatzes irgendwie zu berücksichtigen. Und das kann ja nun wirklich auch keine Lösung sein!

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